Schriften im November


Nichtmehr schreiben was ich will,
meine Feder die liegt still,
meine Tinte trocknet schnell,
und der Wind verweht die Blätter.

Tropfen fallen aufs Pergament,
und dieses wehrt sich vehement,
meine Gedanken aufzunehmen,
und färbt sich dunkel ein.

Die Schrift, ein Wort, mein Wort,
mein Wort, ein Gedanke, mein Gedanke,
mein Gedanke, meine Emotion, mein Herz,
mein Herz- ein rasend Wild.

Sie schweben hemmungslos hinfort,
Wirbeln über Gärten, Felder, Wiesen, Auen,
Durch Häuserschluchten auf davon.
Werd‘ ich sie denn bald wiedersehen?

Gedanken an die eine Liebe,
Die mein Herz erquicken lässt,
Aus tiefmattschwarzem Dämmerschlaf,
Im Sarg der sich das Leben nennt.