1. #1
    Spezi
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    Fensterimpression

    Mir ist heute Abend recht langweilig... langweiliger als sonst noch *lacht* nichts besonderes und sehr kurz:


    Die Metapher Regenbogen oder
    über die Einbildungskraft der Menschen


    Ein Bogen der Gelüste schneidet,
    erstirbt die Hälfte schon sogleich
    dort wo auch mein Blick herweidet
    ähnlich meinen Gliedern bleich,
    vergang'ne Schönheit ewig leidet
    löst sich's dort vom Wolkenreich.

    Nadelkleid in zarten Schwingen,
    abgehoben grau das Licht,
    lassen weit ihr Lied verklingen
    zitternd unter Rindenschicht,
    gleich des Nebels Liebessingen,
    so verändert's meine Sicht.

    Fahler Glanz scheint aufzuliegen,
    Auf Geschöpf, in müde Wiegen!
    ...Parfois au loin se laissait voir
    Un feu qui se balance

  2. #2
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    also abgesehn von der der Zeile "zitternd unter Rindenschicht" find ichs eigentlich ganz gelungen... die Zeile wirkt ein wenig hingebogen und verstumpft, find ich...

    edit:

    achja... die erste strophe wirkt ganz schlüssig... aber bei der zweiten hab ich ein wenig probleme die begriffe brauchbar in relation zu setzen... aber ich lass mir mal noch nen bisschen zeit....
    Geändert von DanteFreysinn (17.08.2008 um 21:51 Uhr)

  3. #3
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    AW: Fensterimpression

    stimmt, keine glückliche Formulierung, aber die Vorläufer waren noch grausamer... vielleicht kommt irgendwann ein Geistesblitz^^
    ...Parfois au loin se laissait voir
    Un feu qui se balance

  4. #4
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    "vergang'ne Schönheit ewig leidet" stört mich jetzt nach ner Zeit auch... ich mag diese verbogene Syntax immer nicht so...

    und die zweite Strophe macht mir echt große Probleme da nen Sinn drin zu sehn... es hat scheinbar nicht mehr viel direkt mit dem Regenbogen bild aus der erste strophe zutun....

    was für schwingen sollen das sein? und was lässt weit sein Lied erklingen? und irgendwie relativiert sich das schon wieder... erst isses weit, dann ist es nur "zitternd unter der rindenschicht"... also irgendwie frag ich mich immer mehr, ob hinter der zweiten strophe irgend ein gedanke steckt, oder ob die völlig redunant ist...

  5. #5
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    AW: Fensterimpression

    Schwer nachzuvollziehen...
    es war laus dem Fenster gesehen und nach einer Zeit war alles stockdunkel und der Regenbogen somit nicht verschwunden. Die Schwingen sind lediglich die Bewegungen, die entstehen, wenn die Tanne im Wind schaukelt, die vor dem Fenster steht. Dieses Auf- und ab ist hörbar (= Lied) über weite Distanz, allerdings leise. Damit hätten wir das Bild. Der Gedanke ist schwerer... es geht um weit tragende Gefühle, die kaum existieren dürften, aber dennoch ein wunderschönes Lied singen.
    ...Parfois au loin se laissait voir
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  6. #6
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    ah... ok.... hmm... wäre es dann nicht so formuliert ein wenig deutlicher...

    Nadelkleid im zarten Schwingen,
    abgehoben grau das Licht,
    lässt es weit ihr (eventuell "sein, wenns um das Schwingen direkt geht) Lied verklingen

    nur so als vorschlag...

  7. #7
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    AW: Fensterimpression

    Das trifft den Sinn definitiv besser als mein Herumgefuhrwerke...
    zumindest Vorschlag 2 wird wohl angenommen. Ob in oder im Schwingen wird sich mit der Zeit noch ergeben, denke ich, da ich beides recht treffend finde.
    ...Parfois au loin se laissait voir
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  8. #8
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    naja... das problem an den "in zarten Schwingen" ist halt, dass dadurch irgendwie "die Schwingen" impliziert wird... und nicht "Das Schwingen"... verstehst was ich meine? bei deiner version denkt man halt automatisch es ginge um Schwingen im Sinne von Flügeln... aber du meinst ja die nominalisierte Bewegung... Das Schwingen der Äste... deswegen schlug ich das "im" vor, weil das dadurch eben "Das Schwingen" wäre...

  9. #9
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    AW: Fensterimpression

    Ja, richtig... so sollte es ursprünglich aufgefasst werden, allerdings habe ich an dem Gedanken Gefallen gefunden die schwingenden Tannenzweige zu Flügelchen zu machen... würde dem Naum soetwas niedliches geben xD
    ...Parfois au loin se laissait voir
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  10. #10
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    musst du wissen... *g*... wie gesagt... mich haben "die Schwingen" da halt sehr irritiert und deswegen ging mir der tiefere Kontext verloren.... aber is dein Bier...

    und schreib ruhig öfter mal was.... die Ecke war früher so gut besucht... schade drum...

  11. #11
    -- Themenstarter --
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    AW: Fensterimpression

    ich muss gestehen, ich habe Angst zerfleischt zu werden, wenn ich das mache *lacht* mh... nein, die anderen Sachen sind teils schrecklich wirr und das soll sich keiner antun. Anderes lese ich gerne, aber ich bin oft zu faul zu sagen, warum mir etwas gefällt oder nicht und dann lasse ich es ganz bleiben... Niedergang der Ecke *in ein benutztes Taschentuch schnieft*
    ...Parfois au loin se laissait voir
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  12. #12
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    wirr ist nicht zwangsweise schlimm... es lässt sich dann höchstens halt nicht wirklich gut inhaltlich betrachten.... *g*

    und zerfleischt... wird man hier doch nicht... die anderen sind manchmal nen bisschen rau, wenns darum geht kund zutun, dass sie etwas nicht mögen....

    und das was ich hier ab und an mache, würd ich eher als konstruktive Kritik bezeichnen... "zerfleischt" werden is was ganz anderes... in spezifischen lyrikforen wird man für ein gedicht manchmal halb denunziert, wenn jemanden was nicht passt... *g*

    also von mir aus darfst du sehr gerne mehr posten... wenn ich nen text mal ausseinander nehm, ist das eigentlich oftmals positiv gemeint, weil ich mich mittlerweile nur noch mit texten beschäftige, die eine gewisse substanz (in welcher hinsicht auch immer) aufweisen... d.h. ich hab sie in der regel gern gelesen... *g*

  13. #13
    -- Themenstarter --
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    AW: Fensterimpression

    wirr ist in meinem Falle so, dass ich es nach mehreren Wochen kaum mehr selbst verstehe. In etwa so:
    "schmerzkreuzend lindern Schritte den Hall
    Schlamm tropft hinab am Fensterverfall."
    (wenn ich mich recht entsinne war das Fenster irgendwie ausgehängt^^)

    Dann bedanke ich mich, dass du dich damit beschäftigt hast =)
    ...Parfois au loin se laissait voir
    Un feu qui se balance

  14. #14
    DanteFreysinn
    Gast

    AW: Fensterimpression

    also hier bei dem text hats mich nur gestört, weil es sich so brach mit dem verständlichen ersten teil... aber prinzipiell find ich "wirr wirkende Texte" durchaus interessant... man kann viel hineininterpretieren... einfach so für sich.... mir wirft man ja auch manchmal gerne vor, dass mancher Text bisschen wirr ist... von daher... ich selber les sowas immer gerne...

 

 

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