1. #1
    Spezi
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    Idee Breivik -

    Hallo meine Lieben.
    Manchmal hab ich so spontan mal einen Einfall und schreibe das auf und forme es dann über einen längeren Zeitraum um. Meistens sind diese Texte politsch motiviert. Dieses Gedicht ist mir auf dem Nachhauseweg eingefallen und ich wollte euch mal fragen was ihr davon haltet. Es thematisiert den Prozess gegen Anders Behring Breivik- den Amokläufer aus Norwegen.


    Breivik
    Eine Tat versetzt die Menschen
    In Trauer, Furcht und Wut
    Der Name wird zum Synonym
    Utøya ward ganz rot vom Blut.

    Reinigen wollt‘ er die Welt
    Retten vor der Invasion
    Die Überflutung stoppen
    Doch womit erreicht man solches schon?

    Und jetzt fast ein Jahr danach
    Wird alles wieder aufgewühlt.
    Und das Gesicht,
    Das Bild des Schreckens,
    kalt, herzlos unberührt.

    Doch der Prozess soll Ordnung schaffen
    Soll ihn strafen für die Tat
    Alles wird genau geschildert.
    Voraussetzung für ein Plagiat?

    Man gibt ihm Chance zu sühnen
    Doch das einzige das er tut
    Ist sich damit zu rühmen
    Denn Utøya ward ganz rot durchs Blut.

  2. #2
    Kaiser
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    AW: Breivik -

    inhalt 5.0/10
    form 7.5/10


    Dieser Satz ist eine Lüge






    Dieser Satz ist wahr



    (R)


  3. #3
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    AW: Breivik -

    hmm, weils der nachhauseweg war, kann mans verstehen.
    ....

    任何人谁读这是愚蠢的。 嗨,伙计。

  4. #4
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    AW: Breivik -

    Zitat Zitat von boogiemax Beitrag anzeigen
    inhalt 5.0/10
    form 7.5/10
    hi. danke für die Bewertung. wofür gabs denn punktabzug? und was könnte ich besser machen?



    @ Lang zu: Wie ist denn das gemeint
    ​So live your life that the fear of death can never enter your heart.

    #hauptsachewarmisses

  5. #5
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    AW: Breivik -

    Ich fand du hast mit dem Inhalt eigentlich den Punkt getroffen. Das finde ich echt gut! Der Aufbau ist auch wirklich gut. Weiter so.

  6. #6
    -- Themenstarter --
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    AW: Breivik -

    Zitat Zitat von AnitaEmergency Beitrag anzeigen
    Ich fand du hast mit dem Inhalt eigentlich den Punkt getroffen. Das finde ich echt gut! Der Aufbau ist auch wirklich gut. Weiter so.
    danke
    ​So live your life that the fear of death can never enter your heart.

    #hauptsachewarmisses

  7. #7
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    AW: Breivik -

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Doch womit erreicht man solches schon?

    Voraussetzung für ein Plagiat?
    bei den beiden Sätzen hakt's bei mir, wenn ichs durchlese... das "solches" ist irgendwie seltsam/zu lang, und das "ein" würde ich durch "'s" ersetzen.

    außer du beabsichtigst in der "melodie" die kleinen hopser an den stellen, weil du die betonen willst.
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

  8. #8
    -- Themenstarter --
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    Daumen hoch AW: Breivik -

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    bei den beiden Sätzen hakt's bei mir, wenn ichs durchlese... das "solches" ist irgendwie seltsam/zu lang, und das "ein" würde ich durch "'s" ersetzen.

    außer du beabsichtigst in der "melodie" die kleinen hopser an den stellen, weil du die betonen willst.
    Genau diese "Hopser"-wie du sie nennst- sind beabsichtigt, um den Fokus/"die Betonung" auf diese Punkte zu legen:
    Mit der ersten Frage will ich die Unnötigkeit/den Unnutzen in den Vordergrund stellen.
    Beim Zweiten übe ich Kritik an der haargenauen Wiedergabe des Tatherganges in den Medien, die somit eine Vorlage für einen Trittbrettfahrer liefern könnten.
    ​So live your life that the fear of death can never enter your heart.

    #hauptsachewarmisses

  9. #9
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    AW: Breivik -

    echt super Gedicht...
    Es grüßt sie herzlich der Ostwestfale!!!

  10. #10
    Trophäensammler
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    AW: Breivik -


    Klasse

  11. #11
    Freysinn
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    AW: Breivik -

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Genau diese "Hopser"-wie du sie nennst- sind beabsichtigt, um den Fokus/"die Betonung" auf diese Punkte zu legen:
    Mit der ersten Frage will ich die Unnötigkeit/den Unnutzen in den Vordergrund stellen.
    Beim Zweiten übe ich Kritik an der haargenauen Wiedergabe des Tatherganges in den Medien, die somit eine Vorlage für einen Trittbrettfahrer liefern könnten.
    ich denke, dass das ad hoc gebrabbel ist, um unreinheiten zu kaschieren... nirgendswo ist ein metrischer ausbrecher zu finden, der sinnvoll genug variiert um einen entsprechenden Effekt zu beherbergen... es gibt auch keine Stellen, die es inhaltlich rechtfertigen... eine Frage, wie bei Jans erstem Beispiel, lässt sich so sowieso nicht behandeln... da wäre eine metrische Verknappung wesentlich sinnvoller es ist einfach nur teilweise nicht optimal sauber gearbeitet.... was an und für sich untragisch ist... tragisch wird es erst durch die Possee hier...

    abgesehn von dem allem find ich es inhaltlich schrecklich redundant... eine furchtbar unlebendige Sprache, lyrifizierter Nachrichtensprecherkommentar..... da wünschte ich mir wesentlich weniger analytisches und mehr abstraktion
    Geändert von Freysinn (16.08.2012 um 17:00 Uhr)

  12. #12
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    AW: Breivik -

    Also, ich finds auch super

  13. #13
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    AW: Breivik -

    Ich persönlich hasse ja die meisten Gedichte. Einfach, weil viele denken, sie würden tiefsinnig sein, wenn sie zwei Reime schreiben.

    Es sperrt sich in mir immer etwas gegen Gedichte.

    Egal. Konstruktive Kritik und so:

    Die Sprache ist unpassend. Auf der einen Seite zu simpel ('Wird alles wiederaufgewühlt') und auf der anderen wieder zu hochgestochen ('Reinigen wollt' er die Welt').
    Da müsstest du dich entscheiden. Willst du ordentliche Reimschemen, oder (moderner) aussagekräftige Sätze.
    Du hast beides nicht richtig.

    Außerdem ist auch die 'Melodie' an vielen Stellen unpassend.
    (Ob das jetzt Jambus oder sonst etwas ist, kann ich dir nicht sagen; auf jeden Fall hast du mehrere Patzer drin).
    Beispiel:
    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Breivik
    Eine Tat versetzt die Menschen
    In Trauer, Furcht und Wut
    Der Name wird zum Synonym
    Utøya ward ganz rot vom Blut.
    Der letzte Abschnitt ist zu lang. Es wäre noch aushaltbar, wenn der nächste Vers im gleichen Maß wäre, was er allerdings nicht ist.
    So bleibt nur der lange Satzteil am Ende, der den Lesefluß stört.
    ('Utoya ist voll Blut' wäre zum Beispiel im passenden Schema. Auch wenn es sich schlechter anhört )

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Reinigen wollt‘ er die Welt
    Retten vor der Invasion
    Die Überflutung stoppen
    Doch womit erreicht man solches schon?
    Das passt vom Schema her innerhalb des eigenen Verses ganz gut; allerdings brichst du damit das gesamte Versmaß der ersten Strophe.
    Selbst die Betonung, die im ersten Vers gleichmäßig verteilt war, setzt du nun einzig auf die mittleren Zeilen, beziehungsweise nur auf 'Retten vor der Invasion'.
    Eigentlich sollte sie aber auf der Frage liegen. Somit erschließt sich der Sinn, nämlich die Frage nach der ultimativen Lösung, einfach nicht.

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Und jetzt fast ein Jahr danach
    Wird alles wieder aufgewühlt.
    Und das Gesicht,
    Das Bild des Schreckens,
    kalt, herzlos unberührt.
    In der Mitte einmal fünf Zeilen. Eigentlich ein Bruch; hier allerdings zu verschmerzen, da sich die dritte und vierte wie eine lesen lassen. Da hätte entweder ein Versbruch hingehört, sodass man die fünf Zeilen bemerkt; oder einfach eine weitere vierzeilige Strophe.

    Die erste Zeile ist nicht in einem passenden Maß geschrieben; sie wirkt zu lang (Wieder: Frag mich nicht wieso, genau kann ich das nicht sagen. Ich merke nur, dass es so ist). Während die letzte Zeile zu kurz ist. Da könnte ein einfaches 'und' Abhilfe schaffen; da man bei dem Komma sowieso eine 'Pause' machen müsste.

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Doch der Prozess soll Ordnung schaffen
    Soll ihn strafen für die Tat
    Alles wird genau geschildert.
    Voraussetzung für ein Plagiat?
    In diesem Punkt muss ich Garniemand Recht geben, die letzte Zeile ist eine Silbe zu lang.
    Außerdem passt die dritte Zeile gar nicht zu den anderen. Allerdings weiß ich bei dem Punkt nicht, woran es liegt, da das Versmaß eingehalten wird. Es sind einfach die Worte, die so viel anders sind.

    Bei näherer Betrachtung - Es ist das 'geschildert', was die Zeile zerstört. 'Berichtet' passt besser. Allerdings habe ich keine Ahnung, wieso.

    Zitat Zitat von Ace of Spades Beitrag anzeigen
    Man gibt ihm Chance zu sühnen
    Doch das einzige das er tut
    Ist sich damit zu rühmen
    Denn Utøya ward ganz rot durchs Blut.
    Es fehlt ein Komma nach dem 'Ist' in der dritten Zeile. Da brauch man eine kurze Pause.
    Außerdem ist die Letzte wieder zu lang.


    Vielleicht wäre das Gedicht mit guten Versbrüchen besser. In der Art:
    'Man gibt ihm die Chance zu sühnen,
    doch das einzige, das er tut
    Ist, sich damit zu rühmen
    Denn Utoya ward ganz rot
    Durch Blut.'

    Nicht in jeder Strophe, aber in den beiden einrahmenden.

    So. Mehr will ich auch gar nicht schreiben. Schaue eigentlich 'Herr der Ringe'. Der hat gute Gedichte geschrieben, der Tolkien..
    -- IMO intended --

  14. #14
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    AW: Breivik -

    Ich finde die Idee, interessant, ein Geschehen in dichterischer Form wiederzugeben, bist nicht der erste mit der Idee, aber wieso nicht. Probleme bietet das Gedicht in punkto Formulierung einige, die ich allerdings immer noch nicht als allzu fatal empfunden habe, ausser vielleicht, dass man dem Gedicht anmerkt, dass ein strenges Schema benutzt werden sollte, was aber schliesslich und endlich schief gegangen ist.
    Hauptproblem für mich ist, dass ich im Gedicht überhaupt keine Daseinsberechtigung sehe. Ich erkenne weder individuelle Gefühlsregungen, noch Satire. Ausserdem erbringt der Text keine neuen Erkenntnisse. Ich bin der Meinung, sollte man schon das Vorhaben hegen, ein solches Geschehnis in Dichtform niederzuschreiben, muss man sich unbedingt entscheiden, was man individuelles, extremes, kontroverses, emotionales hinzumischt. So steht das Gedicht da, fusst auf einem Ereignis und erzählt ein Ereignis. Wäre das Gedicht eine Wellenkrone und das Geschehnis ein Meer, wäre das Gedicht nach dem Bruch der Welle niemals mehr wiederzufinden.


 

 

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