1. #1
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    Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    Egal ob Kant oder Popper, alle kritisieren bzw analysieren bis in das Kleinste. Gerade aber Popper sagte, dass das Leben lediglich ein Raten ist und eine absolute Wahrheit nicht erreicht werden kann bzw man Hypothesen nie als vollkommen richtig annehmen darf.
    Kant differenzierte zwischen a priorischem und a posteriorischem und versuchte unser rationales Denken und sich selbst soweit wie möglich zu erkennen.

    Jetzt komme ich aber zu einer Hypothese die sich weder Kant noch Popper stellten. Was ist nämlich wenn Kausalität nicht zwingend immer für ein Ergebnis,Handlung oder Aktion verantwortlich sein muss. Wir meinen Kausalität erfassen zu können indem empirische Experimente uns glauben lassen, dass wir es hir mit der Wechslwirkung zwischen Ursache und Wirkung zu tun haben. Die Existenz der Kausalität möchte ich hir jetzt aber auch nicht kritisieren oder anzweifeln, doch ist sie zwingend die alleinige Herscherin über alle Dinge bzw Objekte ?

    Prinzipiell muss die erste Aktion oder erste Wirkung ohne Ursache passiert sein. Wie sonst könnte unser Universum zum Existieren begonnen haben. Das erste Ding muss einfach plötzlich vollkommen akausal dagewesen sein, wenn wir die Antwort dass alles schon unendlich lange existiert und deshalb die Warum und Woher frage ausschaltet wird aus dieser Gleichung herausnehmen.

    So ich hoffe ihr versteht, um was es mir geht und könnte meinen Gedanken folgen. Mich würde gern eure Meinung zu dieser Hypothese hören und ob ihr euch eine Welt in der nicht alles kausal abläuft vorstellen könnt?

    mfg Artemis

  2. #2
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    nein, versteh ich nicht. erklärs mal.
    das erste ding ist doch immer die ursache.
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  3. #3
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    Ok ganz einfaches klassisches Beispiel:
    Was war vorher da: Das Huhn oder das Ei? Natürlich erklärt das jeder heute mit der Evolution etc etc. Aber wenn man davon ausgeht das etweder Huhn oder Ei als erstes Ding überhaupt da war , so muss eines der Beiden Dinge tatsächlich vor dem anderen dagewesen sein und die sonst immer vermutete Ursache die entweder das Huhn oder das Ei aus welchem dann entweder Ei oder Huhn enstehen
    , existiert nicht.

  4. #4
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    nimm an, zuerst war das ei da. das ei ist ursache, dass daraus ein kücken schlüpfte, das zum huhn wurde um ein ei zu legen etc ..

    ich versteh das so - egal was zuerst da sein mag ... es einfach die ursache ist, aus dem etwas hervorgehen mag. somit muss ich es so verstehen, dass kausalität zwangsläufig ist ... allerdings eben nicht zwanghaft.
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  5. #5
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    Zitat Zitat von artemis46 Beitrag anzeigen
    Egal ob Kant oder Popper, alle kritisieren bzw analysieren bis in das Kleinste. Gerade aber Popper sagte, dass das Leben lediglich ein Raten ist und eine absolute Wahrheit nicht erreicht werden kann bzw man Hypothesen nie als vollkommen richtig annehmen darf.
    Eine Hypothese definiert sich dadurch, dass sie eine freie Annahme ist.
    Eine Theorie ist bewiesen. (Zumindest durch Indizien.)

    Die Grenzen der Erkenntnis ist schon immer ein Problem.
    Kant differenzierte zwischen a priorischem und a posteriorischem und versuchte unser rationales Denken und sich selbst soweit wie möglich zu erkennen.
    Er hat das nicht wirklich. Man differenziert heute sein Denken so.

    Und was du da beschreibst ist auch irgendwie verkehrt.

    Weißt du ueberhaupt was a posteriori und a priori bedeutet?
    Jetzt komme ich aber zu einer Hypothese die sich weder Kant noch Popper stellten. Was ist nämlich wenn Kausalität nicht zwingend immer für ein Ergebnis,Handlung oder Aktion verantwortlich sein muss. Wir meinen Kausalität erfassen zu können indem empirische Experimente uns glauben lassen, dass wir es hir mit der Wechslwirkung zwischen Ursache und Wirkung zu tun haben. Die Existenz der Kausalität möchte ich hir jetzt aber auch nicht kritisieren oder anzweifeln, doch ist sie zwingend die alleinige Herscherin über alle Dinge bzw Objekte ?
    Da hast du nur halb gedacht.
    Du kritisierst hier nicht Kausalität, sondern Determinismus.
    Beides sind Themen mit denen sich Kant nie gestellt. Von Popper kenne ich nichts. Was du beschreibst hat damit aber auch nichts.
    Prinzipiell muss die erste Aktion oder erste Wirkung ohne Ursache passiert sein. Wie sonst könnte unser Universum zum Existieren begonnen haben. Das erste Ding muss einfach plötzlich vollkommen akausal dagewesen sein, wenn wir die Antwort dass alles schon unendlich lange existiert und deshalb die Warum und Woher frage ausschaltet wird aus dieser Gleichung herausnehmen.
    Uff, ne, da werden dir sehr viele Menschen widersprechen.
    "Einfach so" hat weder etwas mit Kausalität zu tun, noch ist das eine philosophische Herangehensweise.
    So ich hoffe ihr versteht, um was es mir geht und könnte meinen Gedanken folgen. Mich würde gern eure Meinung zu dieser Hypothese hören und ob ihr euch eine Welt in der nicht alles kausal abläuft vorstellen könnt?

    mfg Artemis
    Wie gesagt:
    Du verwechselst Kausalität mit Determinismus, wirfst irgendwie wirr mit philosophischen Begriffen die nichts damit zu tun haben und zum Schluss machst du irgendwelche Behauptungen die schon seit der Antike ausführlicher und auch schlüssiger behandelt wurden.
    Geändert von Homunculus (13.01.2012 um 23:31 Uhr)
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  6. #6
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    @Homunculus
    Hast du einmal die Kritik der reinen Vernunft gelesen und durchgezählt wie oft er in seinem Werk die Bezeichnungen "a priori" bzw "a posteriori" bzw "unbeding" oder "bedingt" verwendet?
    Hier geht es gerade um unsere Vernunft und auch "vorbestimmte , eingefahrene, a priorische" Ordnungsmechanismen. Kausales Denken ist doch eines der untersten "primitivsten" Konzepte unserer Vernunft.(ist also etwas a priorisches(die schon vor aller Erfahrung existiert)).

    Außerdem hat sich Kant mit dem Kausalitätsgestz beschäftigt:
    Für Kant entspringt nämlich der Begriff der Kausalität a priori aus dem Verstand, hat aber Gültigkeit nur für die Erfahrung. Kausalgesetzte haben deshalb nach Kant allgemeine objektive Gültigkeit, obwohl sie ihre Gültigkeit nur einem spontanen, jedoch notwendigem subjektivem Akt verdankt.

    Hier mal Wikipedia zu Determinismus:
    Der Determinismus (lat. determinare „abgrenzen“, „bestimmen“) ist die Auffassung, dass zukünftige Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind.
    Die Kausalität ist jedoch die Wechselwirkung zw. Ursache und Wirkung.

    Mir geht es weniger darum den Determinismus zukünftiger Dinge abzulehnen sonder vielmer darum dass in Vergangenheit und vl Gegenwart die Kauslität nicht zwanghft für das Entstehen oder Vergehen von Objekten verantwortlich ist bzw war.

    Und zu meinem Beispiel mit dem Anfang der Universums: Ich schreibe ja damit ich kritisiert werde oder konstruktive Kritik erfahre, aber nur zu sagen, dass hir viele Leute widersprechen würden, ist ein bisschen wenig und wird mich nicht gerade überzeugen.

    Übrigens Homunculus: Ein Philosoph ist einer der Weisheit liebt und anstrebt, bei dier ist es wohl eher die Liebe zur Uberheblichkeit. Wie du aber versuchst meine Meinung als dumm und unqualifiziert darzustellen und keinesfalls versuchst einen aufklärenden Aspekt der deinem unendlich weisen Verstand entspringt einzubringen, so kann ich mir kaum vorstellen, dass du zur Hälfte vestanden hast, um was es in der Philosophie geht.

    mfg artemis
    Geändert von artemis46 (14.01.2012 um 10:11 Uhr)

  7. #7
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    AW: Kausalität - ein zwanghaftes Muss unseres Universums?

    Zitat Zitat von artemis46 Beitrag anzeigen
    @Homunculus
    Hast du einmal die Kritik der reinen Vernunft gelesen und durchgezählt wie oft er in seinem Werk die Bezeichnungen "a priori" bzw "a posteriori" bzw "unbeding" oder "bedingt" verwendet?
    Hier geht es gerade um unsere Vernunft und auch "vorbestimmte , eingefahrene, a priorische" Ordnungsmechanismen. Kausales Denken ist doch eines der untersten "primitivsten" Konzepte unserer Vernunft.(ist also etwas a priorisches(die schon vor aller Erfahrung existiert)).
    A priori/posteriori hat aber nichts mit Kausalität zu tun. Es geht dabei um Rationalismus vs Empirismus.
    Bzw. Kant hat versucht da den Mittelweg zu finden.

    Diese Begriffe handeln nur davon welche Erkenntnisse vor und nach der Erfahrung gewonnen werden können.
    Diese sind dann wieder in analytische (gegebenes Wissen) und synthetische (gewonnenes Wissen) Erkenntnisgewinnungen klassifizierbar.
    Analytisch und a priori ist z.B. das Wissen, dass ein Kreis rund ist. Wenn a priori synthetisch ist, handelt es sich z.B. um quantitative mathematische Aussagen, wie dass die Winkelsumme einer Dreiecks 180Grad beträgt.
    Analytisch kann es freilich a posteriori keine Erkenntnis geben. Synthetisch waere z.B. die Erkenntnis, dass das Buch vor mir hier schwarz ist.


    Da geht es nicht darum wie eine Wahrheit sich in der Welt manifestiert, sondern um die direkte Erkenntnisgewinnung.
    Dabei geht es dann auch nicht mal direkt um einen kausalen Zusammenhang.
    Klar, kann man das mit einbauen. Darum ging es Kant aber schlussendlich nicht.
    Außerdem hat sich Kant mit dem Kausalitätsgestz beschäftigt:
    Für Kant entspringt nämlich der Begriff der Kausalität a priori aus dem Verstand, hat aber Gültigkeit nur für die Erfahrung. Kausalgesetzte haben deshalb nach Kant allgemeine objektive Gültigkeit, obwohl sie ihre Gültigkeit nur einem spontanen, jedoch notwendigem subjektivem Akt verdankt.
    Eben. Kausalität ist nun mal etwas was man für sehr viele philosophische Ansatzweisen voraussetzen muss.
    Konkret beschäftigt hat er sich also nicht damit.

    Das passierte lang vorher, in der Antike.
    Die Klassik und Nachsokratiker haben da imho die befriedigendsten Ansätze.
    Guckst du Heraklit vs Parmenides und deren Schüler.
    Hier mal Wikipedia zu Determinismus:
    Der Determinismus (lat. determinare „abgrenzen“, „bestimmen“) ist die Auffassung, dass zukünftige Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind.
    Die Kausalität ist jedoch die Wechselwirkung zw. Ursache und Wirkung.

    Mir geht es weniger darum den Determinismus zukünftiger Dinge abzulehnen sonder vielmer darum dass in Vergangenheit und vl Gegenwart die Kauslität nicht zwanghft für das Entstehen oder Vergehen von Objekten verantwortlich ist bzw war.
    Du beschreibst gerade Kausalität als eine Art Objekt in der Welt.
    Kausalität ist ein Prinzip.
    Eine deterministische Welt bedeutet immer auch eine kausale Welt. Eine Extremform, sozusagen.
    Und zu meinem Beispiel mit dem Anfang der Universums: Ich schreibe ja damit ich kritisiert werde oder konstruktive Kritik erfahre, aber nur zu sagen, dass hir viele Leute widersprechen würden, ist ein bisschen wenig und wird mich nicht gerade überzeugen.
    Deine Aussage ist: "Der Anfang des Universums war absolut spontan und aus dem nichts und deswegen ist eine absolute Kausalität auszuschließen."
    Da hast du die Erkenntnisgewinnung einfach mal umgedreht.

    Hier wieder:
    Parmenides hat mehr oder weniger dem Heraklit (ohne es zu wissen) die heftige Kritik an den Kopf geworfen, dass die Welt nicht in sich stabil sei. Aus lauter Argumentation geht hervor, dass man durch eine gewisse Denke (die Heraklit zeitgleich vertrat) zum Schluss gelangen muss, dass es einen "ersten Erreger" gegeben haben muss, der widerum stabil ist. Ein Widerspruch.
    Das braucht nun ewig differenzierter zu erklaeren.

    Der Punkt ist, dass du hier absolut haltlos einen Anfang des Universums bzw. einen "ersten Impuls" unterstellst.
    Du behauptest also irgendeine vermeintliche Tatsache, die eigentlich nur existiert weil du es dir momentan nicht ander vorstellen kannst, und schliesst daraus auf universelle Gesetzmaessigkeiten.
    In die Falle tritt man leicht.
    Übrigens Homunculus: Ein Philosoph ist einer der Weisheit liebt und anstrebt, bei dier ist es wohl eher die Liebe zur Uberheblichkeit. Wie du aber versuchst meine Meinung als dumm und unqualifiziert darzustellen und keinesfalls versuchst einen aufklärenden Aspekt der deinem unendlich weisen Verstand entspringt einzubringen, so kann ich mir kaum vorstellen, dass du zur Hälfte vestanden hast, um was es in der Philosophie geht.
    Wo genau habe ich dich dumm genannt?

    Mein Punkt war einfach, dass deine Methode verkehrt ist.
    Unter anderem, dass du scheinbar Kritik sehr persönlich nimmst.
    Den "aufklärenden Charakter" habe ich da eingebracht, wo ich dir deinen Gedankengang (den du hier zumindest so dargestellt hast) aufgeschrieben habe.

    Du vermischst einfach Standpunkte zur Erkenntnistheorie um auf einen Schluss zur Kausalität zu kommen, die du wiederum irgendwie mit Determinismus vermischst.
    Das ist als ob ich Sprachphilosophie nehme um daraus auf eine politische Theorie zu schliessen. Geht schon irgendwie, ist nur sehr weit hergeholt, sicherlich nicht die Intention der Sprachphilosophen und daher auch nicht wirklich sinnvoll.
    Keine Ahnung warum du das machst. Ist mir eigentlich auch egal, da dein Bier und so.
    Aber sei bitte nicht gleich bei einer Kritik die nicht deiner Vorstellung entsprochen hat so beleidigt.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

 

 

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