1. #1
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    Unheilbar ?

    Meint ihr, es gibt unheilbare Krankheiten?
    Kann ein Arzt hergehn und dem Krebskranken sagen, es tue ihm leid, aber er hätte nicht mehr lange zu leben und es gäbe keine Alternative, obwohl es unzählige ander Ansichten, als die der Schulmedizin, gibt?
    Was ist eure Meinung dazu?
    Was tut ihr, wenn ihr krank seid?
    Was glaubt ihr, ist bei der Heilung besonders wichtig?
    nein


  2. #2
    Moderator
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    AW: Unheilbar ?

    Es gibt de facto unheilbare Krankheiten.
    Zum Glück sind die meisten davon trotzdem therapierbar.

    Heilung bedeutet, dass eine Pathologie komplett verschwindet.

    "Alternative Medizin" ist entweder ungetestet oder getestet und als nicht besser als ein Placebo eingestuft.
    Ich werde keinem sterbenden Patienten und seiner Familie sagen, dass er nur altes Kraut XY braucht und womöglich geheilt wird. Genau so wie ich der selben Familie nach dem mit 99%ig wahrscheinlich eingetroffenen Tod Geld abluchse damit sie "mit ihm reden können".
    Beides ist eine grausame Art Menschen auszunutzen und schadet mehr als es hilft.

    Ob zukünftige Forschung theoretisch alles heilen kann ist jedoch kein Science-Fiction.
    Die Medizin hat die Definition von "Tod" schon verändert. (Wird nicht überleben -> atmet nicht mehr -> Herzversagen -> Komatös ->Hirntot) Hypothetische Diskussionen wie man "den Tod heilen" kann sind voll im Gange. Man hat die ganzen Grundlagen eigentlich schon. Problematisch sind nur noch den Blutdruck beim "aufwärmen" richtig zu regulieren und das Hirn zum laufen zu bringen. Vor allem letzteres ist kompliziert aber ist theoretisch möglich.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  3. #3
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    AW: Unheilbar ?

    nahezu jede (vor allem stärk augesprägte) psychische Erkrankung ist gemäß Verständnis des Begriffes nicht heilbar
    Few of us can easily surrender our disbelief that society must somehow make sense.
    The thought that the state has lost its mind is intolerable.

    And so the evidence has to be denied.

  4. #4
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    AW: Unheilbar ?

    Wenn man sich mal vor Augen führt, wie viele Krankheiten, die absolut etabliert sind, nicht heilbar sind...

    Diabetes zum Beispiel.
    -- IMO intended --

  5. #5
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    AW: Unheilbar ?

    Ich stimme Musashis Antwort zu, also kann ich nur sagen: Ja. ^^
    I hate to hate / and love to love
    But hate is made / when love is off.

    - Ich, spontan

  6. #6
    Grünschnabel
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    AW: Unheilbar ?

    Unglaublich viele sogar, hauptsächlich Tumoren des zentralen Nervensystems, die dem Grad IV unterteilt sind, darüber hinaus Infektionkrankheiten und so weiter. Am häufigsten sind allerdings psychische Erkrankungen wurde aber schon erwähnt.

  7. #7
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    AW: Unheilbar ?

    Um das klarzustellen. Mir ist schon bewusst, dass es Krankheiten gibt, die algemein als nicht heilbar gelten. Aber heißt ja nicht das das so bleibt. Deshalb würde ich es dann auch nicht als unheilbar bezeichnen.
    Es gibt auch immer wieder mal Spontanheilungen und so weiter. Da kann man zwar sagen, wundervoll. Aber vielleicht hat man es ja da nur richtig gemacht.
    Nur wie heißt es so schön. " Alle sagten, das geht nicht, bis jemand kam und es machte!"
    nein


  8. #8
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    AW: Unheilbar ?

    Zitat Zitat von Lukas G Beitrag anzeigen
    Um das klarzustellen. Mir ist schon bewusst, dass es Krankheiten gibt, die algemein als nicht heilbar gelten. Aber heißt ja nicht das das so bleibt. Deshalb würde ich es dann auch nicht als unheilbar bezeichnen.
    Es gibt auch immer wieder mal Spontanheilungen und so weiter. Da kann man zwar sagen, wundervoll. Aber vielleicht hat man es ja da nur richtig gemacht.
    Nur wie heißt es so schön. " Alle sagten, das geht nicht, bis jemand kam und es machte!"
    Also sollen wir deiner Meinung nach alle Krankheiten als heilbar einstufen, auch wenn sie es im Moment gar nicht sind? Was für ein bescheuertes System.

    'Jaja, ihr Krebs im Endstadium ist schon heilbar. Nur nicht jetzt. Aber in achtzig Jahren vielleicht..'

    Unheilbarkeit ebenso wie Heilbarkeit bezieht sich auf die momentane Situation. Wenn du in Afrika mit Ebola infiziert und nicht grad ein weißer Arzt bist, dann ist dein Ebola auch nicht heilbar. Aber wenn du zufällig weiß und am besten noch Europäer oder Amerikaner bist, dann sieht die Sache ganz anders aus.

    Und Spontanheilungen sind erstens spontan, as in, nicht von irgendeiner Medizin oder sonstigen Methode ausgelöst, und zweitens so selten, dass sie grundsätzlich vernachlässigt werden. Da hat man nichts richtig gemacht. Da hat sich der Krebs halt einfach verzogen aus Gründen, die sowohl unerforscht, als auch unbegründet sind.

    Einer in drei Millionen Menschen überlebt den Sturz aus 10km Höhe. Deswegen sagen wir aber nicht, dass der Sturz aus 10km Höhe 'überlebbar' ist.
    -- IMO intended --

  9. #9
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    AW: Unheilbar ?

    Unheilbar, darunter verstehe ich alle Krankheiten die zu diesem Zeitpunkt noch nicht Heilbar sind. Klar ist das es bei der Medizin und denn Behandlungsmethoden ständig Verbesserungen gibt. Aber es kommen ja auch immer mehr beim Menschen vor die durch das Alter bedingt z.b Demenz. Ich bin dafür das man jedem Patienten die Wahrheit sagt damit man weiss wo man dran ist. Wenn ich krank bin, tue ich alles was mir gut tut und meine Gesundheit fördert.

  10. #10
    -- Themenstarter --
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    AW: Unheilbar ?

    Zitat Zitat von Alex101 Beitrag anzeigen
    Ich bin dafür das man jedem Patienten die Wahrheit sagt damit man weiss wo man dran ist.
    Aber gibt es den die Wahrheit?
    Ich stimme euch zu, dass man Heilbarkeit immer auf die Gegenwart beziehen sollte.

    Ich denke, dass hört ihr ungern, aber es gibt grad in Asien Leute, die diese Krankheiten zum Teil heilen können. Kein Arzt kann wissen, was momentan alles möglich ist. Ergo kann er doch auch nicht sagen, dass es keine Heilung gibt.

    Die ganze Schulmedizin hat unweigerlich das Interesse ihre Erzeugnisse zu verkaufen. Das heißt sie versucht auch Druck zu machen. Und das funktioniert recht gut mit Angst. Wieviele kennt ihr, die die Vogelkrippe hatten? Oder vielleicht die Schweinekrippe? Alles ist heutzutage schon krebserregend.

    Dabei ist es oft die Angst wor etwas, die erst die Krankheit herbeiführt. Glaubt ihr der vom Arzt zum Tode verurteilte Patient lebt gleich lange, als wenn er hört: Er könne nicht weiterhelfen. Versuchen sie es bitte woanders. Ich bin der festen Überzeugung, dass das einen Unterschied ausmacht. Der Schmerz wird doch auch besser, wenn das kleine Kind Aufmerksamkeit und Mitgefühl bekommt.
    nein


  11. #11
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    AW: Unheilbar ?

    Zitat Zitat von Lukas G Beitrag anzeigen
    Aber gibt es den die Wahrheit?
    Ja, natürlich.

    Zitat Zitat von Lukas G Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass hört ihr ungern, aber es gibt grad in Asien Leute, die diese Krankheiten zum Teil heilen können. Kein Arzt kann wissen, was momentan alles möglich ist. Ergo kann er doch auch nicht sagen, dass es keine Heilung gibt.
    'Das hören wir ungern'? Für wen hältst du uns? Unmenschen, die andere gerne sterben sehen?
    Wir sind einfach realistisch.
    Ich würde einen Todkranken nicht auf seine Kosten und mein Gewissen durch die halbe Welt schicken, weil irgendein Mönch in Tibet meint, er könne Krankheiten mit progressiver Muskelentspannung besiegen.

    Es gibt nämlich keine 'Leute in Asien', die solche Krankheiten besiegen können. Denn sonst wäre deren Methode schon längst zu uns rüber gewandert.
    Ärzte bemühen sich um jedes verfickte Leben auf dieser Erde; Bist du wirklich der Meinung, dass die Leute allein aus Neid, Unwillen oder Gehässigkeit sterben lassen? Ein Arzt besucht jedes zweite Wochenende schreckliche Seminare, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. In überfüllten Sälen mit Power Point-Präsentationen, die Insomnia-Patienten einschläfern könnten. Ärzte fliegen freiwillig nach Afrika oder Asien oder sonstwohin, um hoch ansteckenden Patienten das Leben zu retten. Sie arbeiten unter Bedingungen, die du keinem zumuten würdest; Und du kommst hier her und stellst sie als gehässige Idioten dar, die einfach nur ihren Sold erfüllen wollen.

    Mach mal ein Praktikum in einem Krankenhaus. Dann siehst du den Alltag.

    Zitat Zitat von Lukas G Beitrag anzeigen
    Die ganze Schulmedizin hat unweigerlich das Interesse ihre Erzeugnisse zu verkaufen. Das heißt sie versucht auch Druck zu machen. Und das funktioniert recht gut mit Angst. Wieviele kennt ihr, die die Vogelkrippe hatten? Oder vielleicht die Schweinekrippe? Alles ist heutzutage schon krebserregend.
    Du verwechselt Medizin mit der Arznei-Lobby. Ein unglaublich dummer Fehler.

    Zitat Zitat von Lukas G Beitrag anzeigen
    Dabei ist es oft die Angst wor etwas, die erst die Krankheit herbeiführt. Glaubt ihr der vom Arzt zum Tode verurteilte Patient lebt gleich lange, als wenn er hört: Er könne nicht weiterhelfen. Versuchen sie es bitte woanders. Ich bin der festen Überzeugung, dass das einen Unterschied ausmacht. Der Schmerz wird doch auch besser, wenn das kleine Kind Aufmerksamkeit und Mitgefühl bekommt.
    Vielleicht leben diese zwei Patienten nicht gleich lange. Aber ich bin mir absolut sicher, dass der Patient, dem sein Schicksal verkündet wurde, besser aus dem Leben schied.
    Es gibt einen Prozess vor dem Tod, gekennzeichnet durch vier Stadien der Emotion: Unglauben, Wut, Depression und Akzeptanz.

    Einer, dem gesagt wurde, er würde bald sterben, der kann diese Schritte durchmachen und sich auf den Tod vorbereiten. Er kann sein Leben abschließen und schließlich (Akzeptanz) loslassen.

    jemand, der ständig mit der wagen Hoffnung konfrontiert wird, der wird bis zu seinem Tod in der ersten Phase festhängen, sich an jeden noch so kleinen Zipfel der Heilung hängen und am Ende plötzlich und unvorbereitet sterben.

    Und das ist ein Ende, welches ich niemandem wünschen würde.
    -- IMO intended --

  12. #12
    Grünschnabel
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    AW: Unheilbar ?

    Warum sollte man einem Patienten ohne Grund Hoffnung machen? Ferner wollen die meisten Patienten, die unglaublich starke Schmerzen ertragen mussten, häufig nicht mehr leben, also denke ich, dass die meisten Patienten sich schon mit ihrem Schicksal abgefunden haben.
    Geändert von Natsu Dragneel (09.10.2014 um 20:39 Uhr)

  13. #13
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    AW: Unheilbar ?

    Zitat Zitat von Natsu Dragneel Beitrag anzeigen
    [...] Ferner wollen die meisten Patienten, die unglaublich starke Schmerzen ertragen mussten, häufig nicht mehr leben, also denke ich, dass die meisten Patienten sich schon mit ihrem Schicksal abgefunden haben.
    Nicht unbedingt. Oder meinst du, die Leute, die aus den World Trade Centern in ihren Tod gesprungen sind haben sich damit so schnell abgefunden? Das war eine Verzweiflungstat, weil sie nicht verbrennen wollten.
    So ist es doch auch mit diesen Leidenden. Sie wollen einfach keine Schmerzen mehr, ob sie sich aber mit dem Tod abgefunden haben ist eine ganz andere Frage.
    -- IMO intended --

  14. #14
    -- Themenstarter --
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    AW: Unheilbar ?

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    'Das hören wir ungern'? Für wen hältst du uns? Unmenschen, die andere gerne sterben sehen?
    Wir sind einfach realistisch.
    Nein, natürlich nicht.
    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Ich würde einen Todkranken nicht auf seine Kosten und mein Gewissen durch die halbe Welt schicken, weil irgendein Mönch in Tibet meint, er könne Krankheiten mit progressiver Muskelentspannung besiegen.
    Es muss ja nicht so drastisch sein. Teilweise kann Krebs ja im Frühstadium erkannt werden, und trotzdem ist der Tot laut fachkundiger Meinung höchstens Vermeidbar. Da sollte man dem Patienten zumindest die Wahl lassen, indem man ihm nicht alle Hoffnung nimmt.

    Außerdem gibt es teilweise wirklich ernsthafte Forschungen in solchen Bereichen. Ganze Universitäten beschäftigen sich mit Alternativen zur Schulmedizin. in Indien, China, Japan. Sollen die alle falsch liegen. Es passt einfach nicht in user westliches Denken. Deshalb nehmen wir es nicht so leicht auf.
    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Es gibt nämlich keine 'Leute in Asien', die solche Krankheiten besiegen können. Denn sonst wäre deren Methode schon längst zu uns rüber gewandert.
    Ehrlich? Dieses Argument? Nur weil es bei uns Demokratie gibt heißt das soch auch nicht, dass nirgendwo mehr Diktatur herrscht. Allein schon deshalb, weil jeder für sich entscheiden muss, ob man es glaubt, worum es auch immer geht. Denn alles basiert zumindest geringfügig auf Vertrauen, denn man kann nicht alles selbst nachprüfen, nachforschen, ect.

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Ärzte bemühen sich um jedes verfickte Leben auf dieser Erde; Bist du wirklich der Meinung, dass die Leute allein aus Neid, Unwillen oder Gehässigkeit sterben lassen? Ein Arzt besucht jedes zweite Wochenende schreckliche Seminare, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. In überfüllten Sälen mit Power Point-Präsentationen, die Insomnia-Patienten einschläfern könnten. Ärzte fliegen freiwillig nach Afrika oder Asien oder sonstwohin, um hoch ansteckenden Patienten das Leben zu retten. Sie arbeiten unter Bedingungen, die du keinem zumuten würdest; Und du kommst hier her und stellst sie als gehässige Idioten dar, die einfach nur ihren Sold erfüllen wollen.
    Nein! Ich respektiere und bewundere jeden, der auch nur versucht, jemanden anderen aus altruistischen Gründen zu helfen. Und das sage ich nicht nur so, das meine ich auch.
    Nur gibt es eben nicht nur sollche Ärzte, wie es auch nicht nur gute Lehrer gibt. Leidenschaft sollte der Antrieb sein, die aber auch häufig fehlt. Ärzte müssen sich leider an bestimmte Vorschriften halten, die sie einschränken. Außerdem sind viele Ärzte überfordert. Da hat man, denk ich, nicht mehr soviel Zeit und Nerven, sich für jeden bestmöglich einzusätzen.

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Du verwechselt Medizin mit der Arznei-Lobby. Ein unglaublich dummer Fehler.
    Behauptest du etwa, das eine liese sich vom anderen komplett trennen?

    Zitat Zitat von Skycatcher Beitrag anzeigen
    Vielleicht leben diese zwei Patienten nicht gleich lange. Aber ich bin mir absolut sicher, dass der Patient, dem sein Schicksal verkündet wurde, besser aus dem Leben schied.
    Es gibt einen Prozess vor dem Tod, gekennzeichnet durch vier Stadien der Emotion: Unglauben, Wut, Depression und Akzeptanz.

    Einer, dem gesagt wurde, er würde bald sterben, der kann diese Schritte durchmachen und sich auf den Tod vorbereiten. Er kann sein Leben abschließen und schließlich (Akzeptanz) loslassen.

    jemand, der ständig mit der wagen Hoffnung konfrontiert wird, der wird bis zu seinem Tod in der ersten Phase festhängen, sich an jeden noch so kleinen Zipfel der Heilung hängen und am Ende plötzlich und unvorbereitet sterben.

    Und das ist ein Ende, welches ich niemandem wünschen würde.
    Ich weiß es nicht, wie ich als Arzt handeln würde. Wer darf letztlich darüber entscheiden? Da sieht man, was für eine gewaltige Verantwortung ein Arzt/ eine Ärztin hat. Aber alleine die Art und Weise, wie man jemanden das mitteilt macht ja schon einen Unterschied.

    Aber wüsste ich über alles bescheid, hätte ich den Thread ja nicht eröffnet. Erhoffte mir ja eben neue Sichtweisen.
    Geändert von eight (10.10.2014 um 07:08 Uhr)
    nein


  15. #15
    Grünschnabel
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    AW: Unheilbar ?

    Menschen, die ihr ganzes Leben lang unter Schmerzen leiden mussten, tendieren in der Regel dazu sich zu verändern und entwickeln depressive Symptome, ob das daherrührte, dass die Schmerzen schließlich in einer Depression mündeten, sagt auch nicht wirklich etwas darüber aus, dass sie sich mit ihrem Ende schon längst​ begnügt haben.

    Ich finde, dass man das akzeptieren sollte, wenn jemand nicht mehr Leben will insbesondere dann, wenn er dafür triftige Gründe sieht. Jemand der wahrlich sein ganzes Leben lang Schmerzen hat, wird für niemanden auch noch Ballast sein wollen.

    Zu guter Letzt werden die Pflichten, die demjenigen dann auch noch obliegen, von demjenigen
    eventuell auch noch als Belastung empfunden, die dazuführt das derjenige sich noch mehr
    gequält fühlt, weil er eben kein Suizid begehen kann, findet er sich vielmehr im ethischen
    Dilemma wieder und bereut möglicherweise, dass er eine Familie hat, wenn er überhaupt
    noch fähig ist rational zu denken.

    Manchmal erholen sie sich davon, aber manchmal auch nicht, deshalb müssen vorher die Vor und Nachteile gut abgewogen werden.
    Geändert von Natsu Dragneel (10.10.2014 um 10:23 Uhr)
    Faith isn't based on logic and experience

 

 
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