1. #1
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    The same procedure as every year, James.

    Schönen guten Abend zusammen,
    wobei, "schön" ist Ansichtssache. Der Grund, warum ich um die Uhrzeit noch am PC sitze und euch eine wall of text vorsetze, ist weit weniger schön für mich, als meine Standardgrußformel es vermuten lassen würde.
    Vielleicht wird es für den ein oder anderen etwas verwirrend, zwischenzeitlich sind es auch nur aneinandergereihte Gedanken. Wer darauf eingehen will, kann es gerne machen, wer es nicht will, kann es lassen. Falls danach noch Fragen bestehen, können die gerne gestellt werden.
    Ich weiß auch jetzt schon, dass Standardantworten wie "Such dir neue Freunde!", "Such dir Hobbys!", "Geh raus und mach was!", etc. kommen werden, genauso wie Leute, die mir freundlich in den Arsch treten wollen. Ich weiß allerdings nicht, ob es was bringt. Hobbys hab ich genug, ich hab auch gute Freunde. Ich bin auch draußen unterwegs. Ergänzungen weiter unten und in den verlinkten Threads.

    Aber zum Thema:
    Wie der aufmerksame Leser im Verlauf der letzten drei bis vier Jahre mitbekommen haben könnte, hab ich mehrere kleine Wehwehchen, über die ich mich bereits in aller Ausführlichkeit hier ausgelassen habe
    (http://www.meet-teens.de/alles-rund-...93-a-loch.html (A****loch)
    http://www.meet-teens.de/problemforu...s-versaut.html (Alles versaut...)
    http://www.meet-teens.de/liebe-gef-h...rigkeiten.html (Gefühlsgewusel und Kommunikationsschwierigkeiten)).
    Ich bin mir zwar fast sicher, dass da noch ein anderer Thread war, aber die drei hier ergeben ein recht brauchbares Bild von dem, was bisher so alles vorgefallen ist.
    Die verschiedenen dort genannten Dinge sind mit die Gründe, warum ich mich hier angemeldet hatte und immer noch aktiv bin (wer meinen ersten Post findet, bekommt einen Keks).

    Das wirklich Unschöne ist:
    Die Probleme sind mehr oder weniger immer noch aktuell, obwohl zwischen dem ersten Thread und heute beinahe vier Jahre liegen. Gut, gewisse Dinge haben sich verändert, beispielsweise sind die Berührungsängste weniger geworden, aber unangenehm ist es mir in diversen Situationen trotzdem. Der Rest lässt sich aus Thread 2 entnehmen, der stimmt noch so halbwegs.
    Auf der anderen Seite habe ich mittlerweile eine gewisse Basis an Selbstbewusstsein aufgebaut, beziehungsweise, ich kann es recht gut vortäuschen. Sonst wäre mein Schreibstil auch etwas anders.

    Der konkrete Anlass, warum ich mich an euch wende, liegt allerdings noch weiter zurück.
    Schon als Kleinkind hab ich mir, laut den Berichten von meiner Mama, ein- oder sogar mehrmals ein Messer an den Hals gehalten. 2006-2007, nach einer Krankheit, hab ich sie aufgefordert, mich umzubringen, und das konstant über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr. Und heute? Spiele ich wieder mit dem Gedanken.
    Trotz allem will ich mich hier von selbstverletzendem Verhalten, zumindest physischer Art, distanzieren. Es ist bei mir noch nie vorgekommen.

    Mir fällt es nicht leicht, das zu schreiben, ich hab mich bisher auch niemandem so ganz anvertrauen können. Mir ist durchaus bewusst, dass in meinem Fall eine Anonymität nur noch in Grundzügen existiert, dafür kennen mich hier zu viele Leute.
    Mir stellt sich gerade deshalb die Frage, warum ich das mache.
    Die einzige Person, mit der ich mich momentan teilweise auf der Ebene unterhalten kann, ist eine Freundin mit noch übleren Erfahrungen, auf die ich hier allerdings nicht weiter eingehen will. Dafür bin ich zu bekannt und mir ist ihre Privatsphäre wichtig.

    Also, warum mache ich das? Warum schreibe ich das hier, statt mit jemandem darüber zu reden? Ich hab Angst.
    Angst vor dem was kommt, und vor dem was ist.
    Seit mehreren Jahren verkrieche ich mich, hab die Schule gehasst, hab die meisten meiner Klassenkameraden für ihre gnadenlose Dummheit und Naivität gehasst, und jetzt hasse ich mein Studium. Ich fühle mich in einer Struktur gefangen, die ich nicht durchbrechen kann, und fühle mich mehr oder minder abgeschottet.
    Es gibt Momente, Situationen, Tage, eigentlich sogar recht häufig, in denen mir die "Außenwelt" Spaß macht.
    Aber das kann sich von einer Sekunde auf die andere ändern. Dann bin ich wieder melancholisch, sitze in der Gegend herum, es fehlt wie sonst die Perspektive, nur dass ich es dann bewusst wahrnehme.

    Wie gesagt, es fehlt mir die Perspektive und ein Bindeglied, und das schon seit Jahren. Ich weiß nicht was ich machen soll, und es wird momentan jeden Tag schlimmer, jeden Tag geht es einen Schritt weiter in die falsche Richtung, wie es manche nennen würden. Aber es gibt hier kein richtig und falsch, sondern nur Entscheidungen, die den Rest vom Weg vorbereiten, erschweren, oder an den Abgrund führen. Die Frage ist nur, wie wirkt sich was aus?

    Ich bin kein fröhlicher Mensch, ich lebe nur von Masken.
    Masken, die von einer heilen Welt erzählen und die etwas rebellische, nicht gesellschafskonforme Person zeigen, als die mich die meisten Leute kennen.

    Der Thread ist als Ergänzung zu den bisherigen gedacht, und baut darauf auf. Keiner beschreibt alleine die aktuelle Situation, und in ihrer Gesamtheit unterscheiden sich gewisse Aspekte.

    Aber eine Tatsache ist, dass sich entweder etwas ändern muss, oder die Geschichte zuende geht.
    Die Änderungen haben sich bisher als Blockaden und Einbahnstraßen herausgestellt, und jede geplante Verbesserung hat sich zum Gegenteil gedreht, zumindest langfristig.

    Mir fehlt einfach die Perspektive, die bisher noch teilweise vorhanden war, und der Zustand ist auf Dauer unerträglich.

    Cheers.
    Geändert von klugscheisser (14.04.2014 um 17:22 Uhr)

  2. #2
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    AW: The same procedure as every year, James.

    http://www.meet-teens.de/alles-rund-...ml#post1061447 (Mögt ihr Jungs, die gut in der Schule sind?)
    Gibts jetzt nen Keks? hab jedenfalls nichts älteres gefunden.
    Ansonsten... wow, bei den ganz alten Threads kommt ja Melancholie hoch, wer damals alles so geschrieben hat...

    Ähm, ja, aber eigentlich, ohne jetzt komplett alles aus den letzten Threads zu lesen und mit miesem Gedächtnis (habs aber überflogen^^) entsteht in mir son bisschen das bild von jemandem, der einen guten teil meiner Probleme und Schwierigkeiten hat, zwar nicht alle, aber dafür noch ne handvoll heftigere dazu, bzw. die, die da sind zum teil in ausgeprägterer form.
    Probleme mit Menschenmengen, innerer Schweinehund und alles, was als mehr oder weniger stark ausgeprägte "Schüchternheit" oder auch mehr zählen kann.

    Zumindest die Teile kommen mir sehr bekannt vor, und für mich macht es das ganze nun vor allem dadurch interessant, das es bei dir scheinbar schlimmer, und bei mir besser geworden ist, obwohl die grundvorraussetzungen zumindest ähnlich sind/waren, jedenfalls von der art her. nur bei dir halt in etwa so schlimm, wie bei mir zur schlimmsten zeit, und da wusste ich immernoch, das der Zivi irgendwann vorbei ist und ich dann durch bin. sowas gibts für dich nicht, und genau das ist das Hauptproblem, hab ich das soweit richtig verstanden?

    nun stellen sich mir dadurch mehrere fragen, manche direkt darauf bezogen, manche nicht so richtig..
    1. ist deine freundin in einem der vorgängerthreads erwähnt? wenn ich mich recht entsinne gabs da nie so richtig ne auflösung zu, oder?
    2. hat sich mit deiner freundin nichts verändert? Freundin + neues Hobby (im Sinne von "Feuer" allgemein) war bei mir so ungefähr die einschneidenste Veränderung überhaupt, mehr als schulabschluss, volljährigkeit, studium, auszug von den eltern etc. zusammen. Daher ist für mich jetzt, grade wenn es um solche dinge wie Berührungsängste (ok, hast du gesagt sind weniger geworden) und Zukunftsperspektiven geht.
    3. "verkrieche ich mich" und "fühle mich abgeschottet" quasi direkt hinternander. das ist spannend, denn was war zuerst da? du willst dich zurückziehen, keinen an dich ranlassen, und gleichzeitig kannst du die "Einsamkeit" auch nicht ab. zwei wünsche, die nunmal wirklich nicht miteinander vereinbar sind, zumindest nicht, wenn sie sich auf das gleiche beziehen. also... was genau meinst du damit? wovor genau verkriechst du dich, und wovon genau fühlst du dich abgeschottet? wahrscheinlich ist sich beides sehr ähnlich, aber wenn du es schaffst unterschiede zu finden, besteht vllt. auch die möglichkeit das eine vom anderen zu trennen, zumindest teilweise.

    Ok, Perspektive... was möchtest du in deinem Leben einmal erreichen? Was muss bis zum Ende deines Lebens passiert sein, damit du zufrieden bist, damit du sagen kannst "insgesamt bin ich zufrieden".
    Und was kannst du tun, um das zu erreichen?
    Ich denke, jeder hat auf seine Weise einen gewissen Sinn im Leben, oder auch nur Lebensabschnitt. Wahrscheinlich jeder einen anderen, und über das reine "Arterhaltung" sind wir in vielen Aspekten hinaus, aber dennoch. Ich will damit nicht sagen, das es sowas wie Schicksal gibt (dann könnte ich mir einen guten Teil meines Studiums sparen^^), oder das wir diesen Sinn von irgendeinem göttlichen Wesen zugeteilt bekommen oder so... es ist vielmehr so, das jeder Mensch allein durch seine Existenz andere Menschen, und im Prinzip seine gesamte Umgebung, die gesamte Welt, das gesamte Universum beeinflusst. Außer seinem näheren Umfeld nichts bewusst, und nicht grade stark, aber trotzdem. Und ich hab zumindest die vage Idee, das es doch schön wäre wenn dieser Einfluss zumindest insgesamt positiv ist, wer auch immer das auf welche weise auch immer beurteilen will.
    Weils mir aber viel zu anstrengend ist, die ganze Zeit darauf zu achten, und es mir beim großteil der Menscheit eig. auch egal ist, was die direk über mich denken, beschränkt sich meine aktivität was das angeht hauptsächlich auf etwas, womit man mich vor 1-2 Jahrhunderten noch "Gentleman" genannt hätte (wenn auch nicht immer und optisch erst recht nicht^^), und als eigentliches, wirklich großes Ziel, als "Aufgabe", das meine Freundin möglichst glücklich wird. Etwas naheliegendes, worauf ich direkten Einfluss habe, und gleichzeitig eine enorme Motivation mich selbst zu verbessern und zB. meinem dreiköpfigen, feuerspuckendem inneren Wildschweinwolf zumindest gelegentlich nen Chloroformball zuzuwerfen. Und da ich da scheinbar recht empathisch veranlagt bin, hats auch noch den selbstsüchtigen effekt, das ich dadurch auch glücklich werd. oder zumindest glücklicher. (Naja, und nebenbei poste ich dann noch in solchen Threads, vllt. bringts ja auch was)

    Also... was könnte für dich ein Ziel, einen Antrieb darstellen? Irgendwas, völlig egal, ob du pokemonmäßig ganz egoistisch sagst, du willst der allerbeste sein (worin auch immer), ob du eine beliebige religion zu rate ziehst (oder eine erfindest), ob dein ziel materiell, spirituell oder auch eine fähigkeit ist, jeder mensch ist auf irgendeine weise unzufrieden.
    das liegt quasi in der menschlichen natur, wenns das nicht gäbe, gäbe es keine entwicklung.
    also: womit bist du unzufrieden? und gibts irgendwas, sei es noch so klein, das du daran ändern kannst?
    Ich weiß, ist mit sonem inneren Hund nicht grade leicht, dann auch etwas zu tun, aber: sowohl nichtstun, als auch etwas tun sind gewöhnung. ich würde mich als einen der faulsten menschen, die ich kenne bezeichnen, aber trotzdem bin ich seit über nem jahr keine rolltreppe und keinen fahrstuhl mehr getragen, wenn eine treppe vorhanden war. trotz regelmäßig uni überm 5. stockwerk. hab damit angefangen, weil ichs eilig hatte und die rolltreppen am bahnhof immer überfüllt sind. dann hab ich gemerkt, das 1-2 stockwerke ja zu fuß oft schneller geht, als auf den fahrstuhl zu warten. und irgendwie wurde es mit den wochen immer einfacher und schneller, und der Gedanke "hm, ob ich lange auf den fahrstuhl warten müsste" taucht schon garnicht mehr auf. Ich lauf neben leeren Rolltreppen her, selbst wenn ichs eilig hab und die schneller wären. Einfach weil ich mich dran gewöhnt hab. Such dir auch etwas kleines, etwas, bei dem dein Schweinehund zwar mit den Ohren zuckt und vllt. auch knurrt, aber dich das grade noch machen lässt. dann tu es so lange, bis es den Hund nichtmehr interessiert. Und nehm die nächste Stufe in angriff.

    Aber wirklich, in der Hauptsache:
    Überleg dir, womit du unzufrieden bist. Das dürfte ne ganze Menge sein, pick dir etwas davon raus, was nicht zu abstrakt und kein Naturgesetz ist ("Schwerkraft" wäre ähnlich ungeeignet wie "manche leute tragen lila kleidung"), und dann überleg dir, was die kleinstmögliche einflussnahme deinerseits darauf ist. und dann mach das. ohne jetzt skys arschtritt-motivation nutzen zu wollen... versuchs. deswegen ja was ganz kleines


    So, Frühstück vorbei, ich muss mich noch hinter Unikram klemmen, oder zumindest in der Sonne Poi spielen... vllt. hab ich ja zumindest nen Denkanstoß gegeben.
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

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    Limetree (14.04.2014)

  4. #3
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Zu Thread 1: Ich finde, du siehst gut aus. Hab nur leider keine Ahnung, wie du normalerweise nach außen hin wirkst.

    Zu Thread 2: Komisch, hab nie gehört, dass jemand damit auch Probleme hat.^^ Früher musste ich da auch immer wegschauen...mittlerweile geht's.

    Zu Thread 3: Hat sich ja erledigt, nicht wahr?

    Insgesamt sieht es wohl immernoch so aus, als würden dir die Kontakte zu manchen so wichtig sein, dass du nicht bemerkst, dass es vielleicht umgekehrt nicht ganz so aussieht?
    Und zu deiner Schüchternheit...ich würd einfach mal behaupten, ich bin noch schlimmer.^^

    Ach und was sind deine Hobbys? Im Chat hattest du dich doch mal beklagt, glaube ich. Ist es nun nur der Motorsport und das Bauen von dem Fahrzeug oder noch mehr?

    Dann...was studierst du und wieso, was erhoffst du dir davon? IT, war es das?

    Hmm und da Garniemand schon so viel und Gutes geschrieben hat... soll das wohl erstmal reichen.
    Wer an Telekinese glaubt, der hebe bitte meine Hand.



  5. #4
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Danke für eure Antworten, ich werd am besten Abschnittsweise drauf eingehen. Ist einfach einfacher.
    Problem dabei ist, dass meine Reaktion heute Abend, in einer Stunde, oder 5 Minuten später auch ganz anders sein könnte. Aber ich versuche mein bestes.


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    http://www.meet-teens.de/alles-rund-um-m-dchen/29703-m-gt-jungs-gut-schule-2.html#post1061447
    Gibts jetzt nen Keks? hab jedenfalls nichts älteres gefunden.
    Hier:

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Ansonsten... wow, bei den ganz alten Threads kommt ja Melancholie hoch, wer damals alles so geschrieben hat...
    Tjo... das waren damals noch Zeiten, die meisten sind ja leider mittlerweile verschwunden. Ehrlich gesagt schade...


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Probleme mit Menschenmengen, innerer Schweinehund und alles, was als mehr oder weniger stark ausgeprägte "Schüchternheit" oder auch mehr zählen kann.

    Zumindest die Teile kommen mir sehr bekannt vor, und für mich macht es das ganze nun vor allem dadurch interessant, das es bei dir scheinbar schlimmer, und bei mir besser geworden ist, obwohl die grundvorraussetzungen zumindest ähnlich sind/waren, jedenfalls von der art her. nur bei dir halt in etwa so schlimm, wie bei mir zur schlimmsten zeit, und da wusste ich immernoch, das der Zivi irgendwann vorbei ist und ich dann durch bin. sowas gibts für dich nicht, und genau das ist das Hauptproblem, hab ich das soweit richtig verstanden?
    Es trägt zumindest stark dazu bei. Ich bin, wie gesagt, mittlerweile am studieren (Medieninformatik), und es sagt mir eigentlich nicht zu. Obwohl an der FH, ist es einfach ziemlich trocken und nichts, was ich längerfristig machen will. Einzig die meisten Medieninhalte sagen mir zu, aber NUR Medien zu machen, ich weiß nicht. Deswegen ist es mir der aktuelle Studiengang auch recht egal, was meiner Familie allerdings nicht egal ist. Kleines Dilemma... im Wintersemester fang ich wohl Fahrzeugtechnik an und schaue mal, ob mich das mehr packt. Ich hoffe doch drauf.
    Kurz: Ich weiß nicht was ich will, und bin mir auch nicht sicher, was ich nicht will.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    nun stellen sich mir dadurch mehrere fragen, manche direkt darauf bezogen, manche nicht so richtig..
    1. ist deine freundin in einem der vorgängerthreads erwähnt? wenn ich mich recht entsinne gabs da nie so richtig ne auflösung zu, oder?
    Nein, wir kennen uns erst seit Mitte 2013. Die in den vorherigen Threads genannten Personen haben damit nichts zu tun.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    2. hat sich mit deiner freundin nichts verändert? Freundin + neues Hobby (im Sinne von "Feuer" allgemein) war bei mir so ungefähr die einschneidenste Veränderung überhaupt, mehr als schulabschluss, volljährigkeit, studium, auszug von den eltern etc. zusammen. Daher ist für mich jetzt, grade wenn es um solche dinge wie Berührungsängste (ok, hast du gesagt sind weniger geworden) und Zukunftsperspektiven geht.
    Verändert... vielleicht. Ob zum Besseren oder zum Schlechteren, weiß ich nicht. Aber ich kann mit ihr eben über Dinge reden, über die ich mit den meisten Freunden nicht reden kann. Das erleichtert auf der einen Seite und auf der anderen Seite ist es immer etwas Positives, sich austauschen zu können. Was gemacht worden ist, was geholfen hat, was nicht geholfen hat, was man in Betracht ziehen könnte. So Sachen eben.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    3. "verkrieche ich mich" und "fühle mich abgeschottet" quasi direkt hinternander. das ist spannend, denn was war zuerst da? du willst dich zurückziehen, keinen an dich ranlassen, und gleichzeitig kannst du die "Einsamkeit" auch nicht ab. zwei wünsche, die nunmal wirklich nicht miteinander vereinbar sind, zumindest nicht, wenn sie sich auf das gleiche beziehen. also... was genau meinst du damit? wovor genau verkriechst du dich, und wovon genau fühlst du dich abgeschottet? wahrscheinlich ist sich beides sehr ähnlich, aber wenn du es schaffst unterschiede zu finden, besteht vllt. auch die möglichkeit das eine vom anderen zu trennen, zumindest teilweise.
    Wie ich im letzten Thread schon erwähnt hatte, führt erwiderte Zuneigung (auch wenn die teilweise nur in meiner Vorstellung existiert) zu einer ganz brutalen Veränderung. Ich bin motiviert, deutlich freundlicher als sonst und zeige das auch offen. Die Maske wird zumindest teilweise abgelegt, zeitweise auch ganz.
    Problem dabei ist, dass ich so auch inkongruent wirke. Ich verändere mich und verliere gleichzeitig Selbstbewusstsein in den "falschen" Situationen, was in der Vergangenheit zur Ablehnung geführt hat. Meine Fähigkeit, rational zu denken, wird durch intuitive emotionale Entscheidungen ersetzt und führt zu einer Verhaltensänderung, die wiederum meine kommunikativen Fähigkeiten in Richtung "aufdringlich" abändert. Keine schöne Reaktionskette, weil sie im Endeffekt dazu führt, dass ich mich wieder zurückziehe und meine langfristige Stimmung auf ein Tief sinkt. Der letzte Vorfall ist jetzt über ein Jahr her, aber belasten tut's mich doch noch, und alle Versuche, die Verbindung zu kappen, sind fehlgeschlagen.
    Eines führt im Endeffekt zum anderen, hier beispielhaft skizziert. Irgendwie sind beide Dinge miteinander verbunden, können aber auch in seltenen Fällen ohne konkreten Anlass auftreten, wie beispielsweise in den letzten 3-4 Wochen.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Ok, Perspektive... was möchtest du in deinem Leben einmal erreichen? Was muss bis zum Ende deines Lebens passiert sein, damit du zufrieden bist, damit du sagen kannst "insgesamt bin ich zufrieden".
    Und was kannst du tun, um das zu erreichen?
    Die Frage ist gut, danke dafür.
    Was ich erreichen will? Anerkennung?
    Keine Ahnung, es ist für mich nicht eindeutig definierbar. Einen Job, der mir persönlich Spaß macht. Professioneller Motorsport wäre eine ansprechende Möglichkeit, aber ich musste in den letzten Jahren einsehen, dass dafür ganz einfach die Kohle fehlt.
    Ich wollte bei Kart-Clubsportrennen mitfahren, aber bin nicht einmal mehr im Hobbybereich gefahren, auch wenn ich 2008 das Versprechen bekommen habe, dass wir 2009 wieder auf die Kartbahn zuckeln würden. Das Versprechen ist bis heute nicht eingehalten worden.
    Fast alles, was ich Sinnvolles weiß, hab ich mir über die Jahre selber angeeignet, teilweise mit der Hilfe von meinem Opa, teilweise durch Nachfragerei in Foren, aber im Endeffekt zum Großteil alleine. Insgesamt sogar relativ wenig in der Schule.
    Ich kann nicht abschalten, muss immer an die Zukunft denken, auch was finanzielle Aspekte angeht. Auf Partys bin ich meistens eine umherwandernde Nervensäge, weil ich nur selten meinen Verstand auf Standby schalten und Spaß haben kann. Ich rede mit Leuten in einer lockeren Atmosphäre über Dinge, die man sich sonst maximal auf der Arbeit erzählen würde, wenn an einer bestimmten Stelle ein Problem auftreten würde.
    Die Diskussionen erschlaffen, ich zieh mich zurück und fahr meistens recht früh wieder nach Hause, weil ich wenig Sinn in einem gesellschaftlichen Zusammensein sehe, das nur aus guter Laune und Drogen (hauptsächlich Alkohol) besteht.
    Selbiges mit Festivals. Ich freue mich vorher unwahrscheinlich drauf, aber dann sitze oder stehe ich meistens nur schlecht gelaunt, von den anderen psychisch isoliert in der Gegend rum und hab nachher immerhin ein paar lustige Geschichten zu erzählen. Meistens ist es reine Geldverschwendung.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Weils mir aber viel zu anstrengend ist, die ganze Zeit darauf zu achten, und es mir beim großteil der Menscheit eig. auch egal ist, was die direk über mich denken, beschränkt sich meine aktivität was das angeht hauptsächlich auf etwas, womit man mich vor 1-2 Jahrhunderten noch "Gentleman" genannt hätte (wenn auch nicht immer und optisch erst recht nicht^^), und als eigentliches, wirklich großes Ziel, als "Aufgabe", das meine Freundin möglichst glücklich wird. Etwas naheliegendes, worauf ich direkten Einfluss habe, und gleichzeitig eine enorme Motivation mich selbst zu verbessern und zB. meinem dreiköpfigen, feuerspuckendem inneren Wildschweinwolf zumindest gelegentlich nen Chloroformball zuzuwerfen. Und da ich da scheinbar recht empathisch veranlagt bin, hats auch noch den selbstsüchtigen effekt, das ich dadurch auch glücklich werd. oder zumindest glücklicher. (Naja, und nebenbei poste ich dann noch in solchen Threads, vllt. bringts ja auch was)
    Mir fehlt Empathie. Ich kann mir zwar durch einen konstanten Lernprozess vorstellen, was verletzend ist, aber ich kann es emotional nicht, oder nur schwer, festmachen. Ich kann Leute beleidigen und es ist mir reichlich egal, was danach passiert. Mir ist sogar eher zum Lachen zumute, wenn Menschen in meiner Umgebung traurig sind oder weinen. Mich berühren auch Tode im näheren Umfeld eher wenig. Das Gesamtpaket schränkt das Miteinander wohl auch etwas ein.
    Wie gesagt, mittlerweile bin ich im Faken von Empathie ganz brauchbar, aber es kommt trotzdem wenig bis nichts davon bei mir selbst an.

    Auf der anderen Seite trifft mich Kritik oft recht hart, aber trotzdem kann ich damit recht gut umgehen, auch wenn das manchmal ein paar Minuten dauert. Das hat früher beispielsweise nicht funktioniert, was man an meiner Reaktion auf m1keschs sarkastische Antwort im Bezug auf die American-Pie-Filme sehen kann.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Also... was könnte für dich ein Ziel, einen Antrieb darstellen? Irgendwas, völlig egal, ob du pokemonmäßig ganz egoistisch sagst, du willst der allerbeste sein (worin auch immer), ob du eine beliebige religion zu rate ziehst (oder eine erfindest), ob dein ziel materiell, spirituell oder auch eine fähigkeit ist, jeder mensch ist auf irgendeine weise unzufrieden.
    das liegt quasi in der menschlichen natur, wenns das nicht gäbe, gäbe es keine entwicklung.
    also: womit bist du unzufrieden? und gibts irgendwas, sei es noch so klein, das du daran ändern kannst?
    Ich weiß, ist mit sonem inneren Hund nicht grade leicht, dann auch etwas zu tun, aber: sowohl nichtstun, als auch etwas tun sind gewöhnung.
    Ich weiß es nicht, womit ich unzufrieden bin. Vielleicht mit der Naivität der meisten Menschen in meiner Gegend. Vielleicht aber auch damit, dass ich die Naivität nicht akzeptieren kann und auch nicht will, weil das langfristig zur Verblödung der Gesellschaft führt, die man heute durch die Massenmedien und "sozialen" Netzwerke mehr als früher vor Augen gehalten bekommt.
    Ich bin so gesehen eigentlich mit vielem unzufrieden, ich diskutiere deswegen auch sehr viel und gerne mit anderen Leuten, was allerdings gelegentlich auch damit endet, dass die betreffenden Personen böse angepisst sind und noch weiter auf die Barrikaden gehen als vorher.
    Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass ich einfach nicht gesellschaftskonform bin und es auch nicht sein kann, weil mich, wie schon gesagt, der Großteil der Gesellschaft anpisst. Es fällt mir schwer, Vertrauen zu fassen und auf andere Menschen einzugehen, was vielleicht auch schon aufgefallen sein könnte.
    Es könnte im Endeffekt also darauf hinauslaufen, dass ich gerne eine Partnerin finden würde, aber gleichzeitig feststeht, dass ich in meinem Zustand beziehunsunfähig bin. Das ist keine Behauptung, sondern eine empirisch erforschte Tatsache. Erzwingen kann man nichts, das ist hoffentlich jedem klar, aber auf Dauer sind sowohl die Erkenntnis, als auch die Tatsache unangenehm. Ich erlaube mir mal, mich selbst zu zitieren:
    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Gestern Abend hat mir noch jemand gesagt: "Manchmal musst du das Niveau ablegen und dich einfach drauf einlassen."

    Get over it or die a virgin.
    Bei der Erkenntnis bin ich mittlerweile angelangt und... naja, den Rest könnt ihr euch denken. Ich werde mein Niveau nie dauerhaft ablegen.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    Such dir auch etwas kleines, etwas, bei dem dein Schweinehund zwar mit den Ohren zuckt und vllt. auch knurrt, aber dich das grade noch machen lässt. dann tu es so lange, bis es den Hund nichtmehr interessiert. Und nehm die nächste Stufe in angriff.

    Aber wirklich, in der Hauptsache:
    Überleg dir, womit du unzufrieden bist. Das dürfte ne ganze Menge sein, pick dir etwas davon raus, was nicht zu abstrakt und kein Naturgesetz ist ("Schwerkraft" wäre ähnlich ungeeignet wie "manche leute tragen lila kleidung"), und dann überleg dir, was die kleinstmögliche einflussnahme deinerseits darauf ist. und dann mach das. ohne jetzt skys arschtritt-motivation nutzen zu wollen... versuchs. deswegen ja was ganz kleines
    Das größere Problem als die Erkenntnis des Problems an sich sind mMn die Gegenmaßnahmen. Mir ist absolut schleierhaft, was man dagegen tun kann. Ich hab mich schon in der Pick-Up-Community herumgetrieben, aber moralisch widerstreben mir die dort angewendeten Methoden, auch wenn ich einen Teil davon adaptiert habe und sich so meine Kommunikationsfähigkeit im lockereren Rahmen doch ein Stück verbessert hat. Trotzdem fühle ich mich mittlerweile deswegen schlechter als vorher.
    Mehr fällt mir zu dem Thema jetzt auch nicht ein...

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    So, Frühstück vorbei, ich muss mich noch hinter Unikram klemmen, oder zumindest in der Sonne Poi spielen... vllt. hab ich ja zumindest nen Denkanstoß gegeben.
    In einem gewissen Sinn: ja.

  6. #5
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Ich entschuldige mich mal für den Dp, aber die Nachricht war einfach zu lang...

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Zu Thread 1: Ich finde, du siehst gut aus. Hab nur leider keine Ahnung, wie du normalerweise nach außen hin wirkst.
    Gepflegt, wortgewandt, charismatisch, selbstbewusst. Gelegentlich etwas besserwisserisch, was man ja schon an meinem Nick festmachen kann.
    Im Endeffekt meine Hauptmaske, die allerdings in letzter Zeit etwas schwindet.

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Zu Thread 2: Komisch, hab nie gehört, dass jemand damit auch Probleme hat.^^ Früher musste ich da auch immer wegschauen...mittlerweile geht's.
    Es war mal eine Zeit lang besser, aber mittlerweile geht's gar nicht mehr. Richtig beschissenes Gefühl...

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Zu Thread 3: Hat sich ja erledigt, nicht wahr?
    Nein, sonst hätte ich Thread 3 nicht in den Text gebastelt und dazu noch erwähnt, dass er ein Teil des Konstrukts ist, auf dem dieser Thread hier basiert. Threadception!

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Insgesamt sieht es wohl immernoch so aus, als würden dir die Kontakte zu manchen so wichtig sein, dass du nicht bemerkst, dass es vielleicht umgekehrt nicht ganz so aussieht?
    Und zu deiner Schüchternheit...ich würd einfach mal behaupten, ich bin noch schlimmer.^^
    Die Möglichkeit, dass der Kontakt mit mir einigen anderen nicht so wichtig ist wie ich es gerne hätte, ist mir durchaus bewusst. Aber gleichzeitig kenne ich auch ein paar Leute (nicht viele, die kann ich an sich an einer Hand abzählen), bei denen ich mir sicher bin, dass es ihnen nicht weniger wichtig ist. Kann positiv sein, kann negativ sein.

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Ach und was sind deine Hobbys? Im Chat hattest du dich doch mal beklagt, glaube ich. Ist es nun nur der Motorsport und das Bauen von dem Fahrzeug oder noch mehr?
    Ich kann vieles, und lege mich nicht unbedingt auf eine bestimmte Sache fest. Aber die beiden stehen bei mir recht hoch im Kurs. Momentan ist meine italienische Diva mein Haupthobby, neben der Musik. Aber die stellt sich eher hinten an, solange ich grade etwas zu Schrauben da hab.



  7. #6
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Sooo... ich habe echt ähnliche Probleme wie du...bin aber nicht mal so weit... Und ich hab nun keine Ahnung, wie ich dir helfen soll.^^
    Ist die Freundin jetzt eine Beziehungs-Freundin? Wenn ja, was fehlt da, dass du glücklich bist?

    Sonst würde ich dir raten, vielleicht mal einen Eignungstest zu machen. Wenn du dir noch unschlüssig bist, was dir Spaß machen könnte, könnte das dir einen Denkanstoß geben.
    Wer an Telekinese glaubt, der hebe bitte meine Hand.



  8. #7
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Ist die Freundin jetzt eine Beziehungs-Freundin? Wenn ja, was fehlt da, dass du glücklich bist?
    Ich muss zugeben, die Unterscheidung im Deutschen ist etwas suboptimal, also lautet die Antwort folgerichtig "nein". Das ganze passiert auf einer freundschaftlichen Ebene, meine ich jedenfalls.

  9. #8
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    AW: The same procedure as every year, James.

    In anbetracht meiner momentanen übermüdung, und das ich eig. ins bett will nur das, was mir grade beim lesen durch den kopf ging: schonmal drüber nachgedacht lehrer zu werden?
    du bist jetzt schon so, wie viele erst durchs studium werden, zumindest mental gesehen ein verbitterter alter mann, den die dummheit anderer ankotzt, aber nicht in die gefühle hinter der dummheit gucken kann oder will (in deinem fall eher ersteres).

    wie wärs mit informatik und politik auf lehramt?
    Auch wenn ich das an deiner stelle nicht ernst nehmen würde, aber der gedanke kam mir grade, und nach etwas schlaf ist er garantiert weg, also wollte ich ihn mal aufschreiben^^

    (btw. mit m1kesch und seinen antworten nicht immer klarkommen... ich war jahrelang in seiner klasse, das ist völlig normal^^)
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

  10. #9
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Es ist drei Uhr nachts, ich will nicht schlafen und fühle mich in Stimmung, den Thread wieder etwas aufzupolieren. Herrlich - nicht.


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    schonmal drüber nachgedacht lehrer zu werden?
    Ja.


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    du bist jetzt schon so, wie viele erst durchs studium werden, zumindest mental gesehen ein verbitterter alter mann, den die dummheit anderer ankotzt, aber nicht in die gefühle hinter der dummheit gucken kann oder will (in deinem fall eher ersteres).
    Es ist vielleicht weniger die Unfähigkeit, die Hintergründe gewisser Dummheiten zu verstehen (#yolo hahaha), sondern mehr, andere Leute insgesamt zu verstehen.

    Mittlerweile bin ich bei drei Zuständen angelangt:
    1. Melancholisch-deprimierter Zustand
    Unschön; komplette Motivationslosigkeit mit der weitestgehenden Unfähigkeit, positive Dinge wahrzunehmen. Wut ist der schnellste und häufigste Ausweg und führt meistens zu Zustand 3, selten zu 2. Hin und wieder durch Suizidgedanken ergänzt. Autofahren in dem Zustand ist keine gute Idee... hab es einmal gezwungenermaßen gemacht und will es nicht wieder machen müssen, mir ist zu dem Zeitpunkt nämlich bis auf andere Personen eigentlich alles egal, entsprechend sieht mein Fahrstil aus.

    2. "Normaler" Zustand
    Insgesamt der beste; ich kann mich an diversen Dingen erfreuen und bin allgemein ausgewogen. Hält meistens nur so lange an, wie mich etwas begeistert, etwa eine angeregte Diskussion mit einem netten Gesprächspartner.

    3. Motivierter Zustand
    Nicht immer gut; ich fange zu viele Dinge an, könnte Bäume ausreißen und hab die besten Einfälle. Erkenntnis der Unmöglichkeit eines Vorhabens führt zu Zustand 1 und der Niederlegung der Arbeit. Ich hab also relativ viele Baustellen herumstehen, für die ich mich später nicht mehr motivieren kann.

    Der Übergang zwischen den Zuständen ist grundsätzlich fließend und ich kann mich in einem Zustand emotional eigentlich nicht in einen anderen hineinversetzen, teilweise fehlt mir auch ein Stück meiner Wahrnehmung in Form von Gedächtnislücken, quasi dem Vergessen von ein paar Situationen, die ich in einem anderen Zustand erlebt hab. Kann sein, dass ich mir das auch nur einbilde, aber gefallen tut's mir definitiv nicht.

    Ganz schlimm ist es mittlerweile mit meinem Gedächtnis geworden. Ständig vergesse ich wichtige und unwichtige Dinge von einer auf die andere Sekunde und kann mich oft partout nicht mehr daran erinnern, egal was es auch war. Manchmal hilft die "Zurückgehtaktik" (-> Theorie der fliegenden Gedanken), aber das auch nicht immer.


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    wie wärs mit informatik und politik auf lehramt?
    Nein. Ich wäre kein guter Lehrer. Vielleicht könnte ich mir das Wissen aneignen, aber durch den Empathiemangel inkl. Kommunikationsschwächen bin ich für Vorträge und Pädagogik eher ungeeignet. Mag auch Kinder nicht allzu gerne.


    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    (btw. mit m1kesch und seinen antworten nicht immer klarkommen... ich war jahrelang in seiner klasse, das ist völlig normal^^)
    Och, man gewöhnt sich anscheinend irgendwie an seine Art. Ist auf jeden Fall ein Faktor, der ihn auf seine eigene Art interessant macht.


    Es steht dem Leser frei, eine Antwort zu verfassen. Ich wollte den aktuellen Stand hauptsächlich schriftlich festhalten, damit mir das nicht wieder entfällt. In einem anderen Zustand als 2 könnte die Antwort anders aussehen.
    Geändert von klugscheisser (03.06.2014 um 21:23 Uhr)

  11. #10
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Nachtrag: Zustand 1


    Es lebe die Threadleiche!
    Das hört sich jetzt lustig an, der Anlass ist weniger lustig.
    Wie manche hier wissen könnten, habe ich mittlerweile tatsächlich den Studiengang gewechselt (also wieder etwas nicht bis zum Ende durchgezogen, wie üblich) und langsam, aber sicher, ist es so, dass ich mich mit nichts mehr identifizieren kann oder will.
    Zusätzlich zu dem seit dem ersten Semester aufgetretenen Problem, dass meine Stimmung vor anstehenden Klausuren (und davon haben wir verdammt viele) total in den Keller geht, tritt seit der letzten Klausur zu oft eine sehr unangenehme innere Unruhe mit Nervosität, Zittern und Rastlosigkeit auf, die sich durch fast nichts in den Griff bekommen lässt. Der schnellste Ausweg ist, wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, Wut, was im Normalfall zu einem schlechten Gewissen und Zustand 1 führt, der mittlerweile fast schon der Standardzustand geworden ist.
    Meine Motivation, irgendwas zu machen, hält sich noch weiter in Grenzen als bisher und in vielen Situationen, während des Semesters wie in der Klausurphase, würde ich gerne mein Testament schreiben und mir eine Kugel durch den Kopf jagen - wie gerade jetzt auch, deshalb grabe ich den Thread wieder aus.

    Gerade beim letzten Satz wird wohl der eine oder andere daran denken, dass ich mir einen Therapeuten suchen soll - ja, ist schon lange geschehen. Bringt nur nichts. Wenn die Sitzungen sind, bin ich generell aus mir unbekannten Gründen in Zustand 2 und kann recht wenig aus Zustand 1 abrufen, geschweige denn die emotionale Leere nachempfinden. Was bleibt, sind generelle Themen und meine verhasste Vorliebe dafür, mich selbst über mich selbst reden zu hören. Es hat sich also eine Art narzisstische Komponente dazu gemischt, die mit der Zeit immer stärker geworden ist und mittlerweile fast ihren Höhepunkt erreicht hat.
    Schön wäre eigentlich eine Abschaltung von allen Gefühlen, quasi die Mutation zum menschlichen Roboter. Dadurch würden viele Probleme wegfallen.

    Angesprochen hatte ich ebenfalls, dass erwiderte Zuneigung zu einer starken Verbesserung führt. Auch das ist mittlerweile erledigt. Aus diversen "Fehlschlägen" hat sich wohl die Schlussfolgerung eingebrannt, dass es nicht funktioniert. Deshalb halten sich auch meine Bemühungen für meine Mitmenschen stärker als bisher in Grenzen und ich bin generell deutlich zynischer als früher. Sobald der Verdacht aufkommt, dass mich jemand mögen könnte, gehen die Schutzmauern hoch und ich versuche eine weitere Annäherung zu verhindern. Ob es sich dann bei einem Treffen wie geplant ergibt oder nicht, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Im Endeffekt führen beide Ausgänge dazu, dass die Stimmungskurve allgemein deutlich weiter absackt als vorher.
    Familiär gesehen gibt es ebenfalls diverse Baustellen, wobei die nicht hierher gehören. Vielleicht erledigt es sich in absehbarer Zeit, oder vertagt sich zumindest. Schön wäre es jedenfalls.

    In meinem Leben gibt es schlicht und ergreifend maximal 50 %. Nichts Konkretes, Greifbares. Es gibt keinen relevanten, wichtigen Inhalt. Zumindest kommt es mir sehr oft so vor.
    Ich habe einiges an Rücklagen und könnte fast schon einen recht großen Urlaub damit machen oder ein ganz nettes Auto kaufen, aber was bringt es? Es ist Geld, nichts was einen wirklich ideellen Wert hat. Eine Art Sicherheit, die keine ist.
    Die meisten Sachen stehen trotzdem auf ungefähr 20 % und damit weit von jeglicher Vervollständigung entfernt.
    Das Studium läuft verhältnismäßig gut, ein Schnitt von 2,3 bei 50 CP ist jetzt kein Weltuntergang, aber manche Klausuren sind so mies, dass ich befürchte, dass mir hinterher nicht der Schnitt, sondern meine Unfähigkeit zu lernen zum Verhängnis wird. Ohne Zeitdruck geht einfach nichts, und wenn am Tag vor der Klausur Zustand 1 vorherrscht, hilft nicht einmal Zeitdruck. Die Ergebnisse sind dann entweder glücklich oder fatal. Was davon dieses Semester vorherrschend ist, werde ich die nächsten Wochen sehen. Allzu schön wird es vermutlich nicht.

    Ich stehe still, ohne stehen zu bleiben, und das macht auf Dauer kaputt.
    Mir ist bewusst, dass theoretisch noch sehr viel vom Leben vor mir liegt, bzw. liegen könnte, und der vermeintliche Ausweg eigentlich nur eine andere Art des Weglaufens vor nicht definitiv konkretisierbaren Problemen ist, aber manchmal wünsche ich mir wirklich einen Schlussstrich. Auf die eine oder andere Art.
    Geändert von klugscheisser (21.03.2016 um 23:56 Uhr)

  12. #11
    Girl Online17
    Gast

    AW: The same procedure as every year, James.

    Hallo Klugscheisser, ich hab zwar nicht alle deine Threads gelesen und vielleicht sagst du später auch ich hab keine Ahnung aber ich bin dennoch gewillt dir eine Antwort zu schreiben.

    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Wie manche hier wissen könnten, habe ich mittlerweile tatsächlich den Studiengang gewechselt (also wieder etwas nicht bis zum Ende durchgezogen, wie üblich)
    Falls es dich beruhigt, du bist nicht der einzige auf dieser Welt der hin und wieder Dinge nicht zu Ende bringt. Und wiederum gibt es genug Menschen die ebenfalls nicht wissen wo sie die Zukunft hinbringen soll (ich eingeschlossen). Wege verändern sich ständig und es wird Zeit das zu akzeptieren. Jeder Mensch kann sich mit etwas identifizieren, auch jemand wie du, es gibt heut zu Tage so viele Möglichkeiten und je mehr man sich ausprobiert desto besser ist man gerüstet wenn es hart auf hart kommt.
    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Zusätzlich zu dem seit dem ersten Semester aufgetretenen Problem, dass meine Stimmung vor anstehenden Klausuren (und davon haben wir verdammt viele) total in den Keller geht, tritt seit der letzten Klausur zu oft eine sehr unangenehme innere Unruhe mit Nervosität, Zittern und Rastlosigkeit auf, die sich durch fast nichts in den Griff bekommen lässt.
    Dazu kann ich dir nur sagen, das es normal ist vor einer Klausur nervös zu sein. Dennoch scheint es bei dir extrem schlimm zu sein. Das heist aber nicht das es unmöglich ist das in den Griff zu bekommen. Wut ist allenfalls keine Lösung, das steht fest. Vor einer Klausur auszurasten hilft sowie so nicht, habs auch schon mal gehabt aber in dem Fall kann ich dir sagen ist ausrasten echt das letzte was du tun solltest.

    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Meine Motivation, irgendwas zu machen, hält sich noch weiter in Grenzen als bisher und in vielen Situationen, während des Semesters wie in der Klausurphase, würde ich gerne mein Testament schreiben und mir eine Kugel durch den Kopf jagen - wie gerade jetzt auch, deshalb grabe ich den Thread wieder aus.
    Ich weis nicht ob es so ist, aber ich hab das Gefühl das du mit deiner jetzigen Situation unzufrieden bist. Vielleicht liege ich falsch mit der Annahme, aber man merkt das dir das was du da tust nicht wirklich den Spaß und die Motivation bringt die du dir vielleicht wünscht. Allerdings müsste ich dazu erstmal wissen ob das Studium wirklich das ist was du dir für deinen weiteren Weg vorgestellt hast? Wenn du allerdings eher dazu neigst dir Gedanken über deinen eventuellen Suizid zu machen anstatt vernünftig Klausuren zu schreiben würde ich dir raten definitif was zu ändern. Klar ist es nicht leicht neue Schritte einzuleiten aber wenn du sagst das dir etwas anderes mehr spaß macht und du dir eigendlich genau das wünscht dann kämpf dafür. Und wenn das Geld nicht reicht, egal, wenn du etwas wirklich willst dann schaffst du das auch. Du musst allerdings auch daran glauben. Es ist immer schwer mit Menschen umzugehen die jegliches Vertrauen verloren haben und sich und ihr Leben irgendwo in der Tiefe der Verzweiflung sehen. Aber es gibt einen Ausweg und der heist glauben. Ich mein was hast du zu verlieren. Wenn du jetzt nichts tust dann wirst du nächstes Jahr wieder hier sitzen und einen neuen verzweifelten Tread schreiben, und das darauf folgende Jahr, und das danach....willst du das wirklich?


    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Schön wäre eigentlich eine Abschaltung von allen Gefühlen, quasi die Mutation zum menschlichen Roboter. Dadurch würden viele Probleme wegfallen.
    Ich kann dir sagen das dir das gar nix bringen würde. Mal ehrlich wärst du wirklich lieber ein gefühlskalter Klotz der ein Leben führt wie ein Roboter. Dann wenden sich erst recht alle ab. Auch einem Roboter kann man ein Herz einpflanzen.

    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Sobald der Verdacht aufkommt, dass mich jemand mögen könnte, gehen die Schutzmauern hoch und ich versuche eine weitere Annäherung zu verhindern.
    Diese Art mit Annäherung umzugehen ist leider kein Einzelfall. Es gibt diverse Krankheitsbilder mit diesem Symptom, aber auch normale Menschen wie ich und du können so sein. Eine Zeit lang war ich auch so, sobald irgendwer versucht hat mir und meiner Geschichte näher zu kommen hab ich mich zurückgezogen und die Schutzwand ausgefahren. Aus Angst verletzt zu werden. Aber auch diese Fassade kann bröckeln. Es ist jedenfalls eine herbe Anstrengung immer hinter Masken zu leben, soass ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten habe. Die Masken fallen zu lassen ist ein langwieriger Prozess gewesen der mir viel Mut und Kraft gekostet hat aber heute bin ich stolz drauf. Vielleicht brauchst du einfach nur den richtigen Menschen an deiner Seite der dir den nötigen Tritt in den Hintern verpasst. Oder aber du ziehst es vor dich und dein Leben für immer zu verstecken. Irgendwann kommt jemand und schaut einfach so in deine Seele rein ohne das du das merkst, und du wirst ihm die Tür versperren weil du dich wehrst. Vielleicht versuchst du aber auch sie einen Spalt zu öffnen um Licht rein zu lassen.

    Zitat Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
    Ich stehe still, ohne stehen zu bleiben, und das macht auf Dauer kaputt.
    Mir ist bewusst, dass theoretisch noch sehr viel vom Leben vor mir liegt, bzw. liegen könnte, und der vermeintliche Ausweg eigentlich nur eine andere Art des Weglaufens vor nicht definitiv konkretisierbaren Problemen ist, aber manchmal wünsche ich mir wirklich einen Schlussstrich. Auf die eine oder andere Art.
    Dann zieh einen Schlussstrich, aber werf dein Leben nicht weg. Ganz im gegenteil zieh den Schlussstrich und gib dir den Arschtritt den du brauchst um neu anzufangen. Ich hab das Gefühl das du selten was zu lachen hast und das ist traurig. Und weglaufen als vermeintlichen Ausweg? Vergiss es, das klappt nie. Du kannst rennen wie auf einem Marathon und die Probleme wirst du trotzdem nicht los. "Ich stehe still, ohne stehen zu bleiben", klingt fast ein bisschen poetisch, vielleicht sogar schön aber auch nach einem verzweifelten Menschen der den Kontakt sucht ihn dennoch nicht zulassen kann. Vielleicht hilft es dir nicht wirklich was ich geschrieben habe aber wer was ändern will der zieht es durch, und wer vorzeitig aufgibt hat es nie wirklich versucht. Ich weis nich wie genau es sich für dich entwickelt, aber darüber nach zu denken wäre ein Anfang!
    Geändert von Girl Online17 (21.03.2016 um 22:55 Uhr)

  13. Diese Benutzer bedanken sich bei Girl Online17 für diesen Beitrag:

    klugscheisser (22.03.2016)

  14. #12
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Anm.: Zustand 2, gegen Ende in Richtung 1


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Hallo Klugscheisser, ich hab zwar nicht alle deine Threads gelesen und vielleicht sagst du später auch ich hab keine Ahnung aber ich bin dennoch gewillt dir eine Antwort zu schreiben.
    Eins vorneweg: Ich freue mich über jede Reaktion, egal ob die Vorgeschichte verfolgt wurde oder nicht. Ich werde korrigieren, was ich für nicht zutreffend halte, und sonst ganz normal auf deine Kommentare eingehen.
    Primär hat der Beitrag nämlich dazu gedient, den ganzen aufgestauten Scheiß irgendwo abzuladen und für die Zukunft zu protokollieren (bin da etwas... eigen), während andere die Optionen haben a) es zu lesen, und bei genügend großem Interesse b) darauf einzugehen, ohne dass sie indirekt zu einer Antwort gezwungen werden, indem ich es ihnen direkt vor die Füße kotze.
    Von daher: Danke.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Falls es dich beruhigt, du bist nicht der einzige auf dieser Welt der hin und wieder Dinge nicht zu Ende bringt. Und wiederum gibt es genug Menschen die ebenfalls nicht wissen wo sie die Zukunft hinbringen soll (ich eingeschlossen). Wege verändern sich ständig und es wird Zeit das zu akzeptieren. Jeder Mensch kann sich mit etwas identifizieren, auch jemand wie du, es gibt heut zu Tage so viele Möglichkeiten und je mehr man sich ausprobiert desto besser ist man gerüstet wenn es hart auf hart kommt.
    Klar, viel Unterschiedlichen zu machen ist nie wirklich schlecht. Andererseits ist die Problematik, dass ich irgendwann fertig werden muss, um eine Basis für beispielsweise einen Job zu haben. Im Moment sieht es nämlich so aus, dass ich meinen Eltern auf der Tasche liege und, falls ich wieder abbrechen sollte, was auch deswegen keine Option ist, ich wieder bei null bin. Und das wäre alles andere als angenehm für mich und auch mein Umfeld.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Dazu kann ich dir nur sagen, das es normal ist vor einer Klausur nervös zu sein. Dennoch scheint es bei dir extrem schlimm zu sein. Das heist aber nicht das es unmöglich ist das in den Griff zu bekommen. Wut ist allenfalls keine Lösung, das steht fest. Vor einer Klausur auszurasten hilft sowie so nicht, habs auch schon mal gehabt aber in dem Fall kann ich dir sagen ist ausrasten echt das letzte was du tun solltest.
    Das war vielleicht etwas mistverständlich ausgedrückt. Dinge wie wirkliche Prüfungsangst sind bei mir eher selten, der Stimmungsabfall ist meistens eine Mischung aus Ärger über die Anzahl der Klausuren und Ärger über meine Unfähigkeit, rechtzeitig für die Klausur zu lernen. Das schlägt sehr böse aufs Gemüt und hat wohl auch einen gewissen Beitrag zu dem Post geleistet.
    Die Unruhe, die in dem Abschnitt erwähnt ist, ist davon unabhängig. Aufgetreten ist sie diese bei teilweise ganz banalen Sachen wie einem verlegten Dokument oder ohne Anlass, auch wenn's zum ersten Mal bei einer nicht (bzw. falsch) notierten Formel während der Klausur passiert ist, was mich für den Rest der Prüfung mittelschwer aus der Bahn geworfen hat.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Ich weis nicht ob es so ist, aber ich hab das Gefühl das du mit deiner jetzigen Situation unzufrieden bist. Vielleicht liege ich falsch mit der Annahme, aber man merkt das dir das was du da tust nicht wirklich den Spaß und die Motivation bringt die du dir vielleicht wünscht. Allerdings müsste ich dazu erstmal wissen ob das Studium wirklich das ist was du dir für deinen weiteren Weg vorgestellt hast? Wenn du allerdings eher dazu neigst dir Gedanken über deinen eventuellen Suizid zu machen anstatt vernünftig Klausuren zu schreiben würde ich dir raten definitif was zu ändern. Klar ist es nicht leicht neue Schritte einzuleiten aber wenn du sagst das dir etwas anderes mehr spaß macht und du dir eigendlich genau das wünscht dann kämpf dafür. Und wenn das Geld nicht reicht, egal, wenn du etwas wirklich willst dann schaffst du das auch. Du musst allerdings auch daran glauben. Es ist immer schwer mit Menschen umzugehen die jegliches Vertrauen verloren haben und sich und ihr Leben irgendwo in der Tiefe der Verzweiflung sehen. Aber es gibt einen Ausweg und der heist glauben. Ich mein was hast du zu verlieren. Wenn du jetzt nichts tust dann wirst du nächstes Jahr wieder hier sitzen und einen neuen verzweifelten Tread schreiben, und das darauf folgende Jahr, und das danach....willst du das wirklich?
    Richtig bemerkt. Auf der anderen Seite ist es gerade beruflich sehr festgefahren und zwischenmenschlich lässt sich nichts erzwingen. Das Hauptproblem ist allerdings, dass ich einfach nicht weiß, was ich wirklich machen will und was mich motiviert. Im Weg steht, dass ich nicht gut mit anderen zusammenarbeiten kann, auch weil meine Kompromissbereitschaft in manchen wichtigen Situationen zu gering ist und weil ich sehr ungerne auf andere Leute angewiesen bin, deren Arbeit ich durch meine Prokrastination in den Sand fahren könnte, was durchaus vorkommen könnte. Ich bin leider ein ganz heftiger Last-Minute-Arbeiter. Und was die Threads angeht… von denen gibt es leider quasi jedes Jahr einen. Dass ich diesen hier weiterführe ist eigentlich nur dem Umstand geschuldet, dass sich die generelle Thematik nicht verändert hat.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Ich kann dir sagen das dir das gar nix bringen würde. Mal ehrlich wärst du wirklich lieber ein gefühlskalter Klotz der ein Leben führt wie ein Roboter. Dann wenden sich erst recht alle ab. Auch einem Roboter kann man ein Herz einpflanzen.
    Das wäre mir ehrlich gesagt egal. Es ist in dem Sinne eine andere Perspektive, wenn auch eine leere. Quasi wie Zustand 1, nur dass ich die Leere nicht mehr spüren würde. Klingt für mich halbwegs erstrebenswert, zumindest als Alternative.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Diese Art mit Annäherung umzugehen ist leider kein Einzelfall. Es gibt diverse Krankheitsbilder mit diesem Symptom, aber auch normale Menschen wie ich und du können so sein. Eine Zeit lang war ich auch so, sobald irgendwer versucht hat mir und meiner Geschichte näher zu kommen hab ich mich zurückgezogen und die Schutzwand ausgefahren. Aus Angst verletzt zu werden. Aber auch diese Fassade kann bröckeln. Es ist jedenfalls eine herbe Anstrengung immer hinter Masken zu leben, soass ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten habe. Die Masken fallen zu lassen ist ein langwieriger Prozess gewesen der mir viel Mut und Kraft gekostet hat aber heute bin ich stolz drauf. Vielleicht brauchst du einfach nur den richtigen Menschen an deiner Seite der dir den nötigen Tritt in den Hintern verpasst.
    Meine Erfahrung in dem Bereich beschränkt sich auf eine ziemlich ansehnliche Reihe von Abweisungen, von daher KENNE ich gar nichts anderes. Was bisher passiert ist, hat sich hauptsächlich in meinen Gedanken abgespielt, und das versuche ich zu verhindern. Keine Vorstellung mehr von irgendwas, kein Klammern, keine unnötige Kommunikation.
    Ein großer Faktor hierbei ist Angst. Angst vor erneuter Abweisung, vor Energie- und emotionaler Investition ohne Ergebnis und vor dem bisher unvermeidlichen Fall hinterher. Es macht einfach keinen Spaß, und warum soll ich mich für sowas anstrengen, wenn die Erfahrung gezeigt hat, dass es kein zufriedenstellendes Ergebnis gibt?

    Ich ziehe hier gerne den Vergleich zur Regenwahrscheinlichkeit: Eine Regenwahrscheinlichkeit von 100% bedeutet, dass es an 100% der Tage mit einer ähnlichen Witterung seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen geregnet hat.
    Basierend auf der Berechnungsgrundlage habe ich eine Misserfolgswahrscheinlichkeit von 100%, was zwar bei den ersten Ereignissen keine große Relevanz hat, auf Dauer aber zu einem recht zuverlässigen Indikator wird. Oder hast du bei einer vorausgesagten Regenwahrscheinlichkeit von 100% mal keinen Regen erlebt?


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Oder aber du ziehst es vor dich und dein Leben für immer zu verstecken. Irgendwann kommt jemand und schaut einfach so in deine Seele rein ohne das du das merkst, und du wirst ihm die Tür versperren weil du dich wehrst. Vielleicht versuchst du aber auch sie einen Spalt zu öffnen um Licht rein zu lassen.
    Kann passieren, kann auch nicht passieren. Im Endeffekt geht es nämlich meistens so aus, dass ich mich wider in der Vergangenheit gesammelte Erfahrungen zu weit öffne, um hinterher zu oft dick auf die Fresse zu bekommen. Undank ist des Welten Lohn.
    Ja, steht etwas im Widerspruch zum bisher geschrieben Zeug, aber Theorie und Praxis weichen nicht selten in einem gewissen Maße voneinander ab.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Dann zieh einen Schlussstrich, aber werf dein Leben nicht weg. Ganz im gegenteil zieh den Schlussstrich und gib dir den Arschtritt den du brauchst um neu anzufangen. Ich hab das Gefühl das du selten was zu lachen hast und das ist traurig.
    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    "Ich stehe still, ohne stehen zu bleiben", klingt fast ein bisschen poetisch, vielleicht sogar schön aber auch nach einem verzweifelten Menschen der den Kontakt sucht ihn dennoch nicht zulassen kann. Vielleicht hilft es dir nicht wirklich was ich geschrieben habe aber wer was ändern will der zieht es durch, und wer vorzeitig aufgibt hat es nie wirklich versucht. Ich weis nich wie genau es sich für dich entwickelt, aber darüber nach zu denken wäre ein Anfang!
    Es kommt darauf an, wie man verschiedene Sachen interpretiert und auslegt. Zustand 2 ist quasi ein normaler Zustand, und ich kann recht viel über die verschiedensten Dinge lachen, aber gleichzeitig zieht es mich sehr oft runter auf die 1, und dann ist wieder alles für den Teufel. Eine Abbiegung zum Neuanfang hat bisher gefehlt, wobei ich ehrlich gesagt trotz vieler Überlegungen keine Ahnung habe, wie das aussehen soll.


    Zitat Zitat von Girl Online17 Beitrag anzeigen
    Und weglaufen als vermeintlichen Ausweg? Vergiss es, das klappt nie. Du kannst rennen wie auf einem Marathon und die Probleme wirst du trotzdem nicht los.
    Nun ja... "weglaufen". Siehe dein drittes Zitat. War eher als Euphemismus gedacht.
    Geändert von klugscheisser (22.03.2016 um 00:26 Uhr) Grund: kleinere Korrekturen und Anpassungen

  15. #13
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Es ist 1:48 und ich lese diesen thread. er hat soviel text, dass ich schon eine gewisse müdigkeit verspüre ... danke dafür.
    rmv.de

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  16. #14
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Ich hab nur den ersten Post hier gelesen und den Rest relativ überflogen, aber die Probleme und deine Eigenheiten hören sich nach Asperger Autismus an. Hast du davon schonmal gehört oder dich mal darüber informiert?
    Das könnte dir vlt. zumindest den Grund liefern warum du so bist wie du bist und warum du solche Probleme hast.
    Zitat Zitat von snookerfan Beitrag anzeigen
    Geh mal in den Wald und hack Holz, danach fühlst du dich wieder so männlich, dass du einen ganzen Puff flachlegen könntest.

  17. #15
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    AW: The same procedure as every year, James.

    Zitat Zitat von Phrixos Beitrag anzeigen
    Ich hab nur den ersten Post hier gelesen und den Rest relativ überflogen, aber die Probleme und deine Eigenheiten hören sich nach Asperger Autismus an. Hast du davon schonmal gehört oder dich mal darüber informiert?
    Das könnte dir vlt. zumindest den Grund liefern warum du so bist wie du bist und warum du solche Probleme hast.
    Der Verdacht besteht meinerseits schon länger, ebenso von Seiten eines Bekannten, und darüber habe ich mich auch mit meinem Therapeuten unterhalten. Er war der Meinung, dass eine Erkrankung im Autismusspektrum eher unwahrscheinlich ist, von daher ist das Thema vorerst mal vom Tisch.

    Auch dir danke für die Antwort.

 

 

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