1. #1
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    Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Nach dem lesen einiger Lektüre ist mir aufgefallen, aus was für seltsamen Eigenschaften der Mensch eigentlich in sich vereint.
    dadurch gibt es auch diverse theorien, wie sich der mensch entwickelt hat, bzw. wie er sich wohl entwickeln wird.
    da man schlecht ein paar der ersten menschen und menschenähnlichen wesen fragen kann, und auch ihre überreste nur wenige aufschlüsse geben, kommt ein guter teil der vermutungen etc. von hinweisen aus dem körper der heutigen menschen.

    Naja, ich fass einfach mal zusammen, in welche richtungen sich der mensch anscheinend mehr oder weniger gleichzeitig entwickelt hat...

    1. der pflanzenfressende baumbewohner
    wir können für unser gewicht recht gut klettern, haben greifhände, backenzähne mit denen wir planzliche nahrung zermahlen können, außerdem können wir mit den greifhänden wunderbar früchte pflücken, von der schale befreien, zerkleinern etc.
    die wenigen raubtiere, die groß genug sind um uns ernsthaft gefährlich zu werden können im allgemeinen nicht gut klettern, oder zumindest nicht gut genug um dabei zu jagen. ausnahmen gibts immer
    jedoch sind wir auf bestimmte pflanzenarten angewiesen, die meisten gräser, blätter etc. können wir nicht verdauen.

    2. der fleischfressende Savannenbewohner
    wir sind mit schweißdrüsen und einem kreislauf ausgestattet, der es uns ermöglicht auch bei hohen temperaturen gute leistungen zu bringen, wir sind enorm ausdauernd und im allgemeinen teamfähig.
    noch heute gibt es eingeborenenstämme, die dreier jagdteams losschicken. zwei sind spurensucher, und einer jagd, wenn eine potentielle beute gefunden wurde, diese bis zur erschöpfung. die erfolgsquote ist enorm, selbst antilopen brechen unter der sengenden mittagshitze nach einigen stunden dauerlauf zusammen. das kostet den jäger viel kraft, aber im gegensatz zu den meisten raubkatzen hat er fast die garantie, erfolgreich zu sein.
    allerdings braucht unser körper vitamine, die er vom fleisch nicht bekommt, und mit fingernägeln und unseren zähnchen lässt sich eine beute nur schwer erlegen und zerteilen, selbst wenn sie vor erschöpfung zusammenbricht.

    3. der (amphibische?) küstenbewohner.
    der größte teil der menschheit lebt in der nähe von gewässern. wir finden im wasser, alles, um uns zu ernähren, auch wenn wir ohne werkzeug nur schwer fische erwischen.
    wir haben kaum körperbehaarung, und sind damit außer extra gezüchteten haustierrassen und den nacktmullen unter de n landbewohnenden säugetieren einzigartig. wir haben eine haut, deren fettgewebe mehr den delfinen und walen als affen ähnelt.
    dadurch frieren die meisten nackt an land beim kleinsten windstoß, haltens im wasser bei gleicher temperatur aber wesentlich länger aus. obwohl wasser durch die höhere dichte eigentlich mehr kühlen sollte.
    mit etwas übung können wir ebensolange schwimmen wie laufen.
    unser gehör funktioniert unterwasser ähnlich gut wie außerhalb, unser geruchssinn ist grottenschlecht, möglicherweise weil man ihn im wasser nicht braucht? unsere augen sind an land nicht die schärfsten, sehen dafür im wasser aber auch einigermaßen, sofern die wasserqualität das zulässt. und wenn man die finger spreizt, erkennt man in der eigentlich überflüssigen haut direkt an der hand zwischen den fingern ansätze/überreste von schwimmhäuten.

    last but not least:
    wir haben ein verdammt großes gehirn, das wir zu einem guten teil nichtmal benutzen, aber das enorm viel energie verbraucht. außerdem haben wir gleichzeitig mehr mitleid etc., wenn es um angehörige unserer art, oder sogar anderer arten geht, und wir haben solche dinge wie rache entwickelt, wie sie keine andere art hat. wozu haben wir das beides?

    eine kleinigkeit gebe ich noch zu bedenken: der mensch ist die wohl erste rasse, die gleichzeitig zu schlau und zu dumm zum leben ist. bei jeder anderen überlebt nur der beste, anpassungsfähigste etc., und pflanzt sich fort. hat sich über jahrmillionen bewährt,das so im endeffekt die ganze rasse sich weiterentwickelt hat und davon profitiert, auch wenn das einzelne schwächere individuen doof fanden.
    tja... beim menschen ist das anders. jemand der nach natürlichem ausleseverfahren nie die chance hätte seine gene weiterzugeben stößt auf öl, und hält sich einen harem mit 50 frauen und entsprechend vielen kindern. jemand anders, dessen gene eine bereicherung für die nächste generation wären, zieht die karriere den kindern vor und schwupps... war wohl nix mit nächster generation. der mensch ist zu shclau zum überleben, weil er sein eigenes wohlergehen vor dem der restlichen menschheit und der zukunft stellt, denn was dann passiert, bekommt er eh nicht mit. aber gleichzeitig zu dumm für den wohl niedersten instinkt: arterhaltung und evolution derselben.


    hat jemand von euch eine ahnung, wofür diese ganzen widersprüche gut sein könnten?
    in welcher niesche der mensch überleben würde, mal angenommen er verlernt auf einmal kollektiv werkzeuge zu benutzen?
    oder sind euch noch andere dinge in der hinsicht aufgefallen?

    ach... schreibt einfach dazu, was ihr zu dem ganzen krams denkt... ich hatte i-wie das bedürfnis, das mal aufzuschreiben^^
    Ich werde keine Träne weinen, vielleicht nur ab und an, und dann auch nur vor Glück,
    ich hör die Leute wieder reden, der war ja schon immer komisch, aber jetzt ist er verrückt

  2. #2
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    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Was die Evolution stört, ist die heutige Zeit. Die Medien, Technik und Gesellschaft lassen den Menschen verdummen.
    Diese ganze Fähig- und Fertigkeiten verkümmern in einer Gesellschaft. Damals war der Mensch klug genug, alleine klarzukommen, klug genug andere für sich arbeiten zu lassen, aber nie so dumm sich abhängig zu machen.

    Mitleid und Rache sind meiner Meinung nach nicht angeboren. Es muss durch die Erziehung, Sozialisation etc kommen.
    Das eine Schaf zum anderen: "Du, ich glaub der Hund und der Schäfer machen gemeinsame Sache."
    Entgegnet das andere: "Ach hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien!"

  3. #3
    meggie
    Gast

    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    last but not least:
    wir haben ein verdammt großes gehirn, das wir zu einem guten teil nichtmal benutzen
    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    aber gleichzeitig zu dumm für den wohl niedersten instinkt: arterhaltung und evolution derselben.
    Das ist das was uns von anderen Lebewesen unterscheidet.

    Aber es ist auch das, was ganz einfach miteinander kollidiert.

    Die Entwicklung war nicht möglich ohne unser Gehirn und auch nur weil wir eben nicht wahllos für unsere Fortpflanzung gesorgt haben in dem Gedanken "nach mir die Sintflut".

    Das eine schließt für mich das andere zum größten Teil aus.

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    hat jemand von euch eine ahnung, wofür diese ganzen widersprüche gut sein könnten?
    hmmm ... wenn ich das jetzt mal nicht wissenschaftlich sehe, so würde ich sagen: Das soll so sein, weil nichts hier von Dauer ist. Die allerwenigsten Arten überleben für alle Zeit. Und so soll das wohl auch bei uns sein...

  4. #4
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    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Zitat Zitat von Individumm Beitrag anzeigen
    Was die Evolution stört, ist die heutige Zeit. Die Medien, Technik und Gesellschaft lassen den Menschen verdummen.
    Diese ganze Fähig- und Fertigkeiten verkümmern in einer Gesellschaft. Damals war der Mensch klug genug, alleine klarzukommen, klug genug andere für sich arbeiten zu lassen, aber nie so dumm sich abhängig zu machen.

    Mitleid und Rache sind meiner Meinung nach nicht angeboren. Es muss durch die Erziehung, Sozialisation etc kommen.
    eben diese ganzen sachen hat die evolution aber erst ermöglicht.
    wären die grundanlagen dazu nicht in unserem genetischen material, wäre schlichtweg nie jemand auf die idee gekommen.
    und wenn keiner auf die idee kommt etwas zu tun, kann es auch nicht durch eine zivilisation (die sowas ja nicht kennt) anerzogen werden.
    auch die technik, medien etc. wurden ja erst möglich, weil die evolution einerseits die grundlagen geschaffen hat, damit es möglich wird, und andererseits die grundlagen, das es uns gefällt.
    warum mögen die meisten menschen fernsehen etc., obwohl es im großen und ganzen wirklich eher für schlechte augen und verdummung sorgt? bzw. warum mögen so viele menschen verdummungsprogramme?^^
    warum sehen so viele menschen bereitwillig zu, wie ihr körper teilweise auch ihr leben um sie herum zerfällt, weil sie lieber auf der couch liegen?

    Zitat Zitat von meggie Beitrag anzeigen
    Das ist das was uns von anderen Lebewesen unterscheidet.
    aber was ist der grund dafür, das wir so anders geworden sind als derart viele andere wesen?
    Aber es ist auch das, was ganz einfach miteinander kollidiert.
    und wozu? jede evolutionäre entwicklung war bei jeder art zu irgendetwas gut. selbst koalas, die wegen ihrer spezialisierten nahrung fast aussterben... da sie eben diese nahrung dafür wunderbar verdauen können. welchen nutzen haben wir davon?
    Die Entwicklung war nicht möglich ohne unser Gehirn und auch nur weil wir eben nicht wahllos für unsere Fortpflanzung gesorgt haben in dem Gedanken "nach mir die Sintflut".
    aber das war sie... größtenteils jedenfalls. wir haben wahllos für unsere fortpflanzung gesorgt, über gute teile der geschichte haben sogar die eltern für die verkupplung ihrer kinder gesorgt, damit SIE dadurch mehr land, geld, oder was auch immer bekamen. das sich in einer generation partner finden, um das leben der älteren generation zu verbessern, ist von der evolution her sogar rückwärtsgerichtet...
    Das eine schließt für mich das andere zum größten Teil aus.
    da ist ja der haken^^ die entwicklung zum savannenbewohnenden jäger schließt die zur amphibischen lebensweise eigentlich ebenso aus wie die zum vegetarischen baumbewohner. trotzdem ist alles irgendwo in uns...

    hmmm ... wenn ich das jetzt mal nicht wissenschaftlich sehe, so würde ich sagen: Das soll so sein, weil nichts hier von Dauer ist. Die allerwenigsten Arten überleben für alle Zeit. Und so soll das wohl auch bei uns sein...
    aber bei allen anderen arten ist die entwicklung zumindest darauf ausgerichtet, möglichst lange zu überleben. keine andere art hat sich je so entwickelt, das sie selbst auf lange sicht aussterben muss, wenn sich umwelt oder feinde nicht schneller verändern als sie. die menschen gehen das von der anderen seite an, sie wollen die umwelt verändern... denn ansosnten sind sie in ein paar tausend jahren nicht mehr überlebensfähig. warum diese... anomalie in der evolution?
    meggie, ich hoffe du verzeihst mir das ich einfach reineditiert hab, das teilweise quoten ist immer so anstrengend
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  5. #5
    Moderator
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    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
    1. der pflanzenfressende baumbewohner
    wir können für unser gewicht recht gut klettern, haben greifhände, backenzähne mit denen wir planzliche nahrung zermahlen können, außerdem können wir mit den greifhänden wunderbar früchte pflücken, von der schale befreien, zerkleinern etc.
    die wenigen raubtiere, die groß genug sind um uns ernsthaft gefährlich zu werden können im allgemeinen nicht gut klettern, oder zumindest nicht gut genug um dabei zu jagen. ausnahmen gibts immer
    jedoch sind wir auf bestimmte pflanzenarten angewiesen, die meisten gräser, blätter etc. können wir nicht verdauen.
    Der Mensch an sich steht, kommt dadurch an ziemlich viele Früchte ran. Und wenn nicht benutzt er Werkzeug. (Genau so gut koenntest du fragen warum die Finger der Affen so fett sind obwohl die auf Ameisen o.Ä. stehen)
    Gemüse kann der Mensch verdauen, was ja tief genug wächst.
    Davon abgesehen gibt es mehr als genug Gräser und Blätter die der Mensch verdauen kann.
    Heute gibt es halt keine Kräuterkunde, hm...

    2. der fleischfressende Savannenbewohner
    wir sind mit schweißdrüsen und einem kreislauf ausgestattet, der es uns ermöglicht auch bei hohen temperaturen gute leistungen zu bringen, wir sind enorm ausdauernd und im allgemeinen teamfähig.
    noch heute gibt es eingeborenenstämme, die dreier jagdteams losschicken. zwei sind spurensucher, und einer jagd, wenn eine potentielle beute gefunden wurde, diese bis zur erschöpfung. die erfolgsquote ist enorm, selbst antilopen brechen unter der sengenden mittagshitze nach einigen stunden dauerlauf zusammen. das kostet den jäger viel kraft, aber im gegensatz zu den meisten raubkatzen hat er fast die garantie, erfolgreich zu sein.
    allerdings braucht unser körper vitamine, die er vom fleisch nicht bekommt, und mit fingernägeln und unseren zähnchen lässt sich eine beute nur schwer erlegen und zerteilen, selbst wenn sie vor erschöpfung zusammenbricht.
    Wieder unterschätzt du was für einen Einfluss Werkzeuge auf die Evolution haben.

    Diverse Tierarten sind auf bestimmte Werkzeuge angewiesen um lebenswichtige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.
    Beispiele die mir da spontan einfallen sind Affen, Raben, Otter, bestimmte Papageie... Es gibt noch viele andere. (Google ist dein Freund.)

    3. der (amphibische?) küstenbewohner.
    der größte teil der menschheit lebt in der nähe von gewässern. wir finden im wasser, alles, um uns zu ernähren, auch wenn wir ohne werkzeug nur schwer fische erwischen.
    wir haben kaum körperbehaarung, und sind damit außer extra gezüchteten haustierrassen und den nacktmullen unter de n landbewohnenden säugetieren einzigartig. wir haben eine haut, deren fettgewebe mehr den delfinen und walen als affen ähnelt.
    dadurch frieren die meisten nackt an land beim kleinsten windstoß, haltens im wasser bei gleicher temperatur aber wesentlich länger aus. obwohl wasser durch die höhere dichte eigentlich mehr kühlen sollte.
    mit etwas übung können wir ebensolange schwimmen wie laufen.
    unser gehör funktioniert unterwasser ähnlich gut wie außerhalb, unser geruchssinn ist grottenschlecht, möglicherweise weil man ihn im wasser nicht braucht? unsere augen sind an land nicht die schärfsten, sehen dafür im wasser aber auch einigermaßen, sofern die wasserqualität das zulässt. und wenn man die finger spreizt, erkennt man in der eigentlich überflüssigen haut direkt an der hand zwischen den fingern ansätze/überreste von schwimmhäuten.
    Gegenindizien:
    Unsere Nase ist nach unten gebogen, ergo nicht wassertauglich.
    Unsere Gehör ist im Wasser schrecklich (da wir nicht an die Schallbewegung bei solchem Druck gewöhnt sind) und unsere Anpassung an Druckunterschiede ist... Na ja, kann tödlich sein.
    Dagegen spricht auch unser Körperbau der für den aufrechten Gang konzipiert ist.
    Das ist fürs Schwimmen vergleichbar schlecht.
    last but not least:
    wir haben ein verdammt großes gehirn, das wir zu einem guten teil nichtmal benutzen, aber das enorm viel energie verbraucht. außerdem haben wir gleichzeitig mehr mitleid etc., wenn es um angehörige unserer art, oder sogar anderer arten geht, und wir haben solche dinge wie rache entwickelt, wie sie keine andere art hat. wozu haben wir das beides?
    Der Mensch benutzt sehr viel von seinem Gehirn, nur ist seine Psyche offensichtlich nicht ein Teil.
    Es hat sich ein psychologisches System entwickelt welches seiner Intelligenz im Sinne der Verarbeitung von Erlebten sehr entgegenkommt.
    Ähnlich auch Delphine die ihre Gehirnhälften mit der Zeit so stark getrennt haben dass eine schläft während die andere wach ist.

    Gewisse Hai-Arten haben sogar mehrere "Persönlichkeiten".
    Man konnte bei bestimmten Tests nachweisen dass diese Hai-Arten bis zu 4 separate Psychen haben können.

    Worauf ich hinaus will ist dass die Psyche halt so konditioniert ist.
    Und es gibt halt extrem viele Vorgänge die nicht bewusst ablaufen. (Auch wenn wir oft viel mehr aus dem Bewussten rausholen könnten... Sprich das Unbewusste ins Bewusste. Das ist aber ne andere Geschichte)

    Rache und Empathie ergab sich wohl einfach aus dem komplexeren Gruppenverhalten der Menschen.
    In kleinen Gruppen kann der Mensch so vorausschauend sein dass er versteht dass, um sein Wohl und das seiner Nachkommen abzusichern, er auch das der anderen absichern muss.
    Rache wäre in dem Fall einfach ein primitiveres Mittel der "Justiz".
    Ultimativ kann ein Mensch einen anderen so hassen dass er ihn als nieder ansieht und so die Hemmung verschwindet ihn zu schaden oder gar zu töten.
    Das deutet darauf hin dass "soziales" Verhalten beim Menschen als natürlich angesehen wird und "asoziales" als sowas wie eine Missbildung. Und auch im Tierreich gibt es viele Gruppentiere die schwache Glieder im Vornherein verstoßen oder gar töten.
    Denn ein Glied dass sich nicht einbringt oder vielleicht sogar gegen die Gruppe arbeitet stellt eine ernste Bedrohung dar.

    Ähnlich sieht es beim Menschen aus.
    Nur ergibt sich aus der Komplexität und Größe der moderneren Gesellschaft eine neue Ordnung. Die ist halt dann noch einen Tick metaphysischer.
    Zumal der Mensch andere Wege findet und auch die Freiheit hat um mit solchen "Missbildungen" umzugehen. Oder vielleicht sogar zu "heilen" oder den Ursprung auszumerzen. (Sozialhilfe für die Bedürftigen, juhu... >.>)

    eine kleinigkeit gebe ich noch zu bedenken: der mensch ist die wohl erste rasse, die gleichzeitig zu schlau und zu dumm zum leben ist. bei jeder anderen überlebt nur der beste, anpassungsfähigste etc., und pflanzt sich fort. hat sich über jahrmillionen bewährt,das so im endeffekt die ganze rasse sich weiterentwickelt hat und davon profitiert, auch wenn das einzelne schwächere individuen doof fanden.
    tja... beim menschen ist das anders. jemand der nach natürlichem ausleseverfahren nie die chance hätte seine gene weiterzugeben stößt auf öl, und hält sich einen harem mit 50 frauen und entsprechend vielen kindern. jemand anders, dessen gene eine bereicherung für die nächste generation wären, zieht die karriere den kindern vor und schwupps... war wohl nix mit nächster generation. der mensch ist zu shclau zum überleben, weil er sein eigenes wohlergehen vor dem der restlichen menschheit und der zukunft stellt, denn was dann passiert, bekommt er eh nicht mit. aber gleichzeitig zu dumm für den wohl niedersten instinkt: arterhaltung und evolution derselben.
    Nun, da muss man sagen dass wir hier 1. von einem kleinen Blitzlicht-Momentum der Geschichte reden was die Evolution angeht und dass der Mensch 2. seine Umgebung zu seinem Vorteil verändern kann.
    Das hat es in dem Maß noch nie gegeben. (Bis auf ein Bakterienstamm der durch seine Fürze fast alles Leben ausrottete...)
    Und sei mal ehrlich.
    Der Mensch hat durch sein bisheriges Verhalten sein eigenes Standard erstellt.
    Es geht bei der Genetik nicht mehr darum wie er mitten im Amazonas gegen einen Tiger klar kommt sondern wie er sich eine tigerfreie Umgebung schafft und trotzdem was zu fressen.
    Ergo: Das was die meisten "Intelligenz" nennen.

    Das der Mensch es damit etwas überzogen hat ist wohl offensichtlich, aber wie das in der Natur halt so ist wird sich das auf die ein oder andere Weise wieder einpendeln.


    hat jemand von euch eine ahnung, wofür diese ganzen widersprüche gut sein könnten?
    in welcher niesche der mensch überleben würde, mal angenommen er verlernt auf einmal kollektiv werkzeuge zu benutzen?
    oder sind euch noch andere dinge in der hinsicht aufgefallen?
    Es hat schon alles seine Ordnung.
    Der Mensch hat halt gewisse Ruder in die Hand genommen.

    Das er kollektiv verlernt Werkzeuge zu benutzen ist praktisch unmoeglich da er nicht nur nachäfft, wie die meisten anderen Tiere die Werkzeuge benutzen, sondern erlernt/versteht/erfindet/....
    Das können selbst Kraken.
    Affen sowieso.
    Ich mein... Wen ein Schimpanse 20 Studenten beim Memory schlagen kann, dann kann ein Mensch wohl das Rad neu erfinden.

    Was am Menschen halt hervorragend funktioniert ist das Problemlösen, Vorausschauen und seine komplexere Psyche die es ihm ermöglicht komplexere und effizientere Gesellschaften zu erstellen.
    Auch lässt das alles sehr viel Spielraum um zu wachsen, da er sich ja immer neuen Herausforderung stellt.

    Soviel meinerseits.
    Zitat Zitat von nicht Aristoteles
    Wir sind was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.

  6. #6
    Neuling
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    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    klingt echt interessant

  7. #7
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    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Die "Nische" des Menschen ist keine Spezialität, sondern Universalität.

  8. #8
    friend123
    Gast

    AW: Der Kompromiss Mensch, oder: Was hat sich die Natur nur dabei gedacht?

    Ich schmeis jetzt einfach mal meine meinung rein, also

    ich denke der Mensch ist ein bisschen selbstverantwortlich über seiine fähigkeiten. Der Mensch trennte sich allerdings im laufe der Evulotion von der Natur teilweise ab er fing an sich nicht natürlich zu entwickeln
    er entwickelte sich mit der Zeit selbst und baute sich Hilfsmittel. Der hintergrund der Natur war wahrscheinlich der das sie keinen hatte sie stummt die Tiere nur an mit kleinen Vorteilen und sie entwickelten sich weiteer indem sie Technischehilfmittel erfanden und so wird das wahrscheinlich die nächsten 100 Jahre weiter gehen.

 

 

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