1. #1
    König
    Registriert seit
    13.09.2009
    Alter
    23
    Beiträge
    866
    Danke verteilt
    25
    Danke erhalten
    36 (in 30 Beiträgen)

    Ode an die Polemik

    Wo war uns‘re Eminenz
    Als Räucherschnaps die Kehle sah
    Auf der Landeskonferenz
    Mit Typhus, Pest und Cholera

    Was sprachen nun die Kaisersleute
    Wo doch Pflicht das Land zerhaucht
    „Der Rechtsreichtum ist schwere Beute
    Wenn im Stall die Katze faucht“

    Mit Fug und Recht der Hysterie
    ‚fällt würzig uns Geschichte ein‘
    Ob stolz, ob rechtens wisst Ihr nie
    Es zählt als Nichts und nicht als Sein
    Geändert von BlackLight (23.09.2012 um 00:50 Uhr)


  2. #2
    Forenpapst Spiderman Champion
    Registriert seit
    01.09.2012
    Beiträge
    4.531
    Danke verteilt
    259
    Danke erhalten
    502 (in 400 Beiträgen)

    AW: Ode an die Polemik

    Joa, ist ganz gut Aber "fällt würzig uns Geschichte ein"?!?
    Und "Hysterie" wird mit "y" geschrieben.
    Wer an Telekinese glaubt, der hebe bitte meine Hand.



  3. #3
    -- Themenstarter --
    König
    Registriert seit
    13.09.2009
    Alter
    23
    Beiträge
    866
    Danke verteilt
    25
    Danke erhalten
    36 (in 30 Beiträgen)

    AW: Ode an die Polemik

    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Joa, ist ganz gut Aber "fällt würzig uns Geschichte ein"?!?
    Danke für die sehr detaillierte Einschätzung
    Der Vers ist eine Anspielung an einen existierenden Vers, "nützlich" habe ich dann durch "würzig" ersetzt, um die Subjektivität zu beschreiben, die mit der Enderkenntnis verbunden ist.

    Und "Hysterie" wird mit "y" geschrieben.
    Welch Schmach, ein Tippfehler. Vielen Dank.


  4. #4
    Forenpapst Spiderman Champion
    Registriert seit
    01.09.2012
    Beiträge
    4.531
    Danke verteilt
    259
    Danke erhalten
    502 (in 400 Beiträgen)
    Entschuldigung. Um diese Uhrzeit kann ich nicht mehr (wie du) lange Texte/Kommentare schreiben... ^^

    Ersteinmal die erste Strophe (nicht, dass nachher aus Versehen alles gelöscht wird, und ich dann alles zu allen 3 Strophen nocheinmal neu schreiben muss...)
    Wo war uns‘re Eminenz
    Als Räucherschnaps die Kehle sah
    Auf der Landeskonferenz
    Mit Typhus, Pest und Cholera
    Ich finde die Verbindung der Politischen Ebene mit den Problemen in dem Land sehr gut gewählt, da die Regierung ja größtenteils dafür verantwortlich war. Du kritisierst die Sorglosigkeit der Regierung zuerst direkt (Wo war unsere Eminenz?)(I, 1) und dann indirekt (I, 2 & 4). Es ist eine sehr geschickte Verknüpfung von einer bloßen Behauptung (I, 2) und klar Geschichtlich zu beweisenden Tatsachen(I, 1 & 4), sodass insgesamt alles für den Leser denkbar so gewesen sein kann.

    Was sprachen nun die Kaisersleute
    Wo doch Pflicht das Land zerhaucht
    „Der Rechtsreichtum ist schwere Beute
    Wenn im Stall die Katze faucht“
    Die Verbindung von dem Rechtsreichtum und etwas so banalem wie einer Katze im Stall (II, 3 & 4) verblüfft den Leser ersteinmal etwas. "Was hat das miteinander zu tun?" fragt man sich da. Es bedeutet aber ( würde ich so interpretieren), dass es äußerst schwierig ist, viel Geld für den Staat zu erlangen, wenn es fast nur arme Bauernfamilien gibt. Diese können sich selbst kaum versogen, geschweige denn den Staat reich machen.
    Ber den Teil " Wo doch Pflicht das Land zerhaucht" (II, 2) verstehe ich nicht so ganz. Was soll das bedeuten? Dass das Land durch die Armut trostlos, grau und karg wird? Das wäre eine Deutungs-Hypothese von mir...

    Mit Fug und Recht der Hysterie
    ‚fällt würzig uns Geschichte ein‘
    Ob stolz, ob rechtens wisst Ihr nie
    Es zählt als Nichts und nicht als Sein
    Mit den ersten 3 Versen letzten Strophe kann ich mich leider nicht so anfreunden. Nur der letzte Vers ist sehr gelungen (III, 4). Der ?Chiasmus?(Überkreuzstellung zweier, aufeinander bezogener Satzteile) mit "Nichts" und "nicht" gibt dem Ende nochmal einen großen Wiedererkennungswert und lässt das Gedicht im Kopf etwas nachwirken.
    Insgesamt trotz der 3 Verse, die mir nicht so gefallen, ein sehr gelungenes Gedicht.
    Geändert von BellaDracula (23.09.2012 um 16:37 Uhr)
    Wer an Telekinese glaubt, der hebe bitte meine Hand.



  5. Diese Benutzer bedanken sich bei Limetree für diesen Beitrag:

    BlackLight (30.10.2012)

  6. #5
    -- Themenstarter --
    König
    Registriert seit
    13.09.2009
    Alter
    23
    Beiträge
    866
    Danke verteilt
    25
    Danke erhalten
    36 (in 30 Beiträgen)

    AW: Ode an die Polemik

    Ich bin gerührt! Vielen Dank für diese - doch sehr genaue - Einschätzung. Deine Interpretation ist sehr interessant, es freut mich, dass der Sinn nicht vollkommen am Leser vorbeigeht.
    Die Verse die du als dir nicht gefallenden herausgezogen hast waren eher als Reflexionsanstösse gedacht. Die Pflicht, die das Land zerhaucht stellt in gewissen Sinne eine Armut dar, ja, soll aber im Prinzip dem Leser die Frage stellen, ob das Volk der Polemik verfällt, oder eine Opferrolle wirklich legitim sein kann.

    Die drei letzten Verse wenden sich direkt an den Leser, ich wollte schon, dass sie herausstechen und nicht unbedingt Gefallen finden, der Leser soll aus seiner Trägheit erwachen, evtl. sogar über den Sinn des Geschilderten in der heutigen Zeit nachdenken und schlussendlich dem "gewussten Gelernten" einen Wert zuteilen.

    Danke noch einmal, ich bin nun sehr gut gelaunt


 

 

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Back to Top

Search Engine Optimization by vBSEO 3.6.1

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60