DAV

Da sitz’ ich nun mit eitlem Blicke vor dem hohen Tor
Dein stolzes Haar weht hinter dir mit zimtgewebter Wärme
Rostbraune Strähnen wimmeln rangelnd um dein linkes Ohr
Mit Recht bin ich des ewigen Verweilens leid und schwärme.

So strichen meine Hände sanft die Sprossen deiner Wange
Ich fühlte, wie dein Atem leise in den meinen schlich
Die Seelentürchen schlossen sich, und in gewohntem Gange
Erhitzte uns‘re Welt bis alle Zeit der Welt verstrich.

Ich lasse ab von deinem Herzen, stehe vor dem Tor
Und warte auf dass dein Zimtzauber angekommen sei
Doch aus dem Boden neben dir steigt schon dein Freund empor
Und zickenhaft in Freundes Zaumzeug zauberst du vorbei.