1. #1
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    Vater bei der Stasi

    Nabend,
    habe von Freunden erfahren, dass mein Vater "angeblich" mal etwas mit der Stasi zu tun hatte. Nachdem ich auf 2 Listen mit ehemaligen inoffiziellen Mitarbeitern mal interessehalber geschaut habe, man kann es sich denken, genau die Daten meines Vaters bei beiden Listen und ein Gehalt über 8000 DM. Nun wusste ich nichts davon. Viele andere (z.B. mein Bruder) wissen ebenfalls nichts davon. Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht genau was ich damit anfangen soll. Freilich renne ich nicht draußen rum und schreie es raus, aber würdet ihr mit euren Vater darüber reden wenn ihr sowas erfahrt, es vielleicht noch z.b. den Bruder erzählen oder Geschichte Geschichte sein lassen und das ganze bis Freitag abend aufschieben und mit viel Alkohol verdrängen bzw. ohne Drogen einfach weiter verschweigen?
    Grüße,
    Noerdfreak

  2. #2
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    AW: Vater bei der Stasi

    Wenn du den Drang verspührst darüber zu reden, dann mach es doch.
    Wobei ich jetzt nicht deinen Vater kennen und wie der auf sowas reagieren würde.
    Aber verschweigen, obwohl man drüber sprechen mag, wäre falsch. Das frisst einen nur innerlich auf.

  3. #3
    Kaiser
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    AW: Vater bei der Stasi

    ...geht nix über klare Worte. Alkohol und Drogen hingegen waren schon immer schlechte Ratgeber.
    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten (Albert Einstein)
    Die Ewigkeit dauert ganz schön lang, vor allem wenn es dem Ende zugeht (Woody Allan)

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  5. #4
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    AW: Vater bei der Stasi

    Hallo nordfreak.

    Ich kann verstehen, dass das ganze jetzt ein Schock für dich ist. Man muss es allerdings im historischen Kontext sehen. An deiner Stelle würde ich versuchen, offen mit ihm zu reden. Er ist nicht der einzige IM, den das MfS angeheurt hat. Mindestens 150'000 inoffizielle Mitarbeiter beschäftigte die Stasi 1989. Schätzungen gehen sogar bis über die 200'000. Dein Vater ist damit einer unter vielen, wenn man das auf die 16 Millionen Einwohner der DDR hochrechnet. Jeder IM hat da seine eigene Geschichte, und nur, weil er IM war, heißt das nicht, dass er ein schlechter Mensch war. IM waren auch nur Kinder ihrer Zeit, die gewissermaßen entweder aus egoistischen, menschlichen Interessen gehandel haben, aus Überzeugung, durch Propaganda oder aus Zwang, teilweise sogar unbewusst - was allerdings durch die Entlohnung von 8000 Mark, was damals eine gehörige Menge Geld war, unwahrscheinlich erscheint.
    Trotzdem, hab keine Scheu. Er ist trotzdem dein Vater und er wird dir dann sicherlich auch offen sagen, ob dein Verdacht stimmt und falls ja, wie es dazu gekommen ist.
    Things are so different now you're gone, I thought it'd be easy, I was wrong, and now I'm caught in the middle.

    Dieser User vergibt die "Danke"-Funktion inflationär.
    Ich mag Hunde und Katzen gleich doll. <- das war Carlie. Danke Carl.

  6. #5
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    AW: Vater bei der Stasi

    Sei doch stolz auf ihn.




  7. Diese Benutzer bedanken sich bei eXTA für diesen Beitrag:

    Hutch (03.02.2018)

  8. #6
    Trophäensammler
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    AW: Vater bei der Stasi

    also mein vater ist jetzt 63jahre. weißt du was er zu mir sagte, als ich ihn fragte ob er nicht in seine stasiakte schauen will? "Nein - ich möchte nicht wissen wer mich bespitzelt hat. Das könnten deine besten Freunde gewesen sein, ohne dass du es ansatzweise mitbekommen hast. Diese Zeit ist vorbei. Ich will es einfach garnicht wissen wer, wie, wo, wann, was mitgehört hat."

    Und damit dürfte ziemlich klar sein, dass es völlig egal ist wer in der Stasi war und wer nicht. Die Zeiten sind einfach vorbei, in denen es relevant war.
    Hugo der Troll findet dich trotzdem toll.

  9. Diese 3 Benutzer bedanken sich bei Klappspaten95 für diesen Beitrag:

    Hutch (03.02.2018), Musashi (03.02.2018), Panda2001 (03.02.2018)

  10. #7
    Kaiser
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    AW: Vater bei der Stasi

    Jedes Land hat nen Geheimdienst und nach 29 Jahren (oder so) muss es auch mal gut sein !
    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten (Albert Einstein)
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  11. #8
    Super-Moderator
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    AW: Vater bei der Stasi

    Heutzutage wäre man stolz, wenn sein Vater beim BfV/BND/MADarbeitet.. aber das schrieb ich ja oben schon




  12. #9
    Nachwuchsspammer
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    AW: Vater bei der Stasi

    Wo hat dein Vater dann damals gewohnt? In der DDR oder in der BRD. Ich frag weils du 8000 DM geschrieben hast. DM gabs nur im westen. Vielleicht wars aber ein Schreibfehler.
    In der DDR gabs viele die nicht ganz freiwillig bei der Stasi waren. Du kannst ihn fragen aber vielleicht will er nicht drüber reden.
    Das kann aber viele Gründe haben. Nach dem 2. Weltkrieg wollten viele die dabei waren auch nicht drüber reden obwohl sie da nichts gemacht haben was nicht alle Soldaten machen.

    Du kann jedenfalls nicht dafür und solltest so weiterleben wie bisher. Von zuviel Alk und von Drogen las besser die Finger!
    Geändert von collinsfan (04.02.2018 um 11:05 Uhr)

  13. #10
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    AW: Vater bei der Stasi

    ach, kann man die listen einfach so einsehen, womöglich auch noch übers internet?
    rmv.de

    -- Verbindung liegt in der Vergangenheit --
    lliam finde ich gut

  14. #11
    Kaiser
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    AW: Vater bei der Stasi

    Zitat Zitat von lliam Beitrag anzeigen
    ach, kann man die listen einfach so einsehen, womöglich auch noch übers internet?
    Nee, kannste net. Meine Eltern haben die über so eine Stasi-Unterlagen-Behörde (steht im www) angefordert. Nach drei Jahren, oder so haben die Post bekommen und denen wurde mitgeteilt das es nur eine belanglose Karteikarte gäbe.
    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten (Albert Einstein)
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  15. #12
    Gott
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    AW: Vater bei der Stasi

    Mein Opa war im zweiten Weltkrieg und mein Vater bereut es bis heute noch, dass er nie mit ihm über den Krieg geredet hat. Nie die Hintergründe erfragt etc ... von daher, rede mit deinem Vater darüber, solange du noch kannst. Irgendwann bereust du es, es nicht getan zu haben.
    Es kommt nicht darauf an wie man geboren wird. Was man mit dem Geschenk des Lebens anfängt macht einen zu dem was man ist

  16. Diese Benutzer bedanken sich bei Toms für diesen Beitrag:

    Hutch (11.02.2018)

  17. #13
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    AW: Vater bei der Stasi

    Mit den Generationen schwindet auch das Verständnis für die Ausgangslage. Mein Uropa war im 2. Weltkrieg scheinbar ein hoher SS Offizier in Warschau .. mein Opa wollte nie darüber reden, das einzige was er erzählte war, dass er zur Totenkopfdivision gehörte.
    So nun 3 Generationen weiter interessiert es uns natürlich sehr zu wissen, was da so passiert ist, wo wir herkommen und warum unsere Familie flüchten musste. Allerdings hat die Schwester von meinem Opa keinerlei Interesse darüber mit uns zu reden, sie musste wegen ihm fliehen und hasst ihren Vater dafür.

    Wir kommen bis heute nicht an die Akten ran, da unter Verschluss, weil wegen Kriegsverbrecher, der untergetaucht ist ...

    Was ich damit sagen wollte? Wenn dein Vater dir etwas darüber erzählt, dann wäre es wahrscheinlich deine einzige Möglichkeit etwas darüber zu erfahren. Allerdings könnte es ein sensibles Thema sein, worüber er nicht sprechen möchte
    Ich würde es mal versuchen mit, bisschen über Stasi reden und gucken worauf er eingeht.
    Zitat Zitat von GC_Skat00n über Bones Penis
    Was hast n du für'n Schlorden? :-D Wenn du deiner Perle mal die Nudel an die Backe haust, hat sie bestimmt 'ne Gehirnerschütterung xDD

    ♥ - allerliebste Vampirbraut mit äußerst gutem Gespür für Menschen.


  18. #14
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    AW: Vater bei der Stasi

    Also ich würde ihn ansprechen dadrauf u was da dann bei rauskommt, siehste ja. Immerhin war er ja quasi ein damaliger Kollege unserer Bundeskanzlerin,der IM Erika des MfS.
    "Dadinedum,wieso weshalb warum,wer nicht fragt, bleibt dumm" (Sesamstraße-Song,der mich sehr prägte)
    Wenn Du tot bist, weisst Du ja nicht, das Du tot bist, weil Gehirn ist ausser Funktion.
    Es ist dann halt nur schwer für die Anderen!
    Genau so isses, wenn Du dumm bist!

  19. #15
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    AW: Vater bei der Stasi

    Zitat Zitat von ines112 Beitrag anzeigen
    "Dadinedum,wieso weshalb warum,wer nicht fragt, bleibt dumm" (Sesamstraße-Song,der mich sehr prägte)
    Oh ja Ist so einfach formuliert, aber trifft den Nagel auf den Kopf

  20. Diese Benutzer bedanken sich bei Nius für diesen Beitrag:

    ines112 (06.04.2018)

 

 

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