In dunklem Morast wanderte er da hin, vergrub sein Gesicht in seinen vernarbten Händen. Die Vögel sangen ihm ein Lied, vor ihm eröffnete sich mit jedem seiner Schritte gemäß dem, was er von der Welt erwartete, der Weg zu seinem Ziel.
Etwas lockte ihn in die Ferne. Möge es Unzufriedenheit sein, oder sein Glaube daran, dass es dort draußen etwas für ihn gäbe. So konturlos und undefiniert dieses Ziel auch zu sein schien, seiner Ansicht nach hatte es doch einen festen Platz, irgendwo.
“Bist du da?”, wurde er gefragt. Er war erfreut darüber, eine andere Stimme als seine eigene zu hören, nachdem eine ganze Weile Verschwiegenheit herrschte.
“Natürlich bin ich da.”, erwiderte er kühl, sich fragend, warum man eine solche Frage stellen sollte, in Anbetracht der Tatsache, dass er wohl kaum einfach verschwinden würde. Und schließlich war er derjenige, der nicht sehen konnte. Andererseits produzierte ihre Stimme dennoch einen schönen Klang, fast schon ästhetisch. Er warf einen kurzen Blick durch seine Finger, um sie zu betrachten.
“Weißt du eigentlich, wie schön du bist?”, fragte er sie, während das Bild von ihr, das er sich gemacht hatte, vor seinem geistigen Auge erschien.
“Du machst doch nur wieder Witze.”, sagte die Begleitung; er konnte sie dabei verschüchtert und leise lachen hören. Einerseits mochte er dieses Lachen, da es das Bild von ihr noch mehr verschönerte und ihre charakterlichen Züge dadurch einen stereotypischen Glanz ausstrahlten; andererseits zeigte es ihm die Minderwertigkeit, das fehlende Selbstbewusstsein auf.
Auch, wenn sie schon ein ganzes Stück miteinander gegangen waren und ihre Hilfe ihm wohl schon einige blaue Flecken erspart hatte, wollte er doch lieber auf ihre Anwesenheit verzichten.
“Du solltest gehen”, wies er sie an, wobei er sich nicht sicher war, ob er das nur gedacht hatte, und rannte vor ihr weg, seinem Weg folgend, wohin auch immer er ihn führen mochte.