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    Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Moin

    Ich hab derzeit ein Problem das mich sehr belastet. Ich fang am Besten mal von ganz vorne an:

    Als ich circa 13 Jahre alt war hatte ich privat viele Probleme die ich kaum noch stemmen konnte. Ich dachte oft Selbstmord und hab es auch zweimal versucht, aber dafür war ich wohl (zum Glück) zu inkompetent. Davon wissen kaum welche die mich kennen, nicht mal mal meine eigene Familie. Irgendwann hab ich angefangen einen ,,Sinn des Lebens" zu suchen. Ein Schlüsselerlebnis zu meiner heutigen religiösen sowie politischen Einstellung war ein Gespräch mit einer vollverschleierten Frau. Wir sind mal in der Innenstadt auf Englisch zufällig ins Gespräch gekommen (konnte mit 11 bereits flüssig Englisch). Von diesem Moment an habe ich mich sehr für Politik und Religion interessiert. Ich habe so ziemlich alle islamischen Bücher gelesen die es hier Deutschland gibt und kenne durch politische Event auch einige sunnitische Imame. Mittlerweile bin ich in der linken politischen Szene in München fest drinnen und bin regelmäßig auf polit. Events und Demos.

    Lange habe ich mich für die radikal-islamistische Sekte des Salafismus interessiert. Sie bietet wie eigentlich jede andere Sekte einfache Fragen auf schwierige Fragen. Fast wäre ich in die islamistische Szene abgerutscht, allerdings hat mich ein sunnitischer Imam ,,wachgerüttelt". Mittlerweile verabscheue ich Salafisten und Islamisten.

    Ich bin römisch-katholisch aufgewachsen und unsere komplette Familie mütterlicherseits und väterlicherseits ist ebenfalls römisch-katholisch. Ok, in die Kirche geht trotzdem kaum einer, aber sie sind alle dennoch Christen. Ich fand das Christentum schon immer langweilig, öde, ausgelutscht und im alten Testament zu gewalttätig. Im alten Testament gehts nur ums Töten, Vergewaltigen und Ausbeuten. Das wurde mir irgendwann zuviel.

    Ich war bisher mehrmals in islamischen Ländern als Kultururlaub. Ok, meine Familie lag meistens am Strand und hat sich touristenmäßig vom harten Arbeitsalltag erholt, aber ich bin jedes Mal mit Einheimischen durch die Region gereist und war praktisch nie am Strand. Ich hab die islamische Lebensweise kennengelernt und war sofort durch die übermäßige Gastfreundschaft und Höflichkeit gegenüber Fremden in eine Art Bann gezogen.

    In den letzen Sommerferien (2013) hatte ich durch ein Praktikum die Chance mit einer islamischen Hilfsorganisation für 5 1/2 Wochen nach Syrien zu gehen. Den Namen der Organisation halte ich geheim. Ich wusste das sie eine salafistsche und ultra-konservative Hilfsorganisation ist, aber sie sagten es wäre kein Problem das ich Christ sei. Ich solle es nur nicht den Aufständischen/Rebellen sagen. Also brachten sie mir das Gebet bei damits so aussieht als wäre ich Muslim. Ich war noch nie vorher in einem Kriegsgebiet und war dementsprechend schockiert. In weiten Teilen von Damaskus, Homs und Hama lief das normale Leben ab, allerdings stand die Organisation dafür den Zivilisten an den Fronten zu helfen. Die gesamten fünf Wochen zu beschreiben wäre zu lang, aber ein paar Eindrücke möchte ich schildern. In Damaskus und Hama war zu weiten Teilen alles ruhig. Ich war oft mit einheimischen Jugendlichen die Englisch sprachen durch zerstörte Gebiete gelaufen. Sie zeigten mir ihre ehemalige Schule, ihre alten Wohnblocks und andere weitere ,,Alltagsgebäude". Alles war kaputt und bis zur Unbrauchbarkeit in Kleinteile gebombt. Die letzen zwei Wochen unseres Syrienaufenthalts ging es mit drei durch Spenden finanzierte Krankenwägen voll mit Medikamenten nach Homs. Bereits auf dem Weg dorthin gerieten wir unter Artelleriebeschuss regimetreuer Truppen und verloren einen der Krankenwägen inklusive Fahrer. Die Granate schlug ins Heck des vor uns fahrenden Krankenwagens ein der anschließend außer Kontrolle geriet und in einen Straßengraben krachte. Der Fahrer war sofort tot, die anderen Insassen überlebten mehr oder weniger schwer verletzt. Wir rannten sofort zu den verunglückten Fahrzeug und retteten die Insassen und borgen die Leiche des total zermatschten Fahrers. Wir versuchten noch teilweise die Medikamente zu bergen, aber der Beschuss wurde immer schlimmer also flüchteten wir. Ein Leben lang werde ich die Narben in meinem Gesicht tragen die die Granate verursachte. Die Splitter die wie Schrotgeschosse durch unsere Windschutzscheibe donnerten. Die Narben sind zwar nicht groß und auch nicht all zu auffällig oder entstellend, aber sie erinnern mich bei jedem Blick in Spiegel an diesen Tag. In Homs angekommen waren wir mitten im Zentrum einer humanitären Totalkatastrophe. Überall verwundete Menschen ohne ärztliche Versorgung. Die Straßen gesäumt von den Überresten zerbombter Leichen und Kindergärten voll besetzt bis auf die Grundmauern niedergebomt. Seit Anfang September 2013 bin ich in Therapie, da ich ein schweres Trauma erlitt. Wenn ich heute einen Hubschrauber oder ein Flugzeug höre bekomme ich Herzrasen und Schweißausbrüche, zu groß ist die Angst vor Bomben. Meine Eltern bereuen es bis heute das sie mir das Praktikum erlaubt haben. Die Rede war ursprünglich vom Verteilen der Medikamente in gesicherten Gebieten, nicht an der Front...auch wenn jeder heimlich wusste das wir inoffiziell an die Front gehen werden um die Leute zu versorgen.

    Ich wollte mit meinem bisherigen Inhalt des Posts darstellen das ich weiß was islamische Kultur heißt und ich nicht so ein 0815-Konvertit bin der mal eben von jetzt auf nachher religiös wird. Das Problem das ich hab ist ganz einfach: Auch wenn meine Familie weiß das ich mit Salafismus und Gewalt nichts am Hut haben will werden sie es nicht akzeptieren wenn ich Muslim werde. Ich selber bin aber der festen Überzeugung, dass es nur einen Gott gibt. Dieser Gott heißt Allah (arab. für Gott) und sein Diener und Gesannter ist Mohammed.

    Was ratet ihr mir? Wie soll ich mit meiner Familie das Problem lösen und wie würdet ihr handeln? Ich werde Ende dieses Jahres 16 und ich will bis dahin konvertieren. Und eine kleine Bitte: In vielen Foren wurde mir abgeraten zu konvetieren anstatt das auf mein Problem eingegangen wurde. Meine Entscheidung steht fest und daran kann nichts geändert werden. Ich wende mich hier bewusst an ein nicht-islamisches Forum, da ich denke das die Beiträge hier objektiver sind.

    Gruß
    Das Wort Geheimnis enthält nicht umsonst das Wort geheim :P

    ...

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  2. #2
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Wie kann ich das nett formulieren.. Ähm: Ich glaube dir kein Wort deiner Syrien-Geschichte. Aber das ist auch nicht der Punkt.
    Also werde ich diesen Abschnitt einfach ignorieren und dir meinen Rat zukommen lassen.

    Hast du mit deinen Eltern schon mal über den Islam und über Muslime geredet? Würden sie sich auf ein Gespräch mit deinem (wie heißt das bei denen?) Imam einlassen; Ein nettes Gespräch über die Aktivitäten der Muslime in deiner Gegend?
    Brauchst du das Einverständnis deiner Eltern für die Konversion?
    Kannst du nicht noch drei Jahre warten, bis du Achtzehn bist und deine Religion so lange 'inoffiziell' ausleben?

    Ich würde ein offenes Gespräch suchen. Die meiste Ablehnung gegen andere Menschen basiert auf Unwissenheit.
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  3. #3
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Wie kann ich das nett formulieren.. Ähm: Ich glaube dir kein Wort deiner Syrien-Geschichte. Aber das ist auch nicht der Punkt.
    Also werde ich diesen Abschnitt einfach ignorieren und dir meinen Rat zukommen lassen.
    Leider ist heutzutage so, dass je weniger eine Geschichte der eigenen Vorstellung entspricht, desto weniger glaubt man diese. Ich zwinge niemanden meine Geschichte zu glauben, aber ich zwinge auch niemanden auf meinen Post einzugehen.

    Offene Gespräche hab ich oft geführt, allerdings sind meine Eltern sehr ablehnend was Islam und Muslime angeht. Eine Erlaubnis brauch ich nicht, da man in Deutschland mit 14 Jahren die Religionsfreiheit als Bürgerrecht zugesprochen bekommt.

    Das mit dem inoffiziell ausleben hab ich schon oft gehört von anderen Personen, aber ich selber halte davon nichts. Wenn ich Muslim bin, dann auch offiziell.
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    ...

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  4. #4
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Deine Eltern lassen dich, ihren 15-jährigen Sohn, mit Salafisten in ein Kriegsgebiet reisen? Ich weiß gerade echt nicht, wem ich vorher von dir erzählen soll: Dem Jugendamt oder dem Verfassungsschutz...

    Aber das lasse ich jetzt mal beiseite, da du eh gemeint hast, dass du dich in Zukunft in gemäßigten Kreisen bewegen willst. Du sagst deinen Eltern kurz und knapp, dass du zum Islam konvertieren willst, ob sie dir glauben, dass du das ernst meinst, ist doch egal, solange du für dich weißt, dass du es ernst meinst.

  5. #5
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von MegaSony Beitrag anzeigen
    Leider ist heutzutage so, dass je weniger eine Geschichte der eigenen Vorstellung entspricht, desto weniger glaubt man diese. Ich zwinge niemanden meine Geschichte zu glauben, aber ich zwinge auch niemanden auf meinen Post einzugehen.
    Oh, ich meinte nicht den Teil mit den Toten und dem ausgebeuteten Land. Das glaube ich allerdings. Nein, mein Misstrauen beruht auf der gleichen Grundlage wie das von Schweineohr.
    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Deine Eltern lassen dich, ihren 15-jährigen Sohn, mit Salafisten in ein Kriegsgebiet reisen?
    Klingt höchst unglaubwürdig.

    Aber wie gesagt, es tut nichts zur Sache.


    Zitat Zitat von MegaSony Beitrag anzeigen
    Offene Gespräche hab ich oft geführt, allerdings sind meine Eltern sehr ablehnend was Islam und Muslime angeht. Eine Erlaubnis brauch ich nicht, da man in Deutschland mit 14 Jahren die Religionsfreiheit als Bürgerrecht zugesprochen bekommt.

    Das mit dem inoffiziell ausleben hab ich schon oft gehört von anderen Personen, aber ich selber halte davon nichts. Wenn ich Muslim bin, dann auch offiziell.
    Dann werde eben Muslim. Das ist deine Entscheidung und deine Eltern werden damit leben müssen. Ärger wird es natürlich geben, aber früher oder später werden sie einsehen, dass du deine eigene Meinung vertrittst.
    Das Gespräch würde ich trotzdem nicht aufgeben; Zumindest insofern es deine konkreten Pläne angeht. Offen bleiben ist die Devise.

    Und sprich vorher trotzdem nochmal mit deinem lokalen Religionsführer (war Imam denn jetzt richtig?) darüber. Der wird solche Situationen sicher besser einschätzen können als ein Haufen Fremder im Internet.
    Und der muss dich ja auch konvertieren, denke ich. Da sollte er die ganze Schose kennen.
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  6. #6
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    @Skycatcher: Ja es heißt Imam . Allerdings denke ich hier wurde etwas falsch verstanden: Ich habe bisher mit meinen Eltern nur über den Islam und Muslime geredet und NICHT über meine Entscheidung zu konvertieren. Ich denke das hätte einen Dauerstreit ausgelöst. Die Imame die ich kenne (also ehesten Ansprechpartner) sind entweder in keiner deutschen Moschee angestellt oder deren Moschee liegt außerhalb Münchens. Problem: Die einzige deutsche Moschee in München ist radikal-islamistisch und damit will ich echt nichts mehr am Hut haben!

    @Schweineohr: So wie du das sagst: Ja, sofort Jugendamt und Verfassungsschutz informieren. Allerdings muss man sagen das ich auch nur das ,,Highlight" der Reise erwähnt hab. Die meiste Zeit waren wir mit Fahren und Pakete schleppen am rummachen. Die Hinfahrt hat insgesamt 11 Tage (8 Tage Fahrt + 3 Tage an der türkisch-syrischen Grenze warten) gedauert und die Rückfahrt auch nochmal 7 Tage -> 2 1/2 Wochen waren schonmal Fahrt. Die restlichen drei Wochen bestanden aus Pakete schleppen, Medikamente sortieren und Ruinen besichtigen. Die einzige gezielte Kampfhandlung gegen uns war die auf dem Weg nach Homs. Danach waren es ,,nur" noch allgemeine Kampfhandlung auf die komplette Stadt. Den ganzen Tag donnerten Kampfjets durch die Luft mit Bomben im Gepäck. Den Boden war praktisch am Dauervibrieren durch die Explosionen. Die naheste Bombe die einschlug war circa 200m entfernt und ab dem Moment verlagerten wir uns in andere Stadtviertel in denen Ruhe war. Also direkt in Lebensgefahr war ich nur auf dem Weg nach Homs.

    Meine Eltern erlaubten dies nur weil sie wissen das mein Lebensziel Entwicklungshelfer in Kriegsgebieten ist und ich monatelang gedrängt habe. Sie haben mich täglich 2x angerufen um zu fragen wies mir geht. Ich will damit nur sagen das es auf meine Entscheidung hin arangiert wurde und nicht durch die Vernachlässigung durch meine Eltern.
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  7. #7
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Aber wärst du nicht im Falle einer Konvertierung der Scharia und der Frauenunterdrückung und was es sonst noch so gibt, verpflichtet? Und selbst wenn nicht, kannst du einer Religionsgemeinschaft beitreten, die soetwas propagiert/gutheißt?

  8. #8
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Aber wärst du nicht im Falle einer Konvertierung der Scharia und der Frauenunterdrückung und was es sonst noch so gibt, verpflichtet? Und selbst wenn nicht, kannst du einer Religionsgemeinschaft beitreten, die soetwas propagiert/gutheißt?
    die Einstellung zu begleitenden Werken wie bspw der Scharia (und damit verbunden die Option bzw der Grat der Verschleierung beispielsweise) unterscheidet sich stark von den einzelnen Bevölkerungsgruppen innerhalb des Islam:
    während Sunniten oftmals sehr stark konservativ sind und (je nach Land eine bis hin zu größtmögliche) Verschleierung befürworten, sind Schiiten ein wenig offener in der Hinsicht
    und es gibt ein wenig weltoffenere Bevölkerungsgruppen, die zahlenmäßig jedoch geringer vertreten sind


    Verschleierung der Frauen sowie deren Unterdrückung bspw sind keine expliziten Inhalte/Vorgaben des Koran, sondern von Begleitschriften wie etwas der Scharia...die jedoch von weiten Teilen des Islam mittlerweile als "islamisches Gesetz" angesehen werden
    Few of us can easily surrender our disbelief that society must somehow make sense.
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  9. #9
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von Schweineohr Beitrag anzeigen
    Aber wärst du nicht im Falle einer Konvertierung der Scharia und der Frauenunterdrückung und was es sonst noch so gibt, verpflichtet? Und selbst wenn nicht, kannst du einer Religionsgemeinschaft beitreten, die soetwas propagiert/gutheißt?
    Prinzipiell ja. Egal welche Religion, man ist immer dem verpflichtet was sie verbreitet. Heißt also, rein theoretisch müsste ich mich an die Scharia halten und sie über das Grundgesetz stellen. Allerdings gibt liegt es in der Hand jedes Menschen, wie er eine Religion interpretiert. Eine Tunesierin sagte mir mal in unserem Mahdiaurlaub, es gebe einen Unterschied zwischen Tradition und Religion. Zum Beispiel kommen solche Dinge wie Ehrenmord und Zwangsheirat aus einer vorislamischen Zeit. Einige Muslime haben damals diese Angewohnheiten übernommen und in der Religion verbreitet. Beispiel Afghanistan: Im Koran steht klipp und klar man solle seiner Tochter die beste mögliche Schulbildung geben. Die meisten Afghaninnen haben jedoch noch nie eine Schule von innen gesehen, während ihre Brüder studieren. Wieso? Weils schon immer so war. Genauso läuft das mit dem Frauen verprügeln etc...Mohammed sagte mal: ,,Derjenige der seine Frau am Besten behandelt wird der größte im Paradies sein.".

    Man kann sich die schlechten und barbarischen Dinge aus dem Islam raussuschen, aber auch die barmherzigen und liebenswerten Dinge. Das ist in jeder Religion so. Jemand der nach dem alten Testament lebt ist wahrscheinlich genau so ein brutaler Mensch wie einer der exakt nach der Scharia lebt. Wie mans schlußendlich macht ist jedem selber überlassen. Für mich kommt auf jeden Fall nur der sakuläre Islam und nicht der Radikale in Frage!
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  10. #10
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Wir schweifen ab.
    Wenn die einzig vernünftigen Imame außerhalb Münchens leben (was man ihnen weiß Gott nicht verübeln kann), dann sollte es dir das wert sein, dorthin zu fahren.
    Auch mit deinen Eltern natürlich.

    Und trotzdem finde ich eine Wartezeit besonders in Bezug auf dein Familienverhältnis nicht verkehrt. Du kannst auch mit Achtzehn konvertieren, wenn du das dann immer noch willst.
    Teenager haben eine Art, Meinungen zu wechseln..
    Ich meine, drei Jahre hast du es schon ausgehalten. Und wenn deine Therapie anschlägt ist eine psychisch gesicherte Phase bestimmt besser als jetzt mit posttraumatischen Anfällen; Man nimmt dich dann auch ernster.
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  11. #11
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Ähm: Ich glaube dir kein Wort deiner Syrien-Geschichte.
    Du glaubst ihm nur das nicht? Ich hab aufgehört ihn ernst zu nehmen als er meinte "Ich bin mit Einheimischen im land um her gereist ." mit NOCH nicht mal 16! Ich bitte dich lieber wasweißichnicht . Das ist ein wirklicher dummer fake.

    und wenn es wirklich ernst gemeint war . Islam . Nun ja . Meine Meinung ist dazu ziemlich negativ , deswegen werde ich dir im großen und ganzen dazu abraten . denk lieber noch mal 10 jahre nach . dann kannst du immernoch konvertieren.
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  12. #12
    Kaiser
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Ich könnte dir jetzt alle möglichen traditionellen Sachen aufzählen, von denen du dann allen sagen wirst "Nein das mache ich nicht", aber wozu solltest du dann überhaupt konvertieren? Mach das, was dir gefällt, bete nach Mekka wenn es dir innere Ruhe gibt, du kannst ja trotzdem konfessionslos sein, gibt dann auch keinen/weniger Zoff mit den Eltern schätze ich mal.

  13. #13
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Zitat Zitat von Mara Cuja Beitrag anzeigen
    Du glaubst ihm nur das nicht? Ich hab aufgehört ihn ernst zu nehmen als er meinte "Ich bin mit Einheimischen im land um her gereist ." mit NOCH nicht mal 16! Ich bitte dich lieber wasweißichnicht . Das ist ein wirklicher dummer fake.

    und wenn es wirklich ernst gemeint war . Islam . Nun ja . Meine Meinung ist dazu ziemlich negativ , deswegen werde ich dir im großen und ganzen dazu abraten . denk lieber noch mal 10 jahre nach . dann kannst du immernoch konvertieren.
    Anscheindend erscheint es dir unwahrscheinlich das es deutsche Familien gibt, die nach 20 Jahren Nordafrikareisen (pro Jahr circa zwei Mal) Freundschaften mit Einheimischen pflegen. Ich bin wohl kaum in ein fremdes Auto eingestiegen und hab gesagt zeig mir mal die Gegend, dass waren immer Bekannte und Freunde unserer Familie.

    Andere Frage? Wießo bist du eigentlich so negativ zu einer Weltreligion eingestellt?

    @Schweineohr: Warum ich dennoch konvertiere sollte? Zum Muslim sein gehört mehr wie fünfmal täglich beten. Es gibt die Hadj (Wahlfahrt nach Mekka), die Zakat (Almosen für Arme) und vieles mehr. Es gibt verschiedene Pflichten und Lebensregeln. Außerdem gehört es dazu als voll vom Islam überzeugter Mensch zu glauben, dass wenn man als Nicht-Muslim stirbt man in die Hölle kommt. Hört sich jetzt Märchengespenstisch an für Nicht-Muslime, aber gläubige Muslime glauben daran.

    Zur Syrienreise könnte ich hier 44,7 Gigabyte Video- und Bildmaterial posten. Allerdings liegt die Festplatte mit den vielen Fotos und Videos der Reise bei einem syrischen Freund. Er kam vor 7 Monaten von Homs nach Deutschland zu Verwanten und wollte sich das Material von vor Ort ansehen. Allerdings hatte ich mal für mich selber eine Slideshow bzw. Amateurdokumentation erstellt von der ich gerade so um die 20 Screenshots gemacht habe. Wer will kann sie unter dem Link hier anschauen. Genaueres bzw. was genau zu sehen ist steht im Bildtitel: https://www.dropbox.com/sh/r4k8g1d2js4xjxn/-wqgpphASn
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  14. #14
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    Der Unterschied zwischen Islam und anderen Religionen ist wohl, dass der Quran von Allah direkt stammen soll, während praktisch alle anderen Weltreligionen nur von Gläubigen niedergeschrieben wurde und so nicht "echt" ist, oder? Das macht das ganze natürlich sehr verlockend für jemanden, der auf Suche ist.
    Wenn deine Geschichte so stimmt, dann wirst du schon einen tiefen Grund in dir spüren, warum du Muslim werden willst. Ob es die einzige Wahrheit ist, die Zukunftsreligion oder die für dich interessanteste Kultur. Wenn du diese Entscheidung 100% bewusst triffst, dann tu es und konvertiere. Persönlich kann ich aber sagen, mit 18 oder 20 ist man noch mal ein anderer Mensch, als mit 16. Für so eine endgültige Entscheidung würde ich mir sehr lange Zeit lassen und davor einige Jahre die Bräuche und Lehren studieren. Und gleichzeitig die Augen und Ohren offen halten für alle anderen Einflüsse.
    Von muslimischen Menschen/Gelehrten kann man viel lernen. Ein paar habe ich auch schon kennenlernen dürfen und respektiere sie sehr. Die aber folgen nicht den korrekten Lehren, sondern schöpfen einzig ihre Kraft aus dem Vorbild Mohammed und dem Gebet als Routine. Das kannst du auch machen, ganz ohne zu konvertieren. Es ist schön, irgendwo offiziell dazuzugehören, aber man kann seinen Glauben auch ohne Konvertierung tief leben. Mache, was für dich richtig ist, und versuche nicht einem Zwang zu folgen.

    Deine Eltern werden alle Berechtigung zur Sorge haben. Ungewöhnlich ist es ja schon und einen besonders guten Ruf hat der Islam auch nicht gerade. Was auch immer deine Eltern konkret tun oder sagen, höre ihnen zu. Respektiere die Meinung deiner Eltern und denke darüber nach. Eine negative Reaktion sollte dich weder einschüchtern noch aufheizen. Haben deine Eltern zweifeln, werden sie Gründe dafür haben, genauso wie du deine Gründe hast zu konvertieren. Du wirst weiterhin ihr Sohn sein, auch wenn du Muslim und sie Christen sind. Ich denke mal Wertschätzung der Eltern zählt hier fast mehr als Glaubensdetails. Daher - Diplomatie ist immer gut, wenn du mit ihnen redest.
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  15. #15
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    AW: Möchte zum Islam konvertieren - Familie würde es ablehnen

    es erscheint mir unwahrscheinlich, dass Du nach Syrien reist und Deine Familie davon nichts erfährt

    - der Verfassungsschutz überwacht Reisende nach Syrien
    - im Zuge dessen wärest Du erfasst worden (jaja . . . "über weitere Länder.....")
    - würdest Du als Minderjähriger ohne Erlaubnis oder auch nur Wissen Deiner Eltern in ein Kriegsgebiet reisen, das zudem auch Glaubensfanatiker beinhaltet, bekäme Deine Familie womöglich einmal Besuch der Polizei
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