Böses Metallzeug

Aus Grauen Schleiern

Sie zerschnitt das Fleisch, sie zerriss die Seele,
deren Einsamkeit sie schon so lange quälte,
und ein Lachen war's, und ein Lachen nährte,
was da sterbend in Gedanken fortan nicht mehr währte.

Hoffnung, dich hab' ich totgeträumt,
ein toter Traum erbricht sich nicht,
er schreit dir nicht ins Angesicht,
es ist zu lange, viel zu lange her.

Ich war ein Kind, das Saaten trug,
das mit Bedacht dies' Pflänzlein zog,
und als die Äste sich sodann
mit einem Flüstern "irgendwann",
durch Leib und Seele Wege bahnten
aller Seiten Äxte mahnten.


Getrübt von Werten, die erzogen, lag das Feld des Jungen brach,
und den Gedanken, die erlagen, sah er viel zu lang noch nach.


Aus grauen Schleiern fanden sich
der Hure Schergen ein, zusammen
wollten sie mit einem Licht
der Welten Schar umfassen.

Aus grauen Schleiern fanden sich
der Hure Schergen ein, zusammen
den Verstand zu morden,
zu erleben,
wie der Wahn die Runden zieht.


Als die Jahre viele waren
kam das Zweifeln still zurück,
ein tosend, ach so tosendes,
und brach ihm das Genick.

Seine dürren Finger stachen durch den Sand der Zeit,
seine Furcht - sie fasste nun den Eigensinn.

Dich, Hoffnung, liebte ich, als da noch Hoffnung war,
Äonen starrte ich hinein in mich und was ich sah
zerbrach das Stundenglas und die Gedanken wurden klar,
dass ich als Mensch verloren bin und es auch immer war..

Doch aus jenem Dreck, der mir einst Zuflucht schien
gebar sich dieses Gegenstück, das niemals mir verging,
aus blutig' Schoß entsprang der Glauben, jene schwarze Pest,
die im Augenblick der Trauer jedermann verlässt.

Aus grauen Schleiern geht hernieder
eine Lüge, immer wieder,
so färbt ihr euch die Schritte rot
von Heuchelei und Brudermord.