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  1. #1
    Trippel-As
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    Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Was sind eure Meinungen zu diesem Werk des Literatur-Nobelpreis-Trägers??

    "Warum schweige ich, verschweige zu lange,
    was offensichtlich ist und in Planspielen
    geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
    wir allenfalls Fußnoten sind.

    Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
    der das von einem Maulhelden unterjochte
    und zum organisierten Jubel gelenkte
    iranische Volk auslöschen könnte,
    weil in dessen Machtbereich der Bau
    einer Atombombe vermutet wird.

    Doch warum untersage ich mir,
    jenes andere Land beim Namen zu nennen,
    in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
    ein wachsend nukleares Potential verfügbar
    aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
    zugänglich ist?

    Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
    dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
    empfinde ich als belastende Lüge
    und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
    sobald er missachtet wird;
    das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig.

    Jetzt aber, weil aus meinem Land,
    das von ureigenen Verbrechen,
    die ohne Vergleich sind,
    Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
    wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
    mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
    ein weiteres U-Boot nach Israel
    geliefert werden soll, dessen Spezialität
    darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
    dorthin lenken zu können, wo die Existenz
    einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
    doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
    sage ich, was gesagt werden muss.

    Warum aber schwieg ich bislang?
    Weil ich meinte, meine Herkunft,
    die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
    verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
    dem Land Israel, dem ich verbunden bin
    und bleiben will, zuzumuten.

    Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muss,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
    das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
    durch keine der üblichen Ausreden
    zu tilgen wäre.

    Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
    weil ich der Heuchelei des Westens
    überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
    es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
    den Verursacher der erkennbaren Gefahr
    zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
    gleichfalls darauf bestehen,
    dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle
    des israelischen atomaren Potentials
    und der iranischen Atomanlagen
    durch eine internationale Instanz
    von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

    Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
    mehr noch, allen Menschen, die in dieser
    vom Wahn okkupierten Region
    dicht bei dicht verfeindet leben
    und letztlich auch uns zu helfen."

    Ist Grass ein, so wie ich meine, ein antidemokratischer Antisemit oder erkenne ich die Wahrheit noch nicht?

  2. #2
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Grass ist das kind seiner zeit. egal wie liberal, etc ... jmd auch sein mag, gewisse eigentümlichkeiten aus der zeit, in der man seine kindheit und jugend verbracht hat
    brechen immer durch und können eben bei lesern, die darüber nicht näher bescheid wissen, um einen autor richtig einschätzen zu können, irritationen hervorrufen.
    was dein thread beweist.

    wenn du einen autor verstehen willst, kannst du das nicht an einem text oder an seinem gesamtwerk allein ausmachen, sondern du musst mehr über sein leben im detail herausfinden, evtl details in der speziellen lebensituation, in deren phase der ein bestimmter text entstand.

    ich persönlich halte Grass für einen guten autor, der mir aber inzwischen geistig etwas verpieselt, altbacken und vermodern daherkommt.
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  3. #3
    -- Themenstarter --
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Spielst du auf seine Zeit in der Hitlerjugend und derWaffen-SS an, die seinen Antisemitismus erklären oder vielleicht noch entschuldigen könnte?
    Die Mitgliedschaft in der SPD kann für seinen Antisemitismus wohl nicht verantwortlich sein, da die SPD eine demokratische Partei ist und kein linksfaschistisches Gedankengut verbreitet.

    Ich streite ja nicht ab das Günter Grass tolle Literatur geschrieben hat, aber für mich war und ist er Antisemit und daher ungeeignet als linker Gutmensch und Gewissen der Deutschen.

  4. #4
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    warum sollte man das ... oder überhaupt etwas ... entschuldigen?

    der alte mann ist eben so wie er ist - ein mensch, der nicht in allem konsequent dazu steht, was ihn geprägt, und was er dann und wann, oder generell so in seinem leben getrieben und falsch gemacht hat. egal wie seine ansichten auch sein mögen und wie sehr ich diese im einzeln evtl als liderlich finde ... er beweist durch sein persönliches versagen nur einmal mehr, dass er ein mensch ist. und das seh ich alten menschen wie ihm, die gerade noch aus dem grab lurken, allemal nach.


    aber was den antisemetismus angeht, hab ich so meine probleme, immer wenn es so punktiert, wie etwa bei dir, erwähnt wird. ich mag es einfach nicht, gruppen kategorisiert stigmatisiert zu sehen. es mag sein, dass Grass irgendwie speziell auf semitische leute fixiert ist, egal wie, aber das braucht man nicht auch noch besonders hervorzuheben. sag es allgemeiner ...

    ... sag dann schon lieber Grasser: er ist ein latenter rassist.

    und das trifft aber wiederrum irgendwie auf 99% aller menschen auf dieser welt zu. auch in dieser hinsicht ist Grass also nichts besonderes, auch wenn er exponierter ist, als die graue masse.

    nimm ihn dir zum beispiel, und arbeite daran, nicht so werden wie er es wurde. damit haben Grass unzulänglichkeiten sicher einen zweck erfüllt.^^
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  5. #5
    Forenpapst
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Ich denke Grass hat vollkommen recht.
    Man muss die Politik des Staates (!) Israel genauso kritisieren dürfen wie bei allen anderen Staaten auch.
    Da gleich die Antisemitismus-Keule zu schwingen ist ein ziemlich dummer deutscher und israelischer Reflex, dessen Zeit so langsam aber sicher abgelaufen sein sollte.
    Das Leben ist eine Schlampe.
    Aber eine ausgesprochen attraktive.

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    boogiemax (09.04.2012), Cooper (05.04.2012), deutschlandistt (11.04.2012), Splitscreen (15.05.2012)

  7. #6
    Grünschnabel
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Zitat Zitat von Chronicle Beitrag anzeigen
    Ich denke Grass hat vollkommen recht.
    Man muss die Politik des Staates (!) Israel genauso kritisieren dürfen wie bei allen anderen Staaten auch.
    Da gleich die Antisemitismus-Keule zu schwingen ist ein ziemlich dummer deutscher und israelischer Reflex, dessen Zeit so langsam aber sicher abgelaufen sein sollte.
    Ja, aber Israel hat schon ziemlich lange (ich glaub 50Jahre) ne Atombombe und bis jetzt is nix passiert .

  8. #7
    urneturne
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Zitat Zitat von csnothx Beitrag anzeigen
    [...]seinen Antisemitismus erklären oder vielleicht noch entschuldigen könnte?

    [...] für mich war und ist er Antisemit und daher ungeeignet als linker Gutmensch und Gewissen der Deutschen.
    Sei da mal lieber vorsichtig... Kritik an Israel ist nicht gleich Kritik an allen Juden. Also auch kein Antisemitismus (obwohl ich auch nicht behaupten kann, das er überhaupt nicht antisemitisch ist).

    Es ist nicht unverantwortlich, die Politik eines Staates zu kritisieren. Es ist unverantwortlich von Deutschland (gewesen), aufgrund unserer Vergangenheit und unseres schlechten Gewissens Israel nicht mehr objektiv zu beurteilen.

    Aber das Gedicht an sich haut mich jetzt auch nicht wirklich um... Hört sich mehr an wie eine überkandidelte Diskussion mit sich selbst, und ist auch noch so offensichtlich und uninterpretierbar. Was solls. Er wird auch nur älter.

  9. #8
    Freysinn
    Gast

    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    der einzige Punkt, mit dem Grass wirklich recht hat, ist das Problem der nicht kritisierbarkeit Israels... ihm Antisemitismus vorzuwerfen ist nämlich einfach totaler Käse... zumindestens der Text ist in keinem Funken antisemitisch...

    ich vermute auch fast, dass Grass nichts anderes wollte, als diesen Punkt hervor zu heben... und das er damit gerechnet hat, dass ihm gleich Antisemitismus vorgeworfen wird... er schreibt da doch zum Teil recht abenteuerlichen Kram... aber halt nichts antisemitisches...

  10. #9
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    [quote=urneturne;1592523]Sei da mal lieber vorsichtig... Kritik an Israel ist nicht gleich Kritik an allen Juden. Also auch kein Antisemitismus (obwohl ich auch nicht behaupten kann, das er überhaupt nicht antisemitisch ist).

    Es ist nicht unverantwortlich, die Politik eines Staates zu kritisieren. Es ist unverantwortlich von Deutschland (gewesen), aufgrund unserer Vergangenheit und unseres schlechten Gewissens Israel nicht mehr objektiv zu beurteilen.

    quote]

    Ich bin mir nicht sicher, ob dir nicht die Obejektivität für diese Sache fehlt. Wer droht den eigentlich mit der totalen Vernichtung und Ausradierung - Israel oder Iran? Wieso ergreift Grass so Partei für ein Regime das den Holocaust leugnet? Das hat schon ein "Gschmäckle".

    Wenn er sich so vor einem Atomkrieg sorgt hätte er doch lieber mal den Mund aufmachen sollen als die Proteste gegen das Regime in Teheran brutal niedergeschlagen wurden. Doch lieber wendet er sich gegen das einzige demokratische Land in dieser Krisenregion.

    Günter Grass ist ein Populist der sich 60 Jahre lang zur moralischen Instanz und als schlechtes Gewissen Deutschlands, speziell in NS-Fragen, erhoben hat. Genau vor Erscheinen seines Buches kommt dann ein Eingeständnis seiner eigenen Verstrickungen im 3. Reich, welch ein Zufall.

    Steht vielleicht eine neue Veröffentlichung an? Wenn ja, dann hoffentlich eine qualitativ bessere als dieses Gedicht.

  11. #10
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Zitat Zitat von csnothx Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht sicher, ob dir nicht die Obejektivität für diese Sache fehlt. Wer droht den eigentlich mit der totalen Vernichtung und Ausradierung - Israel oder Iran? Wieso ergreift Grass so Partei für ein Regime das den Holocaust leugnet? Das hat schon ein "Gschmäckle".
    Der Iran droht aktuell niemandem, schon gar nicht mit Krieg.
    Außer den westlichen Vasallenstaaten in der Region, ist der Israelhass dort überall ziemlich ausgeprägt und auch ein von Israel selber geschaffenes Problem.
    Er ergreift auch nicht Partei pro Iran, sondern nur contra Israel, das ist ein Unterschied.
    Wenn er sich so vor einem Atomkrieg sorgt hätte er doch lieber mal den Mund aufmachen sollen als die Proteste gegen das Regime in Teheran brutal niedergeschlagen wurden. Doch lieber wendet er sich gegen das einzige demokratische Land in dieser Krisenregion.
    Du verwechselst da wohl grade was mit Syrien.
    Vor einem Atomkrieg kann man sich nur bei Israel sorgen, denn die ach so Bösen haben keien Atomwaffen.
    Das Leben ist eine Schlampe.
    Aber eine ausgesprochen attraktive.

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  13. #11
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Ich sehe in diesem literarisch profanen 'Werk' weder einen Hinweis auf eine Verherrlichung des Iran, noch auf eine Verteufelung Israels.

    Für mich ist es eine Prosa über die verbotenen Worte in unserem Land. Nationalismus, Nationalsozialismus, Antisemitismus, etc.
    Diese veraltete 'Wir haben mal was schlimmes getan und müssen uns jetzt streng davor hüten'-Mentalität haftet den Deutschen an. Seit Jahrzehnten; und das wird auch Jahrzehnte noch so bleiben.

    Ich unterstütze diese Weltanschauung nicht. Ich verabscheue Nazis und verachte Hitler.
    Aber ich dachte immer, man sei in einer modernen Welt von der Geburtsschuld ausgeschlossen.
    Sünden würden sich im einundzwanzigsten Jahrhundert nicht mehr vererben.

    Doch genau das tun sie.
    Das sieht man besonders gut bei der deutschen Politik. Ob nun zu Israel, zum Iran oder zu Anschlägen auf Schulen und Synagogen.
    Eins ist immer gleich; man hält sich zurück.

    Denn, wenn man erst einmal was gesagt hat, dann wird es auf alle möglichen Arten analysiert und interpretiert.
    Am Einfachsten fällt es da, wenn man die Brücke zu Hitler schlägt.

    Das ist immer am Einfachsten. Den kennt jeder und alle wissen, was gemeint ist.

    Ich finde es rechtens, was Herr Grass hier kritisiert.

    Ich hasse keine Juden, aber Israel sollte genauso wenig ungeprüfte Atomwaffen besitzen, wie der Iran.
    Erst vor einigen Tagen habe ich ein Interview mit dem israelischen Außenminister (?) gesehen.
    Er meinte: 'Wr wissen nicht, ob der Iran Atomwaffen hat. Und wir können nur eine friedliche Lösung finden, wenn sie keine haben. Aber bis dahin bleiben wir bewaffnet, damit uns bloß nichts geschieht.'

    Was ist daran anders?
    Gut, der Iran will Vergeltung.
    Aber, als ob Israel das auf sich sitzen lässt. Nur weil einer anfäng, hat der andere nicht gleich recht.
    Außerdem: Die Regierung in Israel ist instabil. Es brauch nur noch einen Trropfen, und das Faß läuft über. Ein 'kleiner' Anschlag, ein paar Tote... Dann fliegen die Bomben; und ob der Iran sich dann wehren kann kann Israel höchst egal sein.

    Israel wird durch die westliche Welt unterstützt. Mit Militär.
    Anstatt, dass man Gespräche führt und friedliche Lösungen vorantreibt lässt man es auf einen Krieg hinauslaufen.

    Und dort sehe ich dann doch wieder die Parallele zu Hitler. Nicht bei uns, sondern bei Israel.
    Denn die sind aufgerüstet, die haben starke Leute im Rücken; sie warten nur noch auf eine Gelegenheit.
    Hitlers Kriegsvorbereitungen vor dem Polenfeldzug waren genauso gestrickt. Er hatte die Truppen. Er hatte das Ziel. Er brauchte nur noch eine Ausrede.
    'Ab 4:45 Uhr wird zurückgeschossen!'


    Ich bin gespannt. Denn das wird eskalieren. Da bin ich mir sicher. Die Frage ist nicht wo oder wie. Die Frage ist nur wann.

    So. Und nun bin ich weitab vom Thema. Egal.
    Ich finde, Günter Grass erzählt viel Mist, wenn der Tag lang ist. Aber er ist kein 'antidemokratischer Antisemit', nur weil er Atomwaffen für gefährlich hält.

    Meine Meinung.
    -- IMO intended --

  14. #12
    -- Themenstarter --
    Trippel-As
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Zitat Zitat von Chronicle Beitrag anzeigen
    Der Iran droht aktuell niemandem, schon gar nicht mit Krieg.
    Außer den westlichen Vasallenstaaten in der Region, ist der Israelhass dort überall ziemlich ausgeprägt und auch ein von Israel selber geschaffenes Problem.
    Er ergreift auch nicht Partei pro Iran, sondern nur contra Israel, das ist ein Unterschied.

    Du verwechselst da wohl grade was mit Syrien.
    Vor einem Atomkrieg kann man sich nur bei Israel sorgen, denn die ach so Bösen haben keien Atomwaffen.
    Ich hab keine Ahnung von wo du deine Informationen beziehst:
    Aus dem Tagesspiegel
    "...Noch in diesem Jahr soll der Iran den „zionistischen Feind“ Israel angreifen. Eine solche Attacke sei als Verteidigungs-Jihad gerechtfertigt. Tawakkuli nannte bei seiner Drohung gegen Israel auch gleich noch die Ziele für einen solchen Raketenangriff, der dank Raketen mit unterschiedlicher Reichweite von verschiedenen Abschussorten im Iran erfolgen könne. Genannt wurde insbesondere die zentral in Israel gelegene Region zwischen Lod-Ramle und Jerusalem, wo die Iraner die Abschussrampen der gegen Ziele im Iran gerichteten israelischen Jericho-Raketen vermuten. Außerdem werden – laut israelischem Fernsehen – auch der Atomreaktor in Dimona am Rande der Negevwüste genannt, wo Israel nach allgemeiner Annahme seine Atombomben produziert, sowie der küstennahe Forschungsreaktor Sorek.
    Israels Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres erklärte am Montag in Haifa, dass die Anzahl möglicher nicht militärischer Aktionen gegen den Iran größer sei als diejenige militärischer Natur. „Niemand ist daran interessiert, eine militärische Aktion zu beginnen“, sagte Peres, weshalb alle Optionen auf dem Tisch lägen. Teheran verkünde keinerlei positive Botschaften, sondern nur solche von Zerstörung und Tötung."

    Und nein, ich denke nicht an Syrien sondern an Iran. Anscheinend bist du auf auf dem "iranischen" Auge blind. Ich rede von der Wahl in Iran 2009 und den darauf folgenden Studentenprotestenvmit dem Schlachtruf "Tod dem Diktator".....aber ja, ist ja schon bald 3 Jahre alt. Das braucht man nicht mehr wissen..

  15. #13
    Nachwuchsspammer
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    Zitat Zitat von csnothx Beitrag anzeigen
    Spielst du auf seine Zeit in der Hitlerjugend und derWaffen-SS an, die seinen Antisemitismus erklären oder vielleicht noch entschuldigen könnte?
    Die Mitgliedschaft in der SPD kann für seinen Antisemitismus wohl nicht verantwortlich sein, da die SPD eine demokratische Partei ist und kein linksfaschistisches Gedankengut verbreitet.

    Ich streite ja nicht ab das Günter Grass tolle Literatur geschrieben hat, aber für mich war und ist er Antisemit und daher ungeeignet als linker Gutmensch und Gewissen der Deutschen.
    Womit belgst du den das Grass ein Antisemit ist?

    Nur weil er ein Gedicht geschrieben hat, in dem er den Staat Israel,
    aber nicht die Jüdische Religion, kritisiert.
    Also wo liegt der Beweis dafür das du Grass als Antisemit bezeichnen
    darfst?
    Das er in der Hitlerjugend und dann in der Waffen SS war, ist für mich
    kein Beweis. Er war doch damals noch ein Kind. Ja Kind. Laut Aktueller Kinderschutz Gesetze, gelten ja wieder alle bis zum vollendeten 18 Lebensjahr vor dem Gesetz als Kinder. Sowie das damals im Grunde sogar bis zum Alter von 21 Jahren so der Fall war.

    Schon mal den Film die BRÜCKE dir angesehen? Nein nicht dieses
    US MAchwerk, sondern das Original. Den dann wüßtest du was
    damals so abgelaufen ist. Die Original Verfilmung wurde kurz nach
    Kriegsende gedreht. Wo man noch aus eigenem erleben wusste was
    da abgelaufen ist.

    Also bevor man einen, wie eben Grass, verurteilt, sollte man sich
    doch ein wenig mehr Gedanken machen. Der Spielfilm Blechtrommel,
    ist da auch ein guter Spielfilm für.

    Zitat Zitat von urneturne Beitrag anzeigen
    Sei da mal lieber vorsichtig... Kritik an Israel ist nicht gleich Kritik an allen Juden. Also auch kein Antisemitismus (obwohl ich auch nicht behaupten kann, das er überhaupt nicht antisemitisch ist).

    Es ist nicht unverantwortlich, die Politik eines Staates zu kritisieren. Es ist unverantwortlich von Deutschland (gewesen), aufgrund unserer Vergangenheit und unseres schlechten Gewissens Israel nicht mehr objektiv zu beurteilen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob dir nicht die Obejektivität für diese Sache fehlt. Wer droht den eigentlich mit der totalen Vernichtung und Ausradierung - Israel oder Iran? Wieso ergreift Grass so Partei für ein Regime das den Holocaust leugnet? Das hat schon ein "Gschmäckle".

    Wenn er sich so vor einem Atomkrieg sorgt hätte er doch lieber mal den Mund aufmachen sollen als die Proteste gegen das Regime in Teheran brutal niedergeschlagen wurden. Doch lieber wendet er sich gegen das einzige demokratische Land in dieser Krisenregion.

    Günter Grass ist ein Populist der sich 60 Jahre lang zur moralischen Instanz und als schlechtes Gewissen Deutschlands, speziell in NS-Fragen, erhoben hat. Genau vor Erscheinen seines Buches kommt dann ein Eingeständnis seiner eigenen Verstrickungen im 3. Reich, welch ein Zufall.

    Steht vielleicht eine neue Veröffentlichung an? Wenn ja, dann hoffentlich eine qualitativ bessere als dieses Gedicht.[/quote]

    Grass greift in seinem Gedicht, einen Kriegstreiber an, welcher im
    Gegensatz zum Iran, bei allem was dieser in der Vergangenheit
    getan hat, mit Samthandschuhen angefaßt wird.
    Der Staat Israel hat sich noch an keine UN Resulation gehalten.
    Oder kannst du das Gegenteil beweisen??

    Israel hat bis heute immer es geschafft UN Kontrolleuren den Zugang
    in die Besetzen Gebieten zu verweigern oder diesen so zu verschieben und dann den Gang so zu Kontrollieren, das der Besuch
    Zwecklos war. Beschwerden der UNO wurden dank Israel Unterstützer immer wieder abgeschmettert.

    In vergleichbaren Fällen, reagiert die Welt und da besonders die
    Amerikaner aber anders. Militärisch oder mit Embargo Maßnahmen,
    welche auch die Ärmsten dann trifft.

    Israel ist für mich nich gleich bedeutend mit der Jüdischen Religion.

    Ach ja, wo beschönigt den Grass den Iran? Er vurteilt diesen
    Genauso. Nur ist eben der Iran in diesem Gedicht als Thema
    zweitrangig.
    Wieso muss übrigens bei allen, wo es um Israel geht auch die
    andere Seite Thematisiert werden?

    Wenn ich einen Lynchangriff der Israelischen Armee Kritisiere,
    wobei eben auch Kinder getötet wurden, verharmlose ich doch
    damit nicht die Angriffe der Hamas, nur weil ich diese nicht
    dabei erwähne. Den ich sehe da keinen Zusammenhang.

    Zitat Zitat von urneturne Beitrag anzeigen
    Günter Grass ist ein Populist der sich 60 Jahre lang zur moralischen Instanz und als schlechtes Gewissen Deutschlands, speziell in NS-Fragen, erhoben hat. Genau vor Erscheinen seines Buches kommt dann ein Eingeständnis seiner eigenen Verstrickungen im 3. Reich, welch ein Zufall.
    Zuerst einmal, was wissen wir den über seine Tätigkeit im NSDAP Staat?
    Ach ja er war mal gerade 6 Monate in der Waffen SS. Welche zu dem
    Zeitpunkt seines Eintritts sowieso schon Faktisch die Alleinige
    Militärische Macht des Landes war. Das mal nur so als Info.
    Zu dem war er mit 15 (Wie die Kinder in Die Brücke) zum Militärdienst
    gekommen. Wohl auch, wie eben die Kinder in dem besagten Spielfilm,
    um so der Konsertiven Kaiserlichen Familien Idiologie Erziehung zu
    entkommen. Ja und dem Alter gerecht, damals auf jeden Fall, auf der
    Suche nach Abenteuer. Welche ja so schon als Militärische Kopie
    der Pfadfinderidee, in der HJ exestiert hatte.

    Was wäre den gewesen, wenn er sich von anfang an dazu bekannt
    hätte? Hätte er dann überhaupt eine Chance bekommen all das zu
    tun, was er getan hat? Also mit drei Büchern das BILD Boulevard Blatt wahre Gesicht zu veröffentlichen?
    Ich glaube nicht. Alle ich denke mal die diesen Weg der Ehrlichkeit
    gegangen sind, hatten bald nur noch Jobs als Hilfsarbeiter. Selbst
    die welche wie Grass, nur wenige Jahre in dieser Maschenerie steckten.
    Was ja nun immer wieder bewiesen wird durch die Medien und die
    Masse, so bald Grass etwas sagt, wird versucht ihn eben mit diesem
    Teil seines Lebens, Mund Tot zu machen. Vor allem die Medien benutzen nur zu gern dieses Totschlagargument.

    Unter diesem Gesichtspunkt sollte man dann das ganze doch einmal sehen.
    Vor allem wie die Meinung durch Medien Manipuliert wird und das
    immer schon.

    Zitat Zitat von csnothx Beitrag anzeigen

    Und nein, ich denke nicht an Syrien sondern an Iran. Anscheinend bist du auf auf dem "iranischen" Auge blind. Ich rede von der Wahl in Iran 2009 und den darauf folgenden Studentenprotestenvmit dem Schlachtruf "Tod dem Diktator".....aber ja, ist ja schon bald 3 Jahre alt. Das braucht man nicht mehr wissen..
    Nun in Israel gab es auch mal Demonstrationen, welche aber alle durch
    Polizei und auch die Armee, nieder geschlagen wurden und das mit brutaler härte.

    Ja und was ist mit all den guten Offizieren der Israelischen Armee,
    welche direkt mit bekommen haben was in den Besetzten Gebieten,
    also dem zukünftigen Palästina, abgelaufen ist. Sie waren dabei
    und verweigern, eben weil sie all die Verbrechen die dort passiert
    mit eigenen Augen gesehen haben, den Dienst in den Besetzten
    Gebieten. Mit dem Wissen das sie dafür mittels eines Militär Tribunals
    zu langen Haftstrafen verurteilt werden und keine Gnade erwarten
    dürfen. Also schlimmer als wie bei uns, als es noch die Wehrpflicht gab. Ach ja und auch weiter werden sie Mundtot gemacht, in dem
    man ihnen droht deren Zukunft und auch die der Verwandten, zu
    nichte zu machen.

    Bevor man Grass kritisiert, sollte man sich mal über die Israelische Friedens Initiative informieren, welche nicht nur vom Staat Israel
    als Staatsfeind betrachtet wird, sondern auch International von
    allen Parteien (Piraten mal ausgenommen) boykotiert wird.

    Du kannst deinen Text auch in mehreren Beiträgen zusammenfassen und dementsprechend gliedern
    Ist zwar viel Text in einem, aber trotzdem leichter zu lesen (:
    Geändert von BellaDracula (07.04.2012 um 12:14 Uhr)

  16. #14
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    Ich finde sein Gedicht wirklich nicht antisemitisch - es ist alles so deutlich darin, dass man vermutlich nahezu nichts interpretieren muss, da jetzt Antisemitismus drin zu sehen finde ich eindeutig überinterpretiert.

    Ich glaube, Grass hatte auch ganz gute Denkansätze, wie die schon genannte Nicht-Kritisierbarkeit Israels. Dass das Gedicht teils aber so richtig ins Schwarze trifft, ist vermutlich eher Zufall, ich trau ihm jetzt nicht mehr soo viel zu.

    Die Reaktion mit einem Einreiseverbot finde ich lächerlich und ist reiner Publizismus -
    als würde Grass mit seinen 84 Jahren in nächster Zeit nochmal fix nach Israel reisen.
    Und jetzt auch noch das Verlangen nach Aberkennung des Friedensnobelpreises, weil er etwas kritisiert hat! Soweit kommt's ja noch.


    Interessant finde ich aber, dass am Anfang Grass nur im Kreuzfeuer stand und langsam auch andere Stimmen durchsickern.

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    beherg (10.05.2012)

  18. #15
    Kaiser
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    AW: Günter Grass - "Was gesagt werden muss"

    ach leute.. krieg ist wirtschaftliches mittel zu zweck, nicht "du hast angefangen! Nein, du! Nein du! Lass uns n Krieg entfachen!" , und grass ist kein nazi. und wenn er doch einer ist, dann zeigt sich das nicht in diesem gedicht, diese ganze publicity gabs doch einfach nur weil man nichts gegen israel sagen darf ohne gleich einen mit der nazikeule überzogen zu bekommen. lächerlich
    Geändert von boogiemax (09.04.2012 um 19:27 Uhr)


    Dieser Satz ist eine Lüge






    Dieser Satz ist wahr



    (R)


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    beherg (10.05.2012)

 

 
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