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  1. #1
    Fay
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    Mobbing - Lösungswege (!?)

    Mobbing ist zur Zeit ja wieder mal ein sehr präsentes Thema im Forum. Außerdem läuft zeitgleich in den USA der Film "Bully" an. (youtube kennt den Trailer )
    Deshalb haben Garniemand und ich uns gerade mal überlegt ob wir das Ding nicht doch noch mal von einer anderen Seite aufrollen sollen.
    Unzählige Beiträge in denen steht, dass der jeweilige Verfasser Mobbing doof findet und dagegen ist, helfen nicht weiter. Es wird ja trotzdem gemobbt. Meist sogar direkt vor den Augen derer, die an dieser und anderer Stelle sagen, dass sie dagegen sind.
    Darum soll es also hier nicht gehen. Dass Niemand wirklich dafür ist, ist uns eigentlich klar.

    Nur - was kann man und sollte man tun?

    - Was sind mögliche Strategien für die Opfer?
    - Was können Freunde/Angehörige der Opfer tun?
    - Was ist "Autoritätspersonen" wie Lehrern beispielsweise überhaupt möglich?
    - Wie sieht das aus mit der Gesellschaft allgemein? Was kann jeder Einzelne tun?

    - Was muss sich ändern?

    Das sind jetzt nur die ersten spontanen Fragen, die uns gerade in den Kopf kamen.
    Es ist niemals gar nichts los.
    Gewöhnliche Augenblicke gibt es nicht.


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    pinky_93 (16.09.2015)

  3. #2
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Zitat Zitat von IronButterfly Beitrag anzeigen
    Das opfer kann sich einfach ein Springmesser kaufen oder einen Taser
    ja, aber sobald es damit das haus verlässt verstößt es gegens waffg. und bekommt damit noch ein paar "bullys" in blauen uniformen dazu. beim springmesser unter umständen sogar ohne das haus zu verlassen, wenn du eines meinst, das wirkich einfach per knopfdruck und federmechanismus aufspringt.

    davon abgesehen... kennst du den spruch "bring niemals ein messer zu einer schießerei mit"?
    wer gemobbt wird, ist allermeistens stark in der unterzahl, und kann mit messer oder taser auch nicht umgehen. also verliert er wenns hart auf hart kommt doch, nur das die anderen evt. rumliegende steine, stöcker und ähnliches aufsammeln oder sein messer gegen ihn verwenden. außerdem wäre unter umständen die notwehrsituation nichtmehr gegeben, wenn das opfer bewaffnet ist. und unser toller staat liebt es doch aus opfern täter zu machen, bei bedarf kann ich da gerne eine entsprechende linksammlung sowohl zu waffg-paragrafen als auch entsprechenden opfer-täter-verdrehungen nachreichen. so oder so sollte jedem klar sein das es nur in ausnahmefällen gut geht, die situation eskalieren zu lassen.

    aber ja, zum eigentlichen:
    Zitat Zitat von Fay Beitrag anzeigen
    Nur - was kann man und sollte man tun?
    keine pauschallösungen einfach anwenden, sondern sich mit der jeweils individuellen situation beschäftigen.
    - Was sind mögliche Strategien für die Opfer?
    je nach charakter, vorgeschobenem mobbing-grund (äußerlichkeiten, verhalten?), sozialem umfeld (einzelgänger? freunde? familie? randgruppenzugehörigkeit?) und art des mobbings (psychisch, physisch?) halt angepasste begegnungen. was man allerdings nie machen darf ist, den mobbern das gefühl zu geben das sie erfolg haben, das sie gewinnen. also entweder über ihre beleidigungen mitlachen und entsprechend kontern (das kann man üben), sie so gut es geht ignorieren oder ähnliches. sobald mobber erfolg wahrnehmen, wird es umso schwerer dort wieder hinauszukommen. unter umständen sind sogar "gegenangriffe" sinnvoll, um den zusammenhalt der mobbergruppe zu zerstören. steht der anführer erstmal richtig dumm da, möglicherweise vom opfer verbal so hinmanövriert... da ist das opfer auf einmal egal, und hat sich evt. zumindest vom großteil der gruppe sogar etwas respekt verschafft. hängt aber vom einzelfall ab, inwieweit das sinnvoll ist. eine körperliche eskalation sollte man auf jedenfall vermeiden, da wird die gesamte gruppe einander beistehen, und selbst wenn man gewinnt, sinnen alle gemeinsam nach rache. selten sinnvoll.
    - Was können Freunde/Angehörige der Opfer tun?
    das opfer vor allem mental unterstützen, je nach anzahl/zusammenstellung der gruppenmitglieder auch durch präsenz. aber situationen vermeiden, in denen solche unterstützung nur als schwäche des opfers bzw. eingeständnis einer niederlage interpretiert werden kann. so als beispiel: big bang theorie, wenn sheldon gemobbt wird, nützt es wenig seine mitnerds zu holen, die dann "ihr seid ganz gemein!" rufen sollen. da lachen sich mobber einfach schlapp und freuen sich über drei neue opfer. es kommt halt auf den auftritt etc. an... auf alle fälle aber können sie im hintergrund unterstützung und rückhalt bieten.
    - Was ist "Autoritätspersonen" wie Lehrern beispielsweise überhaupt möglich?
    das kommt hauptsächlich auf die autoritätsperson selbst, den mobber, deren verhältnis zueinander, wie viel macht die autoritätsperson wirklich hat und nicht zuletzt, wie alt der mobber ist. eltern haben ganz andere möglichkeiten als lehrer, ud wenns ganz mies kommt haben polizisten/gerichte etc. nochmal andere möglichkeiten, halt altersabhängig. dabei sollte man wieder im hinterkopf haben das ein "versagen" einer solchen autoritätsperson, also der fehlgeschlagene versuch das mobbing zu stoppen es unter umständen noch schlimmer macht, da sich die mobber daraufhin noch stärker fühlen. siehe simpsons... nelson, corney, bart... wenn einer von denen nen brief von der schule nach hause bringt, und? interessiert die nicht. viel mehr als das und mit erhobenem zeigefinger rumwackeln, evt. zum tafelwischen verdonnern können lehrer oftmals aber nicht tun, besonders nicht wenn sie nur erzählt bekommen, ohne es selbst gesehen zu haben. unter umständen haben die eltern da mehr einfluss, aber es kommt halt auf die familiäre situation an. nicht selten jedenfalls haben "autoritätspersonen" nur deswegen autorität, weil man glaubt, das sie die haben. wer das nicht glaubt, dem können sie auch kaum was anhaben. wobei das analog zu den mobbern selbst gilt. insofern ist die idee, eine "höhere macht" dazuzurufen eventuell mit vorsicht zu genießen, kann auch wieder nach hinten losgehen.
    - Wie sieht das aus mit der Gesellschaft allgemein? Was kann jeder Einzelne tun?
    weniger weggucken.
    gilt mal so ganz allgemein. es sollte die regel sein, selbst einem völlig fremden in not erstmal zu helfen, anstatt einer ausnahme, für die man möglicherweise halbtot geprügelt wird weil alle anderen weiter weggucken. momentan wird mobbing in allen formen zwar nicht gesellschaftlich akzeptiert, wohl aber geduldet, indem es einfach von allen nicht direkt betroffenen ignoriert wird. jeder kümmert sich um seinen kram, und wundert sich wo die hilfe bleibt, wenn man selbst mal opfer ist. große reden schwingen wie uncool oder doof mobbing ist im mehr oder weniger anonymen internet oder meinetwegen auch mal in ner klassenstunde bringt nichts, worte ohne taten ist was für politiker zivilcourage muss selbstverständlicher werden, dann wird auch automatisch öfter so gehandelt, weil man sich sicher sein kann nicht alleine damit dazustehen.
    Und eventuell ist es sinnvoll, "mobbing ist doof" nicht enfach nur nachzuplappern, sondern sich eine weile intensiv damit zu beschäftigen. nachgeplapperte parolen werden schnell über bord geworfen, lebenseinstellungen nicht. aber die transfusion ist nicht unbedingt leicht, und muss bereits in rel. früher kindheit erfolgen, da mobbing selbst meist mit der pubertät anfängt/ernsthaft wird. bis dahin muss "mobbing ist doof" aber bereits so tief verankert sein, das keiner mehr auf die idee kommt.

    - Was muss sich ändern?
    bereits im kindergarten und in der grundschule muss der gedanke in kindern verankert werden und sich in dieser zeit, in der auch lehrer noch ernst genommen werden von den schülern um kleinste anzeichen in der richtung gekümmert werden. da heißt es zwar noch "ärgern" statt "mobben", aber der grundgedanke ist meistens ähnlich.
    außerdem muss sowohl aus den köpfen als auch aus den gerichtssäälen diese "opfer zum täter machen"-mentalität verschwinden. im bahnhof wird ein mann von zwei anderen, bereits wegen schwerer körperverletzung vorbestraften zusammengeschagen, schafft es loszurennen, wird von einem der beiden verfolgt, und rennt vor ein auto, tot. gerichtsurteil: selber schuld, er hätte ja nicht so rennen müssen (und sich lieber brav totschlagen lassen). solange sowas passiert, und solange sowas in medien etc. gezeigt wird, können noch so viele zivilcourageplakate etc. rumhängen. man muss als helfer ja angst haben vom schläger noch verklagt zu werden. ich zumindest hab da sehr wenig lust drauf... solange sich da nichts dran ändert, wird sich die gesellschaft auch wenig zum besseren wenden. und das fängt ja bereits bei den kindern an, da kann man als kleiner, schwacher kerl die tollsten schlägereien anfangen, und sobald ein lehrer kommt auf den nächstbesten größeren zeigen und "er wars" rufen. der bekommt ärger, man selbst ein eis. macht nicht wirklich sinn, finde ich.

    Das ist jetzt alles nur, was ich mir so nach und nach zusammengereimt hab, wo ich glaube gewisse muster erkannt zu haben etc, leider war das entsprechende seminar dieses semester völlig überlaufen, das ich da nicht reinkonnte^^
    ist also alles mit vorsicht zu genießen, und soll lediglich grobe einschätzungen liefern, da der individuelle lösungsweg nunmal imer vom individuum und der situation abhängt. spiegelt also nur das wieder, was in meinem kopf dazu so rumblubbert, keine musterlösung, und darf/soll gerne diskutiert werden.
    Geändert von Garniemand (25.04.2012 um 08:10 Uhr)
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

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  5. #3
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Ich finde, dass Neuanfänge immer eine effektive Lösung sind. Ich sage mal so, wenn einmal gemobbt wurde, wird immer weiter gemobbt, und vermutlich würden die Mobber den ursprünglichen "Grund" auch gar nicht mehr wissen, wieso sie irgendwann mal damit angefangen hat. Das kann etwas Banales wie eine Zahnspange oder ein uncooles Paar Schuhe gewesen sein, was sich dann irgendwie hochgeschaukelt hat. Und irgendwo, an einem anderen Ort, an einer anderen Schule, würden solche Dinge gar keine Rolle mehr spielen. Ich habe es in kleinem Maße bemerkt, als ich auf die Uni gekommen bin. Zwar wurde ich nie gemobbt, aber als ich herkam, ganz allein, niemand kannte mich, konnte ich sein wer ich will. Die negativen Dinge, die früher mit mir assoziiert wurden, konnte ich einfach weglassen, ohne jemanden zu belügen. Denn solche Dinge basieren meist auf Missverständnissen. Ich würde in solchen Fällen einen Schul- oder Arbeitsplatzwechsel vorschlagen, denn ich bin der Meinung, dass sich solche Probleme dann mehr oder weniger von alleine lösen... Auch wenn es aufwendig ist, so ist es im Gegensatz zum gemobbt werden doch eher das geringere Übel.
    Geändert von Enchantée (25.04.2012 um 08:36 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler. Grammatikfreak!
    Dein ewiges Gejammer geht auch bei 60° nicht raus.

  6. #4
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    stimmt, flucht kann natürlich auch ne sinnvolle strategie sein.
    zumindest für den einzelnen, im großen gesehen bestärkt das wiederum die mobber, die sich einfach jemand neues suchen, und so eine flucht halt als ultimativen sieg werten.
    aber manchmal muss man egoistisch sein, und dann ist das eine möglichkeit, ja.

    wobei man auch bedenken muss, das man speziell als schüler meistens nur rel. wenig distanz zwischen sich und die mobber bringen kann, ohne extreme schulwege in kauf zu nehmen. besonders, je ländlicher man wohnt.
    außerdem geh ich mal von zunehmender vernetzung in jüngeren jahren aus, sodass solche hartnäckigen "gerüchte" und ähnliches sich per facebook etc. recht problemlos auch von einer schule zur nächsten verbreiten können. nicht so leicht, aber möglich, wenns nen dummen zufall gibt.
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
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  7. #5
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Was gegen Mobbing hilft? Ein dicker Pelz und Redegewandheit. Wenn du den 'Täter' verbal in Grund und Boden stampfst, wird er sich das nächste Mal zweimal überlegen, wen er an die Karre pissen will.

  8. Diese 2 Benutzer bedanken sich bei Chuzpe für diesen Beitrag:

    Chronicle (25.04.2012)

  9. #6
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Zitat Zitat von Chuzpe Beitrag anzeigen
    Was gegen Mobbing hilft? Ein dicker Pelz und Redegewandheit. Wenn du den 'Täter' verbal in Grund und Boden stampfst, wird er sich das nächste Mal zweimal überlegen, wen er an die Karre pissen will.
    So sehe ich das auch.

    Ich denke, man sollte nichts gegen das Phänomen des Mobbings unternehmen (bla bla bla biologische Begründung der Selektion bla bla).
    Man muss das eben durchstehen können.

    Wer das nicht kann... Mh, tja. Pech. Klingt hart, ist aber meine Meinung.
    Dann muss man eben aus dem Revier der Stärkeren fliehen. Klasse/Schule wechseln, etc.

    Nur die Harten kommen in den Garten.
    -- IMO intended --

  10. #7
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Im Grunde hat Skycatcher recht.
    Es ist ein bisschen survival of the fittest.
    Wenn man durch Mobbing nicht grade in extreme Depressionen und Sozialphobien getrieben wird, sondern es einen eher dazu ermuntert an seiner Schlagfertigkeit zu arbeiten, dann kommt man aus solchen Dingen stärker raus, als man reinging.
    Das ist aber eine individuelle Sache.

    Mitleid kriegt man geschenkt, Respekt muss man sich verdienen.
    Das Leben ist eine Schlampe.
    Aber eine ausgesprochen attraktive.

  11. Diese Benutzer bedanken sich bei Chronicle für diesen Beitrag:

    Chuzpe (25.04.2012)

  12. #8
    Fay
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Zitat Zitat von Skycatcher
    Ich denke, man sollte nichts gegen das Phänomen des Mobbings unternehmen
    ... damit gäbe man den Mobbern das Recht weiterzumachen!

    Da mag ich mich nicht anhängen.

    Für mich sehr abartig ist in dem Zusammenhang, dass in unserer Gesellschaft das Hilfe holen so verpönt ist wenn es um psychische Gewalt geht. Sobald es aber an den Geldbeutel geht, wird verdammt laut geschrien.
    Da darf der Junge in der Klasse ruhig permanent fertiggemacht werden, aber wehe, wehe jemand schmeißt (un)absichtlich an der Schule das teure Fahrrad um und die Lampe bricht ab...

    Die Aussage, dass man dann halt einfach zu schwach ist und der andere das tut, weil er 'es halt kann', die trifft doch dann auf alles zu, oder?
    Weil das Auto da stand, konnte es zerkratzt werden.
    Das Portemonnaie verschwand aus der Jackentasche, weil der Dieb es draufhatte.
    Der Kerl liegt nach dem Discobesuch im Krankenhaus, weil der andere verdammt schnell und sehr gezielt treten konnte.
    Weil das Küchenfenster gekippt war, nahm der Einbrecher diese Einladung dankend an..
    Nichts von alldem müsste passiert sein, wenn das Auto nicht da gestanden hätte, das Portemonnaie zuhause geblieben wäre, der Typ nicht in die Disco gegangen wäre, die Hausbesitzer das Haus nicht verlassen hätten oder zumindest alles zugesperrt hätten ...
    Aber das sind immer Dinge für die sich eingesetzt wird, da holt man sich die Polizei und Anwälte zuhilfe.

    Und hier wird geraten, dass Kinder/Jugendliche die psychisch angegriffen werden, einfach so tun als wäre nichts. Es wird direkt suggeriert, dass sie ja selbst Schuld sind.

    Nicht jeder von uns ist 'redegewandt' und wenn ich mir vorstelle, wie jemand der aufgrund einer Sprachstörungen z.B. permanent gehänselt wird, jemand anderen verbal fertigmacht. Oh man!
    Und selbst ohne Sprachstörung.. sowas muss man auch erstmal können. bzw. muss man das?

    Hat man nicht eher das Recht darauf in Ruhe gelassen zu werden?


    Um hier aber dem Thread mal gerecht zu werden hab ich ein paar mögliche Lösungsansätze.

    Ich bin für die Einführung des Pflichtfaches "Erziehung" in der Schule. Das ist der erste und sicher einer der wichtigsten Schritte.
    Ein Kind, das von Anfang an weiß, dass es, egal worum es sich handelt zu seinen Eltern kommen kann und ernstgenommen wird mit seinen Problemen, was dann auch im weiteren Verlauf lernt, dass auch Erzieher und Lehrer hinter ihm stehen, das hat ein verdammt stabiles Gerüst um zu wachsen.
    Viele Erwachsene oder die, die sich dafür halten, sind aber nicht in der Lage so ein Gerüst zu bieten, weil sie nicht wissen wie das geht.
    Und so ein Gerüst bedeutet nicht, wie mir heute jemand sagte, unselbstständig und nie erwachsen werden zu können. Es ist ein, wenn nicht sogar der wichtigste Baustein um stark zu werden.


    Ich bin auch für die Durchsetzung der konsequenten Erziehung in Kindergarten und Schule, was bedeutet, dass jedes Kind von kleinauf lernt, dass ein Fehlverhalten Konsequenzen nach sich zieht.
    Solange Kinder im Kindergarten (oder auch vorher schon) lernen, dass man sich maximal mit nem Handschlag und einem hingemurmelten von der Erzieherin erzwungenen "Entschuldigung, tut mir leid." aus jedem Mist rausziehen kann, der hat doch nichts zu befürchten und wird immer wieder bis an diese Grenzen gehen und sie immer wieder ausweiten.
    Ein "Du kannst dich hier nicht benehmen, du störst die anderen, du tust ihnen weh.... DARUM darfst du nun hier nicht mehr mitspielen." zieht so unendlich viel mehr und ist tausendmal einprägsamer als so ein lascher Händedruck.

    Jemand der auf dem Pausenhof permanent andere Kinder 'ärgert', der verbringt seine Schulpause in einem separaten Raum unter Aufsicht eines Lehrers.
    Wer meint er müsse im Schulbus Mitschüler mobben, der darf auch gern mal zusehen wie er in der nächsten Zeit zur Schule kommt.


    Es wird immer nur geredet und erklärt - bla bla bla - zu diesem Ohr rein, zum anderen wieder raus.
    Es gibt unzählige Projekte gegen Mobbing. Selbstbehauptungskurse für Mädchen, Anti-Gewalttraining für Jungs an Schulen...
    Irgendwann muss man aber doch mal sehen, dass das allein nicht wirklich etwas bringt.

    Leider ist es so, dass dort wo ein Täter nichts zu befürchten hat, auch keine Änderung eintreten wird. Darum brauchen wir da ganz dringend ein Umdenken.



    Ich bin jedenfalls nicht bereit, so wie einige hier, das Unrecht zu verteidigen!
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  13. #9
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    also ich finde im grunde ist der gemobbte in irgendeiner art und weise selbst schuld das er die mobber dazu treibt...
    im menschen ist doch irgendwie drinne sich zu beweisen und andere schlecht zu machen um sich besser zu fühlen/sich darzustellen oder irgendwie so ähnlich...

    nun wenn jemand selbstbewusst ist und dies auch zeigt.. egal wie man aussieht oder was für eine sprachstörung man hat... man wird respektiert... man wird wahrgenommen...
    nun gibt es halt die menschen die nicht wirklich sich beweisen können und unter den anderen gestellt werden da sie sich 'anfangs' nicht verteidigen und es am immer mehr und mehr ausartet... der mobber bekommt ja keine konter und kann deshalb unbehelligt weitermachen...

    ein beispiel war ein freund von mir... er wurde von einem mitsüler andauernd runtergemacht... bzw. verbal angemacht... als wir unserem feund mal gesagt haben er sollte sich verbal wehren... was dann auch tat war der mobber auf einmal still geworden...


    wenn natürlich gemobbte alleine darstehen und ihn keiner weiterhelfen kann wird es schwierig... denn irgendwie ist es doch auch peinlich seinen eltern oder einem anderem erwachsendem zu sagen man wird gemobbt... es gilt ja nicht nur in der schule sowas gibt es ja auch an der arbeit oder sonst wo...
    nun finde ich muss jeder selbst seinen 'rang' sich in der gesellschaft erarbeiten und verdienen...

    man kann den gemobbten noch soviel helfen wie man will... irgendwann ist man halt mal alleine und muss eben selbst wissen wie man sich 'verteidigt' und akzeptiert wird...
    somit finde ich kann man sie unterstützen aber sie müssen es selbst machen da es ja sonst nie aufhört sondern im gegenteil vielleicht noch schlimmer werden kann...

    das so viele leute wegschauen ist einfach der egoismus in einem mensch... jenachdem wie groß er ist denkt man sich "warum soll ich helfen, es gibt ja noch genug andere"... "was kümmert mich das"

    lösungsansätze sollten wie Fay beschrieben früh angesetzt werden... doch ich finde in irgendweinerweise ist es ja nicht möglich da es immer kinder geben wird die anders sein wollen, sich gegen alles stellen und es so hinnehmen...

    das mobbing ist einfach in einem drinne... in jeglicher form denn ich glaube kaum das niemand sagen kann das er nicht lästert... auch wenn es hier nicht direkt an den mobbern ausgelassen wird ist es im eigentlichen sinne nicht 'fair'... dennoch tut man es um sich besser zu fühlen um anderen mal überlegen zu sein und luft raus zu lassen...

    es wird immer mobber geben und gemobbte.. ich denke das ist einfach so... menschen sind auch einfach nur 'tiere'

    (alles etwas chaotisch geschrieben aber vielleicht versteht man es)
    Das Leben ist immer nur so gut wie es sich anfühlt.

  14. #10
    Fay
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Wo sind deine Lösungsvorschläge gegen Mobbing?

    Das was du geschrieben hast ist wieder ein Plädoyer für das Unrecht.

    Genau darum sollte es hier in diesem Thread ja eigentlich nicht gehen. Sondern darum, was man tun kann.

    Eine kleine Geschichte, so erlebt vor ein paar Tagen hier im Chat.

    Ich unterhielt mich mit Garniemand über irgendetwas und wir kamen auf Pfefferspray (zur möglichen Verteidigung). Ich erzählte, dass ich welches habe, einfach um das Gefühl zu haben, mich evtl. doch wehren zu können, wenn ich angegriffen werde, denn weglaufen kann ich aufgrund meines verletzten Beines ja nicht.
    Ich wurde ausgelacht. Die Vorstellung, dass ein Mensch, der an Krücken geht, körperlich angegriffen wird, ist 'lustig'.

    Wie witzig es dann erst sein muss, wenn jemand verbal niedergemacht wird, mag ich mir gar nicht vorstellen..

    Arme Gesellschaft!
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  15. #11
    Moderator
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    Was sind mögliche Strategien für die Opfer?
    Kein Opfer mehr sein. Das sucht man sich aus.
    Was können Freunde/Angehörige der Opfer tun?
    Mit mehr Selbstbewusstsein helfen. Extrovertiertheit fördern. Den Mobbern mit bei den Eltern petzen drohen. (Funktioniert meist. Die Scheißer sind oft so weil Papa oder Mama ein Arsch ist.
    Was ist "Autoritätspersonen" wie Lehrern beispielsweise überhaupt möglich?
    Wesentlich mehr als sie normalerweise leisten.
    Wie sieht das aus mit der Gesellschaft allgemein? Was kann jeder Einzelne tun?
    Das Problem ist allgemein ein Minderwertigkeitsgefühl und noch viel zentraler:
    Fehlendes Selbst-bewusst-sein.

    Wenn wir als Mensch mit Ansprüchen an uns selbst auf das Leben zugehen, Empathie fördern und wenn das nicht möglich ist: Menschlichkeit.
    Was muss sich ändern?
    Vielleicht sollte über den Verlust der Familie und der Tugenden reflektiert werden. Klar, dumpfe Moralpredigten sind recht seelenlos. Aber Gewisse Grundtugenden sollten vorhanden sein. Man kann andere nur so gut behandeln wie man sich selbst behandelt. Und wenn man andere aus der Liebe zu sich selbst ausklammert, kann man als Mensch nicht viel für sich selbst übrig haben.

    Zitat Zitat von Toepfchen Beitrag anzeigen
    also ich finde im grunde ist der gemobbte in irgendeiner art und weise selbst schuld das er die mobber dazu treibt...
    Es gibt keine Schuld.
    im menschen ist doch irgendwie drinne sich zu beweisen und andere schlecht zu machen um sich besser zu fühlen/sich darzustellen oder irgendwie so ähnlich...
    Man beweist SICH durch alles was man in der Welt tut. Grundsätzliche Misanthropie und Sadismus ist nichts universal Menschliches. Nur eine Persönlichkeit.
    nun wenn jemand selbstbewusst ist und dies auch zeigt.. egal wie man aussieht oder was für eine sprachstörung man hat... man wird respektiert... man wird wahrgenommen...
    nun gibt es halt die menschen die nicht wirklich sich beweisen können und unter den anderen gestellt werden da sie sich 'anfangs' nicht verteidigen und es am immer mehr und mehr ausartet... der mobber bekommt ja keine konter und kann deshalb unbehelligt weitermachen...
    Keine Ahnung Mann. Man könnte dich ja mal in ein Bootcamp schicken und wir sehen wie du dich bei den anderen behauptest.
    nun finde ich muss jeder selbst seinen 'rang' sich in der gesellschaft erarbeiten und verdienen...
    Bist du ein Hund oder so?
    das so viele leute wegschauen ist einfach der egoismus in einem mensch... jenachdem wie groß er ist denkt man sich "warum soll ich helfen, es gibt ja noch genug andere"... "was kümmert mich das"
    Nope, das hat andere psychologische Gründe. Keine Lust es dir nun zu beweisen. Aber Menschen sind prosoziale Wesen.


    Keine Lust den Rest zu lesen. Klingt als seist du selber ein Mobber und versuchst es zu rationalisieren. Oder du bist doof. Keine Ahnung. Zumindest ist was du schreibst nachweislich falsch.
    Geändert von Homunculus (25.04.2012 um 18:58 Uhr)
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  16. #12
    Fay
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Argh...
    Zitat Zitat von Fay Beitrag anzeigen
    Ich unterhielt mich mit Garniemand über irgendetwas und wir kamen auf Pfefferspray (zur möglichen Verteidigung). Ich erzählte, dass ich welches habe, einfach um das Gefühl zu haben, mich evtl. doch wehren zu können, wenn ich angegriffen werde, denn weglaufen kann ich aufgrund meines verletzten Beines ja nicht.
    Ich wurde ausgelacht. Die Vorstellung, dass ein Mensch, der an Krücken geht, körperlich angegriffen wird, ist 'lustig'.
    Dazu muss ich nun aber doch noch mal was sagen. Ich wurde natürlich nicht von Garniemand ausgelacht, sondern von einem anderen User!
    Das wollte ich doch noch gern klarstellen, damit hier nicht ein komplett falsches Bild entsteht, das ihm so gar nicht gerecht wird.

    Sorry! :|
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  17. #13
    Super-Moderator
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Ich fänd die Vorstellung, jemand auf Krücken würde angegriffen, befremdlich.
    Jedoch vertrete ich auch meist die Einstellung, nur gegen stärkere vorzugehen...
    Few of us can easily surrender our disbelief that society must somehow make sense.
    The thought that the state has lost its mind is intolerable.

    And so the evidence has to be denied.

  18. #14
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    Nun, sich physisch verteidigen können hilft natürlich. Wenn die Personen zum zweiten Mal mit verdrehtem Arm den Tisch küssen oder die letzte Warnung im Würgegriff direkt ins Ohr gesagt bekommen, flößt das auch eine Art Respekt ein.
    Doch das ist meist eine Präventivmaßnahme für bevor das Hänseln zum physischen Mobbing wird. Außerdem kann das auch einfach nicht jeder.

    Kampfsport/-kunst Unterricht ist eine Möglichkeit sich physisch und mental zu wehren. Ist aber kein Muss und sicherlich keine Musterlösung.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  19. #15
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    AW: Mobbing - Lösungswege (!?)

    ist vor allem dann keine musterlösung, wenn das mobbing grade auf ein körperliches defizit, sei es nun krücken/rollstuhl, mißgebildete hand, meinetwegen besonders kleine/dicke menschen abzielt oder ähnliches.
    bis man mit solchen vorraussetzungen zu entsprechenden gegenmaßnahmen in der lage ist, dauert es unter umständen sehr sehr lange.
    nur sind ddas gleichzeitig halt (leider) die perfekten opferrollen. sie bieten angriffsfläche, oftmals wenig direkte gegenwehr, und sind damit meistens sowieso irgendwie in einer außenseiterrolle.

    in dem falle ist die verbale begegnung oder hilfe von anderen eigentlich die einzige in halbwegs sinnvollem zeitrahmen praktikable lösung. nur wie genau das aussehen soll... keine ahnung.
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

 

 
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