1. #1
    ishas
    Gast

    Smarties

    „Mami, Mami!“ Ich finde sie nicht. Alle Zimmer sind leer. Mami ist nicht da. Wo ist Mami? „Mami?“ Ich bin müde. Dabei bin ich gerade erst aufgewacht. Und Mami ist weg.g Ich mache die Tür auf. Ein Mann steht da. „Wo ist Mami?“ „Deine Mami ist weg!“, sagt der Mann. Wie kann Mami weg sein? Mami ist immer da. Mami ist stark .Mami hat mich lieb. Mami macht mir Essen. „Willst du mich nicht reinlassen?“ Ich habe den Mann schon mal gesehen. Er hat mir Mami geschimpft. Ich mag ihn nicht. Es lagen lustige, weiße Smarties neben Mami, als er kam. Die Smarties waren nicht gleichgroß. Manche waren groß und manche waren klein. Mami hatte sich auf den Boden gesetzt. Sie lehnte an der Wand. Und die Smarties lagen neben ihr. Bestimmt war sie müde. Sie sah traurig aus. Ich will nicht, dass Mami traurig ist! Der Mann hat mit Mami geschimpft. Das will ich nicht. Mami war dann ganz lieb, als er weg war. Mami hat mir Eis gekauft. Und hat mir ganz große komische Tiere gezeigt. Und Mami hat mit mir gespielt. Mit meiner Puppe. „Meine Puppe heißt Lisi!“, sage ich. Ich gucke den Mann an. Der Mann guckt weg. Mami hat mir Lisi geschenkt. Und Mami hat mit Lisi gespielt. Und jetzt ist Mami weg.
    Der Mann war schon mal da. Nach den Smarties. Nach den lustigen, weißen Smarties. Die waren alle nicht gleichgroß. Der Mann kam. Und Mami war in der Küche. Die Tür war zu. Ich durfte nicht zu Mami. Der Mann hat gesagt, ich muss in mein Zimmer gehen. Aber ich wollte zu Mami. Und unter der Tür lief was Rotes vor. Mami muss Erdbeeren gemacht haben. Und eine ist runtergefallen. Und Mami ist drauf getreten. Und dann war was Rotes unter der Tür. Aber ich durfte nicht kosten. Der Mann hat das gesagt. Und als der Mann weg war, ist Mami ist Bett gegangen. Und sie hat geweint. Ich will nicht, dass Mami weint! Es war noch ganz hell, aber sie ist ins Bett gegangen. Ich hatte Hunger, aber Mami hat geschlafen. Ich bin auch schlafen gegangen. Und Mami war ganz lieb und ganz weiß im Gesicht. Und jetzt ist Mami weg. Ich bin traurig. Ich will zu Mami. „Wo ist Mami?“, frage ich den Mann nochmal. Er sagt nichts. Ich will zu Mami. Mami hat mich lieb. Mami ist irgendwo. Mami ist einkaufen. Ja, Mami muss einkaufen sein. „Wann kommt Mami wieder?“, frage ich den Mann.
    „Hat deine Mami kleine weiße... Pillen gegessen?“
    „Smarties?“
    „Ja.. Smarties.“ Der Mann ist ganz rot im Gesicht.
    „Ja, aber nur die Weißen.“, sage ich.
    „Hat deine Mami dir auch... Smarties geschenkt?“
    Mami hatte immer kleine, weiße Smarties neben dem Bett. Mami mag Smarties. Sie hat sie oft gegessen. Aber nur die weißen. Ganz viele. Kleine und Große. Und ich mag lieber die Grünen und Gelben und Roten. Die waren alle gleich groß. Und die waren süß. Manchmal hat Mami weiße Smarties ins Wasser getan. Mami hat gesagt, ich soll es trinken. Mami hat gesagt, dann geht es mir besser, dann werd ich nicht krank. Es hat komisch geschmeckt. Aber Mami hat mich lieb. Mami weiß alles. Mami ist lieb.
    „Ja. Aber die Weißen waren nicht süß. Die Blauen waren süß!“, sage ich.
    Der Mann guckt Böse. Ist er jetzt böse auf mich? Schimpft er mit mir? Er hat mit Mami geschimpft. Ich mag ihn nicht. Hab ich was falsch gemacht? Wo ist Mami? Ich will zu Mami! Mami hat mich lieb!
    Der Mann seufzt. Er sagt:
    „Komm, Joy-Isabelle, du kommst mit mir. Mami kommt nicht wieder.“

  2. #2
    Moderator
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    AW: Smarties

    Gefällt mir!
    Herzliche Grüße vom persönlichen Pedobär Mts.



  3. Diese Benutzer bedanken sich bei goon für diesen Beitrag:


  4. #3
    GERT
    Gast

    AW: Smarties

    Ist mir zu monoton. Keine Wendung, kein irgendwas und das Ende ist irgendwie vorraussehbar und lässt zu viele offene Fragen.

    Was genau sind die Pillen? Drogen? Medikamente?
    Wer zum Geier ist dieser ominöse Mann?
    Bin da nicht so ganz durchgestiegen, eine Erklärung wäre nett.

    Dein Schreibstil gefällt mir allerdings recht gut.

  5. #4
    Gottlike
    Gast

    AW: Smarties

    Jeez, Gänsehaut bekommen.
    Schreibstil ist super, die Stimmung kommt sehr gut rüber, schöne Geschichte in Augen eines Kindes.
    Bitte mehr!

  6. #5
    Gottlike
    Gast

    AW: Smarties

    Ach. Netten Blog übrigens.

  7. #6
    ishas
    Gast

    AW: Smarties

    @GERT: Ich erkläre nie meine Werke. Weder Geschichten noch Gedichte. Du darfst dir deinen Teil dazu denken, oder es eben lassen.
    Das mit der Monotonie habe ich auch lange überlegt. Ich glaube, ich werde sie nochmal umschreiben.

    @Gottlike: Welchen meinst du?

  8. #7
    Gottlike
    Gast

    AW: Smarties


  9. #8
    ishas
    Gast

    AW: Smarties

    Wie bist du drauf gekommen?

  10. #9
    GERT
    Gast

    AW: Smarties

    Zitat Zitat von ishas Beitrag anzeigen
    Ich erkläre nie meine Werke. Weder Geschichten noch Gedichte. Du darfst dir deinen Teil dazu denken, oder es eben lassen.
    Ich stehe auf abstrakte Dinge; Dinge, die zum Nachdenken anregen oder auch Dinge in die man viel reininterpretieren kann, aber wenn es sich dabei um die wesentlichen Elemente einer Geschichte handelt, die man nicht versteht und die Geschichte deswegen keinen bemerkenswerten Sinn erklärt, dann finde ich das ziemlich schwachsinnig.
    Vielleicht bin ich auch ein bisschen zu blöd für deine Geschichte. Wäre nett, wenn du mir deine Erklärung dann wenigstens per PN schreiben könntest!

  11. #10
    ishas
    Gast

    AW: Smarties

    Ich glaube nicht, dass du zu blöd für die Geschichte bist. Aber erklären werde ich sie dir trotzdem nicht, tut mir leid.

  12. #11
    König
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    AW: Smarties

    Ich mag deine Gedichte nicht. Deine Kurzgeschichten mag ich. Ich habe mich gefragt, wer du bist, habe von dir gelesen. Durch deine Werke hindurch habe ich gelesen, Ich weiß nicht, ob ich dich mag, aber deine Geschichte mag ich. Ich mag auch den Schreibstil, der wirkt authentisch, der Schreibstil.

    Insgesamt ein stimmiges Bild, eines naiven, kleinen Kindes, das viel zu verfrüht in die Misslagen Erwachsener eingeführt wird. Allzu lange gibt es dieses Kind so, wie du es dargestellt hast, nicht mehr. Es ist eben das, was mich irgendwie hieran besticht: Würde ich den Text jetzt noch einmal lesen, wäre ich die hundert Wiederholungen Leid, als ich es zum ersten Mal gelesen habe, da war mir die Situation wesentlich bewusster, als hättest du einen Zeitschalter in das Werk hineingebaut.
    Die vielen offenen Textfäden gefallen mir, du lässt Platz für den Leser, der dann mit dem Absolutismus seines eigenen weitergesponnenen Fadens konfrontiert wird (Anfangs: "Was sind diese Smarties? Schlaftabletten?" Ende: "Oh nein, das Kind hat auch welche geschluckt, habe ich es jetzt indirekt umgebracht?")
    Wie schon geschrieben, deine Gedichte mag ich nicht besoinders, ich denke dein Stilmittel, die Wiederholungen, steht dir allzu oft selbst im Wege. Musst du dir alles so oft erklären, oder hast du das Gefühl, du würdest den Leser mit allzu großen Denksprüngen überfordern? Interessante Psychologie.


 

 

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