1. #1
    urneturne
    Gast

    Bliblabla

    Ich brauch mal wieder Feedback, da ich in letzter Zeit nicht ganz weiß, woran ich bin. Wie ihr sicher wisst, ich freue mich über Kritik


    Wie viele Briefe dir auch
    Zufliegen, dein leichtes Glück der
    Begegnung wird immer klagend auf seiner
    Sumpfigen Basis schwanken, unbefestigt und
    Morsch durch den zweifelnden Lufthauch.

    Schönen Abend noch.

  2. #2
    urneturne
    Gast

    AW: Bliblabla

    Jo, wär auch ganz cool, wenn mal jemand was schreiben könnte ^^

  3. #3
    Freysinn
    Gast

    AW: Bliblabla

    vermutlich fällt niemanden etwas nettes ein... oder die meisten finden es ähnlich belang- und bedeutungslos wie ich... die ersten deiner Texte hatten ja noch einen leicht lyrifiziert-aphoristischen Charme... aber der hunderste Aufguss dieses Schemas zaubert eher ein Zerrbild in meinen Kopf, das dich als hupfdohlige Lottofee, die Kugeln mit bedeutngsschwanger zusammengesetzten Nomen, kränkelnd-bildhaften Adjektiven und fast unüberwindbar verbtrüber Belanglosigkeit, aus einer großen Lostrommel ziehend zeigt...

    kurz, du solltest etwas anderes machen, du läufst dich daran tot

  4. #4
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    AW: Bliblabla

    Wo steckt der SInn in diesem Gedicht ohne Reim?

  5. #5
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    AW: Bliblabla

    reicht es, wen ich schreibe, es gefällt?

    ansonsten hatte ich beim lesen das bild eines wumstichigen, halb versunkenen
    hausboots, das einsam auf dem mississippi zur zeit des hochwassers treib,
    und dann auf der mainstreet eines kleinen städtchens strandet,
    wo der einzige, barfüssige passagier immer noch auf dem dach sitzt und
    mundharmonika spielt vor augen.

    aber das bild passt nicht so richtig - aus deiner sicht, möchte ich wetten.


    Zitat Zitat von Limetree Beitrag anzeigen
    Wo steckt der SInn in diesem Gedicht ohne Reim?
    gedichte müssen sich nicht reimen. und die technik macht nie den sinn eines gedichts aus. sowas ist nur beiwerk, zum besseren verdauen.
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  6. #6
    urneturne
    Gast

    AW: Bliblabla

    Zitat Zitat von Freysinn Beitrag anzeigen
    vermutlich fällt niemanden etwas nettes ein... oder die meisten finden es ähnlich belang- und bedeutungslos wie ich... die ersten deiner Texte hatten ja noch einen leicht lyrifiziert-aphoristischen Charme... aber der hunderste Aufguss dieses Schemas zaubert eher ein Zerrbild in meinen Kopf, das dich als hupfdohlige Lottofee, die Kugeln mit bedeutngsschwanger zusammengesetzten Nomen, kränkelnd-bildhaften Adjektiven und fast unüberwindbar verbtrüber Belanglosigkeit, aus einer großen Lostrommel ziehend zeigt...

    kurz, du solltest etwas anderes machen, du läufst dich daran tot
    Jap, genau ist halt das Problem. Ich weiß momentan auch nicht, was ich "dagegen machen soll" - ich weiß allgemein nicht, wo ich bin. Was die Sache nicht einfacher macht.

  7. #7
    Freysinn
    Gast

    AW: Bliblabla

    Zitat Zitat von urneturne Beitrag anzeigen
    Jap, genau ist halt das Problem. Ich weiß momentan auch nicht, was ich "dagegen machen soll" - ich weiß allgemein nicht, wo ich bin. Was die Sache nicht einfacher macht.
    das ist ein gängiges Problem... es gab hier öfter gelegentlich ziemlich junge Lyriker mit guten sprachlichen Ambitionen und grundsätzlich brauchbaren Ansätzen, bei denen ich mir dachte, dass das in einpaar Jahren mal wirklich etwas spannendes werden könnte, wenn es sich so weiter entwickelt... als Beispiel fällt mir Rednael ein, der hier vor einigen Jahren unterwegs war und ähnlich wie du eine recht ausgefeilte eigene Bildsprache besaß und sogar noch eine ganze Ecke begabter und eigensinnigere Sprachklänge webte als du... aber eben nur das konnte, was ihm schon innewohnte... und eben nicht mehr... und sich darin totlief... zumindestens soweit sich seine Laufbahn hier verfolgen ließ...

    Tipps geben ist bei sowas immer schwierig... ist ja eher ein Entwicklungsproblem als ein handwerkliches... ich seh dich irgendwie nicht in sprachlich klassischen Versmaßen oder dergleichen... dementsprechend bietet es sich schon an, das "freie" Maß ("frei" in Anführungszeichen, weil du überhaupt gar nicht frei bist, weil deine Formatierung ja doch verstockt ist in ein Schema) beizubehalten... und vllt einfach mal längere Texte zu entwerfen, die vllt strukturierter und pointierter sind.... oder du widmest dich mehr den Kurzgeschichten... ich meine dunkel eine im Kopf zu haben, die eigentlich recht brauchbar war....

    ansonsten... lesen... mit neuen Lyrikbänden volldecken... was so diese Richtung angeht, empfehl ich ja immer Paul Celan, weil sein Gefühl für Sprache etwas sehr besonderes war und ich ihn immer sehr inspirierend fand und finde... aber da das mein lyrischer Fetisch ist, will ich das jetzt nicht zu inbrünstig fordern... ist ja Geschmackssache...

  8. Diese Benutzer bedanken sich bei Freysinn für diesen Beitrag:

    Limetree (04.02.2013)

  9. #8
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    AW: Bliblabla

    Ich stimme Freysinn vollkommen zu, du läufst dich an etwas tot, das du überlebt hast und dein Schema beginnt, dich von aussen nach innen zu vereinnahmen. Es ist wahrscheinlich, dass du mit der Zeit anders zu denken begonnen hast, doch Gedichte bist du immer noch so gewohnt, wie du sie schon immer geschrieben hast. Das Schema entspricht vielleicht einfach nicht mehr deinem "Atemrhythmus", es stört dich ja selbst, wie unpassend plötzlich dein retro-innovatives Versgebilde erscheint. Du hast einfach etwas anderes zu sagen, als sonst und so schreit dein Kopf wohl nach einer anderen Ausdrucksweise.
    Ich tippe darauf, dass du dir deine Freiheit dadurch geraubt hast, dass dein Schema immer mehr Gegebenheiten verlangte, sodass nach einiger Zeit alles gleich klingt, auch wenn die Message eigentlich differiert.
    Die gegebenen Tipps erachte ich als äusserst perfekt, um aus diesem Moment der Schreibblockade herauszufinden


 

 

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