1. #1
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    Was ist Glaube?

    Ich gehe davon aus, zum Glauben nicht fähig zu sein. Sicherlich habe ich meine Überzeugungen und meine Weltanschuung. Aber Glaube? So ein Zwischending zwischen wissen und nicht wissen - was kann das sein?
    Eine Arbeitshypothese stelle ich auf, wenn ich in dringender Lage zwischen unsicheren Parametern eine Entscheidung fällen muss, könnte sie aber nicht in den Alltag mit hinüberretten ohne mich selbst anzuschmieren.
    Religiöse Tradition ist eine Fortsetzung und Übertragung der Lebensmaximen zu deren feierlicher Untermauerung in metaphorische Bereiche.
    So leben wir das in der Religion, in der ich aufwachse, dem germanischen Heidentum. Religion, so wie wir sie leben, kommt ohne Glauben aus. Götter sind Allegorien der Naturgewalten.
    Aber für viele scheint Glaube ein wichtiger Bestandteil des Lebens zu sein. Wie kommt das? Wie definiert Ihr Glauben?
    Ist das mehr als die Aufnahme von Geschichten und deren (willkürlicher) Setzung als wahr?
    Das beschäftigt mich ziemlich dolle.

  2. #2
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    AW: Was ist Glaube?

    da gehst du falsch herum. jeder ist fähig zu glauben. schon dass jmd nicht glaubt, zu keinem glasuben fähig zu sein negiert diese behauptung.
    .



  3. #3
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    AW: Was ist Glaube?

    Meine These ist eine Annahme. Glaube muss doch etwas Stärkeres sein. Märtyrer würden doch sicherlich nicht für eine vage Annahme in den Tod gehen, es sei denn, sie sind sowieso schon suizidgefährdet.
    Wie würdest Du denn Glauben (vorläufig) definieren, Griffith?

  4. #4
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    AW: Was ist Glaube?

    wie ich schon oben iwie sagte: was ich nicht weiss, glaube ich zu wissen.


    das was du meinst fällt zwar auch in diese kategorie menschlicher fähigkeiten, ist für mich aber eher irr-glauben, wenn du diese extreme ansprichst.

    ich halte nicht viel von religion als glaube an übermächtiges, weil, wenn es existent ist, das übermächtige/übernatürliche dann natürlich sehr natürlich wäre und natürlich ist es völlig natürlich für unsere ratio emotional bedingt mehr in uns sehen zu wollen, als da wirklich ist. deshalb ist glaube für mich keine beachtenswerte grösse, sondern nur der wunsch mehr zu sein als man ist - und das auf etwas höheres als die ebene unserer existens zu projiziert als erstrebenswertes ziel der entwicklung des seins zu definieren. und da wir das nicht beweisen können, nennen wir es glauben. aber tatsächlich kann man auch genausogut an die allmacht der alles abführenden klospülung glauben.

    glauben ist nichts anderes als ein aspekt unseres daseins im mechanischen sinne. die inhalte sind beliebig - und wenn diese mit emotionen belegt sind, kann es einige dazu befähigen, im wahn sich und andere in die luft zu jagen. aber wie gesagt - dass ist irrglaube - eine abart des inhaltlichen glaubens.
    .



  5. #5
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    AW: Was ist Glaube?

    Also die Klospülung. Gehst Du davon aus, dass ein Willensakt zu Glauben führen kann? Oder wodurch wird sowas ausgelöst?

    Den Wunsch mehr zu sein als ich bin, kenne ich nicht. Ich hätte mich in einigen Bereichen natürlich gern anders, bin aber alles in allem, vor allem wenn ich mich so unschaue, doch recht zufrieden. Selbstverständlich bin ich für mich das wichtigste überhaupt, schaue ich doch mit meinen Augen in die Welt. Vielleicht sieht das jeder mit gesundem Selbstbewusstsein für sich so. Aber ich überhöhe mich nicht..
    Und eigene Ziele zu entwickeln hat doch eher mit Wertschätzungen und Passungen zu tun als mit Glauben.

  6. #6
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    AW: Was ist Glaube?

    mehr zu sein - das meinte ich allgemein auf alle menschen bezogen und nicht so persönlich - kann man oben iwie herauslesen, denk ich.

    was meinst du ... ein bewusst gefasster gedanke: das oder jenes ist jetzt Gott?
    klar, kann man das, aber diese art inhaltlicher glauben hat sich über jahrtausende entwickelt und entwickelt sich bestimmt noch weiter. ich denke nicht, dass man da noch von einem willentlichen akt sprechen kann, sondern es wurde einfach weiter vererbt. selbst das denken scheibar rationaler menschen, der atheisten, agnostiker etc folgt diesem vererbten gedankengut und denkt in diese bahnen, da unser ganzes alltagsleben, die ganze kultur und sogar unser sozilverhalten darauf basiert.

    willentlich wäre in der tat, wenn du einfach beschliesst, dass deine klospülung von nun der altar einer höheren macht, sprich deren physische manifestation ist. aber auch da kann man zweifel anmelden, da der symbolismus der klospülung einer spirituellen erfahrung folgt, die du vllt persönl noch nie erlebt, wohl aber mit durch deine sozialisation in und durch deine umwelt in dir aufgenommen hast, so dass du dann einfach nur einen inhalt durch den anderen ersetzt. das wäre das einzige, was ich als willentlich bei der ganzen sache akzeptieren könnte, denn inhalte eines glaubens sind beliebig, glaube als funktionelles prinzip allerdings können wir nicht willentlich erschaffen, da wir quasi mit den grundvoraussetzungen geboren wurden, solche erfahrungen machen zu können.
    .



  7. #7
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    AW: Was ist Glaube?

    Die Sprache basiert vorallem auf sowas.

    Siehst Du einen Unterschied (nicht syntaktisch, unterschiedliche attributive Anbindungen oder inhaltlich, sondern erkenntnistheoretisch) zwischen den beiden Aussagen?:

    Die weiße Klospülung ist Gott.
    Die weiße Klospülung ist schwarz.

    Für mich ist beides Unverständlich. Und mir geht es um für mich, Sommersonne, erfahrbaren Glauben.
    Das Denken des Einzelnen hat ja neben Vererbtem auch die Komponenten des Erfahrenen und des Weiterverfolgten. In einem agnostizistisch aufgebauten Lebensentwurf kann man gesellschaftliche Normen hinterfragen, sie nicht für einen als gültig betrachten, sofern es die Gesetzeslage erlaubt. Man stellt sich in gewisser Weise außerhalb der Gemeinschaft, aber wenn die Konsequenz es erfordert, ist das dann eben so. Gedankenspiel.

    Wenn nun die Möglichkeit der Erfahrung von Glauben im Menschen angelegt sein sollte, wie kann ich, Sommersonne, das bewusst erleben?

  8. #8
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    AW: Was ist Glaube?

    Zitat Zitat von Sommersonne Beitrag anzeigen
    Meine These ist eine Annahme. Glaube muss doch etwas Stärkeres sein. Märtyrer würden doch sicherlich nicht für eine vage Annahme in den Tod gehen, es sei denn, sie sind sowieso schon suizidgefährdet.
    Wie würdest Du denn Glauben (vorläufig) definieren, Griffith?
    Da die menschliche Interpretation, aufgrund der Unschärfe unserer mangelhaften Wahrnehmung, auf Wahrscheinlichkeiten beruht, ist jeglichen Wissen, eine gewisser Grad von Wahrscheinlichkeit.
    Der Unterschied zu Wissen, besteht im Glauben darin, dass der Grad der Wahrscheinlichkeit der Realität der Wahrnehmung irrelevant ist.
    Einzig relevant ist hierbei die Kohärenz zur eigenen Bequemlichkeit und eine Portion selbstbestätigung.

    Glauben ist eine Form der Selbsttäuschung. Die Sicherheit ist zu glauben ist Vertrauen. Man vertraut darin, dass jemand etwas schafft. Wenn man daran glaubt, fehlt die Sicherheit zum Vertrauen.

    Glauben kann man nicht Erfahren. Vertrauen kann nur bestätigt werden. Glauben kann nie erfüllt werden, da die Basis alles glaubens, die Unsicherheit zum Schritt der Gewissheit ist.
    Um auf den Anfang zurückzukommen:
    Der Schritt zur Gewissheit fällt umso leichter, umso wahrscheinlicher uns eine Wahrnehmung erscheint. Ist die Wahrscheinlichkeit gering oder kaum vorhanden glaubt man. Ist sie so wahrscheinlich, dass ein entgegengesetzter Fall eine kaum messbar geringe Ausnahme ist, so spricht man von Wissen.
    Zitat Zitat von Mrpresident Beitrag anzeigen
    Das ist sowieso nur soeine beknackte Idee von den Kommunisten.

  9. #9
    elocin
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    AW: Was ist Glaube?

    Jeder ist fähig zu glauben,denn sonst würde man,ohne den Glauben an ein positives Ende,bei der kleinsten Schwierigkeit,die das Leben mit sich bringt Selbstmord begehen. Somit denke ich,dass Glauben das beschreibt,was ein Mensch,jeder für sich, über das Leben denkt. Wenn er das auch noch in jeder Situation des Alltags tut,dann kommt Glauben heraus. Und wenn viele Menschen annähernd an die gleichen Dinge glauben,tun sie sich zusammen und nennen sich Religion.

  10. #10
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    AW: Was ist Glaube?

    glauben ist die fehleinschätzunmg von wissen
    .



  11. #11
    Moderator
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    AW: Was ist Glaube?

    Glauben ist eine Form von Optimismus... Man kann aber auch realistisch-optimistisch sein und braucht dazu keine Verblendung.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  12. #12
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    AW: Was ist Glaube?

    Du kannst auch an die Wissenschaft, und die Evolutionstheorie glauben.
    Das ist auch ein Glaube.
    Ich hatte letztens mal ne relativ geile Definition davon...müsst ich mal suchen *nervös in Zettelwirtschaft kram*
    Ihr seid so bunt und farbenfroh...
    Ihr seid das Licht, ich wenns erlischt
    Nein eure Lieder sing ich nicht...
    Ihr seid so grau wenn man euch mischt!

  13. #13
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    AW: Was ist Glaube?

    glauben heißt nicht wissen, wie's ja so schön heißt. und da der mensch im grunde genommen gar nichts weiß, glaubt er nur alles (zu wissen).
    schon wenn du annimmst, dass es die gravitation gibt, glaubst du an sie. du verlässt dich sogar sicherlich blind darauf, dass alles herunterfällt. aber 100%ig sicher kannst du dir da nicht sein, niemand kann das. und wenn man sich darüber keine gedanken macht ist das blinder glauben, der auch mal schief gehen kann.

  14. #14
    Spezi
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    AW: Was ist Glaube?

    Glaube ist das Vertrauen in etwas oder jemanden, der nicht materiell existiert. Gott z.B., oder Wissenschaften, Versprechen etc.

  15. #15
    raphael27
    Gast

    AW: Was ist Glaube?

    Ich glaub das Glaube eine art der Hoffnung ist. Das der Mensch nicht alles erklären kann(auch heute noch nicht) und sich damals halt mit übermenschlichem Lösungen erstellt hat. Ich finde man muss ganz klar zwischen Reiligion bzw. Kirche und glaube trennen. Die Kirche ist von den menschen der Glaube aber von Gott. Ich kann mich z.B mit der Kirche nicht assoziieren aber das hindert mich doch nicht daran zu glauben. Ich denke jeder hat einen glauben! Manche an Gott, manche glauben vlt. an das gute zusammenleben etc. aber ich denke nicht das jemand gleubenslos ist.

 

 
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