1. #1
    Grünschnabel
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    Freude oder Trauer...?

    Hey Leute,
    Ich habe mich jetzt (für mein Alter) relativ viel mit Spirituellem und Philosophischem beschäftigt und mir liegt eine gewisse Frage auf dem Herzen, über die ich bei meinen "Forschungen" gestolpert bin:

    "Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, soll man nicht um ihn trauern, sondern sich für ihn freuen."

    Was haltet ihr davon? Wenn man nicht trauert, kann man den Tod dann überhaupt verarbeiten?
    Ich persönlich habe es mir selbst versprochen, bei dem Tod von Freunden/Familienmitgliedern mit einem Lächeln aber auch einer Träne im Gesicht vor dem Grab zu stehen.
    Trauer ist ansich etwas egoistisches, da man die verlorene Person vermisst und das verarbeiten möchte.
    Kann man sich überhaupt für den Tod anderer Freuen? Ich will jetzt nicht wie der Oberpessimist klingen, aber ich bin mir sicher, dass der Ort, an den man hingeht schöner ist als unsere Mutter Erde, auch wenn ich vollkommen unreligiös bin und ansich denke, dass nach dem Tod nichts als Schwärze kommt.

    Ich bin gespannt auf eure Antworten!

  2. #2
    Nervtöter
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Mit solchen Gedankengängen habe ich mich auch mal eine Zeit lang beschäftigt. Ich habe an mir selbst festgestellt, dass es möglich ist ein Ereignis oder ein Gefühl welches eigentlich als schlecht betrachtet wird positiv erscheinen zu lassen, wenn man seinen eigenen Geist dazu manipulieren kann. Um ein ganz simples Beispiel zu nennen was ich damit meine... Ich könnte mich ärgern, dass ich morgen ganz früh aufstehen muss um zu arbeiten, wenn ich mir allerdings denke „JUHU, morgen kann ich ganz früh aufstehen !!" erreiche ich eine ganz andere sichtweise und freue mich wenn ich es richtig anstelle sogar darauf. Ich hoffe Du konntest mir folgen.

  3. #3
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Yep, das meinte ich
    Wenn man das meistert, kann man richtig gut durchs Leben kommen.
    Wow, ich hätte nicht gedacht, dass Barney Stinson himself sich mit sowas beschäftigen würde

  4. #4
    Nervtöter
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Obdachlose haben das gemeistert finde ich. Ich kannte mal jemanden der einen gescheiten Job und ein Haus hatte und das dann alles geschmissen hat um auf der Straße zu leben. Das hat mich stark beeindruckt.

  5. #5
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Kann ich dir nur zustimmen. Bei uns in der Fußgängerzone steht ein Obdachloser, der ein Bankkonto mit einer halben Millionen Euro drauf hat (weiß ich von einer zuverlässigen Quelle).
    Offensichtlich ist er mit seinem Leben schon so zufrieden genug, dass er gar nichts mehr braucht.

  6. #6
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Zitat Zitat von Sensei Beitrag anzeigen
    Offensichtlich ist er mit seinem Leben schon so zufrieden genug, dass er gar nichts mehr braucht.
    Das ist auch etwas, dass ich bei Mönchen/Nonnen bewundere. Die geben ihr weltliches Hab und Gut auf, etwas, bei dem ich mich früher immer gefragt habe, warum die das freiwillig tun. Aber es befreit, irdische Sorgen von sich fernzuhalten. Ich habe jedenfalls noch keinen unglücklichen Mönch getroffen.

  7. #7
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Wer es schafft, hat gewonnen.
    Leicht ist es nicht.




  8. #8
    König
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Ich weiss nicht. Findet man bei einer solchen Aifgabe von Hab und Gut nicht auch einen gewissen Teil Ignoranz? Wir leben in einer Welt des Konsums, vielleicht ist schon das falsch. "Gottgewollt" ist es, denke ich, so nicht mehr. Sagt man von solchen Dingen ab empfinde ich einen gewissen Anachronismus. Man kommt mit dem Stress der modernen Welt nicht mehr klar, was verständlich und akzeptabel ist. Aber anstatt sich zu entscheiden, sich mit Mühe über Wasser zu halten, oder sich zu wehren und etwas an der gängigen Situation zu ändern wird man zum Abkömmling und geht so jedem Streit aus dem Weg.
    Würde nun jeder auf diese Idee kommen wäre unsere Welt ganz schön am Arsch. Überall würden brennende Eisen liegen, die irgendjemand fallengelassen hat, aus Angst sich zu verbrennen. Es ist, finde ich, nicht der richtige Weg, in Frieden mit sich zu leben, aber jedem das seine.

    Trauer an einen Verstorbenen mit Egoismus zu betiteln ist, denke ich, so auch nicht richtig. Trauer ist ein natürlicher Prozess, der uns helfen soll, wieder ins normale leben einsteigen zu können, nach abgeschlossener Lösung von der verschiedenen Person. Sich zu freuen, dass ein Mensch gestorben ist halte ich für falsch. Wenn wir unsere Welt als Strafe, bzw negativ empfinden, dann sollten wir etwas daran ändern, anstatt uns den Tod als Erlösung herbeizuwünschen.

    Man sollte Gefühle wie Trauer, ebenso wie Konsum, mit dazugehörigem Hab und Gut neben seinen Bedürfnissen in einem gesunden Gleichgewicht halten. Ich denke das ist der Weg zum kollektiven Glück.


  9. #9
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Zitat Zitat von BlackLight Beitrag anzeigen
    Sagt man von solchen Dingen ab empfinde ich einen gewissen Anachronismus.
    Ich sage ja nicht, dass man sich von den negativen Gefühlen dieser Welt absagen sollte, vielmehr, dass man lernen sollte richtig mit ihnen umzugehen ohne durch sie noch tiefer abzurutschen.

    Zitat Zitat von BlackLight Beitrag anzeigen
    Würde nun jeder auf diese Idee kommen wäre unsere Welt ganz schön am Arsch.
    Meiner Meinung nach eben nicht, weil Emotionen und Verstand so eher im Gleichgewicht wären. Wie gesagt, man geht dem Negativen ja nicht aus dem Weg, sondern versucht besser damit umzugehen.

    Zitat Zitat von BlackLight Beitrag anzeigen
    Trauer ist ein natürlicher Prozess, der uns helfen soll, wieder ins normale leben einsteigen zu können, nach abgeschlossener Lösung von der verschiedenen Person.
    Meine Meinung. Ich betitele das als Egoismus, weil so ziemlich jeder natürliche Prozess des Menschen in einer gewissen notwendigen Weise "positiv egoistisch" ist. Ich finde wir können uns durch Umstellung unserer Gedanken einfach nur vieles viel einfacher machen.

    Zitat Zitat von BlackLight Beitrag anzeigen
    Wenn wir unsere Welt als Strafe, bzw negativ empfinden, dann sollten wir etwas daran ändern, anstatt uns den Tod als Erlösung herbeizuwünschen.
    Wow... so negativ war das nicht gemeint ^^ Ich sprach lediglich davon, dass man nach dem Tod nun mal befreit ist, nicht, dass die Welt eine Strafe ist. Übrigens ist es als einzige Person in dieser Welt nur möglich einen Kieselstein von einem Berg abzutragen, vorallem weil das was wir mitkriegen auch nur die Spitze des Eisbergs ist.

    Zitat Zitat von BlackLight Beitrag anzeigen
    Man sollte Gefühle wie Trauer, ebenso wie Konsum, mit dazugehörigem Hab und Gut neben seinen Bedürfnissen in einem gesunden Gleichgewicht halten. Ich denke das ist der Weg zum kollektiven Glück.
    Kannst du das näher erläutern? Würde mich jetzt mal interessieren.
    Abgesehen davon, Danke für den Beitrag

  10. #10
    König
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Ich sage ja nicht, dass man sich von den negativen Gefühlen dieser Welt absagen sollte, vielmehr, dass man lernen sollte richtig mit ihnen umzugehen ohne durch sie noch tiefer abzurutschen.
    Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, soll man nicht um ihn trauern
    Deine Worte. Dadurch kam ich auf die Idee, dass du meinst, man sollte nicht trauern. Gut, so betrachtet, wie in deinem jetzigen Beitrag, bin ich natürlich mit dir einer Meinung.

    Ich finde wir können uns durch Umstellung unserer Gedanken einfach nur vieles viel einfacher machen.
    Kommt darauf an, inwiefern diese neu empfundenen Gedanken noch der Wahrheit entsprechen. Man kann durch solch anderartiges Denken schnell zu einem menschen werden, der Konflikte mit sich selbst und der Welt mehr meidet, als ihm und seinem Umfeld guttut. Spätestens dann ist diese neu gewonnene "Einfachheit" meiner Meinung nach grenzwertig.

    Übrigens ist es als einzige Person in dieser Welt nur möglich einen Kieselstein von einem Berg abzutragen, vorallem weil das was wir mitkriegen auch nur die Spitze des Eisbergs ist.
    Dem ist nicht so, finde ich. Es gibt zahlreiche moralische Instanzen, die als Einzelne eine Welle auslösen konnten, die bis heute zu weitaus Grösserem als ein Kiesel im Vergleich zu einem Berg gewachsen sind.

    Das Unwissen unsererseits ist auch stark modifitzierbar. Natürlich sind nicht alle Fakten für den Ottonormalverbraucher einsehbar, dennoch findet man, wenn man ernst recherchiert, viele informationen mehr, als so manch anderer.

    Kannst du das näher erläutern? Würde mich jetzt mal interessieren.
    Im Grunde habe ich deine Argumentation so verstanden, dass man in ärmlichen Verhältnissen leichter mit sich und der Welt ins Reine kommt. Da ich allerdings der Meinung bin, dass Konsum heutzutage nicht mehr aus der Regelung unserer Welt entfernbar ist. So müssen wir also mit Besitz klarkommen, ebenso wie unseren Gefühlen und der realen Welt da draussen.
    Im Laufe der jahre wurde die Definition der "Gesundheit" verändert. Der Grund der Modifikation bestand darin, dass der grossteil der Menschen damals nicht mehr der Definition von gesund entsprachen, sodass das Wort Gesundheit ein breiteres Spektrum erhalten musste. Unsere Gesellschaft verändert uns. Damit klarzukommen, mit dem instinktfernen Leben, das doch auf Instinkte setzt, ist schwerer, als man denkt. Auf einfaches Jagen, essen und fortpflanzen zurückzugehen bringt nicht den Effekt, den er haben sollte.

    Abgesehen davon, Danke für den Beitrag


  11. #11
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Ich finde dein Denken sehr interessant BlackLight
    Ansich hast du aber auch vollkommen recht mit deiner Argumentation.

  12. #12
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Zitat Zitat von Sensei Beitrag anzeigen
    Ich finde dein Denken sehr interessant BlackLight
    Ansich hast du aber auch vollkommen recht mit deiner Argumentation.
    Vielen Dank für dieses Kompliment.

    Ach, hab ich das?


  13. #13
    -- Themenstarter --
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Hehe, ich nehme an die Frage hast du angehängt weil du den Post sonst nicht hättest abschicken können ;D

  14. #14
    König
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Zitat Zitat von Sensei Beitrag anzeigen
    Hehe, ich nehme an die Frage hast du angehängt weil du den Post sonst nicht hättest abschicken können ;D
    Nein, ich fand unsere Diskussion interessant, dass sie so kurz ausgefallen ist bedauere ich, aber da kann man ja nichts machen.


  15. #15
    -- Themenstarter --
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    AW: Freude oder Trauer...?

    Ja, ich finds schade, dass ich aus meinem Freundeskreis mit niemandem so diskutieren kann ^^
    Wenn ich nochmal was im Philosophieforum poste erwarte ich deine Teilnahme ;D

 

 
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