1. #1
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    Medical Marihuana

    Ich halte nicht viel vom kiffen, aber ich würde sehr gerne statt Medikamente zu nehmen legal einen Joint rauchen dürfen. Sollte man den Gebrauch von Marihuana für medizinische Anwendung legalisieren, oder seid ihr dagegen?
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  2. #2
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    AW: Medical Marihuana

    Kurz und knapp:
    Ja, rein für den medizinischen Gebrauch und unter strengen Auflagen fänd ich das gut.

    Das Problem ist halt, wie man sicherstellen kann, dass das in die richtigen Hände gerät und dass es nur verschrieben wird, wenn es auch wirklich hilft. So Pseudokrankheiten (oder sogar korrupte Ärzte), nur um an das Zeug zu kommen, sollten nicht vorkommen.. aber wie soll man das garantieren können? :\
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  3. #3
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    AW: Medical Marihuana

    Ja.
    Man sollte das legalisieren.

    Ob der ein oder andere Arzt da nicht so gewissenhaft mit umgeht ist mir dabei auch egal.
    Wie oft ich schon unberechtigte AUs bekommen habe.. Muss jeder selbst wissen.
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  4. #4
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    AW: Medical Marihuana

    Statt "Medikamente" einen Joint, ahja..

    Und genauer? Bei welchen Medikamenten/Krankheitsbildern willst du das legalisieren lassen?




  5. #5
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    AW: Medical Marihuana

    Hilft bei verschiedensten Sachen, chronischen Schmerzen, Kopfschmerzen... In meinem Fall lindert es neuropathische Schmerzen ganz gut (bin inkomplett gelähmt) wo normale Schmerzmittel nicht helfen und ich auf verschiedene Psychopharmaka mit Nebenwirkungen reagiere. Ich habe eine Zeit lang gelegentlich gekifft und bin so darauf gekommen. Mittlerweile rauche ich nicht mehr und bin auch gegen das Kiffen und die Auswirkungen. Aber wenn es irgendwann mal möglich wäre, dass ich mir wenn es besonders schlimm ist (ein paar mal im Jahr, keinesfalls täglich) einfach legal ein gutes, reines Gras kostengünstig besorgen und einen puren Joint drehen kann, dann wäre das echt genial, denn von Gras musste ich noch nie kotzen.

    Es würde bei Legalisierung wahrscheinlich viel unnötig verschrieben werden können. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht. Eigentlich finde ich es gar nicht so schlimm. Wer jetzt nicht kifft, der würde bei einer Legalisierung wahrscheinlich nicht so verzweifelt sein und sich ein Rezept fälschen lassen. Und wer jetzt schon kifft und dann eine Krankheit vortäuscht, muss nicht mehr von zwielichtigen Gestalten ein gestrecktes Gras kaufen, sondern könnte seine "Trips" genauer aussuchen, steuern und hat was reines von Züchtern. Vielleicht würde mehr gekifft werden, kann schon sein. Dann kann man ja ein Kontingent einführen. (Das man auch wieder hintergehen könnte, natürlich.)

    Was mich am meisten stört bei der Sache ist, wie sehr herumwandelnde Kifferleichen für die Legalisierung von medizinischem Marihuana eintreten. Das ist sicher gut gemeint, aber viel zu oft opportunistisch. Ich verstehe jeden Gegner und Politiker, wenn er sich diese Leute ansieht und nicht im Leben dran denkt. Wenn ich ein mal am Jahr den Hanfwandertag in meiner Stadt vorbeiziehen sehe, weiß ich wieder, warum hier einfach keine kompetente Diskussion zustande kommen wird.. Trotzdem wäre es zu schön...

    edit:
    Ob der ein oder andere Arzt da nicht so gewissenhaft mit umgeht ist mir dabei auch egal.
    Wie oft ich schon unberechtigte AUs bekommen habe.. Muss jeder selbst wissen.
    Was sind AU's?
    Geändert von YoRam (29.09.2013 um 23:05 Uhr)
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  6. #6
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    AW: Medical Marihuana

    es gibt tatsächlich Studien, die bspw bei Multipler Sklerose teils erstaunliche Wirkung belegen.
    Die Mit-Wirkung als zumindest stellenweises Muskelrelaxans mag bei mancher Erkrankung durchaus interessant sein.
    Vor allem bei vielen Sorten von Kopfschmerz kann es mitunter hilfreich sein
    Resorbtion über die Atemwege erzielt eine schnelle Wirkung, wie sie sonst beinahe nur intravenös verabreicht erreicht werden kann (wer mal regelmäßig stärkere Schmerzen hatte, wird aus Erfahrung wissen, wie teils wichtig, evtl gar 'befriedigend' die schnelle Schmerzstillung sein kann...)


    Problematisch ist tatsächlich die gemäß unserem Arzneimittel-, Betäubungsmittel- sowie Strafgesetzbuch getreue Umsetzung:
    Welche Arten der Konsumierung wären möglich? nur Tablette? 'medizinisches' kiffen? bei vor allem letzterem wären aufgrund tendenziell stark ansteigender Anzeigen bei den Polizeibehörden (man konsumiert seinen 'medizinischen Joint' auf der Terrasse, vor allem manch Nachbarn und ländlicheren Gegenden wären dabei gewiss fix am Telefon...) eine Art Meldebescheinigungen/Konsumbescheinigungen notwendig.
    Zudem wäre dabei die schädigende Wirkung durch den Konsum mit Tabak womöglich ein Hindernis seitens der Krankenkassen oder Ärzte, das verschreiben zu wollen/können (Stichwort Folgeschäden).
    Gleichzeitig würde die Zahl unter bspw stärksten Kopfschmerzen "Leidender" exzessiv ansteigen (es ist heutzutage seitens der Medizin ohnehin noch schwer genug, einige der über 165 verschiedenen Arten von Kopfschmerz wirklich definitiv nachweisen bzw deren Ursachen ergründen zu können...), dürfe man z.B. dadurch legal kiffen - vor allem wohl unter den jungen Erwachsenen (der Jugend würde das erst gar nicht erlaubt...)
    Heißt: zusätzliche Kontrollen der Hausärzte - die sich definitiv darüber freuen würden.....


    Aufgrund doch ordentlich sedierender Wirkung benötigt die Einführung umfangreichere Tests und Einstufungen bezüglich der Teilnahme am Straßenverkehr/der Bedienung von Maschinen.
    Natürlich wäre eine Einstufung a'la "es wird von der Benutzung jeglicher Maschinen abgeraten" wie bei Novalgin etc nicht auszuschließen, wahrscheinlicher wäre jedoch eine Null-Toleranz-Grenze/ein Verbot, weil Mariuhana eine ähnlich beeinträchtigende Wirkung besitzt wie bspw Alkohol (mal spontan rein auf die Teilnahme am Straßenverkehr bezogen)


    und so könnte man das wohl auch ewig weiter spinnen....


    vom reinen Grundsatz her könnte ich nicht ausschließen, dass die (auch nur vorerst testweise) Einführung bzw Legalisierung zu medizinischer Therapie durchaus zweckmäßig wäre...aufgrund unseres doch umfangreicheren, bürokratischen Apparates halte ich das wahre Füllhorn an Hürden und zu bewältigenden, vorherigen Untersuchung für zu umfangreich, als dass es nennenswert vollzogen werden könnte
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    The thought that the state has lost its mind is intolerable.

    And so the evidence has to be denied.

  7. Diese Benutzer bedanken sich bei Musashi für diesen Beitrag:

    YoRam (30.09.2013)

  8. #7
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    AW: Medical Marihuana

    Zitat Zitat von YoRam Beitrag anzeigen
    edit:

    Was sind AU's?
    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Atteste.
    Ich war in der Schulzeit gern Simulant.
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  9. #8
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    AW: Medical Marihuana

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Atteste.
    Ich war in der Schulzeit gern Simulant.
    Genau deswegen hätte ich nichts gegen strenge(re) Kontrollen. Von mir aus bei einem polizeilich vermittelten Facharzt, oder bei mehreren zum gegenchecken der Atteste. Wer "nur" Kopfschmerzen hat, der sollte nichts gegen Hirndruckmessungen etc. einzuwenden haben, wenn er Marihuana verwenden will.

    Wie Musashi sagt, rauchen wirkt sekundenschnell während essen/Tabletten oft 1 Stunde brauchen bis sie wirken.
    Mit den Nachbarn hätte ich vermutlich wenig Probleme. Einen Medikamentencocktail wirft man ja auch nicht gerade bei Sonnenuntergang auf der Terrasse ein, weil es gerade so chillig ist. Das geht diskret und ein medizinischer Joint geht sicher auch diskret. Aber Meldepflicht wäre trotzdem okay.
    Natürlich müssten jede Menge Verträglichkeitstests gemacht werden. Nicht Autofahren sollte logisch sein, eben wie bei anderen Medikamenten. Ich muss aber gestehen, ich habe oft auch 1-2g in der Auto"apotheke" dabei. Dann stell ich mich eben ans Ende des Raststellenparkplatzes und warte dann eine Stunde bis ich weiterfahre. Hatte schon mal ein nettes Gespräch mit einem Polizisten darüber.
    Ein weiteres Problem sind die Grassorten hier. Für Europa sind sie auf das "high" sein hingezüchtet. In den States gibt es mittlerweile ganz brauchbare Sorten für medizinische Verwendung, die ihre Wirksamkeit behalten, aber das high-sein möglichst reduzieren. Werden hier halt nicht am Straßenmarkt verkauft.
    Wer mit Tabak raucht ist selbst Schuld, genauso wie die, die Tabletten nehmen und Alkohol trinken.

    Studien sind im Gang aber das dauert natürlich noch ewig. Eine interessante Sache ist auch die regelmäßige medizinische Verwendung (rauchen) zusätzlich zur Chemotherapie. Das vermindert die Nebeneffekte einer chemo mitunter sehr, im Vergleich zu Kontrollgruppen. Bin gespannt, ob oder wann da was veröffentlicht wird.
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  10. #9
    Grünschnabel
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    AW: Medical Marihuana

    Zitat Zitat von YoRam Beitrag anzeigen
    Ich halte nicht viel vom kiffen, aber ich würde sehr gerne statt Medikamente zu nehmen legal einen Joint rauchen dürfen. Sollte man den Gebrauch von Marihuana für medizinische Anwendung legalisieren, oder seid ihr dagegen?
    Wo ist da der Sinn?

    Du hälst nicht viel davon, aber willst es tun?

  11. #10
    Lebende Foren Legende
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    AW: Medical Marihuana

    Zitat Zitat von Near1990 Beitrag anzeigen
    Wo ist da der Sinn?

    Du hälst nicht viel davon, aber willst es tun?
    Ich halte auch nicht viel von Lesben und will denen trotzdem Adoptionsrechte zukommen lassen.
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  12. #11
    -- Themenstarter --
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    AW: Medical Marihuana

    Zitat Zitat von Near1990 Beitrag anzeigen
    Wo ist da der Sinn?

    Du hälst nicht viel davon, aber willst es tun?
    Da ist für mich genauso viel Unterschied wie zwischen Medikamentensucht wegen des Trippens und sparsamer+zielgerichteter Einnahme im Notfall. Wollen ist ein dehnbarer Begriff - Wirkung ja, high sein nicht. Muss ja keiner supporten, aber wenn du meine Gründe wissen willst, kämpf dich mal durch meine Posts und wenn immer noch was unklar ist, frag nach.
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  13. #12
    Anfänger
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    AW: Medical Marihuana

    Man kann gegen das Kiffen sein aber folgende Fakten sind nunmal Fakten:

    -Es hilft gegen:

    -Muskelspasmen
    -Ms(Freundin von mir bekam vor 5 Jahren multiple Sklerose diagnostiziert und der Medicocktail den sie bekam, hatte zig Nebenwirkungen, seit sie regelmäßig kifft, lebt sie damit so gut wie nie zuvor
    -Apetitlosigkeit
    -Neuropathische Schmerzen
    -Regelschmerzen
    -verringert die Chance an Diabetes zu erkranken
    -Tourette-Syndrom
    -etc

    Ich lasse meinen persönlichen Standpunkt aussen vor, da es hier nicht um die allgemeine Legalisierung geht, sondern bloß um die medizinische...ich beziehe mich jetzt legdlich auf geprüfte Fakten...

 

 

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