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    Eine nicht ganz kurze Geschichte

    Moin,

    ich bin ja, wie man vllt schon gelesen hat, ein relativer Motorrad Freak, also habe ich mich auch mal im Schreiben versucht. Natürlich zu meinem Lieblingsthema viel spaß!



    180....185...190....195....200...220....."Fahr niemals Motorrad, hörst du? Nie!" Immer wenn ich auf der Autobahn fuhr, den Gashahn so richtig aufdrehte, musste ich an die Worte meines Vaters denken...mir war immer diese eine Szene vor Augen...mein Vater fuhr damals eine Rennmaschine...eine Kawa Ninja ZX10R um genau zu sein, doch dann hatte er sich in einer Kurve verschätzt und ist in den Graben geflogen...seitdem sitzt er im Rollstuhl...doch ich will nicht auf ihn hören...der Unfall passierte, als ich 16 war...einen Tag nach meinem 18 Geburtstag kaufte ich mir eine schöne mattschwarze Triumph Speedtriple...auf die vorgeschriebene 34ps Drossel pfeife ich, denn nur wenn ich auf dem Motorrad sitze, fühle ich mich frei! Das was meinem Vater passiert ist kann immer passieren, aber deshalb kein Motorrad zu fahren wäre Quatsch! „Autobahnpolizei Köln, können sie sich denken wieso wir sie angehalten haben?“, fragte der kleine pummlige Polizist, der mich gerade herausgewunden hatte. „Ähm, weil sie vielleicht noch nie ein so schönes Motorrad gesehen haben?“, fragte ich frech durch das verschlossene und getönte Visier meines schwarzen Helmes. „Sehr lustig, steigen sie doch bitte einmal ab!“ Ich warf einen kurzen Blick nach hinten. Die Autobahn hinter mir war frei, verständlich, da es schon 3 Uhr in der Nacht war. Ich startete den Motor meiner Speedtriple drehte den Gashahn auf, legte einen astreinen Burnout hin, zog das Vorderrad hoch und brauste davon. Ich sah den Bullen noch in seinen Opel Vectra Kombi springen und unter Sirenengeheule und Blaulichtblinken losfahren. „Du willst mich kriegen? Na dann hau mal rein Kollege ich wünsch dir viel Glück!“ Ich ließ den Polizeiwagen bis auf ein paar Meter an mich heran kommen, dann drückte ich einen kleinen Knopf, der mein Nummernschild hochklappte und drehte wieder voll auf. Der Abstand zu dem Polizeiwagen vergrößerte sich blitzartig. 240....245....250.... „Und mal wieder einen Abgehängt!“ Das war bereits das viertel Mal in dieser Woche, dass ich von der Rennleitung angehalten worden war. Doch keiner von ihnen hatte auch nur die Chance mich zu stoppen. Das Garagentor öffnete sich automatisch als ich davor stand. Ich fuhr das schwarze Motorrad langsam hinein, zog den Helm ab und öffnete die schwarze Lederkombi. „Joa, das habe ich jetzt gebraucht!“ Was für andere das Bierchen am Abend ist, ist für mich die Fahrt auf meinem Bike. Mein Vater öffnete mir die Wohnungstür. Er saß in seinem Rollstuhl und schaute mich wütend an. „Du hast es schon wieder getan, oder?! Wie oft hab ich dir gesagt das du kein Motorrad fahren sollst?!“ Ich musterte ihn, verkniff mir aber meinen Kommentar, und wollte gerade in mein Zimmer gehen. „Wo gehst du hin?!“ „Hm, lass mich nachdenken...in mein Zimmer? Wäre doch eine Idee, oder? Wo soll ich denn sonst hin? Mensch denk doch mal nach!“ Er schaute mich fassungslos an. „Alex, gib mir den Schlüssel!“ „Was für einen Schlüssel?“, fragte ich scheinheilig. „Frag nicht so dumm, den Schlüssel von der Triumph.“ „Ähm wieso willst du eine Runde drehen?“ „Hab ich dir denn gar nichts beibringen können? Meinst du ich sitze gerne im Rollstuhl? Was mir passiert ist muss nicht auch noch dir passieren!“ „Wird mir auch nicht und wenn doch dann ist es halt so!“ „Wieso bist du so ein Dickkopf?!“, fragte mein Vater wütend. „Ich? Na von wem hab ich das denn wohl? Wer hat denn die Ninja Rennstreckenreif gemacht? Auch gegen die Empfehlung mehrerer Rennsportprofis? Mehr als 200PS auf einem Motorrad ist übertrieben! Und was war mit Mum? Wieso ist sie denn abgehauen? Weil du ein so lieber, treuer, ehrlicher Kerl warst?“ „Entweder du gibst mir jetzt den Schlüssel und hältst sofort den Mund, oder...“ „Oder was? Willst du mich rausschmeißen?!“ „Wenn du es nur so verstehst sehe ich mich dazu gezwungen!“ „Aha, sorry alter Mann aber das wirst du nicht können, da ich jetzt abhaue! Ich hab echt kein Bock mehr auf deine Moralansagen! Wenn ich den Kick beim Motorradfahren brauche, dann werde ich das auch tun! Nur weil DU einen Unfall hattest muss mir das nicht auch passieren, okay?!“ Ohne eine Antwort von ihm abzuwarten, schnappte ich mir meinen Helm, holte den Schlüssel aus der Innentasche und zog den Reißverschluss der Lederkombi zu. „So hau rein! Mir ist die Luft hier zu dick! Wenn was ist, bitte ruf mich nicht an!“Mit diesen Worten ging ich zu der Garage und startete den Motor meiner Maschine. Mein Vater stand mit seinem Rolli an der Tür und schaute mir wortlos zu. Um ihn zu provozieren fuhr ich mit einem Wheelie los, die 30er Zone interessierte mich dabei kaum. Ich fuhr eine knappe halbe Stunde, von dem Bullen der mich versuchte zu verfolgen keine Spur. Dieser Streit hatte mir gerade noch gefehlt. „Er hält mir Vortag über Vortrag, will mir vorschreiben wie ich zu leben habe, aber selber hat er nur versagt! Erst geht er mit irgend so einer russischen 20-jährigen in die Kiste, zerstört damit unser Familienleben, haut sich dann samt Maschine in den Graben, will mir aber einen erzählen. Abends dann noch immer 5, 6 Flaschen Bier...und dann versinkt er im Selbstmitleid“, dachte ich mir Da ich sowieso vor hatte auszuziehen, zog ich es einfach etwas vor. Nachdem ich mich ein paar Tage umgeschaut hatte, fand ich eine kleine 2 Zimmerwohnung, die ich mir von meinem Einkommen als Barkeeper gut leisten konnte. Sie lag im mitten in einem kleinen Dörfchen im Bergischen Land. Ich hatte sie erst vor einigen Tagen gemietet, allerdings mit Hilfe von ein paar Freunden direkt renoviert. War schon ein komisches Gefühl, da dies eine Neubausiedlung ist, wo nur so Happy-Families wohnten. Als dann plötzlich 5 Typen auf Motorräder ankamen, schaute die eine oder andere Mutter schon ganz zufällig aus dem Fenster. Wir stellten die Maschinen genau vor der Haustür des 4-Familienhauses. War schon ein schönes Bild, meine schwarze Speedy , eine grüne Kawa Z750, eine blaue Yamaha FZ8, eine schwarze Honda Hornet und noch eine schwarze Suzuki GSR 600 standen nebeneinander und zogen alle Blicke auf sich. Die Wohnung war in einem bewohnbaren Zustand, doch nicht ganz mein Geschmack. Es wurde tapeziert, gestrichen, Laminat verlegt und und und...nach etlichen Stunden harter Arbeit waren wir dann fertig. Im Nachhinein war es dann doch weniger Arbeit als vermutet. Ich stellte meine Maschine vor der Haustür ab. Todmüde fiel ich ins Bett, schaffte es gerade noch die Lederkombi auszuziehen und schlief dann sofort ein. Der nächste Morgen begann mit einem lauten Auspuffdröhnen. Ich dachte sofort an das schlimmste, sprang aus dem Bett zog mir eine Hose und ein T-Shirt an und rannte die Treppe runter zu meiner Maschine. Diese stand dort unberührt und genauso, wie ich sie am Abend zuvor abgestellt hatte. Doch mitten in dem kleinen Wendehammer vor dem Haus stand eine Aprilia RS 125, neben ihr ein Junge, der unerbittlich am Gashahn drehte. „Samma...haste mal aufn Tacho geguckt wie spät dat ist?“, fragte ich verpennt. „Ähm, oh tut mir echt leid! Ich wollte dich nicht wecken...nur meine RS hat momentan so ein kleines Problem, die kommt nicht mehr aus dem Quark, da dachte ich mir, wenn ich den Auspuff mal richtig durchpuste, dann beschleunigt sie wieder genau so wie vorher.“ „Aha, deshalb musst morgens um halb elf hier rumdröhnen?

  2. #2
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    AW: Eine nicht ganz kurze Geschichte

    Also versteh mich jetzt nicht falsch, ich mag den Sound von Moppeds, aber erstens ist das nur eine 125 und zweitens...es ist noch mitten in der Nacht.“ „Nein, sorry eigentlich nicht, es ist, wie du gerade schon gesagt hast, habe es ist bereits halb elf!“ „Ja, okay gewonnen! Ich bin Alex und bin heute Nacht hier eingezogen...die Speedy die da steht gehört zu mir.“ „Hi, ich bin Luca und wohne hier direkt gegenüber!“ „Und deine RS hat also Verstopfungen? Dann lass mal sehn!“ „Was hast du denn jetzt vor?!“ „Ein bisschen schrauben und schon fährt die Kiste wieder wie neu, oder halt noch besser...“Nach 20 Minuten schrauben war ich dann fertig, um mich herum lagen ein paar Kleinteile, doch die Maschine war wieder fahrbereit. „Was sind das denn da für Teile wenn ich fragen darf?“, fragte Luca. „Das sind die Lieblinge der Bullen und die schlimmste Strafe für uns.!“ „Aha?“ „Kommt es nicht? Das sind die Drosseln!“ „Wie jetzt?“ „Ja ich schätze mal du hast einen 125er Lappen? Also darfst du 80km/h fahren, man kann doch mal nen bisschen rumbasteln, dann fährt die auch wieder etwas schneller!“ „Ist das nicht irgendwie illegal?“ „Was?“ „Ja die Drosseln da raus zu nehmen?“ „Welche Drosseln meinst du?“ „Ahsoo, jetzt verstehe ich!“ „Genau, meinst du ich halte mich an die 34PS Begrenzung? Du musst nur wissen wann du darüber reden kannst und wann du sie ausfahren kannst...“ „Na ja so richtig wohl ist mir bei der Sache ja nicht...kannst du sie nicht lieber wieder einbauen?“ „Sicher? Wenn du das wirklich willst...“ Enttäuscht bastelte ich die Drosselsätze wieder in die RS und schraubte lediglich die Auspuffdrossel heraus. Damit sich Luca wenigstens über einen guten Anzug freuen konnte. „Hey danke, wenn du irgendwann mal Hilfe brauchst dann sag mir bescheid, okay?“, bedankte sich Luca. „Jo, mach ich. Willste nicht mal eine Proberunde drehen?“ Luca setzte sich auf seine RS und drehte den Gashahn sanft zurück, er spürte dass die RS jetzt sofort reagierte. „Was hast du gemacht?“, fragte er. „Ich? Gar nichts! Nimm deinen Helm und fahr mal eine Runde...dein Auspuff war wirklich zu, habe ihn als ich die Drosseln ausgebaut habe wieder freigemacht.“, log ich. „Ich dachte den muss man frei pusten oder frei brennen?“ „Ähm, ne den nicht...bei dem kann man das über den Krümmer machen!“, log ich schon wieder. „So ich bin mich jetzt erstmal frisch machen...hau rein!“, verabschiedete ich mich von Luca und ging wieder hoch in meine neue Wohnung. Es roch immer noch nach Tapetenkleister und frischer Farbe. Zum Glück war wenigstes das Bad in einem guten Zustand, sodass wir es nicht auch noch renovieren mussten. Da ich jetzt schon wach war, konnte ich auch gleich duschen gehen. Ich zog mein T-Shirt und meine Hose aus und stellte mich unter die Dusche. Da ich ein Mann bin WASCHE ich mich unter der Dusche und mache dort nicht irgendwelche andere Faxen, jedenfalls war ich nach zehn Minuten fertig und stand vor meiner neuen, gebrauchten, Spiegelwandschranktür in einem Schlafzimmer. Im Gegensatz zu meinen Freunden, die mehr Zeit in der Muckibude als mit ihren Babys verbrachten, sah ich relativ schmal aus, doch ich gefiel mir. Ich zog mir ein schwarzes T-Shirt und eine dünne 7/8 Hose an. An meinen kurzen, schwarzen, strubbeligen Haaren war nichts zu ändern, da der Motorradhelm sowieso wieder alles platt gemacht hätte. Jetzt zwängte ich mich in meine schwarze Lederkombi, zog mir die Motorradstiefel an, schnappte mir den Helm und ging zu meiner Maschine. Ich wollte mich mit meinen Freunden treffen. Mit Max, einem gut gebautem Hornet-Fahrer, mit Dave einem ebenfalls gut gebautem und draufgängerischem GSR600 Faher, mit Chris, dem „Daddy“ unserer Truppe und mit Sebi dem jüngstens aber vorlautestem und verrücktesten FZ8-Fahrer. Wir wollten uns bei Max treffen, doch auf dem Weg zu ihm bekam ich einen Anruf, den ich durch mein Headset, welches ich immer unter meinem Helm trage, annahm. „Sie haben Chris!!“, rief Sebi aufgeregt. „Wie, wer hat Chris?“, fragte ich verdutzt. „Ja wer wohl, der Weihnachtsmann, ja ne die Bullen du Idiot!“, machte Sebi mich an. „Hallo? Komm mal wieder runter! Und jetzt erzählste mir mal ganz genau was das los war!“ „Also Dave, Chris und ich waren auf dem Weg zu Max, also natürlich nicht gerade langsam, als dann plötzlich ein 911er im Bullenoutfit genau hinter uns war. Wir waren gerade auf einer Landstraße und fuhren schon im sechsten Gang, da sah ich nur noch im Rückspiegel, wie die Kawa von Chris auf dem Boden lag und er genau daneben.“ „Und was habt ihr gemacht?“ „Wir haben uns an die Regeln gehalten...“ Die Regeln sind von uns damals mal festgelegt worden, wie in diesem Falle, wenn wir verfolgt werden und einer sich hinlegen sollte, fahren die anderen weiter da es sowieso sinnlos wäre anzuhalten.„Na ja, dafür sind die Regeln ja da, wo seid ihr jetzt?“ „Wir sind bei Max und die Moppeds haben wir in die Garage gestellt!“ „Alles klar bin ich 20 Minuten da!“ „Okay dann müssen wir schaun was wir machen! Und Alex? Pass auf nicht das die Bullen dich auch noch bekommen!“ „Alles klar, ich pass auf, bis gleich!“ Nachdem Sebi aufgelegt hatte zog ich auf die linke Spur und drehte auf. Zwanzig Minuten später stand ich vor der Wohnungstür von Max. Er erwartete mich schon aufgeregt. „Fuck hey, was machen wir jetzt?“, platze es aus ihm heraus. Ich ging in die Wohnung, Max folge mir. Sebi und Dave saßen auf der Couch. Max und ich setzten uns zu ihnen. „Also Kollegen, jetzt ist es soweit! Jetzt haben die Grünen echt einen von uns bekommen. Aber ich denke Chris ist was älter als wir und weiß wie er dort wieder heraus kommt! Eigentlich können wir nichts für ihn tun, oder was meint ihr?“, begann ich. „Alex hat recht, Chris muss alleine klar kommen, von außen können wir nichts machen!“, stimmte Dave mir zu. Max kramte sein Handy aus seiner Hosentasche und rief Chris an. Doch sein Handy war ausgeschaltet. „Ich meine was haben die gegen ihn in der Hand?

  3. #3
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    AW: Eine nicht ganz kurze Geschichte

    Nichts, wow zu schnelles Fahren...und was noch? Prinzipiell ja nicht mehr!“, versuchte ich zu beruhigen. Seit diesem Vorfall ist viel passiert, Chris hatte sich gemeldet und war super sauer, dass wir ihm nicht geholfen haben...er wollte einfach nicht verstehen, dass wir uns nur an UNSERE Regeln gehalten haben, also trennte er sich von uns.Sebi ist von seiner FZ8 auf eine Suzuki GSR750 umgestiegen und Dave hat die Suzi B-King mit Sportauspuff zu einem sehr günstigen Preis bekommen. Max und ich sind bei unseren Maschinen geblieben und sind sehr stolz drauf!Es war Samstagabend und wir waren mal wieder in unserem Stammbikertreff. Als wir ankamen sah es so aus, als wenn die anderen Biker alle auf uns warteten. Kaum saßen wir am Tisch, kam Gerd, ein GSX-R-Fahrer auf uns zu und setzte sich. Nach dem üblichem Smalltalk erzählte Gerd, dass ein neuer, unbekannter Fahrer auf einer Ducati Desmosedici aufgetaucht war, der anfing jeden meiner Rekorde zu brechen. Ich muss dazu sagen, dass ich im Umkreis von 250km jeden Rekord halte, alle mit meiner Speedy erfahren. Egal was, alle Rekorde sind von mir gebrochen worden. Hört sich alles etwas unglaubwürdig an aber hey, das Verbotene macht doch erst den Reiz aus, oder? Als mein Vater nicht wollte dass ich Mopped fahre, habe ich mich immer weiter versucht zu steigern und es auch geschafft!„Dieser neue Fahrer hat es echt auf dich abgesehen, Alex!“, meinte Gerd. „Kennt den denn irgendjemand? Außerdem, wie kommt der an die Duc, ist das nicht eigentlich eine Limited Edition?“, fragte Dave. „Ja doch schon, aber auch die kann man kaufen!“, antwortete Sebi. „Na ja, ich bin da sehr zuversichtlich...ich hab’s einmal geschafft die Rekorde zu knacken, dann sollte das jetzt doch nur eine Herausforderung sein! Hatte schon Angst, dass sich keiner mehr traut!“, lachte ich. „Na nimm das mal nicht so auf die leichte Schulter! Die Duc ist deiner, wenn auch getunten, Triumph haushoch überlegen!“, warnte mich Max.Zu Max muss ich sagen, ich hab ihn in der siebten Klasse kennen gelernt, er saß während der großen Pause immer ganz alleine auf einer Bank, keine beachtete ihn. Irgendwann habe ich ihn dann angesprochen und rausbekommen, dass er von seinem Vater geschlagen wird. Von diesem Tag an, sah ich ihn als kleinen Bruder...als Max eines Tages mit einem blauen Auge zur Schule kam, rannte ich zu dem Haus seiner Eltern und versuchte seinem Vater eine leere Bierflasche, die auf der Terrasse stand, über den Schädel zu ziehen, doch er war logischerweise stärker und ich war derjenige der die Flasche abbekam...Wie auch immer, seit dem Tag sind wir wie Brüder, immer wenn er Probleme hat, kommt er zu mir, genauso auch umgekehrt.Nachdem wir uns noch etwas mit Gerd und den anderen Bikern unterhalten hatten beschlossen wir wieder nach hause zu fahren, denn es war mittlerweile schon relativ spät. Ein paar Kilometer vor meiner Wohnung trennten wir uns, da die Jungs nach hause wollten. Da ich allerdings noch etwas Zeit hatte, entschied ich mich noch einmal eine kleine Runde auf der Landstraße zu drehen. Es waren perfekte Bedingungen, die Straße war frei und übersichtlich. Ich entschied mich, wie so oft dazu, etwas schneller zufahren, na ja ich meine bei einer Speedy ist das auch immer sehr verlockend, auch die Kurven waren ebenfalls perfekt man konnte sich super tief hinein legen. Plötzlich spürte ich, wie etwas rotes innen an mir vorbei fuhr, dass war das erste mal überhaupt, dass ich so dermaßen geschockt war, dass ich zur Bremse griff. Kein Zweifel, das rote Etwas hörte sich stark nach Ducati an und sah auch so aus. Die Desmosedici. Da dies der mysteriöse, unbekannte Fahrer war der anfing jeden einzelnen meiner Rekorde zu brechen, dachte ich mir ich zeige ihm mal wo der Frosch die Locken hat und legte mich auf meinen Tank. Auf der Geraden schaltete ich vom fünften in den sechsten Gang und drehte voll durch. Ich kam Meter für Meter näher an die Duc heran. Kurz bevor ich aus dem Windschatten zum überholen ansetzen wollte, sah ich wie der Fahrer einen Gang höher schaltete und mit einem Wheelie davon fuhr. Ich trieb meine Maschine an die Grenze, die Nadel des Drehzahlmessers war am Ende des roten Bereichs und der Motor dröhnte, doch ich nährte mich der Duc Desmosedici kein Stück.

  4. #4
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    AW: Eine nicht ganz kurze Geschichte

    Die rote Bremsleuchte der Duc leuchtete hell auf, er wartete auf mich! Meine Triumph gab alles was sie hatte, ich schaffte es ihn zu überholen, doch ich sah schon die nächste Kurve! Entweder musste ich bremsen, oder damit rechnen von der Straße abzukommen. Ich versuchte ein Mittelding zu finden, ich blieb im sechsten und versuchte die Kurve mit 285km/h zu nehmen. Diesmal zog die Duc außen an mir vorbei, völlig mühelos und locker. „Okay, ich hab’s mir dann doch einfacher vorgestellt...mist die Duc ist echt haushoch überlegen, aber hey aufgeben ist nicht mein Ding!“, dachte ich mir. „So Kollege jetzt ist mir echt alles egal, jetzt haste mich soweit!“, sagte ich zu dem Duc-Fahrer, der mich natürlich nicht hören konnte. Wieder aus der Schräglage heraus beschleunigte ich nur noch, ohne nachzudenken! 290...295...300...305....310....315....320Augenscheinlich kam ich der Duc immer näher, doch plötzlich spürte ich, wie mein Hinterrad ausbrach und Maschine sich aufschaukelte. Ich versuchte zu bremsen, doch das war leichter gesagt als getan, da ich nur noch über das Vorderrad die Kontrolle hatte. Der Vorsprung zur Duc wurde immer größer. Auf einmal hörte ich ein lautes Knacken und die Maschine wurde immer langsamer und ich bekam sie schließlich wieder unter Kontrolle. Ich muss zugeben, scheisse da ging mir echt der Kackstift! Aber ein kurzer Gedanke daran die Jagt auf die Duc fortzusetzen machte sich breit und ich gab Gas. Der Motor fauchte, doch ich wurde immer langsamer, das war vielleicht auch besser so. Als ich völlig kaputt und geschafft am Straßenrand anhielt, begutachtete ich mein Baby. Die hintere Bremsscheibe war verformt und die Bremszange leicht verbogen! Das laute Knacken kam von meiner Kette, die sich bei Tempo 320 verabschiedet hatte und mir so das Leben rettete. Der Motor qualmte gewaltig und bei dem Versuch mein Baby zu starten wurde ich enttäuscht. Meine Speedy war hin…ich hatte mein Baby getötet..tragisch.Erschöpft saß ich am Rande der Landstraße und versuchte das gerade Erlebte zu verarbeiten, als ich von demselben lauten Dröhnen, welches mich bei der Verfolgungsjagd die ganze Zeit begleitet hatte, aus den Gedanken gerissen wurde. Jetzt stand sie vor mir, die Desmosedici, und blickte mich aggressiv an. „Nicht schlecht Kollege, nicht schlecht! Wegen dir hab ich meine Speedtriple zerlegt! Aber ich bin selber Schuld, du bist echt gut!“, rief ich dem Duc-Fahrer zu. Er nickte. Durch sein verspiegeltes Visier konnte ich sein Gesicht nicht erkennen. „Pass auf dich auf! Ein Rennen bist du mir noch wert!“, antwortete er und fuhr mit durchdrehendem Hinterrad los.„So jetzt und nu?“, dachte ich mir und ging in Richtung zu hause. Da es mit der Lederkombi und dem Helm allerdings irgendwie etwas affig aussah, entschied ich mich Max anzurufen. „Hi Max…du sag mal…hast du gerade was zu tun?“ „Ne, wieso? Was denn los?“, fragte er. „Ach nix, magst du mich vielleicht abholen kommen? Mein Bike macht Probleme…“ Nach fast einer halben Stunde, war Max da. Er zog seinen Helm aus, seine suchenden Blicke waren nicht zu übersehen. „Ähm, sag mal, wo ist dein Motorrad denn?“ „Die…ähm ja, die liegt im Graben..hab ich da zum Abkühlen hingestellt.“ „Du lässt freiwillig deine Speedy stehen? Was ist denn passiert?“ „Okay, die Wahrheit oder etwas anderes, was willst du hören?“ „Die Wahrheit.“ „Gut, Kurzform, die Desmo hat mich erwischt und provoziert da konnte ich nicht widerstehen und hab dann mein Mopped bei 320km/h zersäbelt!“ Max schaute mich wortlos an. „So ist das, da machste nix! Sag mal du hast doch sicherlich nichts dagegen wenn ich fahre, oder? Danke ich wusste es.“, lächelte ich. Max rutschte auf den Sozius. „Alex denk bitte dran das ist „nur“ eine normale Hornet, okay?“ „Jaha ich zersägt dir dein Maschinchen schon nicht!“So langsam wie dieses Mal war ich noch nie angefahren…schon fast so wie in der Fahrschule! Hohe Drehzahlen vermeiden, früh schalten…Zu hause angekommen schauten schon wieder die Nachbarn aus den Fenstern, offensichtlich war das tiefe Grummeln der Hornet schon wieder zu viel für sie. „Das sind jetzt hier aber mal echt mega Spießer, oder?“, fragte Max extra laut und provozierend. „Joa muss, sonst hätten wir doch nur halb soviel Spaß, oder?“, lachte ich. Aus einer dunklen Ecke hörte man eine Frau murmeln: „Unerhört, die Jugend von heute!“ Dann kam der berühmte Satz. „Früher hätte es das so nicht gegeben!“ Wir flüchteten in den Hausflur, da Max und ich einem Lachkrampf nahe waren. Oben angekommen schmissen wir uns auf meine alte, durchgesessene Couch. „Willst du was trinken?“, fragte ich Max. Ich stand jedoch schon an dem knallroten 50er-Jahre Boschkühlschrank und angelte zwei Flaschen Fritz Kola heraus. Ich schmiss mich wieder aufs Sofa. „So und du hast also gerade deine geliebte Triumph geschrottet?“, fragte Max ungläublich. „Joa, sieht so aus…echt das ist jetzt ne scheiss Situation aber hey, mein Alter hat in der Garage noch ne alte Kawa Ninja stehen. Nicht dasselbe wie mein Baby aber okay als Übergang reicht die. Und ganz zufällig weiss ich natürlich wo die Schlüssel zu dem Bike liegen!“, lachte ich. „Alex du bist echt ein Spinner, hast gerade dein Bike zerlegt in die du so viel Arbeit und Geld gesteckt hast, mit der du alle Rekorde gebrochen hast und nu sitzt du hier und tust so als wäre nix, ich versteh dich echt nicht!“ „Na was soll ich machen? Heulen? Ne, ich hab Scheisse gebaut und da steh ich jetzt zu..selber Schuld wenn ich mich auf sowas einlassen…“, antwortete ich trocken.Plötzlich klingelte es an der Tür. „Ookay, so früh noch? Wer kann das denn sein?“, fragte ich Max. „Du wohnst doch hier! Wahrscheinlich einer deiner netten Nachbarn!“, lachte er. „Na denne…oh so ein Mist bin leider gerade nicht zu hause.“ Wir ließen uns nicht stören und lagen einfach weiter auf der Couch. Doch wir wurden auf einmal durch ein lautes Krachen abermals gestört. Die Massivholztür lag eingetreten auf dem Boden und drei Typen im schwarzen Anzug kamen herein. Max und ich sprangen auf. „Scheisse Alex, wer ist das?!“ „Keine Ahnung, fragen wir mal nach!“, antwortete ich. „Ja mojen Kollegen…eine Tür geht aber auch anders auf! Was sollen denn jetzt die Nachbarn denke?“ „Halts Maul Alex!“, antwortete einer der Typen ruhig und stieß Max und mich zurück auf die Couch. Ein anderer Zündete sich eine Zigarette an. „Ne sorry Meister, ich bin gerade erst eingezogen! Absolutes Rauchverbot!“, versuchte ich den Typ vom Rauchen abzuhalten. Er lies sich nicht beeindrucken, zog einmal kurz an der Kippe und drückte sie dann auf meiner Couch aus. „Super Chef jetzt hab ich da nen hässlichen Brandfleck!“ „Und wenn du nicht gleich ruhig bist, dann hast du noch ein bisschen mehr als einen Brandfleck auf dem Sofa!“, erklärte mir der andere lautstark. Max und ich saßen jetzt etwas verängstigt auf dem Sofa und sahen uns ratlos an. „Also umbringen werden sie uns schon nicht, würde doch hier im Haus jeder mitbekommen und dann sofort die Polizei rufen.“, dachte ich mir. „So nachdem ihr mir bewiesen habt, dass man eine Tür auch anders öffnen kann als mit der Klinke und das die Kombination Kippe und Sofa nicht so toll ist, könnt ihr mir ja jetzt vielleicht sagen was überhaupt los ist, oder?“, fragte ich.

 

 

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