1. #1
    Trophäensammler
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    Grundlose Traurigkeit

    Ich meine zu wissen, dass es ein derartiges Thema hier noch nicht gibt, tut mir leid, wenn ich falsch liege.

    Ich habe schon bisschen in Google und so geschaut aber.. was weiß ich.
    Besser, ich geh auf mich speziell ein.
    Jedenfalls: Vor 1-2 Jahren ging es mir relativ schlecht, aber ganz allein weil ich nicht zufrieden mit mir war (äußerlich). Ich war verliebt, wie das halt so ist und hab angefangen mich zu ritzen, dumm dumm dumm. Hab jeden Tag geheult usw. Bin dann irgendwann zum Psychodoc, der war aber blöd, also ich mochte ihn nicht, der ist sicher sehr schlau aber ich habe ihm nie was von mir erzählt. Bin dann aber, vor allem durch meinen Freund und meine Freunde und dadurch, dass ich ab und zu über meinen eigenen Schatten gesprungen bin, drüber hinweg gekommen und habe mich akzeptiert und geliebt, finde mich inzwischen hübsch und bin zufrieden. Über den Sommer ging es mir dann eigentlich super, ich hatte viele Freunde, war immer unterwegs und habe meinen jetzigen Freund kennen gelernt und bin mit ihm zusammen gekommen.
    Ungefähr im Herbst hab ich dann nach und nach alle Freunde verloren, die eine hat mich grundlos (und damit meine ich grundlos und habe mir schon sehr oft Gedanken darüber gemacht; also, sie hatte sicher einen Grund, aber der kam nicht daher, dass ich etwas Böses getan habe) fertig gemacht und zwar ziemlich übel, hat alle auf mich gehetzt (ich war so eher die neue) und seit dem haben sehr sehr viele ein nicht angemessen schlechtes Bild von mir, obwohl sie mich nicht kennen, immer noch reden viele über mich, obwohl ich deren Namen noch nie gehört habe. Weiß ja selber nicht, was bei denen schief gelaufen ist.
    Hab jetzt sehr wenige Freunde, mit Mädchen komme ich auch eher schlechter aus. Ich bin eben... sagen wir, etwas Besonderes (das ist sicher jeder, aber es gibt Menschen, die stechen heraus), reifer als andere in meinem Alter und auch als viele Ältere und glaubt mir, ich sage das jetzt nicht, um anzugeben, ich bin selber nicht froh darüber, wirklich nicht. Man hat es so sehr schwer (in meinem Alter, irgendwann kommen alle auf ungefähr das gleiche Niveau bzw. man hat mit denen die es nicht sind einfach nichts mehr zu tun).
    Denkt nicht, ich habe gar keine Freunde. Ich habe meinen besten Freund, ein paar Jungs und Mädchen mit denen ich ab und zu was mache und versteh mich generell gut mit allen, hab halt nichts mit denen am Hut.
    Als mein Freund das erste Mal Schluss gemacht hat, habe ich glaub ich angefangen mich wieder zu schneiden; also ich hab es schon vorher öfters wieder getan, weiß nicht mehr genau, warum. Ich habe schon, als ich wieder angefangen habe, es nicht mehr mit einer Schere gemacht (die ganz schön eklige Narben hinterlässt, übrigens), sondern mit einem Skalpell und viel tiefer geschnitten als vorher. Hab jetzt aufgehört, weil es einfach so hässlich aussieht, und ich es nicht mehr übers Herz bringe, mich so zu verunstalten, und ich bin auch froh darüber, auch, wenn mir manchmal etwas fehlt...
    Und ich hatte Suizidgedanken, ständig. Und auch jetzt (nach vielem hin und her sind wir wieder zusammen), wünsche ich mich manchmal in die sanfte Erlösung einfach in einen tiefen Schlaf zu fallen und mich nicht mehr in die Welt da draußen begeben zu müssen. Nach der ersten Trennung habe ich dann nichts mehr gegessen an dem Tag, als ich erfahren hatte, dass er was mit einer andren hat. Am nächsten Tag habe ich abends gegessen, fand das Völlegefühl aber so ekelerregend, dass ich das Zeug wieder ausgekotzt habe. Hab insgesamt nur 2/3 Kilo verloren also keine Sorge, die habe ich inzwischen eh wieder drauf. Hab dann angefangen das so durchzuhalten; Bulimie. Ich hatte NIE ein Problem mit meinem Gewicht und habe auch nicht deswegen damit angefangen, jetzt hat es sich aber dazu entwickelt, dass ich darauf achte, mir Mahlzeiten verkneife, hungere, etc. (was aber in den letzten Tagen nicht der Fall war, weil ich dauernd in Gesellschaft war - meistens von meinem Freund).
    Nach langem Hin und Her sind wir nun wieder zusammen. Alles ist super. Und trotzdem... ich bin eigentlich glücklich und unbeschwert, und dann kommt dieses bedrückende Gefühl, als würde mir etwas in mir einreden wollen alles sei scheiße und schlecht. Ich fühl mich totunglücklich, und weiß nicht warum. Ich will einfach nur weg. Dieses Gefühl versuche ich auch manchmal mit kleinen Hilfsmitteln zu unterdrücken... wenn ihr versteht. Stichwort Drogen.
    Es ist einfach nicht auszuhalten, als wolle etwas aus mir raus, aber es ist eingesperrt. Irgendetwas, das mich quält, vielleicht auch Wut... ich weiß es nicht, ich hab einfach keine Ahnung.
    Wenn ich jetzt mal akute Problemfindung betreiben sollte, würde ich z.B. anmerken, dass einige Faktoren die mich unbewusst stören, zum Beispiel diese sein können:
    - kein fester Freundeskreis
    - zu viele dämliche Menschen mit denen ich tagtäglich gezwungen werde zu kommunizieren und zu arbeiten etc
    - ich will nicht nur durchschnittlich in der Schule sein (2,5)
    - Winter (das ist ganz sicher ein Punkt der mich runterzieht, im Sommer war bisher immer alles etwas besser)
    - Zweifel an meiner Persönlichkeit, weil ich mit wenigen Leuten wirklich zurecht komme und ich oft im Stich gelassen werde, ohne, dass ich den Grund dazu finden kann

    Ich weiß es einfach nicht.
    Ist das Depression, bzw. sind das Anzeichen?
    Sollte ich nochmal in Therapie gehen? Hab eigentlich echt keine Lust, aber.. ich halte es so auf die Dauer auch nicht aus.
    Oder könnte es am Konsum eines gewissen Lieblingskraut meinerseits durchs Rauchen noch weiter verstärkt worden sein (hatte das ja schon davor)? Ich weiß, dass normalerweise bei Erfolg/Sex/Essen Dopamin ausgeschüttet wird und in Drogen dieses enthalten oder ausgelöst wird und dadurch vom Körper nicht mehr ausreichend selbst produziert wird, oder so in der Art.

    Danke fürs Durchlesen;
    Grüße

    PS: Ich rede mir nichts schlecht, ich sage mir selbst ständig wie gut es mir geht. Ich möchte einfach wissen, ob ich es einfach durchhalten soll, oder ob es nötig ist, etwas dagegen zu unternehmen. Ich weiß auch, dass mir hier niemand helfen können wird, deswegen ist das ja auch nicht meine Frage, die Geschichte zu allem erzähle ich nur, damit es nachvollziehbar und besser zu beurteilen ist.

  2. #2
    Moderator
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    AW: Grundlose Traurigkeit

    Ich muss zugeben, dass ich mir alles andere als sicher bin, ob ich dir jetzt auch nur ansatzweise helfen kann, aber der Versuch kann ja nicht schaden.. (;

    Na ja du hast ja schon selber gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. Also diese bedrückende Gefühl, das du bekommst: Ist das immer da oder nur in bestimmten Situationen? Wenn nur in bestimmten Situationen wäre es interessant welche das sind.

    Ich wende mich jetzt einfach mal deiner List von den Dingen, die dich stören zu:
    - kein fester Freundeskreis: Du hast ja gesagt, dass du noch einige Freunde hast. Also versuch den Kontakt zu diesen auszubauen und vllt auch mal öfter etwas mit ihnen zu unternehmen.

    - täglich zu dämliche Menschen: Da musst du wohl durch, aber es gibt bestimmt auch noch genug Leute, die mehr deinem Niveau entsprechen. Also versuch doch dich mehr an sie zu halten.

    - Winter: Na ja Frühling kommt ja bald.. (; Hoff ich..

    - Selbstzweifel: Sei so oft wie möglich bei den Leuten, mit denen du zurechtkommst. Wenn du die Symphatie, die sie dir gegenüber haben spürst, hebt sich dein Selbstbewusstsein vllt auch wieder ein wenig. (:

    Zu deinem "Kraut": Also ich geh mal davon aus, dass du Gras meinst.. Es ist jetzt nicht nachweislich stark schädigend, aber es kann in seltenen Fällen Psychosen auslösen. Ob du jetzt einer dieser seltenen Fälle bist, ist dadurch, dass es dir schlecht geht aber ja noch lang nicht bewiesen.

    Therapie: Es würde dir mit Sicherheit helfen, aber bloß, wenn du einen Therapeuten findest mit dem du dich verstehst und bei dem du ein gutes Gefühl hast. Also wäre es ratsam sich auf die Suche zu begeben..

    Na ja mir ist klar, dass das jetzt alles Möchtegernratschläge sind auf die eh die meisten kommen, aber ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.. Viel glück (:
    Geändert von goon (17.02.2013 um 22:06 Uhr)
    Herzliche Grüße vom persönlichen Pedobär Mts.



  3. #3
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    AW: Grundlose Traurigkeit

    das zu lesen ist eher wie in einem labyrinth umher zu irren. versuch von selbsreflektion, dabei unstrukturiert und wiederholend. liesst sich so, als hättst du dir da einfach mal was von der seele geschrieben.

    eine menge freunde zu haben ist eher ein status symbol, moch dazu wenn man das betont. wenige oder nur einen echten freund/in zu haben reicht, wenn man mit ihm oder ihr auch solche probleme besprechen kann. daher würd ich auch sagen, vertief die freundschaft mit denen, mit denen du noch engen kontakt hast, lass die anderen links liegen, hör auf gras zu rauchen und eventuell, wenns gar nicht anders geht, such dir einen kompetenten therapeuten/in, der/die sich nicht damit zufrieden gibt, dass du von dir selbst nichts oder so gut wie nichts von dir erzählst. ich frag mich, wo gibts das denn?
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  4. #4
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    AW: Grundlose Traurigkeit

    Wall of text...
    Wenn ich jetzt mal akute Problemfindung betreiben sollte, würde ich z.B. anmerken, dass einige Faktoren die mich unbewusst stören, zum Beispiel diese sein können:
    - kein fester Freundeskreis
    Leben.
    - zu viele dämliche Menschen mit denen ich tagtäglich gezwungen werde zu kommunizieren und zu arbeiten etc
    Leben und Pubertät.
    - ich will nicht nur durchschnittlich in der Schule sein (2,5)
    So wie die meisten... Lös das Problem halt.
    - Winter (das ist ganz sicher ein Punkt der mich runterzieht, im Sommer war bisher immer alles etwas besser)
    Du hast (so wie ziemlich jeder weit weg vom Äquator) wahrscheinlich einen Vitamin D Mangel. Und wahrscheinlich bekommst du auch nicht genug von den richtigen Fetten (so wie so ziemlich jeder, der nicht direkt am Meer lebt und viel Fisch ist.
    Vit D3 und Fischöl-Kapseln supplementieren. Und vielleicht ein bisschen Sport machen.
    Das wird wahrscheinlich all deine Probleme hier lösen.
    - Zweifel an meiner Persönlichkeit, weil ich mit wenigen Leuten wirklich zurecht komme und ich oft im Stich gelassen werde, ohne, dass ich den Grund dazu finden kann
    Pubertät.

    Red mit deinem Arzt darüber. Aber von meinem Semi-Laien Auge her, ist hier absolut nichts anderes festzustellen als normale Melancholie. Lösbar durch ein anständiges physisches Leben (gesund ernähren, viel trinken und bewegen) und Änderung deines üblichen Verhaltens (finde was, was dir Spaß macht und mach das einfach. Insbesondere, wenn du Angst bekommst, wenn du drüber nachdenkst...).
    Bei letzterem kannst du wahrscheinlich auch ein paar neue Freunde gewinnen.


    Du hast dich einfach in einen Alltagstrott verfangen. Dein Hirn ist nun buchstäblich so verdrahtet, so zu handeln und fühlen wie du es tust. Wenn du dein Verhalten entsprechend deiner Wünsche veränderst, wird sich dein Hirn aber anpassen.
    "Wir sind das was wir wiederholt tun." ~Aristoteles
    Merke dir diesen Satz bei allem was du tust. Gedanken sind btw auch nur Verhalten.

    Das war der Senf eines Psychologiestudenten... Entsprechend kannst du das ernster oder weniger ernst nehmen. Wie du willst. Aber als Mensch weiß ich, dass das alles stimmt.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  5. #5
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    AW: Grundlose Traurigkeit

    Danke für die Antworten.

  6. #6
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    AW: Grundlose Traurigkeit

    So alles gelesen.
    Ich hab einiges durchgemacht. Vielleicht nicht so wie du aber in gewissem Maße kommt mir das bekannt vor.
    Ich kann gerne versuchen dich zu therapieren (bin natürlich kein Pyschologe oder so). Hab viele Erfahrungen mit Thema Depression, SVV, Ängste, Traurigkeit, etc.
    Würd mich freuen wenn du dich mal melden würdest.

 

 

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