1. #1
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    Beitrag Marie

    Und wieder saß sie weinend am Tisch und fragte sich, was sie nur falsch gemacht hat. Warum nur? Was hat sie falsch gemacht, dass es derart aus dem Ruder gelaufen ist. Sie hatte immer versucht eine gute Mutter zu sein. Sie hat sich immer fürsorglich um ihr Tochter gekümmert. Und das sollte nun der Dank für alles gewesen sein? Das konnte doch nicht wahr sein. Wenigstens war sie jetzt eine Weile alleine und konnte in Ruhe darüber nachdenken. Wenn sie an den heutigen Morgen dachte wurde ihr schlecht. Sie wollte ihre Tochter ganz normal wecken, hat leise an die Tür geklopft und dann den Kopf in das Zimmer gestreckt und geflüstert: Guten morgen, aufstehen. Und die Reaktion?? Einen Wecker hat sie an den Kopf bekommen und den Satz: „Verzieh dich! Ich bleib so lange liegen, wie ich will und die Schule ist mir auch egal!“ So ging das schon seit der Vater und Ehemann gestorben war. Sie wusste nicht, was in ihrer Tochter vorging. Wenn sie das wüsste, könnte sie versuchen ihr zu helfen, aber so wurde das unmöglich. Sie selbst hatte auch noch mit dem Verlust zu kämpfen, aber war sie deshalb so abweisend zu ihrer Tochter? Nein, im Gegenteil. Sie versuchte sogar ihr den Vater zu ersetzen, was aber nicht so einfach war. Ihre Tochter wurde immer verschlossener und aggressiver. Sobald sie ihre Mutter sah, wurde sie abfällig und gemein. Sie hatte auch schon mitbekommen, was ihre Tochter ihren Freunden über sie erzählte. Neulich traf sie die beste Freundin ihrer Tochter und sie kam auf sie zu und wollte wissen, ob es stimme, dass sie Drogen abhängig geworden wäre. Sie schaute die Freundin ihrer Tochter an und wollte wissen, wie sie darauf käme. Die Freundin antwortete nur, dass sie es von ihrer Tochter wisse, es aber nicht glauben wollte beziehungsweise konnte und sich deshalb selber davon überzeugen wollte. Sie konnte es einfach nicht glauben, was ihre Tochter getan haben sollte. Sie beschloss sie noch am selben Tag darauf anzusprechen.

    Als sie zu Hause auf ihre Tochter wartete und sie mit der Situation konfrontieren wollte rastete diese nur aus und gab keine richtige Antwort. Statt dessen warf sie ihr vor, was für eine schlechte Mutter sie sei und, dass sie sich nie um sie kümmern würde. Sie würde sich nicht für sie interessieren und noch vieles mehr. Ihre Tochter schloss sich danach in ihr Zimmer ein und kam bis zum nächsten Morgen nicht heraus.

    Doch nun wusste sie keinen Rat mehr. Die Schule hatte angerufen und gefragt, warum sich ihre Tochter so verschlechtert habe. Sie konnte keine Antwort darauf geben, weil sie nicht wusste, was in ihrer Tochter vorging. Sie wollte endlich wieder eine einigermaßen gute Beziehung zu ihr, denn so konnte es nicht weiter gehen. Jedes mal, wenn Marie heim kam und ihre Mutter sah, bekam sie einen bösen Blick, ging in ihr Zimmer un knallte die Türe zu. Wenn sie dann versuchte mit Marie zu reden und an die Tür klopfte kam nur zurück: Verzieh dich! Ich will meine ruhe. Hau ab! Und dann dröhnte immer diese schreckliche Musik, die das ganze Haus zum erschüttern brachte, aus dem Zimmer. Danach war gar nicht mehr daran zu denken, dass man mit Marie reden könnte. Sie machte sich solche Sorgen um ihre Tochter, wusste aber nicht wie sie an sie heran kommen könnte. Gab Marie ihr die Schuld am Tod ihres geliebten Vaters? Hatte sie einfach eine rebellische Phase? Sie wusste einfach nicht mehr weiter. Also beschloss sie ihrer Tochter einen Brief zu schreiben. Sie versuchte alles, was ihr im Kopf herum ging auf Papier zu bringen. Sie wusste einfach keinen anderen Weg mehr. Sie hatte ihrer Meinung nach schon alles probiert. Sie hat oft versucht mit Marie zu reden, aber diese hatte bisher immer alles abgeblockt und sich immer mehr zurück gezogen. Es wäre ihr auch nicht bewusst gewesen, dass sie auch nur einmal die Geduld mit ihrer Tochter verloren hätte. Auch nicht da, als Marie sie mit dem Wecker beworfen hatte. Nur Vorwürfe schlichen sich langsam in ihr Gewissen. Als sie mit dem Brief fertig war, legte sie ihn auf das Bett von Marie. Sie traute sich nicht ihn ihr persönlich zu geben und schämte sich dafür. Wie weit konnte sie denn noch sinken? Sie hatte schon Angst vor ihrer eigenen Tochter. Aber war das nicht berechtigt? Wenn sie schon mit Weckern beworfen wurde, was würde dann als nächstes geschehen? Eine Ohrfeige, oder Beschimpfungen? Sie wusste es nicht, Marie wurde ihr immer fremder.

    Als Marie nach Hause kam wurde ihre Mutter nervös. Sie konnte sich die Reaktion ihrer Tochter einfach nicht vorstellen. Was wenn sie den Brief gar nicht lesen sondern ihn nur zerreißen und in den Mülleimer schmeißen würde? Das wollte sie sich gar nicht vorstellen, denn dieser Brief war die Letzte Möglichkeit die Beziehung zu ihrer Tochter noch zu retten. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Außer einer Therapie, aber darauf würde sich Marie nie einlassen und diese Blöße wollte sie sich auch nicht geben.

    Nach zwei Stunden kam Marie immer noch nicht aus ihrem Zimmer. Ihre Mutter fasste sich ein Herz, nahm all ihren Mut zusammen und klopfte mit rasendem Herzen an der Tür von Marie. Keine Antwort. Sie öffnete die Tür einen kleinen Spalt und spähte in das Zimmer. Das Licht war gedämpft und Marie saß weinend auf ihrem Bett. Sie hatte den Brief in der Hand. Marie schaute ihre Mutter an und klopfte neben sich auf den freien Platz. Ihre Mutter setzte sich und schaute ihre Tochter mit traurigen Augen an. Dann passierte etwas, von dem sie nicht einmal mehr zu träumen gewagt hatte. Ihre Tochter nahm sie in den Arm und flüsterte: Entschuldigung!

    Es gingen ihr so viele Gedanken durch den Kopf: Alles wird wieder gut, endlich redet sie wieder mit mir, jetzt können wir von vorne anfangen. Aber der größte und schlimmste Gedanke war: Was, wenn das nur eine vorübergehende Phase ist? Was, wenn morgen alles wieder wie bisher ist?
    Geändert von Julii_94 (09.12.2010 um 17:43 Uhr)

  2. #2
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    AW: Marie

    ich hab nur die ersten..5 zeilen gelesen und dachte so: warum müssen die alle über sich selbst schreiben..
    das klingt mir zu sehr nach normalem alltag mit normalem bergauf und bergab. sowas find isch langweilig.

  3. #3
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    AW: Marie

    ich schreibe nicht über mich selbst! dann würde ich es nie posten...
    mein Lehrer hat mich gebeten eine Kurzgeschichte (ich weiß sie ist etwas zu lang geraten) über ein Thema zu schreiben, das im Alltag öfters vorkommt. Statt über Drogen habe ich halt über eine Mutter-Tochter-Beziehung geschrieben, die nicht mehr die Beste ist.

  4. #4
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    AW: Marie

    mehr leerzeilen zw den absätzen ...
    .



  5. #5
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    AW: Marie

    jetzt besser?

  6. #6
    Grünschnabel
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    AW: Marie

    ich finds gut :-)
    habt ihr noten dafür bekommen?
    Manche Leute kaufen sich von dem Geld, das sie nicht haben, Sachen,
    die sie nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.

  7. #7
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    AW: Marie

    danke =)
    nein noch nicht. Ich weiß auch nicht, ob er uns Noten gibt. Er vermerkt immer nur + und - zeichen. wenn du 2 - hast dann wars seeehr schlecht und bei 2+ ists seiner meinung nach super. aber das ist bisher noch nie vorgekommen^^

  8. #8
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    AW: Marie

    was ist wasen?

  9. #9
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    AW: Marie

    Kennst du den Wasen in Stuttgart nicht? Der ist neben dem Oktoberfest der größte Rummel ^^

  10. #10
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    AW: Marie

    kp warum ich das jetzt gelesen hab..es ist ein extrem langweiliges thema. naja, jedenfalls kann ich dir den tipp geben, das ende offen zu lassen. ist es so zwar auch, aber du hättest da enden sollen wo die Tochter weinend auf dem bett sitzt.
    Das eine Schaf zum anderen: "Du, ich glaub der Hund und der Schäfer machen gemeinsame Sache."
    Entgegnet das andere: "Ach hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien!"

 

 

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