Zweisamkeit

Es regnet die letzten Wochen
aus Blütenstaub und Sonne
von den Fenstern. Nicht mehr
als eine Lache brauner Erinnerungen
bleibt zurück bis zum Abend,
der lautlos in die Stunden
nächtlicher Schweigeminuten eingeht.
Mit dem Fahrtwind sehnen sich Gräser
nach Süden und ihr Geruch liegt frisch
auf nasser Haut, kühlt die Schläfen,
den schläfrigen Schmerz: Nur ein Gedanke
wie Staub, zu ungreifbar
für das stechende Weiß des Blattes.
Lass ihn vergessen sein
bis morgen.