1. #1
    Kaiser
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    Beitrag Die Birke am Blutsee

    Ich möchte es eigentlich Anfang nennen, bin mir diesbezüglich aber noch nicht sicher, weil das erstmal zu missinterpretationen führen könnte und weil es zweitens recht stark impliziert, es gäbe auch ein Ende. Bevor es Fragen gibt: der Threadtitel steht in absolut keinem Verhältniss zum Threadinhalt. Bin sehr gespannt auf Kritik. Dass sich die rhytmische Wahrnehmung ab der Pause ändert ist mir bewusst, es schien mir irgendwie passend.


    Besessen vom Besitz des Wissens
    welches Wissen selbst negiert
    negiere ich grad besten Willens
    besetzten Glauben dort und hier

    von sich selbst zumeist beschissen
    glaubt der Goyem bloßer Gier
    die im Gewandt aus reiner Lüge
    der Würde kündigt, da das Tier

    blickt über seines Weltbilds Risse
    weit hinfort ins schale Bier
    meint dort zu finden was könnt lindern
    all das Leid auf Erden hier

    da alles andre von ihm fordert,
    zu Fragen was die Schuld wohl sei
    die er nur selbst der Welt beordert
    ihm und ihr und dir und mir;

    -Pause-

    wenn er dann des nächsten Morgens wacht
    vom Alkohol den Kopf noch wirr
    hält er sich stehts noch selbst in Schach -
    im Meer des Betens, stets am Pier

    johlt dauernd eine Gottheit her,
    sie mög' ihm doch den Beistand geben
    den er sich selbst verwirrt verwährt-
    gebirt sich neu als blindes Wesen
    durch niemand als sich selbst beschwert
    weil er sich sonnt in einem Glauben,
    den er die andren Wissen lehrt




    (c) middeke, maximilian
    30/12/12


    Dieser Satz ist eine Lüge






    Dieser Satz ist wahr



    (R)


  2. #2
    urneturne
    Gast

    AW: Die Birke am Blutsee

    Hm... Das Sujet ist nicht so meins, aber den meisten anderen wird es wohl gefallen...
    Das schale Bier gefällt mir.

    Ein paar orthografische Fehler... *"Gebiert sich neu", *"den er sich selbst verwirrt verwehrt".

    "Durch niemand als sich selbst beschwert" finde ich ein bisschen holprig. Den Perspektivwechsel von Ich zu Er verwirrend, die rhythmische Wahrnehmung kaum. Die Titelgebung sehr schön - erinnert mich an Magritte. Es lebe die Ellipse!

 

 

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