1. #31
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Amalie Roßberg: Lederwarenfabrikatswitwe (Leder- und Wachstuchhandlung), wohnte 1879 in der neuen Dresdnerstr. 7 pt. (par terre)

    Edis Prokurist K. August Vogel:
    Kaufmann, Agent.
    1904: Rochlitzer Str. 1 II, nur als Kaufmann gelistet und noch kein Prokurist der Firma
    1905: Rochlitzer Str. 1 II, Prokurist der Firma Edmund Roßberg
    1906: Äuß. Klosterstr. 22 I, jetzt schon Inhaber der Firma Edmund Roßberg


    Hier übrigens die Antwortmail der Bibliothekarin - der Vollständigkeit halber.

    "Aus dieser Zeit können wir Ihnen das "Chemnitzer Tageblatt"
    auf Mikrofilm anbieten. Kopien sind möglich. Es fallen Gebühren von
    3 EUR für den Tagesausweis (falls Sie kein Kunde der Stadtbibliothek
    sind) und die üblichen Kopierkosten an. Möchten Sie das Filmlesegerät
    reservieren?"
    Geändert von Buechlein (23.07.2015 um 14:17 Uhr)
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  2. #32
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)




    Edit: Diesen Nachnamen finde ich in allen erdenklichen Schreibweisen nicht im Adressbuch von 1906. Die normale suche ich aber 1905, auch wenn wir ja eh vermuten, sie wohnte vorher nicht in Chemnitz.
    Edit 2: Auch 1905 niemand mit dem Namen dort gemeldet.

    Edit 3: Ich gehe jetzt mal in der Zeit davor die vorhandenen Adressbücher durch (besonders auf die Jahreszahlen achten, wenn Orte mehrmals auftauchen):

    Annaberg 1902: Kein Bäurich
    Aue 1890-93: Kein Bäurich
    Auerbach 1899: Kein Bäurich
    Bautzen 1904: Kein Bäurich
    Blasewitz 1904: Kein Bäurich
    Borna 1904: Kein Bäurich
    Brandis 1905-06: Kein Bäurich (vorher kein Einwohnerverzeichnis verfügbar)
    Buchholz 1902: Kein Bäurich
    Burgstätt 1903: Kein Bäurich
    Crimmitschau 1904: Kein Bäurich
    Dahlen 1904: Kein Bäurich
    Döbeln 1900-01: Kein Bäurich, 1893 kein Bäurich
    Dresden 1904: 10 Bäurich, keine Hulda oder Luise
    Dresden 1903: 10 Bäurich, keine Hulda oder Luise
    Dresden 1902: 9 Bäurich, keine Hulda oder Luise
    Dresden 1895: 5 Bäurich, keine Hulda oder Luise
    Dresden 1885: 1 Bäurich, keine Hulda oder Luise
    Dresden 1850: Kein Bäurich
    Elstra 1901-02: Kein Bäurich
    Frankenberg 1902: Kein Bäurich
    Freiberg 1903: Kein Bäurich
    Glachau 1904: Kein Bäurich
    Görlitz 1899-1900: Kein Bäurich
    Grimma 1901-02: Kein Bäurich
    Großenhain 1903-04: Kein Bäurich
    Kamenz 1901-02: Kein Bäurich
    Königsbrück 1901-02: Kein Bäurich
    Königstein 1903: Kein Bäurich
    Leipzig 1903: 7 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Leipzig 1900: 7 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Leupzig 1895: 4 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Limbach 1898-99: Kein Bäurich
    Löbau 1902: Kein Bäurich
    Meißen 1904: Kein Bäurich
    Mittweida 1903: Kein Bäurich
    Mügeln 1904: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Mügeln 1895: 5 Bäurich
    Mügeln 1911: 1 Bäurich
    Mutzschen 1905-06: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda (vorher kein Namensverzeichnis verfügbar)
    Mutzschen 1909-10: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Naunhof 1905-06: Kein Bäurich(vorher kein Namensverzeichnis verfügbar)
    Nerchau 1905-06: Kein Bäurich (vorher kein Namensverzeichnis verfügbar)
    Oelsnitz (Vogtland) 1904: Kein Bäurich
    Oschatz 1904: Kein Bäurich
    Pirna 1904: Kein Bäurich
    Plauen 1903-04: Kein Bäurich
    Pulsnitz 1901-02: Kein Bäurich
    Radeberg 1903-04: Kein Bäurich
    Radeburg 1903: Kein Bäurich
    Riesa 1903-04: Kein Bäurich
    Rochlitz 1894: Kein Bäurich
    Schneeberg 1897: Kein Bäurich
    Sebnitz 1888-89: Kein Bäurich
    Stollberg 1900: Kein Bäurich
    Strehla 1904: Kein Bäurich
    Tharand 1900-01: Kein Bäurich
    Trebsen 1905-06: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda (vorher kein Personenverzeichnis verfügbar)
    Waldheim 1890: Kein Bäurich
    Werdau 1903: Kein Bäurich
    Wilsdruff 1888-90: Kein Bäurich
    Wurzen 1902-03: 2 Bäurich, keine Luise oder Hulda (das Buch sieht ja mal modern aus)
    Wurzen 1905-06: Kein Bäurich
    Wurzen 1899-1900: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Wurzen 1896-97: Kein Bäurich
    Wurzen 1894-95: Kein Bäurich
    Wurzen 1879: Kein Bäurich
    Zittau 1900-01: 1 Bäurich, keine Luise oder Hulda
    Zwickau 1902: Kein Bäurich

    Okay, hat irgendwie nicht weitergeholfen. Sie wohnte in einem Ort, der da nicht mit bei war.

    Wenn du willst und Zeit hast, kannst du schonmal weitermachen oder den Namen "Hulda Bäurich" und alles drumherum, auch Luise Bäurich, nochmal googlen.

    Fragen an Langer:
    - Wieso zog man denn so oft um, was brachte es einem, wieso war es ein Phänomen der Zeit?
    - Wie kam er zu den Daten über Roßberg?
    - Hat er schon mehr recherchiert?
    - Was stand im Buch und nicht im Internet?
    - Was sagt er zu der Sache mit der Frau, also Luise Holda
    - Was hat er für ein Gefühl, handelt es sich um dieselbe Person?
    - Tips zum weiteren Vorgehen? (noch Adressen, an die man sich wenden könnte)
    - Wie kam er dazu, ein Buch über das Haus Ellen zu schreiben?
    - Wie steht das Haus im Zusammenhang mit seinem geschäftl. Treiben und wohnte er dort auch?
    - Was hatte das Haus Ellen für eine Adresse? Lag es überhaupt in Chemnitz?


    Edit: Carl August Roßberg, der Schneider für Männermoden, war früher auch Galanterie-, Kurzwaren-, Band- und Zwirnhändler (1871)
    72: und Lederwarenfabrik

    Edit 2: Hab beim groben Gucken keinen Roßberg mit Carl/Karl als zweitem Vornamen in Chemnitz gesehen. Aber manchmal gaben Eltern ihren Kindern auch den Namen deren Großeltern als ersten Namen, hab ich schon bei diesen Seiten, wo man immer die Familienzusammengehörigkeit sieht, gesehen. Somit könnte Carl August vllt. auch Roßbergs Vater sein und seit dieser dann mit seiner Garnfabrik begann, konzentrierte sich sein Vater nur noch auf die Weiterverarbeitung. Könnte das sein?
    Ab etwa 1875 schneiderte C. A. Roßberg nur noch.
    Geändert von Limetree (24.07.2015 um 00:46 Uhr)
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  3. #33
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Geschäftsgeh. heißt nicht geschäftsgeheimnis, sondern Geschäftsgehilfe.
    Das ist Rainbow-Hüpf-Schaf. Kopier es dir, und hilf ihm, durch ganz MT zu hüpfen und rum zu bunten!

  4. #34
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Oh danke Rin, darauf hätte ich auch kommen können.
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  5. #35
    Trippel-As
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    wenn die Roßmunds 1905 - 1906 geheiratet haben, aber das gedicht auch 1905 verfasst wurde, macht das doch eigentlich keinen sinn? denn in dem gedicht wird von einer trennung geschprochen, bei einer heirat, oder nach einer heirat ist das doch eher unwahrscheinlich, oder? zumal sie zu dem zeitpunkt immer noch im selben haus wohnten, so weit ich weiß.

    Und ja, bis ins 17. Jahundert und bis ende DDR war es üblich, dass : 1. geborener junge -> 1. name: name des vaters,2. Name: eigener, dann nachname 2. geborener junge -> 1. name, name des älteren bruders (und so weiter), bei töchtern wird der name der mutter benutzt. Zu meiner Geburt war das aber abgeschafft, meine ältere Schwester hat noch diese schreibweise im Ausweis stehen (12 jahre älter als ich)
    Geändert von snookerfan (24.07.2015 um 13:07 Uhr) Grund: Doppelpost
    Das ist Rainbow-Hüpf-Schaf. Kopier es dir, und hilf ihm, durch ganz MT zu hüpfen und rum zu bunten!

  6. #36
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Ach so, danke.^^

    Nein, es ergibt Sinn. Wir denken es so:
    1905 waren sie in der Naturheilanstalt zusammen. Da Hulda aber nicht in Chemnitz wohnte, kehrte sie in ihren Heimatort zurück, sie trennten sich. Er schickte ihr das Buch und es kam dazu, dass sie nach einer Zeit bei ihm einzog und beide heirateten.
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  7. #37
    Trippel-As
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    mh. oder es ist doch jemand anderes....vielleicht hatte er auch eine geliebte? auf jeden fall sollten wir vielleicht im hinterkopf behalten, dass es jemand anderes sein könnte

    Ist deine Oma mittlerweile wieder da? hast du sie mal gefragt, ob sie weiß, woher das buch ist?

    lg rin
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  8. #38
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Hm nein, ich denke schon, dass es dieselbe war. Vorher wohnte er sein ganzes Leben alleine und wenn es genau zu dem Zeitpunkt war, liegt der Verdacht schon nahe, dass es die Zielperson des Gedichtes war, grade mit so kurzem Abstand und wenn er so sehr in sie verliebt war.

    Nein, ich glaube, sie kommen in zwei Tagen zurück.
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  9. #39
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Interessante Infos aus den Zeitschriften und Büchern, die rin mitgebracht hat:

    - "ein größerer Villenkomplex mit ausgedehnten Gärten und Parkanlagen, schattigen Promenaden und Alleen umgibt die Anstalt" -> dort spazierten sie vermutl. oder dort: " [Die Gebäude] liegen in einem 32.000qm großen, teils waldartig angelegten Parke, der rings durch eine Umzäunung umschlossen ist. An ihn schließt sich unmittelbar der Stadtpark mit seinen Jahrhunderte alten Baumgruppen und malerischen Anlagen."

    - Das Zielpunkt wird von der Anstalt selbst bezeichnet als elegantes, erstklassiges Variéte

    - Die Gäste der Heilanstalt bekamen neben der Behandlung der Krankheit geboten: regelmäßige Konzerte der städt. Kapelle oder berühmter Künstler, Ausflüge ins Erzgebirge, ein schöner Ausblick über die Stadt, eine ausgewogene, diätische Ernährung, Lesezimmer, Bibliothek, Gesellschaftsräume, Damenzimmer, Rauch-und Spielezimmer, Piano und Harmonium zur Selbstbedienung, Tennis- und Kroketplätze, Gartenkonzerte, Vortragsabende, musikalische Abende, Kegeln, Wohnzimmer, Fern-Telephon, manchmal Verordnung von Unterhaltungsplan in Kinos, Kunstausstellungen etc. in der Stadt

    - "Die Ärzte und die Hausdamen sind bemüht, einen ungezwungenen Verkehr unter den Gästen zu pflegen, sich einsamer Patienten anzunehmen und sie mit anderen Gästen zusammenzubringen und sie zu allgemeinen, harmlos-heiteren Unterhaltungen verschiedener Art anzuregen." - Das könnte der Schlüssel sein, wieso Edi vorher nie ernsthafte Verbindungen zu Frauen zu haben schien, dort aber dann schon.

    - Nochmal zu dem Park vom Sanatorium: "Größere Rasenflächen mit Nadelholzbestand sind von Fußwegen durchzogen, die mit weichem Seesand bestreut sind. Turnplätze mit allen möglichen Turngeräten, Hängemattenplätze (waren die grünen Matten vllt. doch kein Sinnbild?), Wasserbassins, Duscheeinrichtungen sind vorhanden." (Text im Rahmen des Luftbades, DSC_0920)

    - "Akut Erkrankte können wir [...] mit Rücksicht auf den Sanatoriums-Charakter der Anstalt nur in beschränktem Maße und nach Begutachtung durch den Chefarzt aufnehmen." Auch ausgeschlossen sind: "Infektiöse Kranke, soweit wir sie nicht sicher isolieren können (Isolation fällt bei uns raus), vorgeschrittene Tuberkulose, alle Kranke, die durch ihre körperl. oder geistige Verfassung ihre Mitpatienten stören würden"

    - Auch auszuschließen ist, dass einer der beiden eine Mast-Kur bekam, da man bei dieser so gut wie die ganze Zeit eine Liegetherapie im Zimmer erhält.

    - Luftheilung (wegen der Matten) wurde verwendet bei: Krankheiten der Atmungsorgane, manche Augenerkrankungen, Krankheiten der Verdauungsorgane, Nervenerkrankungen, Verkrümmungen der Wirbelsäule, Versteifungen der Gelenke usw., Tuberkulose(galt zumindest als einzige wirksame Behandlungsmethode dafür, stand jedoch nicht im Buch)

    - Nicht genau zuzuordnen, da Abschnitte fehlen: Erkrankung der Niere, Blase, männlichen Geschlechtsorgane, Prostata, Wanderniere usw., Haut- und Haarkrankheiten, Geschwürbildungen, Flechten, Furunkel usw.

    - Luftheilung wurde nicht verwendet bei (tauchte zumind. dort nicht auf): Krankheiten der Zirkulationsorgane und Blutzirkulationsstörungen, Erkrankungen der Haut und der Haare

    - Im Sommer waren es besonders Patienten, die ausgedehnte Licht-, Luft- und Sonnenbäder brauchten, im Winter jene, die diese nicht unbedingt brauchten, dafür allerdings Ruhe.

    - Adresse des Sanatoriums: Stollbergerstr. 59 u. Parkstr. 28

    Behandlungsdauer:
    - durchschnittlich 6 Wochen
    - mindestens 4-5 Wochen (Minimum)
    - bei einfacher Erholungsbedürftigkeit manchmal auch kürzerer Aufenthalt
    - bei chronischen und schweren Erkrankungen muss man mit mehr Zeit rechnen
    - häufig wurde eine Wiederholungskur zur Festigung des Zustandes oder Beendigung der
    Behandlung empfohlen

    Preise (werden pro Woche berechnet):
    - 63-98 Mark/Woche
    - altes Kurhaus: 70-105M
    - neues Kurhaus: [schwarz gemarkert]
    - 2. Bett in einem Zimmer: 14M/Woche
    - 10M Gebühr für die Aufnahmeuntersuchung
    - beschränkte Anzahl billigerer Plätze von [schwarz gemarkert]-49M/Woche für Minderbemittelte (3-4 Patienten in einem Zimmer)
    - Kinder: 35M/Woche (wenn ihre Eltern zudem den Vollpreis zahlen, sonst auch Vollpreis)
    - Begleitpersonen, die sich keiner Kur unterziehen, zahlen 42 M/Woche
    - Kinder, die sich keiner Kur unterziehen: 28M/Woche
    - Nichtpatienten, die nur zu Mahlzeiten kommen: Frühstück: 1M, Mittagessen: 3M, Abendessen: 1,50M, Übernachten im Zimmer eines Kurgastes: 2M, ein Einzelzimmer: 2-5M
    - 3 Hauptspeisen (von 5 Tagesspeisen) auf Zimmern: 0,75M/Tag
    - Benutzung der Packdecke und Bedienung der Liegehalle: 1,50M/Woche
    - Liegestühle ohne Decke: 0,70M/Woche
    - Röntgenphotographie: 10-20M
    - Nachtbesuche bei bettlägerigen Patienten: 3-5M
    - dann stand da noch irgendwas von kleinen Einzelzimmern für 7-14M/Woche... o.O
    - Inhalatorium: 2M/Anwendung oder 6M/Woche
    - Sauerstoffinhalationen auf Zimmer: Preis nach Menge des verbrauchten Sauerstoffs

    Hier nochmal ein besserer Einblick, wie das Sanatorium aussah (DSC_0963), Aufnahme um 1905: DSC_0992, anderes Bild: DSC_1002:



    Zimmereinrichtung siehe DSC_0967


    Die Texte zu den Friedhöfen (beginnend bei DSC_1018) hab ich mir nicht genau angesehen.

    So und ich bin nun alle Seiten einmal durchgegangen.
    Geändert von Limetree (25.07.2015 um 12:48 Uhr)
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  10. #40
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Herr Langer ist super! Ich hab gerade eine halbe Stunde mit ihm gesprochen.

    Erst mal alles zu Edi, nette Fun Facts kommen hinterher:

    1. "Ihr habt den richtigen Edi gefunden. Ich bin überzeugt, dass er es ist." Gründe für die Vermutung schreib ich nach und nach auf.

    2. Herr Langer hat versucht, seine alten Pfade der Recherche nachzuvollziehen. Er hatte aber anscheinend kaum andere Quellen als die Adressbücher, die wir auch haben. Aber - und das ist wichtig - er hat Zugang zu den alten Unterlagen des Hauses Ellen (Kaufverträge usw.) und wird deswegen im Altarchiv Edis Unterschrift auf dem Kaufvertrag des Hauses auftreiben können. Dann können wir die Handschrift direkt vergleichen und hätten somit unseren endgültigen Beweis. Das dauert nur ein bisschen, weil Herr Langer dafür in die Kreisstadt Freiberg fahren muss.

    3. Auch ansonsten ist er fleißig am Recherchieren. Wir sollen nur Geduld haben, weil ihn alles Zeit und Geld kostet. Auf meine Bitte hin, sich bloß nicht wegen uns in Unkosten zu stürzen, sagte er, dass ihn das aber auch persönlich interessiere und er allein deswegen in die Archive gehen würde. (Ich glaube, er ist ziemlich begeistert von uns und freut sich, dass "die Jugend" sich für so etwas interessiert.)

    4. Über das Haus Ellen hat er geschrieben, weil es sein Haus ist und er sich für dessen Geschichte interessiert. (Geschichte interessiert ihn allgemein sehr, obwohl er Physiker ist.)

    5. Er wird uns den Rest des Kapitels per E-mail zuschicken.

    6. Es ist äußerst seltsam, dass Edi das Haus Ellen gekauft und nur drei Jahre später weiterverkauft hat. Das war sehr ungewöhnlich, und Herr Langer unterstellte ihm deswegen eigentlich, nur ein Strohmann für den darauffolgenden Käufer zu sein (weil dieser sehr bekannt war und deswegen eigentlich viel mehr Geld hätte zahlen müssen - dadurch, dass Edi das Haus dazwischen kaufte, drückte er den Preis für den darauffolgenden Käufer). Inzwischen liegt aber die Vermutung näher, dass es tatsächlich wegen seiner Krankheit war.

    7. Traurig, aber auch wichtig: Herr Langer denkt NICHT, dass Edi die Sanatoriumsliebe geheiratet hat, sondern dass er schon an Luise Hulda verheiratet war, als er Madame X kennenlernte... Vermutlich war die Geliebte nur ein Kurschatten und Edi fühlte in der neuen Umgebung Frühlingsgefühle aufkeimen, die er für Luise Hulda vielleicht nicht mehr so hatte. Natürlich ist unsere Vermutung auch denkbar, aber Herr Langer hält sie für unrealistisch. Er sagte auch, dass so eine Kureinrichtung alle Voraussetzungen, die es für eine Liebesbeziehung gibt, hervorbrechen lässt. Vermutlich war er auch schon sehr alt (einen Geburtstag fand er jetzt nicht). Erfolgreiche Kaufmänner mit einem mittelständischen Unternehmen wie seinem konnten nicht jung sein, und waren auch im Rentenalter meist noch tätig - vielleicht war Edi schon Rentner. Wofür auch der Prokurist stark spricht. Und der Verkauf des Hauses Ellen. Und der darauffolgende Tod auch.

    8. Auch Herr Langer hat das Chemnitzer Stadtarchiv angesprochen. Wegen seinem Rennommee hat er natürlich direkt eine Antwort bekommen. Das Stadtarchiv hat von der Zimmermann'schen Stiftung noch wahnsinnig viele Unterlagen. Er wird sich das vor Ort noch anschauen, aber auch da sollen wir Geduld haben.

    9. So oft umzuziehen, war am Ende des 19. Jahrhunderts in Chemnitz absolut üblich. Vor allem gab es dafür 3 Gründe: Erstens war es industriell gesehen Aufbruchstimmung, und die Menschen hatten meist eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, während die Firma im Erdgeschoss war. Wenn sich die Firma nun weiterentwickelte, wurde es zu eng. Zweitens waren die Wohnverhältnisse sehr bescheiden (oft nur ein Zimmer; Toilette im Gang). Sobald man etwas mehr Geld verdiente, zog man in eine bessere Wohnsituation um. Drittens zog man oft einfach um, um näher an den Kunden zu kommen.
    Geändert von Buechlein (25.07.2015 um 15:41 Uhr)
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  11. #41
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    1. Das ist einfach toll, dass er es auch genauso sieht.

    2. Super! Ich bin schon soo gespannt darauf. Ich hoffe, es passt.

    3. Das dachte ich mir schon. Toll, wie engagiert und mit dabei er ist.^-^
    Oh ja, ich hoffe, das kostet ihn nicht zu viel. Sag ihm auch beim nächsten Telefonat, wenn er will, kann er alles für eine evtl. neue/überarbeitete Version seines Buches nutzen, falls es dahinien passt.

    4. Ach soo, dann haben wir ja die Interesse. Ist das aufregend, er wohnt in dem Haus, das Edi einmal besaß!
    Ja, ich will ja auch Physik studieren.

    5. Ach das ist sehr nett. Ich werds dir dann per Pn oder so schicken, sobald ich es hab.

    6. Es war doch schon 10 Monate später?
    Ja, ich würde auch denken, es war wegen seiner Krankheit. So ein Haus benötigt ja auch Pflege und Wartung und vllt. brauchte er das Geld für die Behandlung im Sanatorium (grad neu gekommener Gedanke).

    7. Wieso genau denkt er das? Ich meine, die Ehefrau wohnte erst nach dem Sanatoriumsbesuch bei ihm und vorher wohnte nie eine Frau in seiner Wohnung, die diese sein könnte. Hast du ihm noch die Vermutung, dass es Hulda Bäurich sein könnte, gesagt?

    8. Ach so viel Engagement und Interesse... toll.

    9. Okay, interessant, das klingt alles plausibel. Aber komisch, dass man vorher davon noch nichts gehört hat.

    Zusätze am besten markieren
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  12. #42
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Mist, mein ganzer Text ist weg... Also nochmal, ich hoffe, ich vergesse nichts:

    Zu Punkt 6: Er sagte jetzt am Telefon 3 Jahre, wahrscheinlich hat er sich nur versprochen.

    Zu Punkt 7: Nein, hab ich nicht. Allgemein hab ich vieles nicht gesagt, das ich hätte sagen wollen, weil ich immer Angst hatte, ihn zu unterbrechen. Er denkt es, weil er es einfach für unrealistisch hält, dass ein Rentner - oder zumindest älterer Mann - so spät noch ein Liebesgedicht an eine Frau schreibt, die er daraufhin auch direkt heiratet. Man machte das einfach nicht so, und es passt für ihn gefühlsmäßig nicht. In Kuren war es ja fast schon üblich, dass man dort jemand anderen kennenlernte.
    Was faktisch gegen seine Theorie spricht, ist natürlich das plötzliche Auftauchen von Luise Hulda als Ehefrau im Adressbuch. Hab ich leider nicht angesprochen. Aber das machen wir dann einfach noch.

    Er hat meine E-mail-Adresse jetzt auch, wird also den Rest des Kapitels (das wollte er heute Abend erledigen) an uns beide schicken. Rin, hast du auch Interesse daran?
    --> Ich schicke ihm gleich die Büchleinadresse, dort soll die zukünftige Korrespondenz verlaufen.

    Jetzt kommt noch Off-Topic-Kram, den er so von sich gegeben hat und den ich für weitererzählenswert befand:

    1. Herr Langer war unglaublich gerührt von dem Gedicht. Er hat es, als er die Mail erhielt, sofort seiner Frau vorgelesen und auch seinem Sohn zugesandt, der auch ein hoffnungsloser Romantiker ist. Die ganze Familie schreibt auch selbst (und dichtet auch)!

    2. Diesen Film hat er gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=Bfz2mPN7ouY Wir sollen ihn uns anschauen und ihm unsere Meinung sagen. Auch Schüler haben mitgewirkt (bei den Berechnungen für die Animation). Das ist nur der Hauptfilm, ein Epilog und ein Dank sind auch online. Ich glaube, er wünscht sich, dass wir uns damit ein bisschen beschäftigen.

    3. Auch für seine anderen Bücher hat er etwas Werbung gemacht: Letztes Jahr schrieb er drei Bücher, eins davon über die Chemnitzer Unterwelt. Er ist derjenige, der vor 20 Jahren dafür gesorgt hat, dass man heute als interessierter Tourist Besichtigungen in den unterirdischen Gängen von Chemnitz durchführen kann! Er erfand außerdem ein paar Geistergeschichten rund um diese Unterwelt und so entstand das Buch "Chemnitzer Geisterstunde". Dann schrieb er noch ein Buch über seine Kindheit, das heißt "Hänschen und die kleinen Tiere" und richtet sich an "Kinder zwischen 8 und 90 Jahren". Ist aber etwas traurig, weil es vor allem um sein Leben als Flüchtling in ärmlichen Verhältnissen geht. Wenn wir uns für seine Bücher interessieren, empfiehlt er die günstigere eBook-Version. Jetzt schreibt er auch gerade ein Buch, bei dem es um den Zweiten Weltkrieg und die Situation der Schlesier geht.

    4. Er war sehr erstaunt - gerade empört! - dass ich nicht wusste, dass mein Vorname das polnische Wort für "Allee" ist. ^^
    Übrigens war Herr Langer gezwungen, die deutsche Sprache als Flüchtling zu vergessen (damit nicht aufflog, dass er Deutscher war) und bei seiner Rückkehr nach Deutschland musste er alles neu lernen!

    5. Er sagte auch noch: "Ihr seid wirklich zwei junge Menschen, die mir Spaß machen." (Jetzt hab ich ihm gesagt, dass wir inzwischen zu dritt sind.)

    6. Seine Lebensweisheit für uns: Jeder Mensch sollte in seinem Leben mindestens ein Buch schreiben. Am besten über sich selbst.
    Geändert von Buechlein (25.07.2015 um 18:20 Uhr)
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  13. #43
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Also zum thema verliebt im Sanatorium, aber nicht Hulda: Meine Mutter denkt auch, dass das so ist. Also dass er eher eine Liebschaft hat. Irgendwie scheint das wohl eher übllich gewesen zu sein xD meine eltern fanden mich in der hinsicht nämlich naiv...naja.
    Das ist Rainbow-Hüpf-Schaf. Kopier es dir, und hilf ihm, durch ganz MT zu hüpfen und rum zu bunten!

  14. #44
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Ich schreibe an nem buch ^^
    ja klar interessiert es mich, warum hast du ihm nicht die büchlein andresse gegeben?
    Das ist Rainbow-Hüpf-Schaf. Kopier es dir, und hilf ihm, durch ganz MT zu hüpfen und rum zu bunten!

  15. #45
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    AW: Das Gedicht eines Mannes an seine verstorbene Frau (kein eigenes Gedicht)

    Aaaach, an die Büchleinadresse dachte ich irgendwie gar nicht mehr! Ich schreib ihm gleich nochmal eine Mail...

    Zum Thema Zimmermann'sche Affäre: Meine beste Freundin ist auch der Meinung.
    Aber mir gefällt das einfach nicht so, ich will, dass sie sich dort kennenlernten und dann heirateten... Das wäre viel schöner. Und das würde ja auch zum Adressbuch passen.
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