1. #1
    meggie
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    Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Was hat sich eurer Meinung nach durch den "Verlust" des Glaubens im zwischenmenschlichen Verhalten geändert?
    Ich meine nicht die großen Dinge wie Kriege oder so, sondern den alltäglichen Umgang miteinander. Denkt ihr da hat sich etwas verändert?

    --------------------------


    Ich finde schon (allerdings auch von meinen Großeltern mit der Nase drauf gestoßen, das geb ich ja zu!), dass sich insgesamt der Ton untereinander und auch das Gefühl für "den Anderen" geändert haben. Wir sind alle mehr und mehr Ich-bezogen, Egoisten eben.

    Klar gab es zu keiner Zeit nur Engel auf Erden, aber so im Kleinen merkt man schon einen Unterschied.
    Dort wo mehr geglaubt wurde und wird, bllickt man ja doch viel mehr gemeinsam in die selbe Richtung.
    Dieser Punkt fehlt uns (und ich bezieh mich jetzt zuerst mal nur auf Deutschland und den christlichen Glauben) irgendwo.
    Jeder baut sich irgendwo sein eigenes Reich auf und verteidigt es mit Klauen und Zähnen.

    In anderen Ländern, in denen der Glaube noch gelebt wird, sind die Menschen sehr offen für Fremde, sind sehr gastfreundlich und herzlich.
    Irgendwoher muss ja auch sowas kommen. Und meist entsteht das aus dem was sie glauben, welche "Regeln" es dort gibt, aus ihrem Verständnis dafür, dass alle gleich sind...



    Das ist zumindest das was ich im Moment sehe...

  2. #2
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Ich seh es nicht so.

    Ich denke es liegt weniger am Glauben selbst, sondern an der mit dem Glauben verbundenen Kultur. Es ist weniger der Glauben, der Deutschland fehlt sondern eher die Kultur - Zwischen den Ländern der westlichen Welt gibt es kaum Unterschiede. Alles der selbe Scheiß.

    Ein Blick in die ehem. UdSSR oder DDR zeigt, dass auch OHNE Glauben die zwischenmenschlichen Verhältnisse gut sein können (Ich befürworte aber nicht die Politik, die dort praktiziert wurde).

  3. #3
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    ich denke nicht, dass sich da viel geändert hat. meine vier grosseltern sind schon nicht gläubig erzogen worden und haben das auch an ihre kids weiter gegeben. aber über glasuben, selbsterfahrung und solche dinge wird bei uns sehr häufig gesprochen. und wenn ich an dieses gequassel denke unds hier übetrage, denk ich kaum, dass "der glauben" nicht verloren geht/ging. vielmehr ist der mensch immernoch darauf ausgelegt durch seine art zu denken und die welt wahr zu nehmen, auf glauben programmiert ist. ein verlust von glauben wäre daher der verlust einer grundlegenden fähigkeit, die uns zu dem macht, was wir heute sind. aber da glauben sehr unterschiedliche inhalte besitzt und diese inhalte durch unterschiedlichste erfahrungen und prozesse einem steten wandel unterzogen sind, kann es zu stagniationen im weiterkommen bestimmter inhalte (bes n religionen) kommen ... was nichts weiter als ein blockade ist, die bei stau überläuft und normalerweise dann kanalisiert und sich mit vielen neuen inhalten anreichert ... das eine unter umständen im anderen also aufgeht oder durch neue strömungen ersetzt wird ... aber das prinzip glauben bleibt erhalten.
    .



  4. #4
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    @meggie
    Du redest also vom christlichen Glauben also Religion...das ist aber doch ein Armutszeugnis wenn wir nur mit dem christlichen Glauben gastfreundlich und herzlich sind.
    Und ich denke eher das man den Glauben an eine Religion verlieren kann aber der Glaube an sich nicht.

  5. #5
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Naja durch den Verlust des Glaubens hat sich ja unsere Kultur erst so stark geändert...
    Vor allen im Bereich "sexuelle Freizügigkeit" hat sich einiges getan...

    Dass ein Mann in modernen Klamotten im katholischen Mittelalter rumlaufen konnte, ist denk ich klar... Aber eine Frau, bauchfrei mit weitem Ausschnitt?

    Dazu kommen heutzutage Sex-Shops, Pornos, ...

    Im zwischenmenschlichen auch hauptsächlich in diesem Bereich: One-Night-Stands, Sex vor der Ehe, ...

    Dazu kommt die Emanzipation der Frau (In der Bibel gibt es Stellen, die deutlich machen, dass die Frau sich dem Mann unterordnen soll; vom Islam will ich jetzt gar nicht anfangen...)

    Eben alle Regeln, die die Menschen unerdrücken sollten werden dadurch abgeschafft.
    "Want porn? Buy an Android Phone" (Steve Jobs, Apple-Gründer)

  6. #6
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Zitat Zitat von Neo IV Beitrag anzeigen
    Naja durch den Verlust des Glaubens hat sich ja unsere Kultur erst so stark geändert...
    Vor allen im Bereich "sexuelle Freizügigkeit" hat sich einiges getan...

    Dass ein Mann in modernen Klamotten im katholischen Mittelalter rumlaufen konnte, ist denk ich klar... Aber eine Frau, bauchfrei mit weitem Ausschnitt?

    Dazu kommen heutzutage Sex-Shops, Pornos, ...

    Im zwischenmenschlichen auch hauptsächlich in diesem Bereich: One-Night-Stands, Sex vor der Ehe, ...

    Dazu kommt die Emanzipation der Frau (In der Bibel gibt es Stellen, die deutlich machen, dass die Frau sich dem Mann unterordnen soll; vom Islam will ich jetzt gar nicht anfangen...)

    Eben alle Regeln, die die Menschen unerdrücken sollten werden dadurch abgeschafft.
    Wobei Christentum auch Kultur mit sich bringt.

    Klar hat sich viel verändert, aber wenn man sich überlegt wie lange die Menschheit im Mittelalter gefangen war, weil die Kirche alles mögliche verboten hatte, merkt man, dass es nicht immer gut ist an der Religion zu hängen.

  7. #7
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Bingo.
    Ich habe da einige recht interessante Theorien zum Glauben:

    1) Wenn Gott allmächtig ist, warum kann der Teufel dann die Menschen beherrschen?
    2) Wenn Gott so perfekt ist, wieso interessiert es ihn dann ob man sich dann so krampfhaft an die 10 Gebote hält bzw. in die Kirche geht etc.?

    => Man muss sich nicht zwangsläufig an der Bibel und dem Christlichen Glauben orientieren um Gläubig zu sein.
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  8. #8
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Knackpunkt:
    Was ist "Glaube"?
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  9. #9
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Weicht n bisschen weit vom Thema ab... Find die Frage aber recht interessant => Ich mach ma nen neuen Thread dazu auf...
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  10. #10
    meggie
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Oups jetzt hatte ich meinen eigenen Thread vergessen. Wie peinlich ...

    Zitat Zitat von Hatoup Beitrag anzeigen
    @meggie
    Du redest also vom christlichen Glauben also Religion...das ist aber doch ein Armutszeugnis wenn wir nur mit dem christlichen Glauben gastfreundlich und herzlich sind.
    Und ich denke eher das man den Glauben an eine Religion verlieren kann aber der Glaube an sich nicht.
    "Den Glauben an sich selbst nicht verlieren" - mhm genau. So sieht das für mich aus. Jeder (naja, natürlich nicht wirklich jeder, aber immer mehr, gerade bei den jüngeren Leuten) denkt bloß noch an sich. Mitgefühl und diese Herzlichkeit, Gastfreundlichkeit von der du auch geschrieben hast, die geht meiner Meinung nach immer mehr verloren.

    Ein Armutszeugnis? Ja, absolut.


    Knackpunkt:
    Was ist "Glaube"?
    Entschuldige, das war ein bisschen schwammig ausgedrückt, aber morgens um die Zeit fließen zwar die Gedanken schon recht flott, aber mit der Umsetzung ins verbale, bzw. schriftliche hapert es dann manchmal.

    Ich meinte in diesem Fall den "Verlust des christlichen Glaubens" hier in Deutschland.

  11. #11
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Der "christliche Glaube" ist doch gar nicht verloren gegangen.

    Bis heute wird doch "Gerechtigkeit" und "Schuldhaftigkeit" diskutiert.
    Und selbst in der Wirtschaft hat sich der Begriff "Schuld" eingebürgert, für wenn man weniger als nichts hat, ergo mehr als etwas materielles hinhalten muss, und zwar sich selbst.
    Und die Tatsache dass die Christen es "gerecht" fanden wenn man sich "gerächt" (oh, welch Zufall dass die sich so ähneln) hat, so lange es im Sinne der christlichen Gesellschaft war... Nun, sagen wir einfach dass die Menschen gut von den Christen lernten kollektiv ihre Rache so abzusprechen dass es nicht zu offensichtlich ist... also die Blutrünstigkeit...

    Tjaja, die Westler...
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  12. #12
    Nachwuchsspammer
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Zitat Zitat von meggie Beitrag anzeigen
    Oups jetzt hatte ich meinen eigenen Thread vergessen. Wie peinlich ...



    "Den Glauben an sich selbst nicht verlieren" - mhm genau. So sieht das für mich aus. Jeder (naja, natürlich nicht wirklich jeder, aber immer mehr, gerade bei den jüngeren Leuten) denkt bloß noch an sich. Mitgefühl und diese Herzlichkeit, Gastfreundlichkeit von der du auch geschrieben hast, die geht meiner Meinung nach immer mehr verloren.

    Ein Armutszeugnis? Ja, absolut.
    Ich meinte nicht der Glaube an sich selbst sondern den Glauben im allgemeinen verlieren. Mitgefühl und diese Herzlichkeit, Gastfreundlichkeit sind aber keine "Dinge" vom christlichen Glauben kommen. Sind alle Leute denen du begegnest so unfreundlich oder wie kommst du auf diese Vermutung

  13. #13
    meggie
    Gast

    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Zitat Zitat von Hatoup Beitrag anzeigen
    Ich meinte nicht der Glaube an sich selbst sondern den Glauben im allgemeinen verlieren. Mitgefühl und diese Herzlichkeit, Gastfreundlichkeit sind aber keine "Dinge" vom christlichen Glauben kommen. Sind alle Leute denen du begegnest so unfreundlich oder wie kommst du auf diese Vermutung
    Sehr viele, ja.
    Rempeln; schubsen; anpöbeln; Regeln brechen; vorbeigehen, wenn jemand fällt; generell wegsehen, wenn irgendwo etwas passiert und wenn jemand hinschaut, dann nur um sich am Leid anderer aufzugeilen und es möglichst noch zu filmen/fotografieren...

    Das Gefühl für den Anderen, das ist etwas was ich kaum sehe, wovon mir aber meine Großeltern und Eltern erzählen können. Es war tatsächlich mal anders.
    Jedem Straßenköter auf Mallorca wird mehr Mitgefühl entgegengebracht als dem Nachbarn, dem es total mies geht.

    Und zu Weihnachten wird das Portemonnaie geöffnet und es wird erstmal ein bisschen gespendet, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Hach wie großherzig und mitfühlend wir doch sind...

    Natürlich finde ich es auch absolut arm, dass so etwas abhängig zu sein scheint von Regeln, die eine Religion vorgibt. Aber irgendwie sieht es so aus, als wäre es wirklich ohne das kaum noch vorhanden.

    Solche Sätze wie: "Um etwas zu erreichen im Leben musst du einfach Schwein sein und notfalls auch über Leichen gehen." kommen garantiert nicht von ungefähr.

  14. #14
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    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Ich glaube, dass diese Veränderung eher damit zusammenhängt, dass der Zusammenhalt nicht mehr so stark ist. Jeder ist auf sich alleine gestellt, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
    Früher blieb man auch meistens an einem Wohnsitz, jeder kannte jeden. Gerade in den Großstädten ist heute jeder Anonym, der Einzelne versinkt in der Masse.
    Erzieherische Faktoren spielen vermutlich auch eine Rolle, Werte wie Nächstenliebe und ja auch der Christliche Glaube verschwinden, aber ich glaube das hat nicht so einen großen Anteil daran.
    Das eine Schaf zum anderen: "Du, ich glaub der Hund und der Schäfer machen gemeinsame Sache."
    Entgegnet das andere: "Ach hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien!"

  15. #15
    meggie
    Gast

    AW: Veränderungen durch den Verlust des "Glaubens"

    Zitat Zitat von Individumm Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass diese Veränderung eher damit zusammenhängt, dass der Zusammenhalt nicht mehr so stark ist. Jeder ist auf sich alleine gestellt, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
    Früher blieb man auch meistens an einem Wohnsitz, jeder kannte jeden. Gerade in den Großstädten ist heute jeder Anonym, der Einzelne versinkt in der Masse.
    Erzieherische Faktoren spielen vermutlich auch eine Rolle, Werte wie Nächstenliebe und ja auch der Christliche Glaube verschwinden, aber ich glaube das hat nicht so einen großen Anteil daran.
    hmmmm - aber etwas hatten die Menschen damals ja gemeinsam, etwas, das sie zusammenhielt in einer Gemeinschaft und das war eben der gemeinsame Glaube ... bin mir echt nicht sicher, ob das nicht doch einen großen Anteil an dem hat was jetzt ist.

 

 
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