Trauersequenzen: I - In vereinsamten Schritten

Wo sind die Jahre, die meinen Weg schweren
Nichts nimmt die Angst vor dem einsamen Sterben
Ich suche nach Licht, verlier den Verstand
Werde wahnsinnig, doch die Sucht hat Bestand

Einsam werde ich vergeh'n, halte die Erinnerung
In meinen Lungen ruht die Luft und bringt mich um
Die Gedanken zermürbt mir ein tosender Alb
in diesen Jahren wurde ich verbittert und kalt

Mich tragen sie stumm in ein ewiges Grab,
nur mich hört man schreien aus meinem Eichensarg,
Die ungelebte Stunde schien niemals so klar
Begraben unter Sternen. Ich nähre die Maden

Als ich noch lebte war kein Unheil bekannt
Ich entsagte den Menschen, weil keiner mich fand
Lebte vereinsamt in Liedern zu sein
Vergessen und für immer allein

In vereinsamten Schritten liegt die Kraft
Auch im Tod noch zu atmen, was hat es gebracht
Jeden Tag nur zu leben um irgendwann zu verwesen
In vereinsamten Schritten ist Sehnsucht zu lesen