1. #1
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    Stille der Nacht

    „Es tut mir Leid“ flüsterte er, während er ihr Haar langsam beiseite strich und ihre makellose Schönheit freilegte. Sie lag in seinen Armen und lächelte ihm zu. Ihr Mund hatte sich blutrot gefärbt und bot einen schönen Kontrast zu ihrer perlweißen Haut. In ihren Augen spiegelte sich der Mond und verlieh ihr etwas magisches, erhabenes, Vollkommenes. Sie war so wundervoll. Und sie war bei ihm. Das Vertrauen, was in ihren Augen glänzte, verlieh ihm Zuversicht. Sie würde nie wieder gehen. Sie würde bei ihm bleiben – für immer. „Die Zweifel sind fort, diese Zeit gehört uns“ sprach er, voll von Sicherheit. Jetzt war sie nicht mehr gebunden, gebunden an Konventionen, Ideen, Träume und Illusionen der Außenwelt. Jetzt war sie bei ihm. Jetzt war sie sicher. Es war nicht leicht gewesen und sie hatten viel durchstehen müssen, doch diese Zeit war jetzt vorbei, jetzt folgte ein neuer Abschnitt, jetzt würden sie leben können, lieben können.
    Er drückte sie etwas fester an sich und gab ihr etwas seiner Wärme ab, in der Ecke in der sie lagen, umringt von Splittern, umgeworfenen Möbeln und auslaufenden Rotweinflaschen. Und doch bot dieses Bild etwas friedliches, dass man den Rest für einen kleinen Moment des Glückes ausblenden konnte und floh, in diesen Traum der Zweisamkeit.
    Er schaute durch das Fenster, auf zum Sternenhimmel. Die Wolken hatten sich verzogen und die kleinen Himmellaternen warfen ihr Licht in die Dunkelheit. Der Anblick erinnerte an eine Stadt, die man aus einem Flugzeug betrachtete, hoch oben über den Wolken, wo die Zeit relativ war und es keine Sorgen gab. „Das muss der Himmel auf Erden sein“ murmelte er in sich hinein.
    Seine Gedanken streiften durch die matt beleuchteten Straßen, hinaus in die Weite und verloren sich in der Nacht. In der Ferne hörte er ein Klopfen, immer lauter werdend, was sich in einem Knacken erbrach und versuchte ihm die Stille zu nehmen. Doch er nahm es kaum wahr. Er war glücklich und niemand konnte ihm dieses Glück nehmen.
    Er beugte sich über sie und küsste behutsam ihre Stirn. Sie lächelte noch immer. Langsam küsste er ihre samt-roten Lippen und spürte wie das Leben in ihn floss. Er schmeckte ihre Wärme, die durch in pulsierte.
    Er zog seinen Kopf langsam, in Gedanken versunken, von ihrem Antlitz fort und spürte wie er plötzlich fortgezogen wurde. Seine Liebe entfernte sich immer weiter von ihm, als sein lebloser Körper über die Scherben glitt. An der Tür angekommen warf er ihr einen letzten Blick zu. Ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht. Sie würde auf ihn warten. Sie würde immer warten.

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  2. #2
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    AW: Stille der Nacht

    Weil du nicht viele Rechtschreib- und Grammatikfehler drin hast, korrigiere ich mal jeden einzelnen Fehler, den ich bemerkt hab:
    Erster Satz: "Es tut mir leid" - leid wird hier klein geschrieben!
    Relativ am Anfang: "Das Vertrauen, das in ihren Augen glänzte, ..." - nicht "was"!
    Knapp über der Mitte: "in der Ecke, in der sie lagen, ..."
    Ein Satz danach: "bot dieses Bild etwas Friedliches" - nominalisiertes Adjektiv wird groß geschrieben
    Weit unten: "die durch ihn pulsierte." War wohl ein Tippfehler ^^
    Letzter Absatz: "und spürte, wie er plötzlich fortgezogen.."

    Ansonsten: Ohne den Kontext versteht man zwar nicht die Geschichte, aber die Szene, die du beschrieben hast, ist gut dargestellt. Nur den letzten Teil verstehe ich nicht - weiß nicht, ob das an mir oder am Text liegt. Stirbt er?
    Adieu, dit le renard. Voici mon secret. Il est très simple: on ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.

  3. #3
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    AW: Stille der Nacht

    Danke für die Korrektur, achte da beim Runterschreiben nicht wirklich drauf. Werd ich dann heute mal verbessern

    Naja, da es nur eine Szene darstellt, ist der Kontext unwichtig und man sollte es auch ohne weitere Erklärungen verstehen. Und nein, leblos nur, weil seine Kraft ausgeschöpft ist, aber er ist noch am Leben am Ende.

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  4. #4
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    AW: Stille der Nacht

    Ist sie denn noch am leben? ?
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  5. #5
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    AW: Stille der Nacht

    Zitat Zitat von SweetVictory Beitrag anzeigen
    Ist sie denn noch am leben? ?
    wenn ichs richtig verstanden habe lebt sie schon vom ersten satz nicht mehr
    sehr schöner schreibstil muss ich sagen(:
    den hintergrund kenn ich natürlich nicht(sollte er überhaupt vorhanden sein) allerdings beschreibst du diese szene richtig gut
    über die fehler kann man hinwegsehen^^
    das einzige was mich ein bisschen gestört war "sie würde immer warten" die ereignisse nach dem tod(sollten sie existieren) kennt kein lebender mensch und wird es wohl auch nie. ob sie überhaupt wartet is natürlich fraglich sowie wie lange oder ob sie,wie von dir gesagt, ewig warten würde
    aber gefällt :b
    Der Glaube an eine übernatürliche Quelle des Bösen ist unnötig. Der Mensch allein ist zu jeder möglichen Art des Bösen fähig.

  6. #6
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    AW: Stille der Nacht

    Zitat Zitat von fabs_fruity Beitrag anzeigen
    das einzige was mich ein bisschen gestört war "sie würde immer warten" die ereignisse nach dem tod(sollten sie existieren) kennt kein lebender mensch und wird es wohl auch nie. ob sie überhaupt wartet is natürlich fraglich sowie wie lange oder ob sie,wie von dir gesagt, ewig warten würde
    Vielleicht hat er es ja auf den Körper bezogen. Also ich geh jetzt mal davon aus, dass sie tot ist. Dann wartet sie ja sozusagen auf ihn. Nur diese Figur merkt gerade in seinem psychischen Schub nicht, dass sie eben faulen wird und irgendwann nur noch Knochen von ihr da sind...
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  7. #7
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    AW: Stille der Nacht

    Danke für die Antworten
    Nun, das mit dem "Sie würde warten" soll eigentlich noch etwas verdeutlichen, dass er gar nicht wirklich realisiert hat, dass sie tod ist bzw dass er sie umgebracht hat. Er geniesst es einfach bei ihr zu sein bzw sie bei sich zu haben und blendet alle Umstände aus. Dass er abgeführt wird, dass sie nicht mehr lebt, alles verschwimmt in seinem Kopf und er ist nur glücklich, dass sie nicht mehr von ihm weg kann und immer warten wird so gesehen

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