1. #1
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    Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Hallo

    Carlie und ich haben die letzten Stunden an der Idee gefeilt einen Thread zu erstellen in dem man prägende Ereignisse seines Lebens mit anderen teilen kann. Prägende Ereignisse sind oft nicht schön und man redet kaum über sie, das ist allerdings wichtig um sie zu verarbeiten.

    Ihr dürft hier gerne alles erzählen was euch zu der Person gemacht hat die ihr jetzt seid. Natürlich könnt ihr Dinge auslassen oder die neue "Privat Posten" - Funktion (http://www.meet-teens.de/problemforu...-so-gehts.html (Anonym posten: So geht's)) nutzen wenn ihr das möchtet.

    Wichtig ist dass dieser Thread nur dazu gedacht ist seine Erfahrungen zu teilen, nicht dazu sie danach zu diskutieren.

    Das bedeutet im Klartext: Wenn ihr euch für die Geschichte von jemandem wirklich interessiert schreibt privat oder im Chat weiter. Sämtlicher Spam wird sofort gelöscht, und ich will hier keine blöden Kommentare zu irgendwas lesen. Es ist ein schwerer und wichtiger Schritt sich wirklich nochmal darüber bewusst zu werden was man erlebt hat. Dies sollte von uns allen geschätzt werden.

    Nun werden einige von euch das Problem haben, dass sie die Zeichenanzahl überschritten haben.
    Hier die Lösung: meintext.de - text hochladen, Freunden senden und die Community bewerten lassen.

    Ansonsten könnt ihr eure Antwort auch in mehrere Posts verpacken. Sind es aber zu viele wäre es besser den Link zu benutzen.

    Ich freue mich auf eure Geschichten und wünsche mir dass ihr den Mut habt zu euch selbst zu stehen
    Vielleicht hilft es euch ja auch.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hannah Devil und Carlie
    Ritalin - So much easier than parenting!


  2. Diese 6 Benutzer bedanken sich bei Hannah Devil für diesen Beitrag:

    Ajla (30.05.2015), Annso (12.11.2014), Carlie (11.11.2014), eight (12.11.2014), Ilja1905 (13.11.2014), Jace R (24.05.2015)

  3. #2
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Ich hab das jetzt mal gemacht um euch einen Anstoß zu geben. Ich hoffe es hilft, war nämlich ganz schön Arbeit




    Ich war immer ein sehr ruhiger nachdenklicher kleiner Mensch, allerdings hatte ich eine wunderschöne sehr behütete Kindheit. Meine Familie hat sich gut um mich und meine Geschwister gekümmert und ich habe dort auch recht intensive Gemeinschaft und Zusammenhalt erfahren. Großartig falsch hat in meiner Kindheit also nie jemand etwas gemacht.
    Schließlich wurde ich eingeschult und war immer gerne in der Schule. Ich lese nach wie vor gerne und lerne gerne neue Dinge.
    Ich hatte dann irgendwann einen festen Platz in der sozialen Hackordnung meiner Grundschule gefunden. Doch eine Lehrerin vor der ich schreckliche Angst hatte, teilte mir Aufgrund meiner Schlampigkeit die mit der Angst vor ihr einherging mit, ich müsse mich anstrengen um auf die Realschule zu kommen obwohl ich nie ein dummes Kind gewesen war.

    Ein Kampfsport den ich insgesamt 5 Jahre ausführte gab mir immerhin etwas Selbstbewusstsein. Allerdings nicht viel und irgendwann musste ich das Training abbrechen.

    Ich wechselte dann zur 4. Klasse die Schule, wegen eines Umzuges, und wurde dort durch meine stille nachdenkliche Art nicht aufgenommen, gemobbt und beleidigt. Ich habe mir nie gefallen und dachte ich wäre es auch einfach nicht wert gemocht zu werden. Schließlich versuchte ich auch gar nicht mehr mich einzubringen und war gerne für mich alleine. Allerdings besserte sich das Verhältnis mit Gleichaltrigen nach und nach, wobei es immer wieder schwankte und nach wie vor gelästert wurde, was ich mir zu dem Zeitpunkt noch sehr zu Herzen nahm.

    Mit einem sehr guten Notenschnitt kam ich auf ein Gymnasium in der Nähe, auch mit alten Bekannten. Ich war gut in der Schule, wurde aber nach wie vor weggestoßen. Dazu muss man wissen dass meine Hände dauerhaft zittern, wenn ich nervös bin umso mehr. Dafür gab es unschöne Spitznamen von allen Seiten. Noch immer fand ich mich schrecklich hässlich.

    So entwickelte sich etwa mit 12 Jahren eine starke Sozialangst mit der ich damals nicht gut klarkam weil sie von meinem Umfeld als unnormal wahrgenommen wurde. Ich lebte von Training zu Training und als es mir schließlich alles zu viel wurde, versuchte ich mich zu ersticken. Tüte übern Kopf. Panzertape um den Hals. So lag ich auf meinem Bett und hatte langsam mit allem abgeschlossen. Ich weinte und hörte wie mein kleines Geschwisterchen nach mir rief. Sie war damals drei oder vier Jahre alt. Mir wurde bewusst dass man mich nie so finden durfte und dass mein Suizid andere viel mehr belasten als mich befreien würde. Also riss ich das Ganze ab und rannte zu ihr. Seit dem ist sie mitunter das Wichtigste auf der Welt für mich.

    Die Mobber blieben dann nach und nach sitzen und ich fand ein unglaublich tolles Hobby und griff eine langjährige Freundschaft die durch den Umzug abgebrochen war wieder auf. Ich wurde in dem Verein in dem ich war einfach aufgenommen, schließlich waren wir alle merkwürdig und hatten einfach nur Spaß. Nach und nach entwickelte ich Selbstbewusstsein und eine "Scheiß auf Fremde die dich nicht kennen" – Einstellung. Beides habe ich bis heute beibehalten. Ich fand mich hübsch und lebte seit dem glücklich in einiger Entfernung von Gleichaltrigen und Klassenkameraden.

    So wurde ich nach und nach immer mehr überall aufgenommen und akzeptiert. Es gab immer wieder Rückschläge und Probleme mit meiner Sozialangst über die ich mit niemandem in meinem Umfeld gesprochen hatte. Ich habe mich oft einsam und hilflos gefühlt da mir immer beigebracht wurde dass es eigentlich an mir liegt, nie an anderen.

    Irgendwann wurde ich wegen schulischer Probleme zu einer Vertrauenslehrerin geschickt, welche immer wieder besorgt den Kopf schüttelte weil ich ihr erzählte dass ich keinen Bezug zu Gleichaltrigen fände. Nachdem sie mich nach meinem Computerkonsum gefragt hatte und ich nicht mit „maximal eine halbe Stunde“ geantwortet hatte war für sie alles klar. Ich war ein schreckliches kleines Monster mit Realitätsverlust und einem großen Wortschatz zur Tarnung. Ich redete nie wieder mit ihr.

    Die Winterpausen meines Vereins waren immer sehr anstrengend für mich und es ging mir meist sehr schlecht, weil ich keinen Ausgleich fand. Ich zog mich sozial immer weiter zurück und war Zeitweise extrem unglücklich. Das zog sich bis ich 13 war. Mit 13 merkte ich dass ich mit den Emotionen extrem überfordert bin und diese nicht richtig deuten kann. So wusste ich beispielsweise oft nicht genau ob die Person weinte oder lachte. Vor allem aber hatte ich ein Problem mit der Verliebtheit Anderer was mich betraf. Ich bekam regelrecht Panik, mir wurde übel, ich bekam Bauchschmerzen und hyperventilierte. Das ist bis heute nicht anders und höchstens schlimmer geworden. Ich hatte mich irgendwann dazu entschieden Menschen in solchen Situationen so schonend wie möglich zu behandeln und das funktioniert auch halbwegs gut.

    2013/2014 waren besonders schwierig für mich, da plötzlich Lehrer auf mein Problem aufmerksam wurden. Ich weigerte mich, mich mit über 300 Schülern in eine Eishalle zu zwängen und wollte in den Unterricht gehen. Also wurde ich vom Rektor selbst gezwungen mich zu rechtfertigen. Das war eine extrem unangenehme Stresssituation für mich, dementsprechend fing ich an zu weinen und erklärte wieso ich nicht dorthin wollte. Ich wurde auch nicht dazu gezwungen, allerdings folgten unzählige Elterngespräche was noch mehr Stresssituationen für mich bedeutete weil niemand der mit mir in diesen Räumen war mir wirklich zuzuhören schien.

    Mir wurden Sitzungen bei einer Psychologischen Beratungsstelle „vorgeschlagen“. Ich war dort dreimal und stellte fest dass es nicht an mir lag. Gespräche mit den Lehrkräften musste ich nach wie vor führen. Diese hielten mich für eine potentielle Bedrohung, denn man hört nur was man hören will. Tatsächlich hatte ich nach wie vor mein Hobby, führte eine Hausaufgabenbetreuung und die Beziehung mit meinen Klassenkameraden wurde, auch wenn sie sich für mich nach wie vor komisch anfühlt, enger.
    Ich hatte einen Zusammenbruch in der Schule weil mich ein guter Freund den Abend zuvor betrunken mit seinen Gefühlen konfrontiert hatte. Mein ganzer Körper war damit überfordert und ich hielt die Gesellschaft der Menschen um mich herum nicht aus. So musste ich erneut mich dem Rektor meiner Schule reden. Mein Physiklehrer unterstützte mich sehr und dafür bin ich nach wie vor dankbar. Eine Sozialarbeiterin sollte kommen und mich zu der Psychologischen Beratungsstelle fahren, da ich mich weigerte meine Eltern damit zu belasten, denen das Problem erst mit den Elterngesprächen klargeworden ist, allerdings nahmen sie es nie ernst.

    Diese Sozialarbeiterin war die Menschgewordene Inkompetenz. Auch sie hörte nur was sie hören wollte und baute eine Beziehung zu mir auf in der ich Therapeutin hätte sein können.
    Mir wurde am Ende des letzten Schuljahres gesagt man wolle noch einmal mit mir sprechen. Ich wartete also 45 Minuten auf meine drei Gesprächspartner. Nach 45 Minuten Verspätung hinterließ ich einen Zettel und machte mich auf den Heimweg. Als ich auf meinen Bus wartete tauchte meine Mathelehrerin vor mir auf, packte mich am Arm und „befahl“ mir mitzukommen. Ich wurde in ein Auto gesteckt und zurück in die Schule gefahren. Es wurde wild auf mich eingeredet ob ich mich umbringen wolle und was denn wäre wenn. Ich erklärte immer wieder dass ich gerade sehr glücklich sei, weil ich grade von einem Paddelwochenende zurückgekommen war. Man glaubte mir nicht weil „mein Körper etwas anderes sagt“. Nach dem man nicht aus mir herausbekommen hatte ob ich jemals missbraucht, geschlagen worden oder irgendein Trauma mit mir herumschleppte, fuhr man mich nach Hause obwohl ich mit jeder Bahn gefahren wäre, Hauptsache weg von diesen Menschen.

    Heute sind meine Noten wieder gut bis passabel, ich bin Klassensprecherin und engagiere mich wo ich nur kann. Ich mag Menschen nach wie vor nicht so gerne. Die Beziehung zu manchen Klassenkameradinnen wird immer enger und ich beginne sie gerne zu haben. Mein Leben ist gut und niemand wird mir das wegnehmen oder behaupten es wäre anders. Auch nicht die alten Lehrer die versuchen mit mir zu reden. Sie sind nicht mehr zuständig und die Neuen lassen mich dankenswerter Weise in Ruhe. Meine Freunde wissen beinahe alles über mich und akzeptieren mich. Ich bin ihnen Dankbar dafür, und solange ich meine Musik habe wird alles gut.
    Ritalin - So much easier than parenting!


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    Buechlein (07.07.2015), Carlie (11.11.2014)

  5. #3
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    I wurde schon mit 5 Jahren eingeschult. Da ich immer der Jüngste gewesen bin ergab sich auch das Problem, dass ich einer der Schlechtesten in der Klasse war. Ich war langsamer als die anderen. Und das machte wohl den Eindruck, als sei ich blöd.

    Sowas merkt man erst im Nachhinein und da ich damals ja eine andere Perspektive hatte, erfuhr ich vieles erst aus den Erzählungen meiner Eltern. Doch Die Lehrer, die mir dort begegnet sind hatten einiges falsch gemacht.

    Natürlich, es ist leichter ein eh schon gutes Kind zu unterstützen. Da hat man weniger Arbeit und das Resultat lässt sich gut vorzeigen, als Beweis für seine enormen pädagogischen Kompetenzen. So viel ich mehr oder weniger unter den Tisch. Ich hatte nie das Gefühl unterstützt und geachtet zu werden.

    Dankbarerweise wurde ich von meinen Eltern ermutigt, zu lernen und zu üben. Wohl auch etwas legasthenisch veranlagt, wobei das jetzt keine Rechtfertigung sein soll, war mein besonderes Steckenpferd die deutsche Rechtschreibung.

    Das änderte sich in meiner Gesamten Grundschulzeit nicht. Ich kam mit einem relativ schlechten Zeugnis in die Hauptschule, wo ich natürlich ganz subjektiv und keinesfalls auf Grund des vorigen Zeugnisses in sehr schlechte Leistungsgruppen eingeteilt wurde.

    Ich weiß nicht weshalb, doch trotz all der Entmutigung eben auch durch unliebsame Begebenheiten mit den Klassenkameraden als Außenseiter abgestempelt hörte ich nicht auf, mich um gute Noten zu bemühen.

    Wenn ich mich recht erinnere, war es in der 7. Klasse. Mittlerweile war ich in Mathe in die 1. Leistungsgruppe aufgestuft worden, befand mich so zu sagen bei den guten Schülern in derselben Klasse. Dort hatte ich eine Lehrerin die mich, so würde ich jetzt mal sagen, unterstützt und respektiert hat. Und wie aus heiterem Himmel bekam ich auf ne Arbeit eine eins, wo ich doch davor immer mittelmäßige Noten geschrieben hatte. Nicht nur das, es war auch die einzige Eins in der ganzen Klasse.

    Und plötzlich wurden die Noten in allen Fächern besser. Ich sah endlich, dass sich die Arbeit gelohnt hatte. Ich fing an mich für allerhand andere Dinge zu interessieren und allmählich wurde ich vom Dummen zum Schlauen. Ich wurde nicht in die Gruppe integriert, das wollte ich vermutlich auch nicht. Aber plötzlich wurde ich auch von den anderen angenommen.

    Dann kam ich in die Oberstufe, ein herber Rückschlag. Schon wieder war ich der, der kämpfen musste, um gute Noten zu bekommen. Immer waren da Schüler gewesen, die besser waren, ohne sich Mühe zu geben. Das kann einen schon deprimieren. Doch aus dem Rückstand entwickelte sich Vorsprung. Denn jedes Jahr wurde der Stoff schwerer, der Anspruch höher. Immer mehr kam mir mein Allgemeinwissen zum Vorteil. Doch die anderen waren es gewohnt, wenig zu tun. Und als es langsam Zeit für den Abschluss wurde, waren plötzlich sie, die sich ansträngen mussten, die Panik davor hatten zu versagen. Ich kam mir wie die Schildkröte vor, die am Ende alle überholt. Am ende maturierte ich dann mit ausgezeichnetem Erfolg.

    Und trotzdem begriff ich, wie weit entfernt das war, was wir lernen mussten, von dem was wirklich zählte. Trotz all der Bemühungen denke ich mit Kummer zurück. Ich denke ich hatte Glück, das ich zu dem geworden bin der ich heute bin. Ein ruhiger, strebsamer, hilfsbereiter Mensch. Doch wie vielen wurden nicht geholfen. Wie vielen blieb die Chance verwehrt frei zu entscheiden, was sie weiter machen wollen.
    nein


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    Buechlein (07.07.2015), Carlie (12.11.2014), xinosa (11.05.2017)

  7. #4
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Ich hatte als Kind relativ stark Neurodermitis. So ca. von 1 bis 8/9.
    Das einzige negative, an das ich mich selbst erinnere ist, wenn es mal richtig stark an den Beinen gejuckt hat und ich deswegen von irgendwo nachhause musste. Meiner Mama habe ich da auch viele Nächte geraubt.

    Soziale Ausgrenzung etc. gab es. Ich kann mich aber echt nicht daran erinnern. Das weiß ich alles nur von Anderen.
    Dass Kinder oder auch Erwachsene da verunsichert sind ist ja normal. Da wird eben auf Distanz gegangen.
    Mein Arzt sagte mir, wenn mich Leute ärgern soll ich sagen, dass das ansteckend und tödlich sei. Habe ich dann angeblich auch gemacht.
    In der Grundschule soll meine Lehrerin da super mit umgegangen sein. Ich finde krass, dass ich mich da gar nicht dran erinnern kann . Die hat vor der Klasse einfach gesagt wie es ist, und da soll dann auch nichts mehr vorgekommen sein.

    Ich bin sehr ungern auf Fotos, und das kommt wahrscheinlich davon. Wurde mir auch so gesagt. Bewusst verbinde ich das aber überhaupt nicht damit. Hässlich finde ich mich aber auch nicht . Das wäre dann aber auch das einzige, das heute noch irgendwie damit zu tun hat. Ich habe jetzt nur noch, wenn überhaupt, mal ganz selten ein paar Pünktchen am Arm, oder was an der Kniekehle. Das war jetzt aber auch schon lange nicht.

    ( copypasta aus http://www.meet-teens.de/gesundheit-therapien/69733-chronische-erkrankungen-handicap-totale-akzeptanz.html#post1804604 )

    H a p p y W i f e
    H a p p y L i f e


    I am crack


  8. Diese 2 Benutzer bedanken sich bei Carlie für diesen Beitrag:

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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Dann versuche ich jetzt auch mal meinen Teil dazu beizutragen..

    Ich bin in den Kindergarten gegangen so wie jedes Kind auch. Als ich langsam in die Schule kam, musste ich mich vom Kindergarten trennen und wir sind umgezogen. Wir sind in ein kleines Dorf zu meinem Stiefvater gezogen und dort bin ich dann in die Grundschule gegangen. Ich kannte zu Beginn niemanden und ich weiß nicht mehr so genau ob es mir schwer fiel mich zu integrieren, da ich niemanden kannte, aber das ist auch nicht so wichtig. Ich hatte es in der Grundschule jedenfalls nicht sonderlich leicht weil ich von Geburt an etwas schlechter höre als die anderen, ich bin hörgeschädigt und kam in der Grundschulklasse mit 18 Kindern nicht wirklich zurecht. Mir ging es nicht sonderlich gut dabei wenn ich die Aufgabenstellung bzw die Aufgabe nicht verstanden habe und ich als einzige irgendwie zurückgeblieben bin. Ich schrieb meistens von den anderen Kindern ab und die Noten waren dementsprechend sodass ich dann auch eine Hauptschulempfehlung bekommen habe. Ich habe schon immer irgendwie gewusst dass in mir mehr potenzial steckt als die anderen meinen und die Grundschule mit diesen Worten verlassen: ''Ich werde und will es auf die Realschule schaffen, mir egal was Sie sagen!''

    Dann kam ich auf ein Internat für Hörgeschädigte (und Gehörlose natürlich). Ich hatte sehr viel Heimweh, aber die Noten wurden deutlich besser. Die Klasse war klein (zu 6.) und die Lehrer waren/sind spezialisiert. Dadurch dass ich im Internat war habe ich den Kontakt zu meinen Klassenkameraden aus der Grundschule verloren, die Folge war einfach dass ich keine Freunde mehr Zuhause hatte.
    __________
    Es bildeten sich in der Schule aber auch im Internat Grüppchen gegen mich, weil immer ein Mädchen die anderen gegen mich aufgehetzt hat. Es war schlimm.. ich war sehr oft alleine & hatte niemanden oder doch... ich hatte eine beste Freundin sie hieß Jacqueline, wir mochten uns wirklich sehr gerne. Doch da war eben dieses Mädchen dies die anderen immer gegen mich aufgehetzt hat, ich nenne sie jetzt einfach beim Namen: Angi. Mal verstanden wir uns, mal wieder nicht, jeh nachdem wie Angi eben drauf war hat sie mir mein Leben echt zur Hölle gemacht. Sie konnte das auch mit mir machen, weil ich mich einfach nicht gewehrt habe. Und die liebe Angi war auch bis zum Ende der 6. Klasse mit mir zusammen in der Internatsgruppe, schön was? Naja, ich weiß nicht mehr so genau wann das war, aber irgendwann hats bei mir klick gemacht und ich habe mir fürs nächste Schuljahr geschworen mich nie wieder so behandeln zu lassen und ich fing an radikal durchzugreifen. Ich bin wenn meine Klassenkameraden mich (mal wieder) beleidigt haben sofort zu meiner Lehrerin, immer, immer & immer. Ich habe mir von allen Seiten Hilfe geholt und irgendwann, weil sie es satt hatten immer Ärger zu bekommen, haben sie aufgehört..wenn, auch nur für eine kurze Zeit. Ich arbeitete gezielt an meinem Selbstbewusstsein in dem ich mir einfach mehr zutraute und mich durchsetzte & wurde auch deutlich selbstbewusster. Parallel gabs dann noch die Liebe, ja 'Liebe'. Ich hielt 4 Jahre fest an dem obwohl der mich mit seinem Besten Freund eh nur schikaniert und erniedrigt hat so gut es ging.
    _____
    Angi hatte inzwischen das Internat verlassen, ging aber noch bis zur 9. mit mir in ner Klasse. Nachdem ich meine Beste Freundin 1 Jahr für mich alleine hatte (Bis Ende 7Klasse), ist sie dann in die Swiss gezogen. Ich habe mich zu sehr auf sie fixiert und stand nachdem sie fortging mal wieder alleine da. Es hat seine Zeit gebraucht & war nicht einfach wieder Freunde zu finden. Ich hatte es eh nicht so mit meinem Selbstbewusstsein, deswegen war es ein großer Schritt für mich auf die Menschen zuzugehen. Ich lernte dann Danilo kennen, kannte ihn schon 3 Jahre zuvor aber irgendwie, eine Freundschaft hat sich nie ergeben. Ich und eine von mir ebenfalls gewonnene Freundin haben angefangen uns jeden Abend mit ihm zu treffen, ich habe ihn sehr gemocht und ich konnte mit dem über alles reden, auch alleine. Er hat mich heulen und lachen sehen, er ist toll, auch wenn der Kontakt nicht mehr da ist.
    ___________________
    In der 6 oder 7 Klasse fing es an, ich fing an mir vorzustellen wie es wäre einfach vom allerhöchsten Punkt der Schule aus dem Fenster zu springen. Ein gewisser Drang war da schon, ich habe es natürlich nie gewagt und mir darüber weiterhin auch keinen Kopf gemacht. Dadurch dass mir im jungen Alter schon so viele Dinge widerfahren sind, fiel ich in am Anfang der 8. Klasse in eine Depression. Ich fing an mir vorzustellen wie es wäre Tod zu sein, was wäre wenn ich Tod wäre und zu planen. Ich habe angefangen viel Zeit in meinem Zimmer zu verbringen und zu schreiben, sowie Selbstverletzung spielte da ne' große Rolle. Ich war nicht Ich selbst, fast schon wie in Trance. Wie gesagt habe ich angefangen zu planen undja. Nachdem ich gelesen habe dass Koffeintabletten ab ner bestimmten Menge gefährlich werden bin ich in die Apotheke und habe sie mir geholt. Man, ich schäme mich wenn ich das hier so schreibe schon fast dafür. Naja ich habe 20 von diesen Dingern geschlugt, joa.. entspricht 40 große Tassen Kaffee. Ich habe die ganze Nacht durchgebrochen und hatte Glück, denn ich hätte am Erbrochenem ersticken wenn nicht hätte meine Herz auch stehenbleiben können. Nen Tag später war ich heilfroh überlebt zu haben,doch wurde trotzdem sicherheitshalber in ein Krankenhaus gefahren, es wurde halt geguckt ob es zur Herzrhythmusstörungen kommt.

    Seitdem schätze ich das Leben so gut es geht. Klar gab es nach dem 'Suizid'-versuch, was auch immer das war, noch Sachen die mich aufgeregt, wenn nicht auch verletzt haben. Aber ich mach mir nichts mehr draus, denn mittlerweile habe ich Freunde gefunden die mich so schätzen und lieben wie ich bin. Auch wenn der Weg dorthin hart und steinig war. Zudem hab ich jetzt wie in der Grundschule gewollt auch meine mittlere Reife und einen festen Ausbildungsplatz.
    Geändert von Annso (13.11.2014 um 17:33 Uhr)
    𝐹𝑜𝓇𝑒𝓋𝑒𝓇 𝒾𝓈 𝒶 𝓁𝑜𝓃𝑔 𝓁𝑜𝓃𝑔 𝓉𝒾𝓂𝑒 𝒶𝓃𝒹 𝓉𝒾𝓂𝑒 𝒽𝒶𝓈 𝒶 𝓌𝒶𝓎 𝑜𝒻 𝒸𝒽𝒶𝓃𝑔𝒾𝓃𝑔 𝓉𝒽𝒾𝓃𝑔𝓈
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  11. #6
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Ich habe jetzt die Geschichten der anderen hier gelesen und finde, ich könnte auch meine teilen...

    Ich war schon immer ein bisschen pummelig, was ja unter Kleinkindern nichts ungewöhnliches ist, nur hat dieses "pummligsein" mir 7 verdammt harte Jahre eingebracht...

    Im Kindergarten war alles noch heile Welt; hatte Freunde, sogar die erste Liebe und sogar schon n Mädchen geküsst, also ne tolle Zeit Als ich mit 6 in die 1. Klasse kam änderte sich alles. Die anderen haben mich immer wegen meinem Übergewicht gehänselt, waren fies zu mir usw. Diese ganzen kleinen Stichelein haben dazu geführt, dass ich immer mehr zunahm. Ich machte zwar während der Pause manchmal was mit Anderen, das war aber auch die Ausnahme. Ich habe an die 1.-3. Klasse fast keine Errinerungen mehr, da ich die meisten einfach verdrängt habe... In der Mittelstufe wurde es Anfangs ein bisschen besser, da sich dann aber schnell meine sehr ungewöhnlichen Interessen zeigten (Politik, Geld, Wissenschaften usw.) wurde ich immer mehr zum Einzellgänger. Auf meiner letzten Geburtstagsparty war ich im Kindergarten oder so... Die Einsamkeit und die Beleidigungen haben mich so mitte 5. bis 6. echt fertig gemacht und im Gymi kam dann der Höhepunkt (Ich sollte erwähnen, dass ich in der Schweiz wohne und deshalb das Schulsystem in Deutschland nicht kenne (Gymi für extrem schlaue, Sekundarstufe A für schlaue und Sek B für nicht so schlaue). Im Gymi wurde ich extrem gemobbt: Beschimpft, ausgelacht, geprügellt usw. Ich hatte zwar ein, zwei Freunde, doch die haben einfach nicht mitgemobbt. In dieser Zeit beckam ich wirklich... Suizidgedanken, mit 12. Ich... hatte echt mit dem Leben abgeschlosse. Da ich auch aus dieser Zeit, da sie für mich so extrem schlimm war, vieles verdrängt habe, weiss ich nicht mehr genau, was mich sozusagen... rettete. Ich glaube jedoch dass es genau die Suizidgedanken waren, die mich retteten. Ich war in dieser Zeit still, traurig, scheu; Und meine wahre Persönlichkeit hat wahrscheinlich aus Überlebenswille und dem wissen, dass ich "ES" schon bald tun werde, einfach die Überhand beckommen. Ich habe dann das Gymi nach 3 Monaten abgebrochen und bin in die Sekundarschule A geckommen. Da ich mich von heut auf morgen geändert habe, ging auch der Schulwechsel rasend schnell (zum Glück). Manche Leute waren auch hier immer noch nicht wirklich nett (ich war wegen meiner verrückten Ideen und Interessen beckannt wie'n bunter Hund), doch ich hatte mich von Grundauf geändert. Ich war, durch diese nähe zum Selbstmord und den Überlebenswillen meiner wahren Persönlichkeit einfach ganz anders geworden (im nachhinein könnte man sagen, meine damalige Persönlichkeit begang Suizid, wodurch meine wahre Persönlichkeit hervorkommen konnte). Jetzt, nach fast 2 Jahren Sekundarschule bin ich ein fröhlicher, das Leben geniessender 14 Jähriger
    Beleidigungen kümmern mich nicht mehr, und mich verteidigen kann ich nun auch.

    Natürlich gehen fast 7 Jahre von Beleidigungen und Einsamkeit nicht Spurlos an einem vorbei; Ich bin immer noch ein Einzellgänger der viel in virtuelle Welten abtaucht, habe jedoch endlich wahre Freunde. Ich habe Probleme damit, vorauszusehen, was mein Handeln bei anderen Menschen für Emotionen auslöst, lerne das jedoch mit jedem Tag ein bisschen mehr.

    Es... hat verdammt gut getan, einmal meine ganze Geschichte niederzuschreiben und hoffe, dass das auch noch einige andere hier tun werden. Vielen Dank an die Ersteller dieses Themas und auch an dich, du, der meine Geschichte gelesen hat.

    LG Jace

  12. Diese Benutzer bedanken sich bei Jace R für diesen Beitrag:

    Buechlein (07.07.2015)

  13. #7
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Cooler Thread.

    Prägende Ereignisse...hm. Ich war den größten Teil meines Lebens ein zurückgezogenes, ängstliches Kind. Ich bin vor allem während meiner Grundschulzeit sehr oft umgezogen, weswegen es mir immer schwerer fiel, mich auf neue Umstände einzustellen. Als "Opfer" der sozialen Gemeinschaft empfand ich mich nie, aber auch nie wirklich zugehörig. Wenige gleichaltrige Freunde kamen und gingen, bis die ersten bemerkenswerten Personen in mein Leben traten. Dabei war eine spezielle Person besonders...speziell (btw, sie war männlich, um das mal kurz für die klarzustellen, die mich etwas kennen). Ich hatte also keine wirklich prägenden Ereignisse in meinem Leben, es war bis jetzt über weite Strecken immer ein kontinuierlicher Prozess. Keine Ahnung, wo die Kette von kleineren Ereignissen mich hinführt. Vielleicht wieder an die selben komischen, nervigen Personen vorbei. Who knows. Zum Glück habe ich schon wieder Neue gefunden. Man kommt damit klar.
    Wirr ist das Volk!

  14. #8
    As
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Öhm jetzt bin ich (*-*)/...

    Ehm ja Ich bin früher ein sehr ehrliches Kind gewesen und ich war wie ein offenes Buch... als ich 7 war und meine Eltern sich geschieden haben, war das für mich jetzt nicht so schwierig ich mein ich war ja noch "klein". Aber ab da lernte meine Mum einen neuen kennen und wir sind seeehr oft umgezogen....hatte verschiedene gründe..ich war mindestens auf 6-7 verschiedenen Schulen.
    So hab ich auch gelernt das ich mich auf keine intensiven Freundschaften einlasse weil ich immer im Kopf hatte wir ziehen ja eh um....ich hab dann jmd kennengelernt und hab dann auch das vertrauen meiner Mutter missbraucht ja wurde dann auch anschließend zu meinem Vater geschickt wegen dem und andere dinge. ich habe mich schnell eingefunden ..was mir auch leicht fiel da ich schon öfters umgezogen bin..Aber wie gesagt ich hoffe das jzt alles besser wird und ich fühle mich in der schule jzt iwie doch schon wohl und ich habe jetzt auch schon "freunde" ^^....yay...Ich konzentriere mich jzt aufjedenfall auf Schule (was mich auch schon iwie störte war das ich immer auf ne neue schule kam und da war immer ein anderes thema es war mich schon vom vorteil wenn ich das schon kannte und viel drüber wusste aber überhauptnich wenn ich so garnichts davon weis) Ich werde mir auch jzt Mühe geben das ich da jzt endlich wegkomm .. und dann werde ich auch einer Ausbildung nachgehn ..Aber nnaja mal sehn wie lange die Freundschaften halten^^

  15. #9
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    2013 zog mein dad mit mir in das kaff, wo er als kid aufgewachsen is, weils billiger war im eigenen geerbten haus zu wohnen als teuer miete zu zahlen. das bedeutete neue schule, neue leute usw. dad hielt nicht viel von der gesamtschule, die er selber noch besucht hat. aber nur, weils keine integrierte gesamtschule mehr war. er wollte mich aufne andere GS schicken, die nochn -i- hat. ich hatte dazu aber keine lust, weil das bedeutete jeden morgen eine halbe stunde früher aufstehen und bloss nicht den bus verpassen. und in der schule fand ich auch gleich am ersten tag anschluss. deshalb bleib ich da bis zum abi.

    seit einem jahr hab ich dort nen neuen GL, gruppenlehrer, was sowas wie ein klassenlehrer ist. der ist zwar uralt, schon ende 50, aber sonst ganz cool. schon wegen dem würd ich nicht mehr wechseln, obwohl ich ab der zehnten den nicht mehr als lehrer haben werde. man merkt schon, dass er lehrer in frankfurt war, aber wie mein dad hier aufgewachsen ist. vor allem ist er viel aktiver als seine kollegen hier und spricht sogar mit schülern mal dialekt.

    das kommt gut an, auch bei denen die kaum oder noch nie den dialekt hier gesprochen haben. ganz lustig ist dann, wenn der unterricht oder die gl-stunden nur im dialekt abgehalten werden. besonders wenn mal ein kollege von dem reinschneit und der gar nix kapiert, aber dialekt sprechen soll. und wir sind die einzige gru... klasse, bei denen sowas abgeht.

    für zwei schwestern, türkischer migrationshintergrund, ist das auch das erste mal, dass sie ausserhalb ihrer familie dialekt sprechen. keinen türkischen, den hier vom ort, denn ihre eltern sind mit dem dialekt aufgewachsen und haben den von ihren eltern. die grosseltern hätten nämlich damals im deutschkurs dialekt mitbekommen und deswegen deutsch immer schon im dialekt gesprochen.

    und deshalb ist das ne geschichte für hier, weil sich nämlich mit unserm neuen alten gr.. klassenlehrer ein kreis nach 3 generationen heimisch babbeln schliesst. ich bin nicht mit dem dialekt aufgewachsen, mein dad spricht den leidlich, aber ich finds cool den gelernt zu haben und fast so zu sprechen wie es uralte einheimische noch tun. damit bin ich sogar besser als unser lehrer, der als lehrerssohn den nie voll gelernt hat. aber er schreibt bücher im dialekt. oder was er dafür hält.^^
    rmv.de

    -- Verbindung liegt in der Vergangenheit --

  16. #10
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Hallo
    Ich lebte meine ersten 6 Jahre in Hessen Nähe Darmstadt. Kindergartenzeit war super. 1.Klasse eigentlich auch.
    Als ich dann 7 wurde, starb meine Mutter an Brustkrebs. Ich ging eine Zeit lang nicht mehr zur Schule und dann traf sich mein Vater auch schon mit einer neuen Frau. Meine zukünftige Stiefmutter. Sie hatte einen Sohn und eine Tochter, deren Vater auch verstorben war. Daraufhin zogen wir um in die Pfalz, wo sie wohnten. Für meinen Vater war der Ort aber auch nicht neu, da er seine Kindheit dort verbracht hat. Erst ging eigentlich alles ganz gut. Ich verstand mich mit meiner neuen Stieffamlie gut und fand schnell neue Freunde.
    Aber während der Grundschulzeit wurde ich immer mehr ausgegrenzt. Lag wohl unter anderem daran, dass ich Asthma, Allergien, Neurodermitis hatte, was man deutlich gemerkt hat und ich gegenüber den anderen schwächer gewirkt habe. Dazu war mein Selbstbewusstsein recht weit unten und außerdem distanzierte ich mich immer mehr gegenüber meiner Stiefmutter und deren Kinder, was die Schuld meiner Stiefmutter war, da sie sich zu mir einfach Scheiße verhalten hat und sich ihre Kinder daraufhin anschlossen. Sie diskriminierte mich und nannte mich oft provokant und jähzornig.
    Auf der weiterführenden Schule, ein Gymnasium, wo andere meiner Grundschulfreunde auch hingewechselt hatten. Diese verlore ich aber immer mehr und um so mehr Zeit vergang, um so mehr wurde ich ausgegrenzt, geärgert bzw. gemobbt. Und damals wusste ich nicht wie ich mich verteidigen sollte. Ich blieb zuhause die meiste Zeit am Computer und spielte Spiele. Von der 7. bis zur 8. Klasse war es dann am schlimmsten. Unsere Familie trennte sich wieder und ich fiel in eine Depression, woraufhin mein Selbstbewusstsein gleich 0 war. Das ganze ging dann nämlich soweit, dass ich eine Angst vor der Schule entwickelt hatte und mich sehr oft krank stellte. So oft, dass ich kaum noch was von der Schule mitbekam und sehr schlechte Noten schrieb.
    Als ich dann meinem Vater alles erzählte, übrigens auch nur aus Verzweiflung, weil er mich in die Schule schicken wollte, habe ich eine Psychotherapie gemacht und die Schule gewechselt. In der neuen Schule fehlte ich eine lange Zeit auch, denn die Schulangst blieb. Trotz das meine neuen Schulkameraden eigentlich viel netter waren und sowas wie Mobbing auf dieser Schule nur in geringen Maßen war. Aber die Psychotherapie half mir sehr viel weiter. Nach etwa einem Jahr Therapie, erlangte ich mein Selbstbewusstsein zurück, woraufhin ich sie nicht mehr brauchte. Alles lief nun gut in der Schule, abgesehen davon dass ich noch leicht mit der Schulangst zu kämpfen hatte. Mein Selbstbewusstsein stieg immer mehr an und ich bekam immer mehr Freunde.
    Nun kann ich mich kaum noch beklagen. Ich kann mich verteidigen, habe Freunde, kaum Probleme in der Familie, finde mich selber sehr gutaussehend und habe ein gesundes Ego. Ach und in der Schule läufts natürlich jetzt auch super.

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    Limetree (07.06.2015)

  18. #11
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Joo, dann mach ich auch mal mit. Mein beileid an alle,die so schlimmes durchmachen mussten, bin Froh das ihr wieder so positiv seid
    Geboren wurde ich in England, wo ich meine ersten 4 Lebensjahre verbrachte und woran ich mich kaum erinnere (außer dass ich einmal Tianic schauen wollte, ich meine mutter so genervt habe, dass sie mich ins Bett schickte und ich voll sauer war ;D)
    Als ich 4 war zogen wir aber nach Spanien (meine Eltern wollten sich einen Traum erfüllen, sagte mein Vater im Nachhinein), wo wir uns eine Olivenplantage in Andalusien kauften, direkt neben dem Arsch der Welt. Ich ging dort auch zur Schule und lernte Spanisch, bloß dass ich heute nichts mehr davon kann!!
    Eines Tages fuhr mein Vater mich in einem alten Ford Fiesta ins nächste Dorf, wo meine Schule war. Es war ein Gebirgspass mit Schotterstraße und es gab eine Kurve, wo nur ein Briefkasten zwischen Straße und 30 m Abgrund war. Und eben an dieser Kurve versagten unsere Bremsen!! Wir fuhren den Briefkasten über den Haufen und hingen mit 2 Rädern (Leider VORDERANTRIEB, wir konnten nicht zurückfahren) über diese Klippe, als wir es geschafft haben rauszukrabbeln. 2 Stunden später kam jemand und half uns das Auto zurück auf die Straße zu bringen.
    Ich kam halt zu spät zur Schule und mein Vater bekam Anschiss weil das Auto eine Delle hatte....
    Als ich 5 einhalb war,musste mein Vater wegfliegen, seine Mutter war krank und er hatte in Deutschland gute Arbeit gefunden. In der Zeit traf meine Mutter jemand anderes, was mir damals nichts ausmachte, ich war zu jung um es zu begreifen und er hatte einen Pool.
    Kurz nach meinem 6. Geburtstag starb meine Mutter an einer Gehirnblutung. Dann wurde es sehr chaotisch. Auf einmal diese vielen Leute hier, so viel Streit...mein Vater hatte dummerweise eine Lebensmittelvergiftung und konnte erst später zu uns kommen, gerade rechtzeitig zum Begräbnis........
    Und dann ging es schnell: Innerhalb von 3 Tagen waren wir fort von Spanien, aber nur mein Vater und ich, (im Nachinein sagte er, die Familie meiner Mutter hatte ihn gedroht, mich wegzunehmen, darum hat er mich geschnappt und ist geflohen) Ich bereue es nicht, denn wenn ich dort geblieben wäre, wäre ich heute nur ein ungebildetes Landei.
    Ich lebte dann ein halbes Jahr lang bei meinen Großeltern in England. Ich besuchte dort die Grundschule, während mein Vater in Deutschland seinen Arbeitsvertrag abschloss.
    So kam ich nach Deutschland, wo es auch erstmal seltsam war: Ich konnte kein einziges Wort Deutsch und musste es alles schnellstmöglich lernen-was ich irgendwie geschafft habe
    Zur zeit hatte mein Vater viele beziehungen, bis er auf meine heutige Stiefmutter getroffen ist. Sie ist heute zwar nicht mehr so nett wie damals, aber das ist etwas fürs Problemenforum....
    Momentan fällt mir nichts mehr ein, und ich muss jetzt los in die Schule, vielleicht ergänze ich nachher noch etwas.
    STAY EPIC!

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    Diabolus (28.06.2015)

  20. #12
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Wo soll ich da anfangen...?
    Lebensprägende Ereignisse:

    - Mein Musikgeschmack. Man kann zumindest vermuten, der hatte eventuell keinen guten Einfluss auf mich, beziehungsweise war als gleichzeitiges Resultat aus den anderen Ursachen mitverantwortlich für meinen jetzigen Charakter.

    - Wirklich alle Frauen, mit denen ich bisher zusammen war, hatten schon Suizid-Versuche hinter sich. (Ich nicht.)

    - Ich war schon immer Außenseiter und habe daher jetzt so ein großes "Problem" damit, es nicht zu sein, dass ich kaum damit klarkomme, wenn ich mal nicht alleine bin.

    - In der Schule war ich immer einer der Besten und habe daher aber "gelernt", wie wenig Ehrgeiz bringt, weil man die Welt trotzdem nicht ändern kann.
    Sodass ich jetzt so faul bin, dass ich fast gar nichts mehr auf die Reihe kriege und mit dem Leben an sich schon extrem überfordert bin.
    (Früher hatte ich alles und daher bedeutet mir jetzt nichts etwas...)

    - Die 2 Mädchen, die ich am meisten geliebt habe (vor meiner jetzigen Freundin), habe ich im Fall der Ersten stets vor mir gehabt und trotzdem nie etwas mit ihr unternommen, obwohl ich circa 6 Jahre lang in sie verliebt war; und die Zweite war dermaßen psychisch "krank", dass ich daran kaputtgegangen bin.

    - Seit ich den Job verloren habe, von dem ich wirklich dachte, dass es das sei, was ich für den Rest meines Lebens machen will (und das ist nun mehrere Jahre her), finde ich einfach überhaupt nichts mehr, was mich auch nur ansatzweise interessiert, motiviert oder bei dem ich länger bleibe.

    - Der Kontakt mit dem Arbeitsmarkt hat mich allgemein sehr verstört: Ich kann mit diesem kapitalistischen Konzept, mich möglichst gut zu "verkaufen", um Geld verdienen zu können, nichts anfangen. Ich finde unsere ganze Wirtschaft mittlerweile menschenverachtend.

    - Die Psychologen sind mit mir restlos überfordert, weil ich mein eigenes Verhalten für richtig halte und mich daher nicht ändern will.

    - Ich habe nun die beste Freundin der Welt, aber gleichzeitig hatte ich mich davor schon aufgegeben, sodass ich jetzt immer noch nur noch so vor mich hin lebe (wie ein im Weltall schwebender Stein, der so lange sinnlos vorwärts fliegen wird, bis irgendwas anderes passiert).
    Meine Freundin alleine reicht leider nicht für ein ganzes Leben. Arbeit, Papierkram/Paragrafen und sogar alltägliche Sachen überfordern mich.

    - Ich schreibe diesen Text nur zur Prokrastination... Auch diese prägt mich seit einiger Zeit sehr.
    I hate to hate / and love to love
    But hate is made / when love is off.

    - Ich, spontan

  21. #13
    XE_
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Joa wo soll ich anfangen... ? Meine Kindheit war eigentlich bis zum 8 Lebensjahr um es auf Deutsch zu sagen eine normale und ehrlich gesagt auch eine schöne bis zu dem einen Zeitpunkt der mein Leben komplett verändert hat. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch in der Grundschule (weiß nicht mehr genau welche klasse) jedenfalls hab ich Abends im Bett wirklich ein übelstes geflacker vor dem Auge gehabt dies hat sich dann später als Migräne herausgestellt irgendwann kam dann noch die Epilepsie hinzu wo Krampfanfälle ausgelöst wurden und man dementsprechend auch eher Körperlich abgeschwächt wurde von immer. Es hört sich vielleicht dumm an aber ich musste mich immer wieder stück für stück auch wieder zurück Kämpfen man konnte einfach nicht einfach aufstehen und weiter machen wo man aufgehört hat man hatte für gewisse sachen komplett verbot. Alleine dies hat mich darauf geprägt nicht aufzuhören wenn man an einem Tiefpunkt angelangt ist sondern weiter zu Kämpfen .

    Es ist aber nicht alleine nur das ich hatte bisher zwar mag ich mal sagen recht viele Tiefpunkte in meinem Leben aber ich hab bisher nie aufgegeben wo sich andere in meinem Alter sich vielleicht schon nach so etwas vor den nächsten Zug geschmissen hätten . Vor 2 Jahren im Sommer verstarb mein Älterer Bruder wegen einem plötzlichen Herzstillstand dies hat ein natürlich auch mitgenommen aber man wollte auch irgendwo für seine Eltern da sein weil sie es natürlich auch sehr mitnimmt .. Dieses Jahr dann der Tod meiner Eltern bei einem Verkehrsunfall seit dem ich auf mich alleine gestellt bin ..

    Ja aber was haben mich die Tode von einem geliebten Menschen geprägt? Ich hab lange wirklich lange überlegt wie oft man überhaupt mal seinen Eltern danke gesagt hat für eine schöne Kindheit und das sie für einen immer da waren aber dies macht man leider viel zu wenig und merkt dies eigentlich erst wenn es zu spät ist. All dies sagt mir einfach irgendwo das ich nicht aufgeben kann und will sondern mich egal bei welchen Schicksalsschlag trotzdem weiter Kämpfen werde und das hat sich einfach eingeprägt in laufe der zeit ...

    Auch wenn sich manche jetzt vielleicht fragen wie ich alleine überhaupt zu recht komme wo viele in meinem Alter noch länger zuhause wohnen bleiben , kann ich nur sagen man lernt aus Situationen im laufe der zeit.

    Danke fürs lesen...

  22. #14
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Im Kindergarten und in der Grundschule war alles soweit normal. Ich wurde als still beschrieben,aber ich hatte Freunde und wurde akzeptiert. Die Erwachsenen hatten zu meckern, dass ich bzgl. Koordination und so nicht so auf der Höhe und ziemlich "feige" war.
    In der Grundschule gab es erste Sticheleien von Mitschülern,dass ich ja eine Spaßbremse wäre und lächerlich unsportlich. Damals hatte ich darauf aber noch eine andere Sicht, ich habe es hingenommen. In der 4. Klasse empfahl meine Lehrerin den Besuch des Gymnasiums, auch wenn sie betonte, dass ich dafür eigentlich zu ruhig wäre. Ich glaube mittlerweile, dass mein Vater sich da irgendwie durchgesetzt hat, dass sein Töchterchen doch bitte nur "das Beste" erreichen soll. Meine Mutter war da skeptisch- zurecht, aber eher nicht wegen der Leistungen.
    In der 5. Klasse wurde es dann unangenehm für mich; in Englisch und Deutsch war ich die Streberin, in Sport die Lachnummer. Ich habe mich immer weniger getraut. Man entschied sich für einen Klassenwechsel,weil ich in einer anderen zwei ganz nette Kontakte hatte. Doch ab dem 1. Tag der 6. Klasse brach die Hölle immer mehr über mich herein- begrüßt wurden meine neuen Klassenkameraden mit einem spöttischen "Haha,jetzt habt ihr sie". Das konnten die nicht auf sich sitzen lassen und ich wurde das Opfer Nummer 1 und das quasi von der gesamten Stufe, denn nur wenige haben sich getraut, sich da rauszuhalten. Im Nachhinein finde ich diese ganzen Mitläufer einfach nur erbärmlich. Der Ton verschärfte sich, ich musste mir Dinge wie "Geh dir Freunde kaufen" usw. anhören, es war tagaus, tagein dasselbe Spiel. Man tat alles Dumme, um mich zu blamieren und zu verunsichern und ich wurde immer stiller, was sich gerade mündlich bemerkbar machte. Ich war die blöde Pferdetussi, die länger als die anderen online sein und TV schauen durfte und sowieso einfach nur arrogant und verwöhnt wäre und keine Zeit für Freunde hätte.
    Mit der Zeit versuchte man dann auch, mir materiellen Schaden zuzufügen oder mich körperlich zu schädigen, indem man mich rumstieß und Co., sobald sich die Chance bot. Sport war mein persönlicher Albtraum, ebenso wie Chemie(noch heute Albträume inkl. meiner Mobber). Ich weiß heute nicht, wie ich das überstehen konnte. Ich habe auch Fehler gemacht, aber ich war einfach völlig planlos in einigen Situationen. Keiner traute sich, auf meiner Seite zu stehen, und die Lehrer machten mich zum Problem, nicht die anderen, weil es ja so schön einfach war. Klar, es ist für einen Teenager auch völlig gut, nirgends eingeladen und dafür verspottet zu werden, gezeigt zu bekommen, dass man bei keinem eine Chance hat etc. Der Gipfel war auch mal in der 8. oder 9. Klasse, wo ich nach einigen erfolglosen Gesprächen meines Lehrers mit der Klasse zu der Vertrauenslehrerin gehen sollte, was alle sehr lustig fanden. Als die mir verkaufen wollte, dass ich doch einfach mal Leute einladen soll aus meiner Klasse, weil die ja vielleicht doch nicht so schlimm wären, fing ich an, an jeglicher Kompetenz und Empathie anderer Leute zu zweifeln. Meine Eltern zwangen mich dazu und es war grausam- da feiere ich lieber nicht.
    In der 10. Klasse steigerte sich alles nochmal, als alle Leute durcheinander in Kursen waren. Die Lehrer machten mir klar, dass ich dort nichts zu suchen hätte und ich ja einfach über meinen Schatten springen müsste. Die haben nichts verstanden- ich bin natürlich ohne Grund nicht auf Stufenfahrt gewesen und arbeitete einfach so lieber alleine, nicht, weil ich nicht erwünscht war. Ich war teilweise zu gutmütig, da verängstigt, um abzulehnen, denen bei Sprachen zu helfen. Zur 11. Klasse habe ich die Schule gewechselt, ich kam etwas besser klar, wobei es immer schlechter wurde und die Leute einfach hintenrum redeten, statt mich offen zu verspotten. Ich galt quasi von der 6. bis 12. Klasse trotz dass ich natürlich nie gleich blieb als fett, ekelhaft und hässlich, als "Es", das Opfer, das sich doch bitte gleichwertige Freunde suchen soll. Ich habe mein Abi eigentlich nur geschafft, weil die Lehrer nicht so ganz verständnislos waren auf der anderen Schule und man mir anfangs die Illusion ließ- aber die Leute glaubten den verzerrten Klatsch der Leute der anderen Schule. Ich hätte wohl besser in einer anderen Stadt mein Glück testen sollen.
    Was das aus mir gemacht hat? Ich bin gerne alleine oder bei wenigen Leuten, kann aber eine Skepsis nie ganz ablegen. Meine Tiere und jegliche Form vom Abdriften in Fantasien liebe ich, ebenso wie Musik. Ohne wäre ich noch weniger dazu bereit, etwas zu tun, was die Gesellschaft von mir verlangt, obwohl ich genug unter irgendwelchen Deppen zu leiden hatte. Ich wünsche mir sehnlichst, ich könnte diese Zeit nochmal unbeschadet durchleben, aber nein, ich muss so tun, als sei nichts gewesen. Meine Eltern wollen es nicht mehr hören, die meinen, das sei Spinnerei. Die verstehen nicht, dass ich nicht einfach mein Ding machen kann. Aber was ist das? Ich habe mich noch nicht so gefunden und ich habe auch noch nicht so die guten Freunde vor Ort gefunden, die mir da wirklich helfen können. Ich glaube, es wird ewig und ein Leben dauern, das abzuschütteln. Ich bin darauf getrimmt, alles zu zerdenken, negative Dinge zu finden und Dinge deswegen sein zu lassen;positive Erinnerungen verblassen viel schneller...Ich weiß aber immerhin, dass ich nicht einfach aufgeben und mich der Masse anpassen will. Eventuell bin ich doch mental stärker, als man vermuten würde. Aber ich hasse alle Formen von Stress, ich bin allgemein sehr emotional und kann da auch unkontrolliert werden...Von Verlusten zwei der wichtigsten Personen in meinem Leben, die ich nicht verarbeiten kann und auch nicht wirklich will(wie?), bin ich zusätzlich geschwächt, ich bin kein Kämpfer, der um jeden Preis leben will, ich würde lieber mal aufgeben.
    Manche haben ja auch mitbekommen, dass ich bzgl. Beziehungen und so sehr kritisch bin. Ich wurde immer verspottet und von vielen geärgert, wenn ich jemanden auch nur sympathisch fand bis dahin. Wirklich was versucht habe ich nie, da hätte Höchststrafe drauf gestanden. Ich bin immer mehr der Meinung, dass ich auf so etwas auch verzichten kann- ein Problem weniger mindestens. Hinzu kommt, dass ich erstmals einen Jungen umarmt habe, weil in der 9. Klasse einer, vor dem ich Angst hatte, eine Wette hatte. Das war so peinlich, weil echt gefühlt die halbe Schule drum herum stand. Wäre er nicht so ein Idiot gewesen, wäre es schön gewesen. Ich fühle mich seitdem körperlich recht schnell eingeengt und gleichzeitig fände ich das total schön, will das aber nicht so wirklich wahr haben...
    Dreams and reality like night and day...
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  23. #15
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    AW: Sammlung Lebensprägender Ereignisse

    Eigendlich sollte das ein sehr einfühlsamer Text werden. Ich hätte vermutlich von meiner Grundschulzeit erzählt, eine Geschichte über Mobbing, erste Liebe und den sonstigen Herzschmerz den dieses Alter so mit sich bringt. Aber ich würde den Moment gerne nutzen um ein anderes Thema anzusprechen. Ich würde sowieso nicht sagen das Mobbing etwas prägendes ist, viel mehr ist es eine Art Folge meines Verhaltens gewesen. Ich war schon immer ein sehr stiller Mensch, nicht ausdrucksfreudig, angreifbar. Die Beschreibung "Sie schließt sich durch ihre ruhige Art selber aus" trifft es wohl auf den Punkt. Dieser Satz fiel vor mittlerweile knapp einem Jahr während einer Kursfahrt auf's Daßer Land. Es war abends und meine Kurskameradin dachte wohl ich würde schlafen. Aber ich habe nicht geschlafen, ich hatte heimweh weil ich mich einsam gefühlt habe. Man muss dazu sagen das es nicht das erste mal war das ich derartige Sätze hörte. Bereits in der 11 hatte meine damalige Klassenlehrerin mir deutlich zu verstehen gegeben das sie nichts von mir hielt. Meinen Mitmenschen redetete sie ein das ich die perfekte Veranlagerung für ein derartiges Opfer sämtlicher Schikanierungen hätte. Einfach nur weil ich ruhig war. Ich machte mich angreifbar weil ich nicht wie meine Mitmenschen das Bedürfnis hatte immer und überall im Mittelpunkt zu stehen. Genau da liegt der springende Punkt. Genau das ist heutzutage mehr als gefragt. Erst vor kurzen knallte mir mein Wirtschaftslehrer bei einer Notenbesprechung an den Kopf das ich durch meine gesamte Art in seinem Unterricht quasi nicht existent sei. Ich könne mich nicht nach außen ausdrücken aber das bräuchte man nun mal. Ein weiteres Klischee das zeigt das viele Menschen keine Ahnung von ihrer Außenwelt haben. Wenn man sich heute iwo bewirbt dann soll man sich verkaufen können, man soll sich nach außen hin präsentieren. Das einige Menschen auf dieser Welt das nicht sofort können wird dabei komplett unter den Tisch gekehrt. Schon lange versuche ich eine Stelle zu finden. Mein Traum war es in einer Bibliothek oder einer Buchhandlung zu arbeiten. Durch meine ruhige Ader könnte ich mir in der heutigen Gesellschaft aber gerade mal einen Bürojob verdienen. Dabei weis ich das ich mit diesem Gefühl nicht alleine bin. Es gibt so viele Menschen da draußen die still sind und ihr Leben lang damit zu kämpfen haben. Auch hier im Forum habe ich das oft gelesen. Und genau diesen Menschen sollte gesagt werden das sie genau so richtig sind wie sie sind. Ich hatte gerade jetzt oft das Gefühl in irgendeiner Weise falsch zu sein. Ich habe noch keine Zusagen erhalten, mein Zeugnis sieht alles andere als so aus wie ich es wollte und meine erste Abiprüfung war ein Reinfall. Man kann sich noch so viel dazu denken aber die Frage nach dem Warum bleibt. Weder im Job noch im Abitur wird man jemals erfahren was schief gelaufen ist, man kann nur weiter nach vorne schauen und hoffen das es besser wird. Und das wird es mit Sicherheit. Grandiose Werke wie die Relativitätstheorie wären nicht entstanden würde es nicht auch introvertierte in dieser Welt geben. Selbst Einstein war also nicht perfekt und schon gar nicht extravertiert. Und das müssen wir auch nicht sein wenn wir es nicht sind. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre ohne die fantastischen Abenteuer von Peter Pan, Harry Potter und co. aufgewachsen nur weil sie allesamt aus der Feder von stillen Denkern stammen, fände ich das ziehmlich albern. Denn genau diese Geschichten haben meine Kindheit und somit auch mich ein Stück weit geprägt. Ich versuche nun an meine Träume zu glauben und ich glaube das sollten wir alle tun, egal wann, egal wo und egal wer oder wie wir sind!
    Geändert von Girl Online17 (14.04.2017 um 10:23 Uhr)
    Fuck YOLO - Hakuna Matata is the Motto Bitches!

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    NeulandInternet (14.04.2017)

 

 

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