1. #1
    Nachwuchsspammer
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    Frage Demokratieformen

    Was ist eure Meinung zur Demokratieform Deutschlands und wärt ihr für mehr direkte Demokratie?
    Dies ist ein politisches Thema welches ich wirklich wichtig finde. Also wollte ich mal fragen was ihr dazu denkt. Seid ihr für mehr Basisdemokratie?

  2. #2
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    AW: Demokratieformen

    ich bin für absoluten basisdemokratismus
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  3. #3
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    Nachwuchsspammer
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von Lang Zu Beitrag anzeigen
    ich bin für absoluten basisdemokratismus
    Muss sich aber fragen ob das so möglich ist. Basisdemokratie ist zwar super, aber da viele Leute gar nicht richtig aufgeklärt sind, wäre das schwierig.

  4. #4
    Moderator
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    AW: Demokratieformen

    Ich wäre schon zufrieden, wenn die Pfeiler der Demokratie überhaupt erfüllt wären. Sachen wie Transparenz, Medienfreiheit, Enthaltungsmandate, Abbau des Lobbyismus,...
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  5. Diese 3 Benutzer bedanken sich bei Homunculus für diesen Beitrag:

    boogiemax (06.05.2012), Chronicle (07.05.2012), Cleimens (06.05.2012)

  6. #5
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Ich wäre schon zufrieden, wenn die Pfeiler der Demokratie überhaupt erfüllt wären. Sachen wie Transparenz, Medienfreiheit, Enthaltungsmandate, Abbau des Lobbyismus,...
    Abbau des Lobbyismus? Das ist für mich ein linker Pfeiler. Da Lobbyismus ein Kapitalistisches Problem ist.

    Theoretisch hat das Volk die Möglichkeit sich zu informieren und zu äußern, zu kritisieren, sich frei zu bewegen.
    Praktisch ist die Mehrheit wohl zu dumm dafür und wird daher von den Medien gelenkt und ist ein Opfer der marktwirtschaftlichen Ausbeutung.

  7. #6
    Moderator
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von ChoKoPrinz Beitrag anzeigen
    Abbau des Lobbyismus? Das ist für mich ein linker Pfeiler. Da Lobbyismus ein Kapitalistisches Problem ist.
    Nein, weil es tatsächlich mehr als drei Staatsformen gibt.
    Theoretisch hat das Volk die Möglichkeit sich zu informieren und zu äußern, zu kritisieren, sich frei zu bewegen.
    Hat sie nicht. Zumindest nicht in einem gesellschaftlich vertretbarem Maße. Die Medien sind nicht frei. Punkt. Ergo auch keine wirklich informierte Wählerschaft (Bildung btw. auch nicht ausreichend). Ergo keine repräsentative Demokratie.
    Praktisch ist die Mehrheit wohl zu dumm dafür und wird daher von den Medien gelenkt und ist ein Opfer der marktwirtschaftlichen Ausbeutung.
    Wenn ich, um an gute Informationen zu kommen, den Fernseher vergessen kann und praktisch schon selbst journalistische Arbeit leisten muss um informiert zu sein, erfüllt die dritte Gewalt nicht mehr ihren Zweck.


    Und wenn das so weit geht, dass ALLE "getrennte" Gewalten sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit absprechen (und das nicht mal im Geheimen), ist das auch keine Demokratie mehr.

    Wie in der Wirtschaft. es heißt nicht mehr "Bedürfnisse decken." sondern "Bedürfnisse wecken."
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  8. #7
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    AW: Demokratieformen

    1. die demokratie in deutschland gibt bloß vor eine zu sein, ihre stützpfeiler sind nicht existent (wie oben schon gesagt wurde)
    2. basisdemokratie stelle ich mir auf großer ebene generell schwierig vor, allerdings wäre ich generell für kommunale entscheidungsfreiheit, da auf kommunaler ebene generell spontaner agiert werden kann
    3. ist demokratie nicht das goldene vom ei.
    das kernproblem von demokratie ist, dass die leute ihren eigenen willen wählen können, also nur eigene interessen vertreten, aber eben nicht die der gesamten gruppe. daher haben ja parteien die möglichkeit, ihr wahlprogramm auf einzelverlangen auszurichten. "steuern wollen die senken? goil, wählen, da hab ich was von".
    sozialismus zeichnet sich aber dadurch aus, dass das beste für alle teilnehmer gewollt ist. die leute sprechen halt nur für sich, nicht für alle.
    genau darum hat demokratie eben wenn überhaupt nur in basisformen in kommunalen strukturen zukunft

    (4.) - demokratie und freie marktwirtschaft sind generell asynchron, da: freie marktwirtschaft definiert sich nach says law größtenteils dadurch, dass ein angebot sich seine eigene nachfrage schafft, wodurch sich der markt immer selbst regulieren würde. damit schafft jedoch - nach gelehrter wirtschaftslehre - rüstungsindustrie krieg, womit der markt selbst zum politischen konstrukt wird.
    Geändert von boogiemax (06.05.2012 um 19:09 Uhr)


    Dieser Satz ist eine Lüge






    Dieser Satz ist wahr



    (R)


  9. #8
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Nein, weil es tatsächlich mehr als drei Staatsformen gibt.
    Ist ja auch eine Regierungsform .. und deswegen hat das eine nichts mit dem anderem zu tun. Da das eine Sache der Regierung ist.
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Hat sie nicht. Zumindest nicht in einem gesellschaftlich vertretbarem Maße. Die Medien sind nicht frei. Punkt. Ergo auch keine wirklich informierte Wählerschaft (Bildung btw. auch nicht ausreichend). Ergo keine repräsentative Demokratie.

    Wenn ich, um an gute Informationen zu kommen, den Fernseher vergessen kann und praktisch schon selbst journalistische Arbeit leisten muss um informiert zu sein, erfüllt die dritte Gewalt nicht mehr ihren Zweck.
    Die Medien sind nicht frei und in diesem Land wird auch nicht dagegen protestiert. Damit ist das Volk praktisch selbst Schuld.Der Journalist ist ja auch frei...seine Story muss nur der Lobby passen.
    Und wer unternimmt nichts gegen die Lobby? Staat profitiert von, nur Volk leidet.


    Der einzelne Bürger könnte aber ja auf den Gedanken kommen.. Medien nicht frei - Warum? -aha, wir werden wohl fremdgelenkt, es liegt an mir es zu ändern.

    Ergo .. damit eine Volksherrschaft funktionieren kann, muss das Volk auch Willens sein zu herrschen. In dem Moment in dem es die Verantwortung einer anderen Macht gibt und sich lenken lässt, ist es zwar wie du sagst......



    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Und wenn das so weit geht, dass ALLE "getrennte" Gewalten sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit absprechen (und das nicht mal im Geheimen), ist das auch keine Demokratie mehr.

    ....keine Demokratie mehr, aber wohl Volkes Wille, da es nicht wirklich was gegen unternimmt.

  10. #9
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von ChoKoPrinz Beitrag anzeigen
    Ist ja auch eine Regierungsform .. und deswegen hat das eine nichts mit dem anderem zu tun. Da das eine Sache der Regierung ist.
    Ich fordere nicht einen Rutsch nach links, sondern nach oben. Auch die Demokratie kann sich transzendieren. Die momentanen Tendenzen gehen mehr und mehr gen Anarchie bzw. sind das sehr aktuelle Mächte.
    Die Medien sind nicht frei und in diesem Land wird auch nicht dagegen protestiert. Damit ist das Volk praktisch selbst Schuld.Der Journalist ist ja auch frei...seine Story muss nur der Lobby passen.
    Und wer unternimmt nichts gegen die Lobby? Staat profitiert von, nur Volk leidet.
    Nein und nein.
    Es gibt keine bösen Leute oder Lobbymitglieder die vorgeben was in den Nachrichten kommt. Doch freiem Journalismus wird die Grundlage entzogen, sobald sie in wirtschaftliche Konkurrenz treten muss.

    Und nein, ein uninformiertes Volk kann nicht wissen, dass es uninformiert ist. Es gibt hier keine Schuldigen. Einfach nur eine Notwendigkeit.

    Also lass bitte das pseudo-intellektuelle Geblubber von wegen "aaaalles geht des Bach runter bla bla".

    Der einzelne Bürger könnte aber ja auf den Gedanken kommen.. Medien nicht frei - Warum? -aha, wir werden wohl fremdgelenkt, es liegt an mir es zu ändern.
    Das widerspricht deiner obrigen Aussage und wir werden nicht "gelenkt". Wir sind ganze einfach Subjekte in einem System, dass sich nun mal entfaltet wie seine Grundlagen es verlangen. Hungernde Kinder in Afrika sind nicht das Produkt bösen Willens oder fehlgeleiteter Moral und somit der Schuld aller, sondern das Produkt einer Maschinerie die sich verselbstständigt hat und das leider nicht zum menschlichen Interesse.
    Ergo .. damit eine Volksherrschaft funktionieren kann, muss das Volk auch Willens sein zu herrschen. In dem Moment in dem es die Verantwortung einer anderen Macht gibt und sich lenken lässt, ist es zwar wie du sagst......
    Das ist als ob du sagst, die neuen Telefone seien doof, weil die Konsumenten kein Interesse haben selbst welche zu bauen.

    ....keine Demokratie mehr, aber wohl Volkes Wille, da es nicht wirklich was gegen unternimmt.
    Also um dir nochmal zu zeigen zu welcher Aussage dich deine reaktionäre und pseudo-ideologische Euphorie getrieben hat:
    "Alle Menschen werden von ? gelenkt weil ? und sie sind selbst schuld, weil diese Kontrolle des Willens bewusst gewollt ist."
    Mhm... Da stehst du irgendwie in der Beweispflicht.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  11. #10
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Ich fordere nicht einen Rutsch nach links, sondern nach oben. Auch die Demokratie kann sich transzendieren. Die momentanen Tendenzen gehen mehr und mehr gen Anarchie bzw. sind das sehr aktuelle Mächte.
    Einen Rutsch ins Autoritäre? Wir tendieren Richtung Polizeistaat. Die Überwachung steigt. Es gibt keine revolutionäre Stimmung. Der Staat kann seine Macht entfalten. Wo siehst du in der jetzigen Situation anarchistische Tendenzen?
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Nein und nein.
    Es gibt keine bösen Leute oder Lobbymitglieder die vorgeben was in den Nachrichten kommt.
    Ach Nein? Wer gibt es dann vor?
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Doch freiem Journalismus wird die Grundlage entzogen, sobald sie in wirtschaftliche Konkurrenz treten muss.
    Eben .. und sowas passiert nicht aus Willkür. Du wirst mir aber sicher gleich sagen wem wir die Schuld geben können.

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Und nein, ein uninformiertes Volk kann nicht wissen, dass es uninformiert ist. Es gibt hier keine Schuldigen. Einfach nur eine Notwendigkeit.
    Es herrscht eine gewisse Aufklärung. Und auch wenn sie nicht jeden betrifft, so gibt es seit Jahren in unserer Gesellschaft die Intellektuellen, die das System hinterfragten und analysierten und als sogar diese Gruppe vor ca. 150 Jahren zensiert wurde, gab es tatsächlich in diesem Land Proteste. Wo ist da jetzt bitte die Notwendigkeit? Es gibt höchstens Desinteresse .
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Also lass bitte das pseudo-intellektuelle Geblubber von wegen "aaaalles geht des Bach runter bla bla".
    Ich sage nicht das es dem Bach runter geht. Ich sage nur "Selbst Schuld". Mein Geblubber ist nur das Gegenteil von deinem Geplapper .. also wenn bist du nicht besser als ich? Oder sehe ich das jetzt falsch
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Das widerspricht deiner obrigen Aussage und wir werden nicht "gelenkt". Wir sind ganze einfach Subjekte in einem System, dass sich nun mal entfaltet wie seine Grundlagen es verlangen. Hungernde Kinder in Afrika sind nicht das Produkt bösen Willens oder fehlgeleiteter Moral und somit der Schuld aller, sondern das Produkt einer Maschinerie die sich verselbstständigt hat und das leider nicht zum menschlichen Interesse.
    In den Regionen in denen dein "Produkt der Maschinerie" ist, gibt es zwar vielleicht Ausbeutung, aber keine Massensterben, da es logischerweise den Firmen nichts bringt wenn die eigenen Arbeiter alle am krepieren sind.
    Dort wo eben doch die Kinder sterben...gibt es auch keine lohnenswerte Investition.

    Moment.. wir alle sind das System. Das entfaltet sich aus der Grundlage.
    Das System besteht aber aus mehreren Teilen. Und logischerweise muss ein Teil auf das andere Einfluss üben. Sonst funktioniert kein System der Welt.
    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Das ist als ob du sagst, die neuen Telefone seien doof, weil die Konsumenten kein Interesse haben selbst welche zu bauen.
    Nein .. das bedeutet, dass der Konsument sagt, wie er sein Telefon gerne hätte(Trends). Konsument will große Bildschirme, Blackberry baut kleine, weil es meint richtig zu liegen. Blackberry scheitert. Die Konkurrenz siegt. So sollten Wahlen funktionieren.
    In dem Moment in dem Konsument sagt "egal, Hauptsache Handy" .. ist es selbst Schuld wenn er nicht genau das hat, was er will.
    Da unsere Gesellschaft ein großes Interesse an der Ausstattung eines Handys besitzt, aber nicht an der Ausstattung unserer Bundesregierung..hat es eben auch die Regierung..die sich gebildet hat.

    Damit zum Kern "Selbst Schuld"

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Also um dir nochmal zu zeigen zu welcher Aussage dich deine reaktionäre und pseudo-ideologische Euphorie getrieben hat:
    "Alle Menschen werden von ? gelenkt weil ? und sie sind selbst schuld, weil diese Kontrolle des Willens bewusst gewollt ist."
    Mhm... Da stehst du irgendwie in der Beweispflicht.
    Soll ich jetzt etwa Lücken stopfen oder wie?
    Ich verweise am besten auf mein oben genanntes System-Beispiel.

    Ein Auto braucht (grob gesagt) einen Motor zum Antrieb .. eine Steuerung zum Lenken und eine Karosserie die das ganze zusammenhält und das Bild des Wagens wiederspiegelt.

    Da wir ja mehrere Staats und Regierungsformen haben können daher auch verschiedene Autos gebaut werden.

    Wenn ein System nicht stimmt und nicht funktionieren kann weil ein Glied zu schwach ist, kann es mit den anderen Systemen nicht mithalten und geht daher unter.

    Ein schwaches Glied wäre in dem Fall ein desinteressiertes Volk.

  12. #11
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    AW: Demokratieformen

    Zitat Zitat von ChoKoPrinz Beitrag anzeigen
    Einen Rutsch ins Autoritäre? Wir tendieren Richtung Polizeistaat. Die Überwachung steigt. Es gibt keine revolutionäre Stimmung. Der Staat kann seine Macht entfalten. Wo siehst du in der jetzigen Situation anarchistische Tendenzen?
    Dir ist schon klar, dass dir diese "autoritären Tendenzen" nur auffallen, weil sie anarchistischen Bewegungen trotzen, oder?
    Ach Nein? Wer gibt es dann vor?
    Die Medien. Und die handeln zum eigenen Interesse.
    Eben .. und sowas passiert nicht aus Willkür. Du wirst mir aber sicher gleich sagen wem wir die Schuld geben können.
    Du verstehst es einfach nicht, oder?
    Es gibt keinen verdeckten Bösewicht. Niemand trifft irgendeine Schuld. Es ist wie es ist und es musste so kommen und das wurde schon vor Jahrhunderten vorhergesagt.

    Wir haben ganz einfach ein strukturelles Problem. Bzw. einige.
    Es herrscht eine gewisse Aufklärung. Und auch wenn sie nicht jeden betrifft, so gibt es seit Jahren in unserer Gesellschaft die Intellektuellen, die das System hinterfragten und analysierten und als sogar diese Gruppe vor ca. 150 Jahren zensiert wurde, gab es tatsächlich in diesem Land Proteste. Wo ist da jetzt bitte die Notwendigkeit? Es gibt höchstens Desinteresse .
    Pass auf, du überschlägst dich noch.

    Wer ist "diese Gruppe"? Wer sind die bösen Männer genau, die zensieren?

    Erst sagst du, es wird zensiert, dann sagst du, die Menschen sind nicht uninformiert sondern desinteressiert. Und daran sind sie selbst schuld, weil sie fremdgesteuert sind.
    Ich sage nicht das es dem Bach runter geht. Ich sage nur "Selbst Schuld". Mein Geblubber ist nur das Gegenteil von deinem Geplapper .. also wenn bist du nicht besser als ich? Oder sehe ich das jetzt falsch
    Ja, tust du. Weil du irgendwelche unsichtbaren Männer für deine widersprüchlichen Aussagen erfinden musst.

    Wirtschaft ist Wirtschaft. Mehr steckt da nicht dahinter.
    In den Regionen in denen dein "Produkt der Maschinerie" ist, gibt es zwar vielleicht Ausbeutung, aber keine Massensterben, da es logischerweise den Firmen nichts bringt wenn die eigenen Arbeiter alle am krepieren sind.
    Dort wo eben doch die Kinder sterben...gibt es auch keine lohnenswerte Investition.
    Das würden glaube ich die Millionen HIV Kranken verneinen.
    Moment.. wir alle sind das System. Das entfaltet sich aus der Grundlage.
    Das System besteht aber aus mehreren Teilen. Und logischerweise muss ein Teil auf das andere Einfluss üben. Sonst funktioniert kein System der Welt.
    Ja...
    Nein .. das bedeutet, dass der Konsument sagt, wie er sein Telefon gerne hätte(Trends). Konsument will große Bildschirme, Blackberry baut kleine, weil es meint richtig zu liegen. Blackberry scheitert. Die Konkurrenz siegt. So sollten Wahlen funktionieren.
    In dem Moment in dem Konsument sagt "egal, Hauptsache Handy" .. ist es selbst Schuld wenn er nicht genau das hat, was er will.
    Da unsere Gesellschaft ein großes Interesse an der Ausstattung eines Handys besitzt, aber nicht an der Ausstattung unserer Bundesregierung..hat es eben auch die Regierung..die sich gebildet hat.

    Damit zum Kern "Selbst Schuld"
    Wieso "selbst Schuld". Nach dir sind ja alle zufrieden. Bekamen was sie wollten. Alle haben gewonnen.

    Und trotzdem hast du meine Aussage wieder ignoriert:
    "Bedürfnisse decken."=/="Bedürfnisse wecken."
    Soll ich jetzt etwa Lücken stopfen oder wie?
    Ich verweise am besten auf mein oben genanntes System-Beispiel.
    Ein Auto braucht (grob gesagt) einen Motor zum Antrieb .. eine Steuerung zum Lenken und eine Karosserie die das ganze zusammenhält und das Bild des Wagens wiederspiegelt.

    Da wir ja mehrere Staats und Regierungsformen haben können daher auch verschiedene Autos gebaut werden.

    Wenn ein System nicht stimmt und nicht funktionieren kann weil ein Glied zu schwach ist, kann es mit den anderen Systemen nicht mithalten und geht daher unter.

    Ein schwaches Glied wäre in dem Fall ein desinteressiertes Volk.
    ...Was?
    Man sucht sich das System nicht aus, es ist kein Produkt. Es ist auch keine Maschine, sondern ein Organismus. Das haben wir seit der französischen Revolution und der Aufklärung schon so etabliert. Scheinbar ist das an dir vorbeigegangen...

    Und "politisches Desinteresse" ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  13. #12
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    AW: Demokratieformen

    Das Problem, das ich sehe ist einfach, das politik im großen und ganzen ein derart weites feld ist, das keiner, der noch einen anderen beruf und/oder ein hobby hat wirklich komplett durch jedes thema durchblicken kann.

    das widerum macht das "informieren" derart schwierig, schlichtweg weil die meisten menschen das meiste nicht interessiert, dann wird in den wahlprogrammen geblättert, eine zeile gefunden "hey, das find ich gut", und die partei dann gewählt.
    das diese eine zeile dann eventuell zugunsten des ganzen anderen krams bei koalitionsverhandlungen rausfliegt bzw. wegkompromissed wird, ist dann halt nicht zu ändern, die stimme ist ja abgegeben, und damit für alle programmpunkte gleich gültig eine zustimmung.

    das sorgt einerseits für noch mehr desinteresse, unglaubwürdigkeit und lauter solchen krams, weil man als wähler eben doch mehr lotto spielt ob das, was man gerne möchte nun wirklich passiert.

    von daher wäre, mal auf eine metapher die wir alle kennen runtergerechnet sowas wie ein "forum" als regierungsform eventuell ganz sinnvoll, wo jeder reinschreiben kann, was er an ideen, vorschlägen usw. hat, eine gruppe gewählter "mods" bzw. "profis", die einerseits die nunmal notwendigen stellen wie staatoberhaupt, außenminister etc., also alles repräsentative bekleiden, andererseits aber auch hauptberuflich sich darum kümmern, was von den ganzen vorschlägen, ideen etc. überhaupt umsetzbar, also mit der verfassung, EU oder was auch immer vereinbar ist, und dementsprechend die diskussionen moderieren. meinetwegen für jedes jetzige ministerium ne handvoll (oder mehr) "profis", die auch wirklich ahnung von der materie haben.

    das hätte einerseits den effekt, das jeder sich so viel er will beteiligen kann, wo es ihm wichtig ist, und sich dort auch informiert (den was einen interessiert, da informiert man sich in der regel auch), andererseits hätte man die möglichkeit wesentlich spezifischer zu wählen. wem zb. atomenergie egal ist, hält sich da raus, muss das aber nicht zwangweise "mitnehmen", nur weil man gerne etwas anderes hätte.

    umso mächtiger wären bei sowas natürlich springer und co, die man eventuell von der marktwirtschaft "entkoppeln" müsste... wie genau das jetzt funktionieren kann, wäre nochmal nen eigenen thread wert, und würde hier wahrscheinlich den rahmen sprengen.

    aber grundsätzlich, häufige wahlen, und zwar spezifisch jeweils zu "kleinen" themen, an denen jeder teilnehmen kann, es aber nicht als verpflichtend angesehen wird würden meines erachtens nach die sinnvollsten ergebnisse liefern, zumindest sobald sich das ganze ein wenig eingependelt hätte. wenn nur 10% wahlbeteiligung bei der frage nach irgendwelchem kram ist, der halt keinen interessiert, dann ist das halt so, wen es interessiert, wer meint, davon betroffen zu sein, der wird halt abstimmen gehen.
    eventuell gehts auch komplett in die hose, aber das im moment würd ich jetzt auch nicht als masterplan sehen, von daher...
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

 

 

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