1. #1
    Neuling
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    Des Winters Fehde

    Meine Beine waren kalt, doch das Feuer unserer Herzen,
    geschürt durch den unerbitterlichen Stolz unserer
    Einheit vermochte diese Kälte aus unseren Leibern zu
    vertreiben.
    Als wir dort im Schnee standen, der Wind spielend mit den Schneeflocken vor unseren Gesichtern und mein Blick reichte nicht weit in die Ferne
    Waren es zehn Meter, nur fünf, oder bot sich das weiße Schauspiel
    direkt vor meinen Augen ab ?
    Ich hörte einen Schrei und mein Instinkt zwang meinen Körper,
    mich in den kalten Schnee, der sich langsam rot färbte zu stürzen.
    Mein Körper fing an zu schmerzen, doch ob es die Kälte war, die
    wie Dolche meinen Körper durchbohrten oder eine Kugel
    von Feindeshand. Ich vermag is nicht zu erkennen.
    Mit allem Mut den ich zusammenraffen konnte, erhob ich meinen Kopf, doch was ich dort erblickte, konnte nicht von meinen
    schlimmsten Vorstellungen erahnt werden.
    Meine Männer, Brüder mit denen ich mehr Zeit verbrachte,
    als mit meiner eigenen Mutter fielen zu Boden.
    Getroffen von den Schüssen, derer, die mir nur als
    assoziale Bastarde vorgestellt wurden, derer von denen
    ich nicht mehr wusste, als das sie Abschaum sind, und
    es der Welt eine Freude bereiten würde ihr Antlitz für
    immer von diesem Planeten zu tilgen.
    Einige meiner Kameraden, die tapfersten von allen
    zogen sich zurück, sie liefen um ihr Leben in dem Wissen
    zurückzubleiben würde ihnen ihr Leben kosten, welches
    von unserem Leutnant als so wertlos wie Scheiße im Kühlschrank degradiert wurde.
    Chacenlos standen wir dem Feind gegenüber und nur die
    dümmsten von uns versuchten den Gegnern die Stirn zu
    bieten. Ich lag reglos da. Gehörte ich zu den Dummen
    oder zu den Klugen ? ich wusste es nicht.
    Und die Farben unserer Flagge verschwammen mit
    derselben Gleichgültigkeit mit der wir, in unserer
    Verzweiflung, eine Kugel nach der anderen durch den Lauf
    unserer Gewehre in die Herzen der gesichtslosen Männder
    die sich uns entgegenstellten jagten.
    Ich schloss meine Augen und wartete. Doch warten bringt
    nie etwas.
    Als ich sie wieder öffnete lag ich immernoch im Schnee.
    Das erste was ich erblickte war der Lauf einer Pistole,
    die auf mich gerichtet war. Doch er drückte nicht ab.
    Es lag in seinen Augen, es war Angst, Angst
    vor dem, was er in den nächsten Sekunden vielleicht tun
    würde und das er sich niewieder verzeihen würde.
    Doch zögern bringt nie etwas, genausowenig wie warten.
    Es dauerte nicht lange, bis ein Messer sich tief durch
    die Kehle des Zögerers bohrte und Blut in mein Gesicht
    spritzte. Es war das Messer meines Leutnants.
    Hatte er es verdient ? Hatte er ein zu großes Herz ?
    Vielleicht.
    "Haben wir gewonnen ?", fragte ich meinen Vorgesetzen.
    und er half mir auf.
    Der vorher so weiße Schnee war blutrot gefärbt, Leichen
    pflasterten den Weg durch den Schnee und ich dachte:
    Selbst wenn wir gewonnen haben, haben wir verloren.

    Gut ? Schlecht ? Grauenhaft ? Unlesbar ?
    Würde mich über konstruktive Kritik freuen, Selbsteinschätzung ist nicht so mein Ding.

  2. #2
    urneturne
    Gast

    AW: Des Winters Fehde

    Zitat Zitat von Benny22 Beitrag anzeigen
    Meine Beine waren kalt, doch das Feuer unserer Herzen,
    geschürt durch den unerbitterlichen Stolz unserer
    Einheit vermochte diese Kälte aus unseren Leibern zu
    vertreiben.

    [...]eine Kugel
    von Feindeshand Ich vermag es nicht zu erkennen. [...]

    [...]Selbst wenn wir gewonnen haben, haben wir verloren. [...]
    Vor allem (aber nicht nur) diese Zeilen sind zuviel der Pathetik.

    Zitat Zitat von Benny22 Beitrag anzeigen
    Getroffen von den Schüssen, derer, die mir nur als
    asoziale Bastarde vorgestellt wurden, derer von denen
    ich nicht mehr wusste, als das sie Abschaum sind, und
    es der Welt eine Freude bereiten würde ihr Antlitz für
    immer von diesem Planeten zu tilgen. [...]

    [...]so wertlos wie Scheiße im Kühlschrank[...]
    ...Was aber im krassen Gegensatz steht zu diesen theatralischen Schimpfwörtern. Besonders der letzte Vergleich haut mich nicht wirklich um.

    Zum Gesamtbild:

    Natürlich, es ist Krieg, und das ist emotionsgeladen. Aber wenn Krieg eins nicht ist, dann pathetisch. Und auch nicht so dualistisch: Gute Kameraden, bösartige Feinde.

    Und dann klatschst du deinem Leser am Ende des Textes diese platte Lebensweisheit vor die Stirn... In dem Fall (und eigentlich in fast jedem Fall) gilt: Weniger ist mehr.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen

 

 

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