1. #1
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    Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Wie am Samstag bekannt gegeben wurde, hält Großbritannien am 23. Juni ein Brexit-Referendum über einen Verbleib in bzw. Ausstieg aus der EU ab.

    Obwohl der 23.6 ein spielfreier Tag der Europameisterschaft ist, werden am Abend trotzdem viele Leute gebannt vor dem Fernseher sitzen, um das Ergebnis dieses Referendums abzuwarten. Laut Umfragen hat die EU derzeit gute Chancen auf einen Sieg, auch wenn sich immer mehr Prominente für einen Ausstieg aussprechen.

    Wie ist eure Meinung? Würde euch etwas fehlen, wenn Großbritannien nicht mehr in der EU wäre? Oder nervt euch Großbritannien mit seinen Sonderwünschen sogar, sodass es begrüßenswert wäre, es los zu sein?

  2. #2
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    Bei einem Brexit (komisches Wort, wie ich finde) verlieren die glaube ich mehr als der Rest von Europa. Ich hab die eh nie als richtigen Teil gesehen, aufgrund ihrer ganzen Sonderrechte. Die waren immer schon so eine Art Fremdkörper, genauso wie die Schweiz.

    Lustiges Fundstück aus dem Netz:

    Geändert von Musashi (14.06.2016 um 23:31 Uhr)
    Time don't mean a thing when you're by my side
    Please stay a while

  3. #3
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Wie ist eure Meinung? Würde euch etwas fehlen, wenn Großbritannien nicht mehr in der EU wäre? Oder nervt euch Großbritannien mit seinen Sonderwünschen sogar, sodass es begrüßenswert wäre, es los zu sein?
    Natürlich nervt mich GB mit seinen Sonderwünschen und der Illusion immer noch eine relevante Weltmacht zu sein. Allerdings ist mein politischer Globalisierungstraum viel stärker, als mich GB nerven kann.

    Für GB wäre es eine Katastrophe aus der EU auszutreten. Das denken die sich so, dass das gut klappt, genau wie die Deutschen auch. Es ist aber Quatsch und wird nichts bringen.
    Zitat Zitat von Tilda.
    du machst mich ganz
    Zitat Zitat von BellaDracula
    Ne, ich hab halt ein riesenmaul mit viel Platz 😄

  4. #4
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Ich find, Großbritannien könnt ruhig raus.
    Mit ihrer ständigen Sonderwurst- Behandlung
    geben die eh nur ein schlechtes Beispiel ab.
    Jetzt mal ehrlich, was tun die denn bitte für Europa? .-.

  5. #5
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Brexit war im Frühjahr aktuell, als ich noch in England zu Schule ging. Besonders der dad meiner Freundin nervte gern, darüber zu reden. Obwohl er fast erzkonservative ansichten hat, war er eher pro EU ("weil es mehr kosten in den ersten paar Jahren wird die EU zu verlassen als in der EU zu bleiben, etc ...). Dennoch war er auch für einen schnellen British Exit, falls die EU keine Zugeständnisse macht.

    In der Schule waren gefühlt 89% pro Brexit ("Make Britain Great Again!"). Oft gings um irrationale Gründe, alienation (überfremdung) und antidemocratic tendencies (EU), foreign domination (fremdbestimmung) usw.

    In einem Artikel auf las damals ich genau das, was ich mir dachte ... "It is the gut feelings ... that will be decisive. (Brexit)" beschreibt. Eigentlich dasselbe Gefühl, das man fast überall anderswo in der EU antrifft.

    Make England Great Again | Foreign Policy


    ... gefragt wie ich dazu stehe sagte ich mal sowas wie: "I'm pro Brexit, cause I'm curious to see how you bear the aftermaths."

    und auf VT hab ich die Einstellung mal in einem Brexit-thread so dokumentriert:







    Zitat Zitat von snookerfan Beitrag anzeigen
    Bei einem Brexit (komisches Wort, wie ich finde)

    ich find das Wort genial. die alternativer wäre zb ständig "Proposed referendum on United Kingdom membership of the European Union" auszuschreiben. *g*
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  6. #6
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Ich vermute ja, dass der Brexit nicht über 40% erreichen wird, da das Argument zu schwer wiegt, die EU könnte einen Handelskrieg gegen die Briten starten. Was man dabei allerdings vergisst: Die EU sieht sich als Friedensprojekt und würde daher keinen Handelskrieg mit einem (Ex-) Mitglied beginnen!

  7. #7
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Was man dabei allerdings vergisst: Die EU sieht sich als Friedensprojekt und würde daher keinen Handelskrieg mit einem (Ex-) Mitglied beginnen!
    nur mit denen nicht, aber mit anderen?

  8. #8
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Es würde einem Friedensprojekt definitiv nicht gut zu Gesicht stehen, einen Handelskrieg mit einem Land zu beginnen, mit der Begründung: "Ihr seid ausgetreten!".
    Allerdings ist man als Friedensprojekt auch nicht zur Passivität verdammt, wodurch man Sanktionen z. B. gegen den Iran oder Nordkorea verhängen kann. Falls du auf die Russland-Sanktionen anspielst: Die werden nicht verhängt, weil die EU ein Friedensprojekt ist sonder obwohl sie ein Friedensprojekt ist, auch wenn sie umstritten sein mögen, weil man nicht genau weiß, wem nützen die und wem schaden sie stärker. Dann kommt es auch noch darauf an, ob man die Lösung der Krim von der Ukraine als Sezession oder Annexion betrachtet.

  9. #9
    Kaiser
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Erstmal geil, dass dieser Thread existiert, weil ich das Thema durchaus interessant finde.

    Vorneweg: Soweit ich weiß, steht GB an der Spitze der EU-Mitglieder-Liste, die haufenweise Kohle von der EU für Forschung und Bildung beanspruchen. In diesem Sinne würde im Falle eines Brexits das alles wegfallen.

    Noch wichtiger ist, dass es GB wirtschaftlich ohne die EU richtig mies gehen würde. Oder kennt irgendwer hier eine nennenswerte Marke/Firma aus GB? Die importieren mittlerweile Unmengen an Konsumgütern aus der EU, anstatt das Zeug selbst zu produzieren. Das einzige, womit die noch einigermaßen Kohle machen, ist der Handel im Finanzwesen, aber das war's auch schon.

    Ich versteh nicht, wie die Briten das nicht sehen können. Soweit ich weiß, sind die meisten Contra-EUs aus der Unterschicht und haben, wie schon von paar hier gesagt wurde, in der Regel Schiss vor "Überfremdung" und Identitätsverlust, was ich nicht nachvollziehen kann.
    Sky is the limit - Wer weiß, wo der Himmel beginnt?

  10. #10
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von rache_engel Beitrag anzeigen
    EIch versteh nicht, wie die Briten das nicht sehen können. Soweit ich weiß, sind die meisten Contra-EUs aus der Unterschicht und haben, wie schon von paar hier gesagt wurde, in der Regel Schiss vor "Überfremdung" und Identitätsverlust, was ich nicht nachvollziehen kann.
    was die Briten sehen ist das, was auch hier im 'schland viele sehen: die EU hat sich für die meisten zu einem alles dominierenden, bestimmenden bürokratischen moloch entwickelt.ob sich das tatsächlich anders verhält, ist dabei gar nicht relevant. es ist einfach ein bauchgefühl, das die leute haben.

    und da unterscheiden sich die briten in nichts von den kontinentaleuropäern. nimm nur hier im 'schland parteien wie Afd(Affen für Deutschland-Partei). Diese idioten argumentieren fast genauso wie es die gewöhnlichen briten tun. oder wie man es in der rest EU tut.


    hinzu kommt noch, dass alle politiker immer gern bei jeder fehlentwicklung die schuld auf die EU abwälzen, um von evtl Fehlentscheidungen, die sie eigtl selbst zu verantworten haben, abzulenken. was auch gerne in den medien breitgetreten wird.



    ich finde es daher schon eher unverständlich, wenn man darüber staunt, dass die briten ein referendum über einen EU-austritt abhalten. ich finde sowas sogar einen recht logischen schritt. all die punkte die ich oben erwähnte müssen einfach in so etwas wie Brexit irgendwann kumulieren. Das zeigt, das die Regierung immerhin erkannt hat, wie die stimmung im Volk ist und sie reagiert auch darauf, wenn auch eher aus pragmatischen gründen.



    ich würde das auch der 'schländischen Merkel-Administration empfehlen. Und wenn nur, um heraus zu finden, wie 'schländische bäuche so über EU denken. allerdings sind deutsche regierungen eher zu ignonrant dafür, oder fürchten sich vor dem offensichtlichen ergebnis, das sie zum handeln zwingen könnte, weil sie es nicht mehr gnorieren dürften. kA.


    meine theorie ist, uns gehts immer noch viel zu gut, als dass die EU ein allzugrosser Aufreger ist, oder es ist tatsächlich so, dass das Gros der Deutschen eher lethargisch ihre Regierung ertragen und nur bei Wahlen dazu neigen, den "Oberen" einen Denkzettel zu verpassen.

    kurz gesagt, wir kriegen im gegensatz zu den briten unser maul nicht auf.


    bei den Briten kommt dann noch ein tief verwurzelter nationalsstolz und das typische misstrauen eingefleischter insulaner festländern gegenüber zum tragen.

    aber da das alles auf propaganda beruht, ist das so verstärkte anti-EU-bauchgefühl der masse auch wieder nur ein künstlicheerzeugtes produkt und kann nicht als aussage dafür hergenommen werden, wie der gemeine Brite nun wirklich denkt.

    redest du mit einzelnen Briten darüber, mag sich zwar in der Summe das EU-Hasser klischee bestätigen, aber ganz individuell gibts noch tausend andere gründe für EU-verdrossenheit.

    Aber du würdest auch erkennen, dass diese Verdossenheit nicht ganz so augeprägt ist wie erwartet, und der indivduelle Brite nach kurzem nachdenken sehr wohl Gründe Pro-EU nennen kann.


    nur in der masse kommt das weniger zu tragen. vielleicht aber dann doch noch bei der abstimmung. das ist meiner meinung nach eine fify-fity chance.
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  11. #11
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Das Referendum hat mittlerweile vor ein paar Tagen stattgefunden und überraschenderweise hat der Brexit mit 51,9% der Stimmen gewonnen. Ich hätte eine Wählerstromanalyse zwischen den Parlamentswahlen und dem Referendum interessant gefunden, habe so etwas aber bisher nicht gefunden.

    Der Regierung ist das Ergebnis nicht Recht, jetzt wird kalmiert, Cameron will die Bekanntgabe des Austritts verschleppen und manche meinen, man soll das Referendum nur als unverbindliche Meinungsumfrage sehen. Auf Seiten von Verlierern einer Wahl gibt es aber oft viel Mimimi, in Selbstmitleid zerfließen und herumjammern, zumindest in dieser Hinsicht hat das Referendum also keine historischen, sondern höchst erwartbare Folgen gebracht.

  12. #12
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Cameron kann das ergebnis eigentlich schnuppe sein. er ist zurück getreten und nicht mehr im geschäft.

    lustig finde ich, das die Leaver-Propagandisten offenbar zurückrudern und so tun, als wären ihre parolen nicht ernst gemeint gewesen.

    Ich glaube Nigel Farage sagte etwas von 350 Millionen Pfund im Monat die man für den NHS, das Gesundheitssystem verwenden wird.




    Oder ein weiterer Punkt war die Einwanderung aus Europa würde quasi gestoppt werden. Nun heisst es, es wär illussionär zu glauben. dass das geschieht oder an einem tag gestoppt wird. Eingewandert wurde schin immer. Und die meisten Einwanderer sind sicherlich keine Europäer.

    Auch las ich, zB die Schotten und Nord-Iren Mehrheitlich für Remain gestimmt haben. In Schottland soll es Überlegungen geben ei zweites Refferendum abzuhalten, nämlich version 2 von dem, wo es um die frage ging, ob man im vereinten Vereinten Königreich verbleibt oder nicht.

    Und auch in Irland scheint man zu überlegen, ob ein vereintes Irland die bessere Alternative zum Vereinigten Königreich wäre.


    Das sind zwar alles gerüchte, und auch wenn solche bstrebungen zu einem referendum führen, bezweifle ich, dass es für abspaltungen eine mehrheit gibt, aber Brexit hab ich mich auch geirrt. Wenn Schottland und Nord-Irland eigene Wege gehen, wird Rest-UK erst recht sehr dumm dastehen.

    vor allem scheinen aber junge leute für einen verbleib in der EU gewesen zu sein. darauf wurde ich persönlich gestossen. meine freundin sagte, die meisten die pro-Leave gewählt hätten, wären alte Fürze gewesen, aber die jüngeren müssen mit den folgen leben. und die sehen offenbar die zukunft eher düster. was ich allerdings nicht ganz teile.


    allles in allem haben nicht wohl stolze nationalisten, die die souveränität ihres landes zurück gewinnen wollten Brexit beschlossen, sondern leute, die sich über die folgen von Brexit nicht im klaren waren und den populisten auf den leim gingen. irgendwo las ich, dass von einem zweiten referendum gesprochen wurde, aber das halte ich wirklich für ein übertriebenes gerücht.
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  13. #13
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von lliam Beitrag anzeigen
    Cameron kann das ergebnis eigentlich schnuppe sein. er ist zurück getreten und nicht mehr im geschäft.
    Wäre Cameron eine Frau, würde man sagen, er ist ein bisschen schwanger - Zwar zurückgetreten, aber trotzdem noch da, aber nicht zuständig

    Ich glaube Nigel Farage sagte etwas von 350 Millionen Pfund im Monat die man für den NHS, das Gesundheitssystem verwenden wird.
    Diese Aufschrift ist sehr tendenziös, natürlich kann man was von dem Geld, dass dann nicht nach Brüssel geschickt wird, für das Gesundheitswesen verwenden, aber doch nicht alles...

    Auch las ich, zB die Schotten und Nord-Iren Mehrheitlich für Remain gestimmt haben. In Schottland soll es Überlegungen geben ei zweites Refferendum abzuhalten, nämlich version 2 von dem, wo es um die frage ging, ob man im vereinten Vereinten Königreich verbleibt oder nicht.

    Und auch in Irland scheint man zu überlegen, ob ein vereintes Irland die bessere Alternative zum Vereinigten Königreich wäre.


    Das sind zwar alles gerüchte, und auch wenn solche bstrebungen zu einem referendum führen, bezweifle ich, dass es für abspaltungen eine mehrheit gibt, aber Brexit hab ich mich auch geirrt. Wenn Schottland und Nord-Irland eigene Wege gehen, wird Rest-UK erst recht sehr dumm dastehen.
    Beim Schottlandreferendum war ein starkes Motiv gegen die Unabhängigkeit, dass die den Euro nicht wollten, würde mich wundern, wenn sich das geändert hätte. In Irland haben bereits sowohl die Regierung der Nord- als auch die der republikanischen Iren eine Nordirland Abstimmung abgelehnt. Das kann sich zwar noch ändern, erinnert mich allerdings um den Hype, den es mal gegeben hat, um eine Petition, über den Beitritt von Passau zu Österreich, ein paar Tage lang war das in den Medien Thema, ist dann wieder verschwunden und man hat nie wieder davon gehört.

    vor allem scheinen aber junge leute für einen verbleib in der EU gewesen zu sein. darauf wurde ich persönlich gestossen. meine freundin sagte, die meisten die pro-Leave gewählt hätten, wären alte Fürze gewesen, aber die jüngeren müssen mit den folgen leben. und die sehen offenbar die zukunft eher düster. was ich allerdings nicht ganz teile.
    Das ist halt nicht wie bei der Papstwahl, bei der man nur wählen darf, bis man 80 ist
    Das ist wie bei der Bundestagswahl, die Jungen wollten die AfD im Bundestag haben, die Alten nicht, folge dessen ist die AfD jetzt nicht im Bundestag.

    allles in allem haben nicht wohl stolze nationalisten, die die souveränität ihres landes zurück gewinnen wollten Brexit beschlossen, sondern leute, die sich über die folgen von Brexit nicht im klaren waren und den populisten auf den leim gingen. irgendwo las ich, dass von einem zweiten referendum gesprochen wurde, aber das halte ich wirklich für ein übertriebenes gerücht.
    Mit solange-wählen-lassen-bis-das-Richtige-herauskommt würde sich die Regierung völlig unglaubwürdig machen, da würde es bei den nächsten Parlamentswahlen einen Erdrutschsieg der Opposition geben. Durch dieses seltsame Mehrheitswahlrecht sind Wahlen im UK allerdings eh ein Kapitel für sich...

  14. #14
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Der Regierung ist das Ergebnis nicht Recht, jetzt wird kalmiert, Cameron will die Bekanntgabe des Austritts verschleppen und manche meinen, man soll das Referendum nur als unverbindliche Meinungsumfrage sehen. Auf Seiten von Verlierern einer Wahl gibt es aber oft viel Mimimi, in Selbstmitleid zerfließen und herumjammern, zumindest in dieser Hinsicht hat das Referendum also keine historischen, sondern höchst erwartbare Folgen gebracht.
    Ist doch die absolute Unwahrheit was du da sagst. Es ist nicht die Regierung, der das ganze nicht Recht ist, sondern dem halben Land ist das ganze nicht recht, vor allem den Jungen. Hinzu kommen Tausende Pro-Leave Wähler, denen grade klar geworden ist was los ist, und die sich gedacht haben: "Meine Stimme zählt ja eh nicht".
    EU: Exit vom Brexit? "Ich wollte das ja nicht wirklich" |*ZEIT ONLINE
    Nach Brexit-Votum: Briten googelten "Was passiert, wenn wir die EU verlassen?" - Webmix - derStandard.at ? Web (Plakativ, aber was solls)
    Es war eine populistische Debatte, völlig ohne jede Grundlage und rationale Denke, und jetzt wo sie haben was sie wollen fällt ihnen plötzlich auf, wo der Haken bei der ganzen Sache ist, und dann will mans mal wieder nicht so gemeint haben.
    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Wäre Cameron eine Frau, würde man sagen, er ist ein bisschen schwanger - Zwar zurückgetreten, aber trotzdem noch da, aber nicht zuständig
    Was soll er denn machen? Irgendjemand muss die Regierungsgeschäfte ja weiter führen. Solche Umwälzungen passieren nicht von jetzt auf gleich.
    Beim Schottlandreferendum war ein starkes Motiv gegen die Unabhängigkeit, dass die den Euro nicht wollten, würde mich wundern, wenn sich das geändert hätte.
    Das genaue Gegenteil ist der Fall. Man wollte unbedingt in der Euro Zone bleiben und war sich nicht sicher, wie das ist wenn man sich von England abspaltet. Da das ja jetzt eh gegessen ist, wäre ein erneutes Referendum (wie es ja grade geplant wird) der einzige Weg diesem Wunsch nach zu kommen.
    Was an Schottland so brisant ist, ist dass die die einzigen Bodenschätze haben, und damit zum Großteil England am laufen gehalten haben, wenn die auch gehen wirds für die Briten zappen duster.
    In Irland haben bereits sowohl die Regierung der Nord- als auch die der republikanischen Iren eine Nordirland Abstimmung abgelehnt. Das kann sich zwar noch ändern, erinnert mich allerdings um den Hype, den es mal gegeben hat, um eine Petition, über den Beitritt von Passau zu Österreich, ein paar Tage lang war das in den Medien Thema, ist dann wieder verschwunden und man hat nie wieder davon gehört.
    Das sind dann doch zwei eher unterschiedliche Dinge, oder?
    Das ist wie bei der Bundestagswahl, die Jungen wollten die AfD im Bundestag haben, die Alten nicht, folge dessen ist die AfD jetzt nicht im Bundestag.
    Wo hast du das denn her?
    Der Wählerbauch der AfD liegt vor allem bei dem Mittelalten zwischen 25-40 und da vor allem bei Män
    nern.
    Außerdem müssten wir da jetzt nochmal die Nichtwähleraktivierung und so einrechnen etc. etc. alles kompliziert, so wies du aber sagst ists erst mal nicht richtig.
    Abgesehen davon ist das doch auch etwas völlig anderes. Die Jungen müssen doch viel länger mit der Entscheidung leben. Den alten die eh schon von der Rente leben kann das doch scheiß egal sein. Bei ner Bundestagswahl kann man wenigstens immer mal wieder neu entscheiden. Der Brexit bleibt jetzt aber mal ne Weile.
    Mit solange-wählen-lassen-bis-das-Richtige-herauskommt würde sich die Regierung völlig unglaubwürdig machen, da würde es bei den nächsten Parlamentswahlen einen Erdrutschsieg der Opposition geben. Durch dieses seltsame Mehrheitswahlrecht sind Wahlen im UK allerdings eh ein Kapitel für sich...
    S.o. es ist nicht nur "die Regierung" die das will, sondern die hälfte des Landes. Ein neues Referendum würde unter garantie pro-Remain ausfallen.
    Zitat Zitat von Tilda.
    du machst mich ganz
    Zitat Zitat von BellaDracula
    Ne, ich hab halt ein riesenmaul mit viel Platz 😄

  15. #15
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    AW: Mut zum Brexit oder Vertrauen zur EU?

    Zitat Zitat von Bone Beitrag anzeigen
    Ist doch die absolute Unwahrheit was du da sagst. Es ist nicht die Regierung, der das ganze nicht Recht ist, sondern dem halben Land ist das ganze nicht recht, vor allem den Jungen. Hinzu kommen Tausende Pro-Leave Wähler, denen grade klar geworden ist was los ist, und die sich gedacht haben: "Meine Stimme zählt ja eh nicht".
    EU: Exit vom Brexit? "Ich wollte das ja nicht wirklich" |*ZEIT ONLINE
    Nach Brexit-Votum: Briten googelten "Was passiert, wenn wir die EU verlassen?" - Webmix - derStandard.at ? Web (Plakativ, aber was solls)
    Es war eine populistische Debatte, völlig ohne jede Grundlage und rationale Denke, und jetzt wo sie haben was sie wollen fällt ihnen plötzlich auf, wo der Haken bei der ganzen Sache ist, und dann will mans mal wieder nicht so gemeint haben.
    Die Regierung ist (größtenteils) für Bremain eingetreten, daher ist es keine Unwahrheit, jetzt zu sagen, die Regierung ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Das schließt nicht aus, dass es noch andere 16 Millionen Unzufriedene gibt. Das mit "Ups, eigentlich wollte ich gar nicht beim Brexit ankreuzen,, könn ma nicht noch ein Referendum machen?" kann man nicht wirklich nachkontrollieren, da es ein Wahlgeheimnis gibt, weiß man nicht, ob diejenigen wirklich für den Brexit waren oder ob die überhaupt teilgenommen haben.

    Was soll er denn machen? Irgendjemand muss die Regierungsgeschäfte ja weiter führen. Solche Umwälzungen passieren nicht von jetzt auf gleich.
    Ich frage mich allerdings, warum man sich 4 Monate Zeit lässt, bevor man irgendetwas macht. Ein Brief mit Inhalt "Hiermit aktiviere ich gemäß des Referendums den Artikel 50 des Lissabon-Vertrags und kündige den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU an." ist schließlich schnell geschrieben, in Brüssel erwartet man diesen Brief bereits.

    Das genaue Gegenteil ist der Fall. Man wollte unbedingt in der Euro Zone bleiben und war sich nicht sicher, wie das ist wenn man sich von England abspaltet.
    Schottland ist nicht in der Eurozone, dort bezahlt man mit britischem Pfund.

    Wo hast du das denn her?
    Der Wählerbauch der AfD liegt vor allem bei dem Mittelalten zwischen 25-40 und da vor allem bei Män
    nern.
    Außerdem müssten wir da jetzt nochmal die Nichtwähleraktivierung und so einrechnen etc. etc. alles kompliziert, so wies du aber sagst ists erst mal nicht richtig.
    Abgesehen davon ist das doch auch etwas völlig anderes. Die Jungen müssen doch viel länger mit der Entscheidung leben. Den alten die eh schon von der Rente leben kann das doch scheiß egal sein. Bei ner Bundestagswahl kann man wenigstens immer mal wieder neu entscheiden. Der Brexit bleibt jetzt aber mal ne Weile.
    Bundestagswahl 2013: Wählerwanderung, Gewinne, Verluste, Direktmandate - SPIEGEL ONLINE

    Bei den Alten hat die AfD 3%, bei den anderen 5-6. Die Alten haben dich des Erlebnisses der AfD im Bundestag beraubt! Aber wie von dir bereits angesprochen: Bundestagswahlen wird es noch öfters geben, ein EU Referendum gibt es - falls es gegen die EU ausgeht - theoretisch nur ein Mal. Dass alle Wahlberechtigten gleich viele Stimmen haben, wird wohl auch in Zukunft so sein.

    S.o. es ist nicht nur "die Regierung" die das will, sondern die hälfte des Landes. Ein neues Referendum würde unter garantie pro-Remain ausfallen.
    Da wären dann am Ende alle sauer, wenn beide Seiten mindestens ein Referendum gewonnen hätten.
    Geändert von Schweineohr (27.06.2016 um 16:24 Uhr)

 

 
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