1. #1
    Neuling
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    Adhs

    heyy kennt sich bei euch jemand aus mit ADHS oder so?
    Ich mein ich bin jetzt 19. Jahre alt, bisher hat man das bei mir noch nie untersucht. Doch bei meiner Mum ist jetzt eine Familienhilfe.. die meint das ich das hab.. Ich hab mir mal die Symptome angeschaut.. und da ist schon ziemlich viel auf mich zutreffend.. Ich hab auch das Problem das ich noch keine ausbildung gemacht hab.. weil sobald irgendne kleinigkeit nicht passt werf ich alles hin. . Ich hab auch übertrieben stimmungsschwankungen und so .. vorallem wenn ich allein bin schieb ich die ganze zeit depri laune ohne dazu eigentlich einen grund zu haben. Und wenn ich nicht genug aufmerksamkeit bekomm dann dreh ich richtig durch.. renn aufeinmal los kletter auf bäume schrei irgendnen bullshit durch die gegend.. ich hab wirklich das gefühl das mit mir nicht alles stimmt.. aber ich weis einfach nicht was.! Kann mir jemand helfen ?

  2. #2
    Fay
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    AW: Adhs

    Ich denke schon, dass dir jemand helfen kann.

    Geh zu deinem Arzt und schildere ihm deine Probleme. Er wird wissen wie du weiter vorgehen solltest.
    Es ist niemals gar nichts los.
    Gewöhnliche Augenblicke gibt es nicht.


  3. #3
    Super-Moderator
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    AW: Adhs

    geh erst einmal zum Arzt und lass Dich daraufhin untersuchen.
    Few of us can easily surrender our disbelief that society must somehow make sense.
    The thought that the state has lost its mind is intolerable.

    And so the evidence has to be denied.

  4. #4
    König
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    AW: Adhs

    Arzt ist eine gute Idee, eventuell eine professionelle psychologische Stütze. ADHS ist die Kultkrankheit der heutigen Psychiater. In wenigen Generationen wird wohl jeder Mensch daran "erkrankt" sein. Meiner Meinung nach ist ADHS nur eine Erscheinung, die halt die Konsequenz auf unsere heutige Lebensführung darstellt.
    Es ist toll, dass du dir bewusst bist, inwiefern dein Verhalten nicht unbedingt vorteilhaft geprägt ist. Versuche, dir stets bewusst zu sein, wann du "ADHS"-Symptome aufweist und versuche ggbf. selbst, dich zurechtzuweisen, denn schlussendlich liegt es (ohne doofe medikamentöse Behandlung) an dir, dich zu ändern, sodass du dich wohler fühlst.

    Natürlich gibt es auch reale Fälle der Krankheit ADHS, nur geht diese Diagnose den meisten viel zu leicht von der Zunge, sodass die Betroffenen unnötig mit Psychopharmaka vollgestopft werden, was nun ja wohl nicht das Gelbe vom Ei ist.

    Viel Glück, gute Besserung und auf eine strahlende Zukunft für dich!


  5. #5
    Gott
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    AW: Adhs

    ich wär auch für arzt...
    Das Leben ist immer nur so gut wie es sich anfühlt.

  6. #6
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    AW: Adhs

    Guten "Abend"!

    Erst einmal ein Wort zu BlackLight:
    Es stimmt, dass die Diagnose ADS/ADHS (ADS= Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom, ADHS= ADS mit Hyperaktivitäts-Störung) heutzutage vielen Laien, aber auch Allgemeinmedizinern recht schnell über die Lippen geht. Auch vermutet man schnell einmal diese Krankheit bei sich selbst, wenn man einige Symptome zu erkennen glaubt.

    Nichts desto trotz handelt es sich bei ADS/ADHS definitiv um eine Krankheit (auch wenn eben jene "Schnellschüsse" unter den Diagnosen schon fast eine Modeerscheinung daraus gemacht haben). Dabei geht es um ein chemisches Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn - bei Bedarf erkläre ich das auch gerne noch etwas näher.

    Das "Vollstopfen mit Psychopharmaka" ist übrigens eine, aber nicht die einzige Therapie-Möglichkeit. Zum entsprechenden Medikament kann ich gerne auch noch Infos geben, falls gewünscht. Auf jeden Fall sollte man Psychopharmaka nicht generell mit Abneigung begegnen - so großartig anders als andere Medikamente sind die auch nicht.


    ---
    Zum Thema:
    Nun, ich möchte mich nicht als Experten bezeichnen. Allerdings kenne ich mich recht gut mit dem Thema aus, da ich selbst an ADS erkrankt bin, mich im Zuge dessen intensiv damit beschäftigt habe und unter anderem auch eine Zeit lang in einer Klinik den Umgang mit der Krankheit sowie diverse Fakten darüber lernte.

    Wie schon gesagt, ist eine Diagnose von Laien recht schnell gestellt.
    In der Praxis ist das aber garnicht so einfach. Selbst meine Psychiaterin hat nach einigen Gesprächen und Tests erstmal nur eine tendenzielle Vermutung abgegeben und mich an Experten verwiesen, anstatt sich gleich auf ADS festzulegen.

    Die Familienhilfe bei deiner Mutter wird wahrscheinlich sozialpädagogisch geschult sein und eventuell auch schon Erfahrungen mit "ADS-Familien" haben. Mehr als ein erster Verdacht ist ihre Aussage allerdings nicht.

    Sich selbst über Symptome informieren ist auch oft so eine Sache... man neigt einfach dazu, das Schlimmste anzunehmen - gerade wenn man sowieso schon in einer schwierigen Situation steckt und eine schlechte Grund-Stimmung hat.

    Einiges von dem, was du beschreibst, geht in Richtung ADHS, kann allerdings auch zu anderen Krankheitsbildern passen (z. B. Dysthymie/depressive Verstimmung).

    Zitat Zitat von Naddline Beitrag anzeigen
    Und wenn ich nicht genug aufmerksamkeit bekomm dann dreh ich richtig durch..
    Zu diesem Punkt möchte ich allerdings sagen, dass ADHS nichts damit zu tun hat, dass man selbst Aufmerksamkeit braucht/bekommen möchte. Es bedeutet vielmehr, dass man nicht so gut in der Lage ist, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren und sich zu konzentrieren.

    Am besten bewahrst du also erstmal Ruhe.
    Als nächster Schritt stände dann ein Termin beim Psychiater (wäre bei ADHS wahrscheinlich sinnvoller als ein Psychologe) an - danach kannst du immer noch weitersehen.
    Falls du diesen Schritt (noch) nicht machen möchtest, kann ich dir auch gerne mal einen typischen ADHS-Test raussuchen - dieser kann aber auch nur eine Tendenz geben und keine definitive Aussage machen.

    Ich hoffe, dass ich erstmal ein wenig helfen konnte und beantworte natürlich gerne Fragen zum Thema, so es denn welche geben sollte.

    ---
    Freundliche Grüße
    Gnukuh

  7. #7
    König
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    AW: Adhs

    Zitat Zitat von Gnukuh Beitrag anzeigen
    Nichts desto trotz handelt es sich bei ADS/ADHS definitiv um eine Krankheit (auch wenn eben jene "Schnellschüsse" unter den Diagnosen schon fast eine Modeerscheinung daraus gemacht haben). Dabei geht es um ein chemisches Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn - bei Bedarf erkläre ich das auch gerne noch etwas näher.
    Ich habe meinen Post aus anderen Augen gelesen und habe gemerkt, dass dies zu kurz gekommen ist. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Natürlich bestreite ich nicht, dass ADS/ADHS eine ernstzunehmende, nicht gerade unernste, Krankheit ist. Weiterhin möchte ich gestehen, dass ich über nicht mehr als Halbwissen verfüge, was den hintergrund de Krankheit angeht. In diesem Sinne bitte ich dich, wenn es dir nichts ausmachen würde, mir vielleicht ein paar interessante Links, bzw. anderweitige Quellen angeben könntest. Natürlich kannst du auch selbst hier im Forum die Krankheit beschreiben, ich würde mich freuen.


    Das "Vollstopfen mit Psychopharmaka" ist übrigens eine, aber nicht die einzige Therapie-Möglichkeit. Zum entsprechenden Medikament kann ich gerne auch noch Infos geben, falls gewünscht. Auf jeden Fall sollte man Psychopharmaka nicht generell mit Abneigung begegnen - so großartig anders als andere Medikamente sind die auch nicht.
    Wie gesagt, auch darüber bräuchte ich mehr Informationen, um mitreden zu können. Ich bitte auch hier um Entschuldigung für meine negative Ausdrucksweise, ich gehe meist tatsächlich sofort ablehnend an Medikamente heran, was ich wohl mal ändern müsste.


  8. #8
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    AW: Adhs

    Also erstmal vorweg, bei mir wurde ADHS im Grundschulalter (vor ca. 14 Jahren) diagnostiziert, also noch vor der Zeit als es zu einer Modekrankheit wurde.

    In meinen Augen ist AD(H)S eine Krankheit der Gesellschaft und nicht des Kindes. Eltern haben keine Zeit und meisten auch keine Lust mehr auf ihre Kinder einzugehen und sich mit ihnen zu beschäftigen und Lehrer haben meist auch keine Lust und zusätzlich wegen überfüllter Klassen nichtmal die Möglichkeit auf das Kind einzugehen. Stattdessen wird das Kind lieber mit Drogen ruhiggestellt.

    Methylphenidat (der Wirkstoff in Ritalin und Concerta) hat sehr größe Ähnlichkeiten zu der allseitsbekannten Droge Speed. Auch die Wirkung überschneidet sich, bis auf den Bewegungsdrang der bei Speed gesteigert, bei Methylp. gehämmt wird.
    Methylp. blockiert die Wiederaufnahme von Dopamin und erhöht damit zum einen die Konzentration zum anderen stellt es die Kinder ruhig. Der Bewegungsdrang wird aber nicht neutralisiert sondern nur blockiert und wenn die Wirkung nachlässt sind die Kinder noch aktiver (typischer Rebound) werden aber ins Bett geschickt, da ja jetzt Schlafenszeit ist. Eine Möglichkeit seinen Bewegungsdrang abzubauen gibt es so garnicht mehr.

    Das man sich mit ADS nicht konzentrieren kann ist auch nur ein Mythos. Es kommt immer drauf an auf was man sich konzentrieren soll. Bei interesanntem Stoff können sich ADS'ler extrem konzentrieren (sog. Hyperfokus) und schnappt dabei jedes noch so kleine Detail auf (in meinem kompletten Bekanntenkreis habe ich das mit Abstand größte Allgemeinwissen). Aber ohne Motivation ist es schwer sich auf etwas zu konzentrieren.

    Ich habe selber nach der 7 Klasse Concerta abgesetzt und es hat definitiv nicht geschadet...
    Eltern müssen einfach lernen sich aktiv mit den Kindern zu beschäftigen und ihre Kinder zum lernen motivieren. Aber das kostet ja alles Zeit und die hat man heutzutage für die Kinder nicht mehr
    Geändert von tricks (04.08.2011 um 10:19 Uhr)



  9. #9
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    AW: Adhs

    Wenn Du ADHS hättest wüsstest Du es und die Menschen in deiner Umgebung auch. Da das jetzt erst zur Sprache kommt kann ich es mir nur schwer vorstellen. Vielleicht eine ganz leichte Form da würd ich mir nicht großartig Gedanken zu machen.

  10. #10
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    AW: Adhs

    @BlackLight
    Ach, eine Entschuldigung war jetzt eigentlich nicht nötig, trotzdem danke.
    Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt, sondern wollte eigentlich nur Informieren statt mich zu beschweren. (sorry, falls das falsch rübergekommen ist )

    ---
    Erstmal zu dem Thema, dass AD(H)S vor allem eine gesellschaftliche Erscheinung sei:
    Das möchte ich garnicht abstreiten. Wie schon gesagt, wird oft viel zu schnell diagnostiziert, wodurch auch schnell mal Leute (meist aufgedrehte Kinder) ohne eigentliche Erkrankung den AD(H)S-Stempel aufgedrückt bekommen.

    Bei Menschen, die nun tatsächlich AD(H)S haben, muss dieses nicht gleich negativ sein. Wenn das Umfeld stabil ist, sich die Eltern gut um ihr Kind kümmern und es in den Genuss einer guten Erziehung kommt, dann ist AD(H)S kein Hindernis für ein gutes Leben, sondern kann auch Chancen bieten:
    Z. B. sind AD(H)S'ler oft recht kreativ veranlagt, die Impulsivität - so man sie denn kontrollieren kann - kann durchaus auch ihre guten Seiten haben. Auch das von tricks erwähnte große Allgemeinwissen kommt des Öfteren vor - einfach weil man ersteinmal alle greifbaren Informationen nahezu ungefiltert aufsaugt. Auch das kann Fluch oder Segen sein: Einerseits bekommt man vieles mit, andererseits kann man sehr schwerer einfach mal abschalten.
    Ebenfalls von tricks erwähnt wurde das Hyperfokussieren: Ja, AD(H)S'ler können sich nicht generell schlecht konzentrieren (ich konnte mich z. B. sehr eingehend mit ADS befassen, schon bevor ich Medikamente nahm). Vieles hängt mit der Motivation (also der Impuls-Kontrolle) zusammen und so kann man denn auch in seinen "Fachgebieten" herausragende Leistungen erziehlen, sofern man rechtzeitig seine Stärken erkennt und das anfängliche Interesse nicht wieder erlischt.

    Leider sind heutzutage aber nicht überall die besten Voraussetzungen gegeben. Oft kommt die Erziehung zu kurz weil z. B. beide Elternteile voll arbeiten müssen. Oder die Eltern leben dem Kind ein unstrukturiertes Leben vor (gerade bei ADS ist eine gute Alltags-Struktur sehr wichtig) - sei es wegen Arbeitslosigkeit, zu viel Arbeit oder weil sie es selbst nicht anders kennen. Auch Lehrer können sich heutzutage weniger um die einzelnen Kinder kümmern, da Klassen immer größer und Lehrer-Stellen immer weniger werden. Sozialpädagogen an Schulen zur Unterstützung der Kinder abseits von Daten und Fakten gibt es nur sehr selten - und man könnte sicher noch wesentlich mehr aufzählen.

    AD(H)S ist definitiv als chemisches Ungleichgewicht im Gehirn (insbesondere Dopamin-Mangel) vorhanden. Zu einer wirklichen Krankheit wächst und gedeiht es aber erst auf dem Nährboden der heutigen Gesellschaft.

    (Die biologischen Voraussetzungen sollen nur ca. 50 % des Krankheitsbildes ausmachen.)

    Solange ein guter Umgang mit der AD(H)S da ist (egal ob man nun weiß, dass man es hat oder nicht) kann sie eher als Charakter-Eigenschaft angesehen werden und muss nicht zwingend behandelt werden.

    Eine wirkliche, behandlungsbedürftige Krankheit wird aus AD(H)S erst, wenn sich bei dem Betroffenen ein Leidensdruck einstellt, also wenn er von den Symptomen behindert und gequält wird. Auch von medizinischer Seite wird erst bei einer starken Symptomatik von einer "Störung" (also einer psychologischen Erkrankung) gesprochen.

    Welche Behandlungsmöglichkeit dann die Richtige ist, sollte von der Stärke der Symptome, aber auch von der Stärke der dadurch entstandenen Einschränkungen sowie den individuellen Lebensumständen abhängig gemacht werden.

    Manchmal helfen die Tabletten (Methylphenidat), manchmal eine andere Ernährung (welche ja auch einen gewissen Einfluss auf die Funktionen des Gehirns hat), manchmal eine Therapie und oftmals eine Kombination.

    ---
    Zu den Medikamenten:
    Ich selbst stehe der häufigen Einnahme von Pillen auch eher kritisch gegenüber, versuche z. B. Schmerzmittel nur zu nehmen, wenn es unbedingt sein muss und nehme mein ADS-Medikament (auch ein Methylphenidat-Präparat) eher nach Bedarf und nicht durchgehend.

    Was nun den Vergleich mit Speed angeht, kann ich nicht ganz mitreden, da ich mich mit Speed schlichtweg nicht auskenne.

    Zu Methylphenidat kann ich allerdings sagen, dass es meines Wissens nicht generell den Bewegungsdrang hemmt oder gar jemanden "ruhig stellt". Als Beruhigungsmittel wie z. B. Promethazin ist es jedenfalls nicht anzusehen.

    Mit dem Aspekt der Hyperaktivität kenne ich mich nicht so gut aus, glaube aber, dass die beruhigende Wirkung bei ADHS-Patienten in erster Linie mit der regulierteren Impuls-Steuerung zusammenhängt.

    In meinem Fall (ADS ohne Hyperaktivität) ist z. B. keine beruhigende Wirkung vorhanden - außer vielleicht, dass mir nicht zu jeder Kleinigkeit gleich diverse Gedanken durch den Kopf schießen, sondern alles etwas geordneter abläuft (was aber wohl schon wieder eher der Konzentrations-Steigerung zuzuordnen ist). Ansonsten fühle ich mich eher etwas wacher - oder wie ein Arzt sagte "es macht ein bisschen munter".

    Wenn nun jemand ohne jegliche AD(H)S-Symptomatik Methylphenidat einnehmen würde, dann würde es sogar wie ein Aufputschmittel wirken und u. A. den Bewegungsdrang steigern. Aus diesem Grunde unterliegt es auch als Amphetamin-ähnliche Substanz dem Betäubungsmittelgesetz.

    Außerdem gibt es noch zwei wichtige Unterschiede zu Drogen:

    Erstens macht Methylphenidat nicht körperlich abhängig. Wenn man es absetzt gibt es keinen Entzug oder Ähnliches - die alten Symptome kommen wieder zurück und das war's.
    Vor allem hierauf ist - laut damaliger Aussage meiner Klinik-Ärzte - auch der von tricks erwähnte "Rebound" unmittelbar nach Nachlassen der Wirkung einer Dosis zurückzuführen:
    Die alten Symptome kommen wieder zurück, nachdem man den Tag über komplett ohne sie gelebt hat und "erschlagen" einen förmlich. Sie kommen einem dadurch stärker vor als vorher, was aber meistens nicht der Fall ist.

    Zweitens ist eine Änderung der Dosis oftmals nicht oder nur einmal nötig (auch dies ist wieder vom Alter abhängig - bei Kindern verändert sich einfach noch mehr, sodass hier eher der Bedarf besteht, nach der ersten "Einstellung" die Höhe der Dosis später noch einmal anzupassen).

    Dadurch, dass es relativ unkompliziert wieder abgesetzt werden kann, wird Methylphenidat auch gerne übergangsweise eingesetzt: Während der Zeit unter Medikamenten-Einfluss lernt der Patient den Umgang mit seiner Krankheit im Alltag und kann danach idealerweise auch ohne Medikamente prima leben. Dies klappt natürlich meist besser, je eher AD(H)S festgestellt wurde, da in jungen Jahren das Verhalten noch nicht so festgefahren ist und über die Erziehung auch noch einiges erreicht werden kann.
    ---

    So, BlackLight hat sich interessante Quellen gewünscht^^:

    Mir persönlich hat zu Beginn "Das ADS-Erwachsenen-Buch" recht gut geholfen, da hier die Informationen auch für Laien verständlich aufbereitet sind.

    Eine gute Anlaufstelle im Netz, sowohl für Betroffene als auch um sich zu informieren, ist:
    ADHS-Deutschland e.V.

    Den Großteil an Informationen habe ich allerdings aus eigener Erfahrung und direkt von Ärzten. Ich kann gerne Fragen beantworten und schreiben, was mir gerade einfällt. Das ganze Thema ist aber einfach zu komplex und umfangreich um alles aufzuschreiben.

    ---
    Zitat Zitat von BarneyStinson Beitrag anzeigen
    Wenn Du ADHS hättest wüsstest Du es und die Menschen in deiner Umgebung auch. Da das jetzt erst zur Sprache kommt kann ich es mir nur schwer vorstellen.
    Bei mir wurde ADS erst sehr spät festgestellt - und das obwohl ich mit 14 schon einmal bei einem Kinder- und Jugendpsychologen in Behandlung war.
    Selbst für Ärzte - Allgemeinmediziner und auch Psychologen - ist die Diagnose nicht leicht. Wie ich schon schrieb, hat selbst meine Psychologin erst einmal nur einen Verdacht geäußert und mich an AD(H)S-Spezialisten verwiesen.
    Das ist mir allerdings immer noch viel lieber, als wenn einem gleich der nächstbeste Quacksalber einen Stempel aufdrückt, Pillen verschreibt und den Fall abhakt.

    ---
    Freundliche Grüße
    Gnukuh

  11. #11
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    AW: Adhs

    heutzutage wird eh viel zu schnell eine diagnose gestellt. ein bekannter hatte 12 jahre adhs und jetz hat er plötzlich asperger

  12. #12
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    AW: Adhs

    geh doch zu einem arzt der kann dir sicher helfen
    Sky is the limit - Wer weiß, wo der Himmel beginnt?

  13. #13
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    AW: Adhs

    Am besten eine Beratung seitens eines Arztes... Die Symptome sind ja nicht wirklich eindeutig.

    Zitat Zitat von tricks Beitrag anzeigen
    Methylphenidat (der Wirkstoff in Ritalin und Concerta) hat sehr größe Ähnlichkeiten zu der allseitsbekannten Droge Speed. Auch die Wirkung überschneidet sich, bis auf den Bewegungsdrang der bei Speed gesteigert, bei Methylp. gehämmt wird.
    Speed? Äääähhhh... Definiere Speed.
    Kommt auf die Person an... aber Methylphenidat insufliert ist definitiv viel näher im Effekt an Koks dran als an Amphetaminen.
    Zitat Zitat von Mrpresident Beitrag anzeigen
    Das ist sowieso nur soeine beknackte Idee von den Kommunisten.

  14. #14
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    AW: Adhs

    Zitat Zitat von Schemen Beitrag anzeigen
    Speed? Äääähhhh... Definiere Speed.
    Kommt auf die Person an... aber Methylphenidat insufliert ist definitiv viel näher im Effekt an Koks dran als an Amphetaminen.
    Methylphenidat ist ein Amphetaminderivat und hat u.a. Ähnlichkeiten zu Amphetaminen(Speed), Methamphetaminen (Crystal) und MDMA (Ecstasy)

    In den USA wird auch direkt (Dextro)-Amphetamin (unter dem Namen Adderall) als ADS-Medikament genommen ... eben wegen der ähnlichen Wirkungsweise



  15. #15
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    AW: Adhs

    Zitat Zitat von tricks Beitrag anzeigen
    Methylphenidat ist ein Amphetaminderivat und hat u.a. Ähnlichkeiten zu Amphetaminen(Speed), Methamphetaminen (Crystal) und MDMA (Ecstasy)
    *lächelt* Ich spreche nicht von chemischen Ähnlichkeiten... glaub mir die sind mir bewusst. Ich meinte die Wirkung. Und die ist fast ident mit Koks. Mit MDMA würd ichs eher weniger vergleichen... viel weniger das Euphorie Gefühl als vielmehr der Koks/Amphetamin Rush. Und Meth ist auch iwie anders... mehr wie... ne Tonne Koffein.
    Nicht jedes tweaken ist gleich (:
    Und btw. wiedermal: Speed kann genausogut Meth sein... istn allgemeiner Name für die Amphetamin Klasse...
    Aber klar ja es hat Ähnlichkeiten mit allen Stimulanten. Weils einer is...
    Zitat Zitat von Mrpresident Beitrag anzeigen
    Das ist sowieso nur soeine beknackte Idee von den Kommunisten.

 

 
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