1. #1
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    Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Viele psychologische und psychiatrische Theorien zielen in erster Linie nicht auf eine physische bzw. medizinische Behandlung mittels tatsächlicher Intervention ab, sondern begnügen sich damit durch verschiedenste Therapien, die auf Dialogen aufgebaut sind, die psychischen Aberrationen der Patienten zu behandeln.

    Die -nicht gänzlich neue- Idee, solche Veränderungen der Gehirnstruktur beruhten auf umweltbedingten Veränderungen der Zellstruktur der Hirnzellen, beispielsweise ausgelöst durch Traumata, würde demnach theoretisch ganz neue Präventions- und Therapieansätze ermöglichen.

    In der konkreteren Theorie sieht es folgendermaßen aus: Traumatische Erlebnisse lösen spezifische Reaktionen (naheliegend wären Hormonausschüttungen) aus, die wiederum vom Körper selbst registiert, und gespeichert werden (-> Trauma). Nahe der Lamarck'schen Idee, passt sich der menschliche Körper diesen Reaktionen an, und verändert mittels Histonmodifikation bzw. Methylierung der entsprechenden DNS der jeweiligen Zellen (in diesem Fall Gehirnzellen), die Struktur dieser Zellen, was sich dem Psychiater in der Konsequenz als die Aberration des Verhaltens offenbart. Es liegt letztlich sogar nahe, dass dies der bislang ungekannte Faktor ist, der die Erblichkeit von traumatisch bedingten Störungen (wie beispielsweise die Borderline-Persönlichkeitsstörung) erklärt.

    So viel zur Theorie. Fraglich ist jetzt allerdings einerseits die moralische Verantwortung einer Therapie, da Einflussnahme auf die menschlichen Gene erforderlich wäre, aber auch die Akzeptanz unter Psychiatern, die diese Methode zunächst aufnehmen und entwickeln müssten

  2. #2
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Stimmt




  3. #3
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    stimmt nicht.
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  4. #4
    LSD
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Das ist Purer Frevel der Mensch ist von Gott so geschaffen worden wie er ist.
    Und nur der schöpfer hat das alleinige recht den Menschen zu verändern denn diese änderungen sind dann Gott gewollt.
    Ich finde es erschreckend und gradezu abartig und wiederwertig sich über den willen Gottes hinweg setzen zu wollen nur um sein eigenes ego zu befriedigen.

  5. #5
    Freysinn
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    ach... back to the roots...

    [media]http://www.sebastianwetzel.org/blog/wp-content/uploads/2010/06/lobotomie-e1275501762227.jpg[/media]

  6. #6
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Ach wenn wir Gen-Splicing endlich mal hinkriegen, pfuschen wir einfach in den ganzen Prozessen herum, und solche Probleme sind schwup-di-wup gelöst. Frage der Zeit.

    Wahrheitsgehalt will ich nicht bewerten... hab nen Freund der sich da besser auskennt. Vielleicht bin ich in ner Woche oder so klüger.
    Zitat Zitat von Mrpresident Beitrag anzeigen
    Das ist sowieso nur soeine beknackte Idee von den Kommunisten.

  7. #7
    LSD
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Wenn Gott gewollt hätte das wir denn menschen nach belieben anpassen könnten hätte er uns mit einer eingabeaufforderung versehen!!!

  8. #8
    Erleuchteter
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    wenn gott gewollt hätte, dass es die möglichkeit nicht gibt, hätte es sie (die mölichkeit) nicht eingebaut. ohnehin wird dem menschen auf lange sicht nichts anderes übrig bleiben, als methoden des regelmässigen gen-updates zu entwickeln. die moral ist weniger, ob man es tut, wie, wo, wann an wem man solche methoden in der zeit des kurfpfuschens anwendet. iG bewirken die traditionellen therapien das schon lange, wenn man diie obige beschreibung der wirkungen eines traumas im umkehrschluss folgt.
    .



  9. #9
    marcus_
    Gast

    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Zitat Zitat von Milton Friedman Beitrag anzeigen
    Viele psychologische und psychiatrische Theorien zielen in erster Linie nicht auf eine physische bzw. medizinische Behandlung mittels tatsächlicher Intervention ab, sondern begnügen sich damit durch verschiedenste Therapien, die auf Dialogen aufgebaut sind, die psychischen Aberrationen der Patienten zu behandeln.

    Die -nicht gänzlich neue- Idee, solche Veränderungen der Gehirnstruktur beruhten auf umweltbedingten Veränderungen der Zellstruktur der Hirnzellen, beispielsweise ausgelöst durch Traumata, würde demnach theoretisch ganz neue Präventions- und Therapieansätze ermöglichen.

    In der konkreteren Theorie sieht es folgendermaßen aus: Traumatische Erlebnisse lösen spezifische Reaktionen (naheliegend wären Hormonausschüttungen) aus, die wiederum vom Körper selbst registiert, und gespeichert werden (-> Trauma). Nahe der Lamarck'schen Idee, passt sich der menschliche Körper diesen Reaktionen an, und verändert mittels Histonmodifikation bzw. Methylierung der entsprechenden DNS der jeweiligen Zellen (in diesem Fall Gehirnzellen), die Struktur dieser Zellen, was sich dem Psychiater in der Konsequenz als die Aberration des Verhaltens offenbart. Es liegt letztlich sogar nahe, dass dies der bislang ungekannte Faktor ist, der die Erblichkeit von traumatisch bedingten Störungen (wie beispielsweise die Borderline-Persönlichkeitsstörung) erklärt.

    So viel zur Theorie. Fraglich ist jetzt allerdings einerseits die moralische Verantwortung einer Therapie, da Einflussnahme auf die menschlichen Gene erforderlich wäre, aber auch die Akzeptanz unter Psychiatern, die diese Methode zunächst aufnehmen und entwickeln müssten
    hahaha, Milton...du hier, is ja geil. Ich dachte du streitest dich immer noch mit putze im Forum rum. Oder ist es dir dort zu langweilig geworden??
    Dich trifft man auch überall

    Du formulierst noch genauso verschroben wie früher xD. Doch zurück zum Text: wie denkst du denn drüber? Würde mich mal interessieren

  10. #10
    Moderator
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Ihr Sohn ist geistig Behindert?
    KEIN PROBLEM!

    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  11. #11
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Zitat Zitat von marcus_ Beitrag anzeigen
    Du formulierst noch genauso verschroben wie früher xD. Doch zurück zum Text: wie denkst du denn drüber? Würde mich mal interessieren
    Was meinst du mit verschroben?

    Ich finde diese Behandlungsmethode unheimlich interessant, da sie tatsächlich in meinen Augen den Schlüssel zu den absoluten physischen Ursachen menschlichen Handelns beinhaltet.

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Ihr Sohn ist geistig Behindert?
    KEIN PROBLEM!

    Ich bitte doch um sachliche Diskussion. Aber es ist durchaus ein Vergleich mit historischen Ereignissen möglich. Ich verweise mal auf Walter Freeman und seine praktizierte transorbitale Lobotomie.

    Sehr umstritten, da das Konzept viel zu gering durchdacht war. Woher auch? Er hatte kaum Ressourcen für tiefgreifendes Wissen zur Verfügung. Wir jedoch haben heute großes Wissen über Genetik, die Funktionsbereiche des Gehirns (wobei dieses Feld vermutlich noch nicht weit genug ist) und beginnen jetzt langsam Verbindungen zu knüpfen. Diese Idee ist eigentlich logische Konsequenz.

  12. #12
    Moderator
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Zitat Zitat von Milton Friedman Beitrag anzeigen
    Ich bitte doch um sachliche Diskussion. Aber es ist durchaus ein Vergleich mit historischen Ereignissen möglich. Ich verweise mal auf Walter Freeman und seine praktizierte transorbitale Lobotomie.
    Ist durchaus so gemeint, da ich beim lesen des Textes nur an die gute alte Schocktherapie denken musste. Aber nicht die mit Erschrecken...
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  13. #13
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Ist durchaus so gemeint, da ich beim lesen des Textes nur an die gute alte Schocktherapie denken musste. Aber nicht die mit Erschrecken...
    So wie ich die Durchführung der psychiatrischen Gentherapie auffasse, verfehlt dieser Vergleich die Realität dennoch um Längen.

  14. #14
    Moderator
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    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Die -nicht gänzlich neue- Idee, solche Veränderungen der Gehirnstruktur beruhten auf umweltbedingten Veränderungen der Zellstruktur der Hirnzellen, beispielsweise ausgelöst durch Traumata, würde demnach theoretisch ganz neue Präventions- und Therapieansätze ermöglichen.
    Der Teil beschreibt aber genau die Theorie, womit man Menschen das Hirn weggebraten hat.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  15. #15
    marcus_
    Gast

    AW: Biopsychologisches Gedankengut - Psychiatrie und Epigenetik

    Zitat Zitat von Homunculus Beitrag anzeigen
    Der Teil beschreibt aber genau die Theorie, womit man Menschen das Hirn weggebraten hat.
    das du dich herab gibst um auf so einen stuss zu antworten - erstaunlich^^

 

 
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